Schweiz
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Szene aus dem Videoclip «Thurgau mini Heimat». Bekannt für die Zeile: «Sterbe im Thurgau».    screenshot: youtube.com/ andi jud

Thurgauer verlangen besseres Deutsch. Also von Ausländern, die den Pass wollen

26.10.17, 10:22 26.10.17, 10:44


«Bilden Sie irreale Bedingungssätze in der Vergangenheit», lautet eine Online-Aufgabe für Deutschlernende, die das Niveau B2 erreichen wollen. Wer sich im Thurgau einbürgern lassen will, sollte besser damit beginnen, diesen Konjunktiv 2 zu büffeln. Denn das Thurgauer Kantonsparlament hat am Mittwochabend eine deutliche Verschärfung der Sprachhürden für Einbürgerungswillige beschlossen.

Die Sprachniveaus

B2 bedeutet gemäss dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen, dass jemand «Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen» versteht und im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen folgen kann. Bei A2 reicht es, wenn eine Person sich «in einfachen, routinemässigen Situationen» verständigen kann, «in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht.» (Quelle: europaeischer-referenzrahmen.de)

Es hat einen Antrag der SVP hauchdünn mit 58 zu 57 Stimmen angenommen. Damit müssen Einbürgerungswillige im Thurgau künftig bessere Deutschkenntnisse vorweisen als fast überall sonst in der Schweiz: Mündlich muss das Referenzniveau B2 erreicht werden, schriftlich B1. Nur im Kanton Schwyz sind die Anforderungen gleich hoch. Zum Vergleich: In Zürich reichen schriftliche Sprachkenntnisse der Stufe A2.

Zu einer Verschärfung wäre es ohnehin gekommen: Der Bund schreibt bei den mündlichen Sprachkenntnissen für Einbürgerungswillige ab Januar 2018 das Referenzniveau B1 vor. Das Thurgauer Kantonsparlament hat nun beschlossen, die Schraube zusätzlich anzuziehen.

«Wir wollen uns mit den künftigen Mitbürgern unterhalten können, nicht händeringend, nicht wie mit Touristen und ohne Dolmetscher.»

Pascal Schmid, SVP

Die Befürworter – neben SVP auch EDU und eine Mehrheit der FDP – argumentierten damit, dass die Sprache ein Schlüsselkriterium für eine erfolgreiche Integration sei. «Wir wollen uns mit den künftigen Mitbürgern unterhalten können, nicht händeringend, nicht wie mit Touristen und ohne Dolmetscher», zitiert die «Thurgauer Zeitung» SVP-Mann Pascal Schmid, der den Antrag gestellt hatte.

Gegen eine Verschärfung bei Einbürgerungen waren SP und CVP, Grüne und Grünliberale. Sie warnten davor, dass die Anforderungen damit dem «Matur-Niveau» entsprächen. «Wir wollen kein elitäres Einbürgerungsrecht», «Die deutsche Ärztin kann sich dann noch einbürgern lassen, aber die serbische Putzfrau nicht mehr», sagte SP-Parlamentarierin Marianne Sax.

Damit die Verschärfung definitiv wird, muss sie noch die Schlussabstimmung passieren.

Umfrage

Wie gut muss eine Person deiner Meinung nach Deutsch sprechen, damit sie den Schweizer Pass verdient?

  • Abstimmen

1,259 Votes zu: Wie gut muss eine Person deiner Meinung nach Deutsch sprechen, damit sie den Schweizer Pass verdient?

  • 7%Sie sollte den Muttersprachlern ebenbürtig sein.
  • 53%Komplexe Gespräche müssen möglich sein.
  • 34%Grundlegende Sprachkenntnisse reichen.
  • 5%Das ist aus meiner Sicht irrelevant.

