Schweiz
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Die Tierrechtsaktivisten Ataz bei einer Kundgebung in Sissach. 

Veganer müssen für unbewilligte Demo büssen

17.05.18, 10:17 17.05.18, 10:43


Anfang Januar eröffnete in der Stadt St.Gallen das erste vegane Geschäft. Inhaber des «Vegantasia» ist der Rheintaler Arzt und Tierrechtsaktivist Renato Werndli. Werndlis Laden sorgte von Anfang an für Wirbel. So drohten damals Fleischliebhaber mit einer Demonstration vor dem Geschäft. Diese blieb jedoch aus.

Stattdessen versammelten sich rund ein Dutzend Personen auf Einladung der Autonomen Tierrechtsaktivisten Zürich (Ataz) vor dem «Vegantasia». Mit Gemüsemasken und Transparenten mit der Aufschrift «Tiere fühlen, Tiere leiden» demonstrierten sie gegen den Fleischkonsum. 

Fleischliebhaber drohten dem Inhaber des «Vegantasia» bei der Eröffnung mit einer Gegendemonstration. 

Nach einer halben Stunde lösten vier zivile Stadtpolizisten die unbewilligte Kundgebung auf und nahmen die Personalien der Beteiligten auf, wie das St.Galler «Tagblatt» berichtet. 

Nun, vier Monate später, kommt die unbewilligte Demo die Veganer teuer zu stehen. Gegen elf der Demonstranten wurde eine Busse wegen Widerhandlung gegen das städtische Polizeireglement ausgesprochen. Summa summarum müssen die Aktivisten über 5000 Franken bezahlen. 

Auch in Lausanne versammelten sich kürzlich Tierrechtsaktivisten an einer bewilligten Kundgebung. 
(KEYSTONE/Laurent Gillieron)
Bild: KEYSTONE

Tierrechtsaktivist Werndli, der ebenfalls an der Kundgebung teilnahm, ist verärgert. Er selbst muss 427 Franken zahlen. «Das war eine witzige Aktion, hat jetzt aber schwere finanzielle Folgen für die Aktivisten», sagte Werndli gegenüber dem «Tagblatt». Der Inhaber des «Vegantasia» wusste nicht, dass er für die kleine Kundgebung eine Bewilligung gebraucht hätte. «Von der Personenzahl her hätte es genauso gut ein Polterabend sein können. Und dafür benötigt man ja auch keine Bewilligung», erzürnt sich der Tierrechtsaktivist.

(ohe)

«Menschen stinken und sind fixiert auf Kacke! Woof!»

Video: watson/Genna, Emily Engkent

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38
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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • schweizerwecker 17.05.2018 14:30
    Highlight Richtig so! Und am besten sollte man in Zukunft solche Vegan-Demos sowieso nicht mehr bewilligen...
    9 15 Melden
  • Joe Smith 17.05.2018 12:52
    Highlight Offenbar scheint es hier niemanden zu stören, dass St. Gallen die Meinungsäusserungsfreiheit massiv einschränkt. 10 Personen, die ein Plakat hochhalten, sind Bewilligungspflichtig? Ich wäre gespannt, ob dieses Polizeireglement vor Bundesgericht bestand hätte. Aber leider wird wohl niemand das finanzielle Risiko eines Weiterzugs eingehen.
    26 27 Melden
  • Hardy18 17.05.2018 12:48
    Highlight "Das war eine Witzige Aktion..." hab ich doch damals schon gesagt, dass was die da treiben, ein Witz ist 😂 und viele fühlten sich auf den Schlips getreten. So und nun geben Sie es selber zu.
    10 8 Melden
  • Rumbel the Sumbel 17.05.2018 11:46
    Highlight Er wusste nicht, dass es afür eine Bewillligung braucht......Dass ich nicht Lache. Unbewilligt ist und bleibt unbewilligt. Selber Schuld.
    22 12 Melden
    • Ramon Sepin 17.05.2018 14:01
      Highlight Naja ein Polterabend oder Flashmob muss auch nicht bewiligt werden
      7 5 Melden
  • keplan 17.05.2018 11:45
    Highlight und wiedereinmal will uns 3% Prozent der Bevölkerung vorschreiben wie wir zu leben haben....
    33 15 Melden
    • Snowy 17.05.2018 13:59
      Highlight Alles hat man klein angefangen.

      Richtig ist es trotzdem: Deine Kinder werden Dich dereinst ungläubig fragen, ob Du von den Tierfabriken und der krassen Umweltzerstörung durch die Fleischindustrie gewusst hast.
      8 19 Melden
    • keplan 17.05.2018 14:48
      Highlight es wird hoffentlich auch klein bleiben...

      Nein ist es nicht, Vegan zu leben ist für unseren Körper nicht vorgesehen und das zu ändern würde ein paar tausend Jahre Evolution benötigen.
      Das wir viel zu viel Fleisch essen lässt sich natürlich auch nicht bestreiten...
      11 4 Melden
    • Snowy 17.05.2018 15:05
      Highlight Ich lebe selbst nicht vegan und habe auch nicht vor vegan zu leben.

      Das Leben ist - wie so oft - nicht schwarz/weiss.

