Schweiz
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Tierquälerei, DNA-Suche und Visa-Vignetten: Das schreibt die Sonntagspresse

13.08.17, 06:29
Die Schweizer Sonntagszeitungen NZZ am Sonntag, SonntagsZeitung, Schweiz am Sonntag, Zentralschweiz am Sonntag und SonntagsBlick liegen auf einem Tisch, aufgenommen am 5. Mai 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die besten Geschichten am Sonntag.  Bild: KEYSTONE



Tierquälerei: So viele Fälle wie noch nie

Die Anzahl Strafverfahren wegen Tierquälerei nimmt massiv zu. Laut Meldungen der «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» wurde allein wegen Widerhandlungen gegen die Bundesvorschriften über den Tierschutz für das vergangene Jahr eine Zunahme von 21 Prozent registriert, wie aus der Tierschutzstatistik des Bundes von Ende Juli hervorgehe. Laut dem «SonntagsBlick» gab es zudem allein im Kanton Zürich Beanstandungen bei rund der Hälfte während der 705 unangemeldeten Kontrollen des Veterinäramtes.

Leuthard fordert mehr Engagement gegen Klimawandel

Nach ihrer Grönland-Reise ruft Bundespräsidentin Doris Leuthard zu mehr Engagement im Kampf gegen den Klimawandel auf. Man könne die Erderwärmung schon infrage stellen, an den wissenschaftlichen Tatsachen ändere dies aber nichts, sagte Leuthard in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Das Eis schmelze schneller, als man bisher glaubte und die Schweiz als Alpenland sei überdurchschnittlich vom Klimawandel betroffen. «Bis in 50 Jahren werden wohl viele Orte unter 2000 Metern mangels Schnee vom Wintertourismus in der heutigen Form Abschied nehmen müssen», warnte die CVP-Magistratin. Umso mehr hofft Leuthard, dass die Wirtschaft und die rechte Parteien mithelfen werden, die neue Klimagesetzgebung der Schweiz zu verabschieden.

Jeder 6. Bauernhof weist Mängel auf

Rund 2.8 Milliarden Franken an Direktzahlungen schüttete der Bund im vergangenen Jahr an 46'000 Bauernbetriebe aus. Bei 16 Prozent von ihnen stellten die Kontrolleure allerdings Mängel fest, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Das entspricht fast jedem 6. subventionierten Betrieb oder 7230 Bauernhöfen. «Es handelt sich nur in etwa zehn Prozent um schwere Verstösse gegen den Tierschutz oder gegen ökologische Vorschriften», schätzt das Bundesamt für Landwirtschaft. Meistens seien es Bagatellen, hiess es weiter. Zu einem anderen Schluss gelang dagegen der Schweizer Tierschutz. Bei den Beanstandungen gehe es bei rund einem Viertel der Fälle um den Bereich Tierschutz, sagte Geschäftsführer Hansuli Huber.

Del Ponte will ein Buch schreiben

Vergangene Woche kündigte Carla Del Ponte ihren Rücktritt aus der UNO-Untersuchungskommission zu Syrien an. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte sie nun, dass die Beweise ausreichen würden, um Baschar al-Assad für Kriegsverbrechen zu verurteilen. Doch weil Russland mit seinem Veto im Sicherheitsrat ein Sondertribunal verhindere, gäbe es weder eine Anklage noch ein Sondergericht. Die Situation sei «frustrierend», sagte die ehemalige Chefanklägerin. Sollte es wider Erwarten doch zu einem Sondertribunal zu Syrien kommen, würde sich Del Ponte zur Verfügung stellen, wie die 70-Jährige der Zeitung sagte. Ihr Rücktritt werde aber zum 18. September wirksam. Zudem könne sie sich vorstellen, ein Buch über ihre Erfahrungen in der UNO-Kommission zu schreiben.

Kritik an neuer DNA-Verwandtensuche

Eine heikle Ermittlungsmethode hält laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» bei den Staatsanwaltschaften Einzug. Mit der an Tatorten, Waffen oder Körpern sichergestellten DNA ist es nämlich heutzutage möglich, in der nationalen Verbrecherdatenbank auch nach Familienangehörigen zu suchen. Dank möglichen kriminellen Verwandten erhoffen sich die Strafverfolger neue Erkenntnisse über Täter. Das Bundesamt für Polizei Fedpol habe 12 Anträge für eine solche Verwandtenrecherche bewilligt. Solche DNA-Suchläufe sind allerdings umstritten, weil es im Gesetz keine Grundlage dafür gibt. Möglich seien sie nur, weil sie der Kanton Genf für die Aufklärung eines Tötungsdelikts erzwungen hatte. Von zahlreichen Seiten regt sich nunmehr Widerstand gegen die Anwendung dieser Methode.

Litauer drucken Schweizer Visum-Vignetten

Der Bund hat laut einer Meldung vom «SonntagsBlick» den Auftrag «Produktion Schweizer Visumsvignetten Schengen 2017» an die litauische Firma Garsu Pasaulis vergeben. Sie darf die Hochsicherheitsaufkleber bis 2020 für die Schweiz produzieren - mit Verlängerungsoption um weitere zwei Jahre. Das geht aus Simap, dem System für öffentliche Ausschreibungen, hervor. Bisher war die Schweizer Firma Orell Füssli Security Printing mit dem Druck der Visumsvignetten beauftragt. Weder Orell Füssli noch der Bund wollten sich gegenüber «SonntagsBlick» zu der Meldung äussern. (sda)

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