(jbu)

Wer's geschafft hat, darf aus vollem Halse singen: «Thurgau mini Heimat»

Video: YouTube/Andi Jud

Kaiserschnitt Ostschweizer

Video: watson/Renato Kaiser

Die langweiligsten Kantone der Schweiz

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83
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 27.10.2017 01:27
    Highlight Werden die lieben Thurgauer überhaupt ihre neuen Mitbürger verstehen, wenn diese mit ihnen komplexe Gespräche mittels irrealer Bedingungssätze in der Vergangenheit führen wollen ?
    9 4 Melden
  • Nuka Cola 26.10.2017 20:41
    Highlight Also bitte, sollen mal nicht so tun, B2 ist wenn ein Wille da ist auch zu erreichen, A2 ein Witz.

    Ich hab, als total Unbegabter in Französisch auch ohne spezifische Vorbereitung das A2 mit 75%, 50% sind zum bestehen erforderlich, geschafft.

    Englisch B2 ist zumindest mündlich sattelfest, ihr möchtet ja nicht wissen, wie viel ich mit meinen Gasteltern über die Englische Politik, Forschung etc diskutiert habe.

    Und sorry, wenn man den ganten Tag nicht arbeiten (darf/) tut, dann hat man wohl die Zeit, zu büffeln.

    Ich denke dass sollte auch mit Deutsch gehen.
    7 14 Melden
    • SemperFi 27.10.2017 07:45
      Highlight @Nuka cola: Seit wann dürfen Einbürgerungswillige nicht arbeiten?
      11 0 Melden
  • äti 26.10.2017 18:54
    Highlight Ich habe kein Problem mit B2, würde es aber schätzen wenn alle Kantonsräte auch diesen Level hätten. :-)
    32 2 Melden
    • äti 26.10.2017 21:10
      Highlight .. 'die' geht auch :-)
      1 0 Melden
    • pedrinho 28.10.2017 16:45
      Highlight ...und wer rettet dem dativ ?
      1 0 Melden
  • meglo 26.10.2017 18:50
    Highlight «Bilden Sie irreale Bedingungssätze in der Vergangenheit»
    Also zum Beispiel: SIRI hätte mir in der Schule geholfen, wenn es damals schon ein Iphone gegeben hätte.
    Ich gestehe, ich musste den Duden konsultieren, um die gestellte Aufgabe überhaupt zu verstehen. Ich denke da übertreiben die Thurgauer, die meines Wissens auch nicht für perfektes Hochdeutsch bekannt sind - wie übrigens die meisten Schweizer.
    17 5 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 26.10.2017 18:09
    Highlight Es geschehen noch Wunder, aber ich bin mit der SVP einverstanden. Die Landessprache ist essentiel, nur schon weil man ohne ständig auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Man kann nicht zur Polizei, nicht zum Arzt, nicht zur Gemeinde, kann sich nicht informieren, kurz man ist unmündig.
    Maturavergleich ist lächerlich, in GR ist das geforderte Level in Englisch C1, das ist eins ob B2. A2 ist zu wenig. Wer genaueres Wissen möchte, soll "Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen" im Wiki suchen. Gerade die serbisch Putzfrau muss Deutsch können, weil sie besonders vulnerabel ist.
    12 1 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 26.10.2017 20:30
      Highlight Sie irren, ich stelle mir das nicht einfach vor. Wissen sie was noch schwieriger ist, als eine Sprache zu lernen. In einem Land zu leben und die Sprache nicht zu können. Es liegt im ureigensten Interesse jedes einzelnen, sich mit seiner direkten und indirekten Umwelt verständigen zu können. Dies bedeutet auch, dass man einen komplexen Sachverhalt wie eine ärztliche Diagnose sprachlich erfassen kann.
      4 1 Melden
    • Erwin B. 26.10.2017 20:56
      Highlight Es wird ja niemand gezwungen, sich einbürgern zu lassen. Wenn man den CH-Pass wirklich haben will, sollte man auch willens sein, z.B. eine Abendschule zu besuchen so Deutsch zu lernen.
      4 2 Melden
    • Pafeld 26.10.2017 22:34
      Highlight Wie das Beharren auf die eigene Landessprache nur praktische Nachteile mit sich bringt, sieht man besonders schön in Frankreich, wo ein über 35-Jähriger mit irgendeiner Form von Fremdsprachenkenntnissen schon fast eine Sensation ist.
      Und in der Schweiz braucht man sich da auch gar nicht so aufzuplustern und sich auf irgendeine Tradition berufen zu wollen. Wieviele Schweizer sind in zwei Landessprachen wirklich sattelfest? Und wieviele in drei? Vier wage ich schon gar nicht mehr zu fragen. Und von Englisch, Spanisch oder Mandarin wurde dabei noch gar nicht gesprochen.
      0 2 Melden
  • Pana 26.10.2017 17:54
    Highlight Werden dann andere Landessprachen nicht anerkannt? Muss z.B. ein Franzose im Thurgau zuerst Deutsch lernen, bevor er den Pass erhalten kann?
    11 7 Melden
  • Atlantar 26.10.2017 16:13
    Highlight Alle scheinen sich ja einig darüber zu sein, dass das Beherrschen einer Landessprache eine wichtige Voraussetung für die Integration in unsere Gesellschaft ist. Die Frage ist, ob das Niveau B2 eine unrealistisch hohe Anforderung ist.

