Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Savanne am Zürichberg: Giraffen kehren in den Zoo zurück

20.04.16, 10:51


Nach über 60 Jahren Pause sollen im Zoo Zürich wieder Giraffen zu sehen sein. Geplant ist, dass sie mit Nashörnern, Zebras und weiteren Huftieren in einer neuen grossflächig angelegten, offenen Savannenlandschaft zusammenleben.

Das Baugesuch für die Lewa Savanne sei eingereicht worden, teilte der Zoo Zürich am Mittwoch mit. Entstehen soll die Anlage im bisher noch nicht genutzten Gelände beim Kaeng Krachan Elefantenpark. Mit einer Fläche von über 40'000 Quadratmetern wird sie die grösste Anlage im Zoo Zürich, wie es in der Mitteilung heisst.

Eröffnung soll 2020 stattfinden

Die genauen Kosten für die geplanten Tierunterkünfte sind noch nicht bekannt, dürften sich aber im zweistelligen Millionenbereich bewegen. Detaillierte Studien werden ausgearbeitet, schreibt der Zoo.

So soll die Savannen-Anlage aussehen.
bild: zoo zürich

Die Anlage soll, wie alle bisherigen Projekte für Tieranlagen, vollständig durch Spenden finanziert werden. Mit dem Bau soll in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres begonnen werden. Die Eröffnung ist für 2020 geplant.

Giraffen wurden auf dem Schiff geschlachtet

Noch bis in die Mitte der 1950er Jahre konnten im Zürcher Zoo Giraffen bewundert werden. Der letzte der Paarhufer starb 1956, wie Zoo-Direktor Alex Rübel auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Nachwuchs war eigentlich geplant und auch bereits in Kenia bestellt. Doch noch während der Überfahrt nach Europa wurden die Tiere auf dem Schiff geschlachtet. Angeordnet hatte die Tötung das eidgenössische Veterinäramt. Dieses hatte befürchtet, dass mit den Giraffen die Maul- und Klauenseuche eingeführt werden könnte.

Die Schlachtung löste laut Rübel ein Gerichtsverfahren aus, das sich über Jahre hinzog und schliesslich zu Ungunsten des Zoos entschieden wurde. Später sei dann auf die Haltung von Giraffen verzichtet worden, weil das Gehege nicht mehr den Anforderungen entsprochen habe, sagte der Zoo-Direktor.

An Naturschutzprojekt gekoppelt

Wie der Masoala Regenwald und der Kaeng Krachan Elefantenpark ist auch die neu geplante Lewa Savanne eng an ein Naturschutzprojekt gekoppelt. Seit 1998 unterstützt der Zoo Zürich die Lewa Wildlife Conservancy in Kenia. Das Reservat im Gebiet des Mount Kenya Nationalparks gehört zum Unesco-Welterbe.

Der Zoo Zürich hilft unter anderem bei der Finanzierung von Ausrüstung und Löhnen der Wildhüter, beim Bau von Wanderkorridoren für Wildtiere und bei Umsiedlungen von Nashörnern. Dank des guten Schutzes habe Lewa im vergangenen Jahr kein einziges Nashorn an Wilderer verloren, hält der Zoo Zürich fest. (egg/sda)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Zürcher Stadtparlament will auch in Zukunft keine Nationalitäten in Polizeimeldungen

Die Nationalitäten von Tätern und Opfern soll die Zürcher Stadtpolizei in ihren Meldungen auch weiterhin nicht nennen. Diese Praxis hat das Stadtparlament am Mittwoch klar bestätigt. Ein SVP-Postulat für die Wiedereinführung der Nennungen fand keine Mehrheit.

Seit dem vergangenen November verzichtet die Stadt Zürich auf die Nennung von Nationalitäten in Polizeimeldungen. Auf Anfrage werden sie jedoch bekanntgegeben. Der damalige Sicherheitsvorstand Richard Wolff (AL) setzte damit ein 2015 vom Stadtparlament überwiesenes Postulat um.

Mit der Nennung der Nationalität werde suggeriert, dass sich die Tat damit erklären lasse. Dies verdecke die eigentlichen Ursachen wie beispielsweise Armut, tiefes Bildungsniveau oder Drogensucht, lautete die …

Artikel lesen