      Ich bin der Meinung, dass wir alle viel weniger Fleisch essen sollten und die industrielle Fleischproduktion ganz einstellen sollten.

      Ja, dann wird sich der Preis von Fleisch verzehnfachen; also so wie er auch in den 50 iger Jahren mal war.
      Familien werden zu besonderen Gelegenheiten Fleisch essen - und das ist gut so.

      4 2 Melden
  • droelfmalbumst 17.05.2018 11:26
    Highlight Wieso lassen die Veganer die Fleischesser nicht einfach in Ruhe? Fleischesser hetzen auch nicht gegen Veganer weil die das ganze Gras wegfuttern...

    Hauptsache Hipster sein und auf den Zug aufspringen "ICH BIN VEGAN"... was ein Schrott...
    Solange die Tiere anständig behandelt werden soll doch jeder machen was er will...
    79 39 Melden
    • aglio e olio 17.05.2018 11:51
      Highlight Ich habe den Artikel eher so verstanden, dass die Demoteilnehmer vor dem Veganasia (blöder Name) bei dessen Eröffnung eine Kundgebung für das Tierwohl abhielten. "Solange die Tiere anständig behandelt werden...", darum ging es scheinbar.
      Das hier gegen Fleischesser gehetzt wurde sehe ich nicht, während wiederum diese eine Kundgebung gegen das vegane Geschäft zumindest angekündigt haben.
      Diesmal wars wohl umgekehrt.
      😉

      18 8 Melden
    • Snowy 17.05.2018 12:43
      Highlight Wenn die Fleischesser nicht überdurchschnittlich stark die Umwelt zerstören würden, wäre das kein Problem.
      16 28 Melden
    • Ramon Sepin 17.05.2018 14:04
      1 1 Melden
  • naaah 17.05.2018 11:09
    Highlight Tjoa Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Legitim und IMHO eher zu tief angesetzt.
    30 20 Melden
    • Datsyuk 17.05.2018 11:30
      Highlight Ja, sicher... Wieso denkst du das?
      12 16 Melden
    • Datsyuk 17.05.2018 13:24
      Highlight Lächerlich, Edward.
      9 4 Melden
    • Snowy 17.05.2018 14:02
      Highlight Absolut Edward!

      Es kann nicht sein, dass wir wegen der industriellen Fleischproduktion den Regenwald abholzen und mit dem Methan die Ozonschicht zerstören.

      Etwas mehr Weitsicht würde uns allen (und unserer Gesundheit) gut tun.
      4 4 Melden
    • naaah 17.05.2018 15:01
      Highlight @Datsyuk Aus dem Zitat des Gebüssten nehme ICH folgendes mit: Ich stehe doch für ein hehres Ziel, weshalb werde ich überhaupt gebüsst?

      Daher glaube ich, dass die Strafe wohl noch nicht gefruchtet hat und somit zu tief angesetzt ist...
      2 1 Melden
    • Snowy 17.05.2018 18:25
      Highlight @Edward: Die Fleischproduktion ist der grösste Treiber der globalen Umweltzerstörung.

      https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/fleisch-der-heimliche-umweltzerstoerer/story/31730194
      0 2 Melden
    • Datsyuk 17.05.2018 18:34
      Highlight Edward, du hast wohl ganz einfach ein Problem damit, dass Leute dein Handeln und dessen Folgen in Frage stellen.
      2 2 Melden
    • Datsyuk 18.05.2018 09:34
      Highlight Wo hörst du das?
      2 0 Melden
    • Datsyuk 18.05.2018 13:21
      Highlight Danke für deine ausführliche Antwort.
      1 0 Melden
  • WalterWhiteDies 17.05.2018 11:02
    Highlight 《Tiere fühlen, Tiere leiden》, ich leide auch wenn ich Abends nicht in ein saftiges Steak beissen kann <3
    41 39 Melden
    • aglio e olio 17.05.2018 12:00
      Highlight Was willst du damit zu Ausdruck bringen? Doch nicht etwa, dass dir das Wohlbefinden der anderen egal ist, solange es dir gut geht?
      18 13 Melden
    • Snowy 17.05.2018 14:04
      Highlight Ich beisse auch gerne in ein saftiges Steak, aber Leute welche solche "Witze" zum besten geben, disqualifizieren sich selber als ebensolcher.
      7 5 Melden
    • WalterWhiteDies 17.05.2018 16:00
      Highlight I will damit zum Audruck bringen, dass ich am Abend einfach gerne mein Steak fresse und nicht die ganze Zeit so Müll von Veganern hören will.. Ich verbiete ihnen ja auch nicht den Salat..
      3 3 Melden
  • Hosch 17.05.2018 10:53
    Highlight Egal ob Veganer, Omivore, Carnivore oder was auch immer für ein Essenskult, Unwissen schützt vor Strafe nicht und man sollte die Konsequenzen des eigenen Handels aktzeptieren.
    Wir leben in der Schweiz für manche zum Glück, für andere zum Pech, in einem Land welches an die Mündigkeit und Selbstverantwortung der Bürger appelliert. Nächstes Mal sich informieren oder besser informieren dann gibts es auch keine "schwere finanzielle Folgen".
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