    Vielleicht können sich unsere Kommentarschreiber ein besseres Bild vom Niveau B2 machen, wenn ich sage, dass die LAP meiner letztjährigen KV-Ausbildung in Englisch (first) auf diesem Niveau war. B2 ist sicher nicht schlecht,
    von Kenntnissen auf Matura- oder sogar auf muttersprachlichem Niveau kann aber meiner Meinung nach definitiv nicht die Rede sein.

    21 0 Melden
    • Oban 26.10.2017 17:44
      Highlight Habe English auch B2, ich kann mich grundlegend verständigen den B2 ist bei den meisten Int. Firmen pflicht, von Humor in English verstehen bin ich aber noch sehr weit weg.
      Ich finde jetzt ehrlich gesagt B2 niveau nicht wirklich hoch für eine Einbürgerung, macht heute ein Jugendlicher einen 1 Jährigen sprachaufenthalt im Ausland ist er schnell mal bei C1/C2.
      22 0 Melden
  • who cares? 26.10.2017 15:18
    Highlight B2 Maturniveau? Seich. Bereits für die Fremdsprachen Franz und Englisch wird C1 Niveau bei der Matur verlangt (zumindest so im Thurgau). Deutsch als Muttersprache beherrschen wir schriftlich wie mündlich zwischen C1 und C2 bei der Matur.
    21 3 Melden
    • Joe-B 26.10.2017 17:53
      Highlight Ich habe vor 1.5 Jahren die KV- Berufsmatur im Thurgau abgeschlossen, wir brauchen "nur" B2 um zu bestehen.

      Ausser du sprichst vom Gymi, da weiss ich nicht ob die Anforderungen höher sind.
      3 0 Melden
    • who cares? 26.10.2017 19:34
      Highlight Für die reguläre Matur im Thurgau ist C1 Standard
      4 0 Melden
  • John Smith (2) 26.10.2017 15:10
    Highlight Das Problem in der Deutschschweiz ist der Dialekt. Das macht es extrem schwierig, in der Schweiz deutsch zu lernen. Man geht in einen Deutschkurs und lernt eine Sprache, die im täglichen Leben kein Schwein spricht. Es gibt seit langem Untersuchungen, die zeigen, dass Ausländer in Deutschland nach einem Jahr besser Deutsch können als in der Schweiz nach mehreren Jahren. Man sollte daher beim Test auf jegliche grammatikalische Feinheiten verzichten und strikte nur die Verständigung bewerten.
    34 4 Melden
  • α Virginis 26.10.2017 14:13
    Highlight Wäre noch interessant zu wissen, wieviele der Thurgauer das B2-Niveau erreichen. Ich denke, da werden die Messlatten bewusst so hoch gehalten, um Einbürgerungen zu vermeiden/unmöglich zu machen. B1 sollte da schon reichen und ist mit entsprechenden Intensivkursen auch relativ schnell lernbar. Auf jeden Fall war das so, als wir damals als Flüchtlinge in die Schweiz gekommen sind. Mittlerweile staunen meine Bekannten, wenn sie erfahren, dass ich kein Schweizer bin.
    9 12 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 26.10.2017 18:53
      Highlight Jeder Thurgauer erreicht B2, Muttersprache ist C2.
      Ich findet jetzt B2 nicht besonders hoch, in der Kanti war in Englisch C1 das Ziel.
      5 2 Melden
  • manhunt 26.10.2017 14:05
    Highlight thurgauer sprechen deutsch? hab ich gar nicht gewusst.
    17 10 Melden
  • häfi der Spinat 26.10.2017 13:44
    Highlight Wie kann man davon sprechen, Migranten sollen besser integriert werden, aber sich zugleich dagegen sträuben, von diesen zu verlangen, das sie die Landessprache besser lernen?
    17 4 Melden
  • Posersalami 26.10.2017 13:43
    Highlight Wenn böse wäre könnte man jetzt sagen, dass die Thurgauer erst mal selbst besser.. lassen wir das :D

