Schweiz
Ein Wolf, mutmasslich "M35", aufgenommen beim Dorfeingang von Bellwald im Obergoms, Wallis, am 28. Mai 2013. Der Wolf hat in der Nacht auf Freitag, 7. Juni 2013 im Wallis erneut zugeschlagen und in der Region Obergoms acht Schafe gerissen. Damit wurden innerhalb eines Monats insgesamt 28 Schafe getaetet. Allerdings kann erst eine DNA-Probe Klarheit bringen, ob es der Wolf M35 war. Sollte sich der Verdacht bestaetigen, koennte es fuer M35 ungemuetlich werden: Gemaess dem "Konzept Wolf Schweiz" sind die Kriterien fuer einen Abschuss erfuellt, wenn ein Wolf ueber eine Zeit von einem Monat trotz Herdenschutzmassnahmen mehr als 25 Schafe reisst oder innerhalb von vier Monaten deren 35.  (KEYSTONE/Marco Schmidt)

Ein Wolf beim Dorfeingang von Bellwald im Obergoms, Wallis, im Mai 2013. Bild: KEYSTONE

Kriterien nicht erfüllt

Wolf reisst im Wallis 30 Nutztiere – Kanton erteilt dennoch keine Abschussbewilligung

29.07.14, 12:26

Obwohl ein Wolf in den vergangenen Wochen 30 Nutztiere im Turtmanntal im Oberwallis riss, erteilt der Kanton Wallis keine Abschussbewilligung. Es bestehen unterschiedliche Ansichten, ob die Kriterien für einen Abschuss gemäss des Konzepts Wolf Schweiz erfüllt sind.

Ein schadensstiftender Wolf kann laut Wolfskonzept abgeschossen werden, wenn er innerhalb von vier Monaten mindestens 35 Schafe reisst, innerhalb von nur einem Monat mindestens 25 Schafe oder im Folgejahr von Angriffen 15 Schafe tötet, wie der Kanton Wallis am Dienstag mitteilte.

Voraussetzung für eine Abschussbewilligung ist, dass die Nutztierhalter die zumutbaren Schutzmassnahmen ergriffen haben. Diese Kriterien wurden von der Interkantonalen Kommission (IKK) unterschiedlich beurteilt.

Der Kommission gehören je ein Vertreter von Bund und Kanton sowie Spezialisten in Wolfsmonitoring, Herdenschutz und Landwirtschaft an. In der IKK gab es vor allem Meinungsverschiedenheiten, was die Termine bezüglich Umsetzung der empfohlenen Massnahmen der Schafalpplanung 2014 angingen, hiess es in der Medienmitteilung.

Die Walliser Dienststelle für Landwirtschaft will nun mit den Alpbewirtschaftern die offenen Fragen prüfen und sie für einen kurzfristigen Schutz der Tiere beraten. Der Bund stellte Hirten und Hunde des mobilen Herdenschutzes zur Verfügung. (viw/sda)

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Brikne, 20.7.2017
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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 300wm 02.08.2014 22:12
    Highlight Knallt das fie ab. Zig millionen für ein unnützes tier, das leid und tot bringd.
    S=schiessen
    S=schaufeln
    S=SCHWEIGEN
    1 1 Melden
    • Tux 26.08.2014 10:20
      Highlight Zu was ist denn der Mensch nütze ????
      0 0 Melden
  • Tux 29.07.2014 15:31
    Highlight Ahh - die Vernunft scheint Einzug zu halten...
    Der vergessene Beruf des Schäfers wäre doch eine gute Sache - ICH würde sofort als solcher anfangen. Wo kann man sich bewerben ???
    2 2 Melden
    • 300wm 02.08.2014 22:06
      Highlight Kolege, du würdest dein blaues wunder erleben. Hoffe du hast ne gute kontition.
      0 1 Melden
    • Tux 26.08.2014 10:19
      Highlight Würde ich nicht. Ich habe schon mal zwischen Wölfen gelebt und da habe ich in der Tat ein Wunder erlebt, aber kein blaues.
      Wölfe gehören hierher und sind Teil unserer Kultur - nur der Wahn einiger weniger hysterischer und ungebildeter Menschen können wir diese unnötige Hetzerei verdanken.
      Also - als ich damals mit den Wölfen zusammen war, es war ein Rudel von etwa 20 Tieren, liessen die mich immer in Ruhe und liessen auch die Schafe in Ruhe...
      Der Wolf meidet den Menschen.....
      0 0 Melden

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