    In Zeiten wo SVP Politiker an Matheaufgaben für Zweitklässler scheitern ist es schon krass, einen auf Dicke Hose zu machen und solche Forderungen zu stellen!
    19 20 Melden
    • balzercomp 27.10.2017 17:07
      Highlight Ja, wenn man das Sprachniveau zur Voraussetzung für die SVP-Mitgliedschaft machen würde, würde die Partei wohl nicht nur wenige Mitglieder verlieren.
      0 1 Melden
  • JoeyOnewood 26.10.2017 13:35
    Highlight Ich kanns kaum fassen, aber ich bin da der Meinung der SVP. Ich habe Französisch Niveau B2, würde aber nicht von mir behaupten genug Französisch zu sprechen, um mir auf diese Sprache z.B. eine politische Meinung bilden zu können. Ich finde B2 mündlich und B1 schriftlich absolut notwendig. Kt. Zürich A2? echt jetzt? Und normalerweise bin ich politisch links der SP, aber die Sprache ist eine Voraussetzung für Integration - man muss in der langen Zeit, die man in der Schweiz warten muss, bis man den pass bekommt (ich finde zu lange!), in der Lage sein, die Sprache flüssig und gut zu beherrschen.
    63 6 Melden
  • Randy Orton 26.10.2017 13:33
    Highlight Dann müsste so mancher Schweizer ausgebürgert werden, B2 erreichen nämliche etliche der Wutbürger sicher nicht.
    66 38 Melden
    • karima 26.10.2017 14:15
      Highlight spricht da der gutbürger?
      10 12 Melden
    • karl_e 26.10.2017 14:26
      Highlight Stimmt. Wer kann denn schon irreale Bedingungssätze in der Vergangenheit bilden? Diese Anforderung ist völlig surreal, denn geschätzte 95 % der Deutschschweizer werden darauf mit "hä?" reagieren. Die müssten dann wohl allesamt ausgebürgert werden.
      8 9 Melden
    • Barracuda 26.10.2017 17:49
      Highlight @karl_e
      Dann haben Sie sich genau auch durch die tendenziöse Einleitung von watson beeinflussen lassen ;-) Nochmals: Von watson wurde absichtlich ein einziges Extrembeispiel genommen, das ausserdem aus dem Gesamtkatalog und dem Zusammenhang gerissen wurde. Lesen Sie selbst die Referenztabellen durch und entscheiden dann ohne eine vorgefertigte Meinung! Sie werden sehen, dass die Anforderungen alles andere als unangemessen sind.
      9 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • remeto 26.10.2017 12:58
    Highlight A2 ist dann schon eher wenig für eine Einbürgerung (10 Jahre Schweiz), wenn ich mir das anschaue:

    http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.php
    40 2 Melden
    • Barracuda 26.10.2017 15:02
      Highlight Absolut. Wenn man sich mal die Mühe macht und den Referenzrahmen studiert, muss man zum Entschluss kommen, dass B1 für schriftlich bzw. B2 für mündlich ein Muss ist. Das Hauptargument der Einbürgerungswilligen ist ja immer, dass man MITREDEN und mitbestimmen will. Und da ist das nun mal eine Grundvoraussetzung, alleine schon wenn ich an Abstimmungsvorlagen denke. Mit dem Beispiel «Bilden Sie irreale Bedingungssätze» wurde einmal mehr bewusst das extremste Beispiel von unzähligen anderen (harmlosen) gewählt, damit man einen tendenziösen Einstieg hat. Schade, watson...
      15 0 Melden
  • Leon1 26.10.2017 12:35
    Highlight B2 ist immernoch hörbar gebrochenes Deutsch. Dies als Hürde für die Einbürgerung (!) in der Landessprache der einbürgernden Gemeinde ist doch völlig vertretbar?!

    Niveau A2 ist ein Witz, das erlernt man mit etwas Wille in 6-12 Monaten. Für den B/C Ausweis von mir aus, aber die Einbürgerung darf schon etwas fordernder sein.

    Zum Titel. Ziemlich billig hier noch ein bisschen Thurgau-bashing einbauen zu müssen - und dies obwohl ihr das Thema erst vor kurzem noch selbst angesprochen habt.
    50 8 Melden
  • Luca Brasi 26.10.2017 12:18
    Highlight Wenn ich nicht in der Mittagspause gewesen wäre, hätte ich keine Zeit gehabt diesen Artikel zu lesen. 😉
    14 4 Melden
  • panaap 26.10.2017 12:03
    Highlight Hmmmm... Komisch. Es gehört doch zu den Schweizerischen Sitten und Gebräuche schlechtes Hochdeutsch zu sprechen.
    181 37 Melden
    • panaap 26.10.2017 16:30
      Highlight Mit Majuskel am Wortende? Wieder was gelernt. 😉
      2 4 Melden
    • DerElch 26.10.2017 18:32
      Highlight Verwechselst du nicht "schlecht" mit "mit Akzent"?
      1 1 Melden
    • moedesty 26.10.2017 18:45
      Highlight du hast es schon verkackt. da hilft auch witzeln nicht.

      2 0 Melden
  • Eltriangoli 26.10.2017 11:58
    Highlight Dann Verlange ich einen Deutschtest für alle Thurgauer welche in den Kanton Zürich ziehen wollen. Integration fangt ja schliesslich mit der Sprache an 😎
    169 62 Melden
    • Ohmann94 26.10.2017 12:44
      Highlight Thurgauer sind immerhin noch fähig, sich in anständigem Deutsch zu verständigen, im Gegensatz zum kläglichen Versuch des Gebrauchs von deutscher Sprache durch Zürcher auf Shoppingtour. Also bevor hier ein Zürcher was von Deutschtest labbert, sollte er wohl besser zuerst vor der eigenen Türe kehren.

      Und sind wir mal ehrlich... Penalty? Es tönt...? What the fuck?! Kein normaler Mensch der, anständig Deutsch spricht, würde sowas fabrizieren... Elfmeter! Es klingt...! Da sollte auch die Watson-Redaktion mal über die Bücher ;)
      23 31 Melden
    • JoeyOnewood 26.10.2017 13:36
      Highlight ja, sehr witzig! bin thurgauer, spreche zu 99% wie ein winterthurer und noch nie sagte mir jemand, er verstehe mich nicht. Mein Dialekt mag hässlich sein, aber verständlich sprechen wir durchaus.
      20 8 Melden
    • Eltriangoli 26.10.2017 16:40
      Highlight Als Winterthurer muss ich sagen, dass es doch so einige Unterschiede zwischen TG- und Wintidialekt gibt. Liegt aber auch dran, dass nur sehr wenige in Winti den Einheimischen Dialekt sprechen. Nein, ich gehöre nicht zu den wenigen
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • dan2016 26.10.2017 11:36
    Highlight und die Restschweiz verlangt von den Thurgauern einen ohrenschmerzfreien Dialekt, ansonsten können die Thurgauer kaum als integrierbar bezeichnet warden.
    66 62 Melden
    • MaskedTruth 26.10.2017 12:10
      Highlight Also; ich finde den Ostschhweizer Dialekt echt Sexy
      24 29 Melden
    • Gumpirössli 26.10.2017 12:40
      Highlight Bitte lernen Sie zuerst selber deutsche Rechtschreibung!
      13 16 Melden
    • Zitronensaft aufbewahren 26.10.2017 13:29
      Highlight Höhöhö, lustig.
      7 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • clint 26.10.2017 11:25
    Highlight reno (bärner kürzen jeden namen - hätte auch 'renu' schreiben können), du machst das einfach erste sahne-mässig. bei dir mag ich sogar den st.galler-dialekt. du hast mich zum nachdenken bezüglich schoggi-chöpfli-nascherei angeregt, und gibst deinen kantons-kollegen und -kolleginnen neuen mut: eure sprache ist ne waffe.
    letzte bemerkung: stell dir vor, es gibt berner (wie den schreibenden), welche so schnell sprechen, dass sie immer wieder gefragt werden, ob sie tatsächlich berner seien. die antwort ist natürlich ein laut und deutliches "IU". langsam geht bei mir nur das essen.
    weiter so.
    11 1 Melden
  • aglio e olio 26.10.2017 11:14
    Highlight Man sollte anderen nur abverlangen was man selber zu leisten fähig/willens ist.
    Im Allgemeinbildungsbereich versteht sich. (Mein Zahnarzt sollte fachbezogene Dinge sehr viel besser können als ich)
    34 10 Melden
  • Spiessvogel 26.10.2017 11:07
    Highlight Was die freundeidgenössischen Thurgauer da von ihren einbürgerungswilligen Einwohnern verlangen, ist reine Obstruktionspolitik. „Wir wollen nicht einbürgern, also legen wir die Latte überall so hoch, dass Ausländer Ausländer bleiben. Die Folge wird sein, dass über Jahre hinweg ein immer leicht schwindender Teil der Bewohner die Bürgerrechte beanspruchen darf und ein wachsender Teil davon
    26 50 Melden
  • NotWhatYouExpect 26.10.2017 11:02
    Highlight "Wie gut muss eine Person deiner Meinung nach Deutsch sprechen, damit sie den Schweizer Pass verdient?"

    Meiner Meinung nach muss es nicht Deutsch sein sondern eine Landessprache die in diesem Teil des Landes gesprochen wird.

    Und ich finde diese Person sollte gute kenntnisse der Sprache haben.
    63 4 Melden
    • Oberon 26.10.2017 11:46
      Highlight Ja genau das vermisse ich auch an den ganzen Diskussionen, entweder deutsch, französisch oder italienisch. Aber was jedem wohl einleuchten wird, dass die Sprache der erste wichtigste integrationsschritt sein muss.
      29 0 Melden
    • Gringoooo 26.10.2017 11:50
      Highlight *hüstel*

      Kenntnisse - Substantiv

      /Grammarnaziende
      25 7 Melden
    • John Smith (2) 26.10.2017 13:20
      Highlight Oberon: «Aber was jedem wohl einleuchten wird, dass die Sprache der erste wichtigste integrationsschritt sein muss.» Da fehlt der Hauptsatz. Ausbürgern!
      8 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Laut_bis_10 26.10.2017 10:59
    Highlight Als nächstes: Engländer verlangen von Immigranten, dass sie gut kochen können 😅
    61 21 Melden
    • MaskedTruth 26.10.2017 12:14
      Highlight Beim Brexit und den Konsequenzen ein durchaus denkbares Szenario 😉😂
      7 6 Melden
    • jimknopf 26.10.2017 12:27
      Highlight Jawohl! Und die Iren von ihren, dass weniger Alkohol getrunken wird!
      8 10 Melden
    • Randy Orton 26.10.2017 13:35
      Highlight Und die Griechen verlangen Sparsamkeit und finanziell Verantwortungsvolles Handeln.
      7 6 Melden
  • mrmikech 26.10.2017 10:59
    Highlight Ich war gestern in Genf, wollte mit einer reden, so einer mit Schweizer Pass. Er hatte kein wort deutsch geredet.
    59 23 Melden
    • Gringoooo 26.10.2017 11:46
      Highlight Was nun? Mann oder Frau?

      War evtl. nur verwirrt ;)
      27 0 Melden
    • mrmikech 26.10.2017 11:51
      Highlight Und dann hat er gesagt er will nach Zürich, ohne deutschkenntnisse. Dan war ich so: non, non bruder, ceci n'est pas une pipe.
      26 4 Melden
  • Ohniznachtisbett 26.10.2017 10:58
    Highlight Wie können die Linken hier dagegen sein? Die Einbürgerung ist quasi die Bescheinigung einer guten Integration. Dazu gehört, dass man sich hier unterhalten kann - nicht nur über den Waschplan. Man sollte in der Lage sein, einer Gemeindeversammlung zu folgen, das Abstimmungsbüechli zu verstehen (sprachlich), den Kindern auch bei den Deutsch-Hausaufgaben zu helfen und Informationssendungen zu verstehen. Dass die Deutschen hier einen Vorteil haben ist halt so, die Ösis übrigens auch. Ich sehe daran nichts verwerfliches. Wer die Sprache nicht kann ist auch nicht integriert.
    61 30 Melden
    • Laut_bis_10 26.10.2017 11:30
      Highlight Ich glaube "den Linken" die dagegen sind, geht es um das Niveau der Anforderungen. "Matur-Niveau" klingt schon etwas hoch, da würden auch viele Schweizer daran scheitern.

      Allerdings finde ich auch, dass ein Eingebürgerter sich gut verständigen können sollte.
      38 8 Melden
    • dan2016 26.10.2017 11:39
      Highlight oh, die, die für strenge Einbürgerungskriterien sind sind sehr oft genau die, die KEINE Informationssendungen mehr möchten, die das Abstimmungsbüechli ablehnen und davon ausgehen, dass Plakate und ausländische Schmuddelsender zur Volksbildung genügen.
      30 17 Melden
    • panaap 26.10.2017 12:00
      Highlight Das die Sprache essenziell für ein Miteinanderleben ist ausser frage. Was hier jedoch kritisiert wird, ist das koppeln der Einbürgerung an an ein Bildungsniveau. Ich kenne viele alteingesessene Schweizer die ein B2 Niveau nicht erreichen. Sind sie deswegen schlechtere Bürger? Mit Sicherheit nicht.
      28 15 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • olmabrotwurschtmitbürli 26.10.2017 10:53
    Highlight Ich vermute, dass die Mehrheit des Kantonsparlaments im Thurgau nicht auf Anhieb wüsste, was ein "irrealer Bedingungssatz in der Vergangenheit" ist.

    Ach - den TG-Sterbe-Clip wieder zu zeigen ist nicht nett. Da wird mir immer ganz mulmig, wenn mir bewusst wird, wie es im Nachbarkanton so zu und hergeht.
    31 10 Melden
  • Peeta 26.10.2017 10:47
    Highlight Hammo!
    Richtig so. Für eine gelungene Integration führt an der Sprache kein Weg vorbei! Wichtig ist nun, dass der Staat bzw. Kanton Angebote schafft oder unterstützt, welche die Einbürgerungswilligen zum Erlernen der Sprache nutzen können.
    21 15 Melden
    • pedrinho 26.10.2017 12:58
      Highlight Angebote schaffen, warum soll das die aufgabe des staates oder kantons sein ? Wenn ich in eine staatsbuergerschaft anstrebe, ist es meine aufgabe die bedingungen dafuer zu erreichen und das selbstverstaendlich auf meine kosten.

      Duck und weg ......
      14 13 Melden

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