Schweiz

Immer wieder umstritten: Der Fahrdienst Uber. Bild: Ted S. Warren/AP/KEYSTONE

Wenn das mal nicht für neuen Ärger sorgt: Uber zahlt in der Schweiz kaum Steuern

Der Schweizer Ableger des US-Mitfahrdienstes Uber generierte 2014 Millionenumsätze, wies aber trotzdem nur einen steuerbaren Gewinn von 35'900 Franken aus.

17.07.16, 07:23 17.07.16, 08:03

Die Uber Switzerland GmbH mit Sitz in Zürich deklarierte für das Steuerjahr 2014 einen zu versteuernden Reingewinn von gerade mal 35'900 Franken und ein Kapital in Höhe von 70'000 Franken. Das zeigen Recherchen der «Sonntagszeitung». Laut dem Steuerrechner der Stadt Zürich ergibt sich daraus eine Steuerschuld für juristische Personen von 2924 Franken.

Schweiz-Chef Raoul Jalali sagt: «Es ist nichts Aussergewöhnliches, dass Unternehmen Steuern in demjenigen Land zahlen, wo sie ihren Firmensitz haben – in unserem Fall befindet sich dieser in Amsterdam.»

Der technische Dienst der Passagiervermittlung laufe über die Uber B. V. in Amsterdam. Jedoch betreibt der Mitfahrdienst mit der Uber Switzerland GmbH in der Schweiz einen Firmenableger – und verdient damit Geld.

Finanzanalyst Michael Studer von der Privatbank Julius Bär geht aufgrund der Grösse des Schweizer Marktes von einem Umsatz von Uber Switzerland in Höhe von 14 Millionen Franken im Jahr 2014 aus. Dieser dürfte sich mittlerweile auf 30 Millionen Franken erhöht haben. (aargauerzeitung.ch)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • sidi77 17.07.2016 20:56
    Highlight Warum überrascht mich das nicht, dass eines der unsozialsten Unternehmen ihren Gewinn nicht sauber versteuert?
    2 1 Melden
  • Der Zahnarzt 17.07.2016 17:35
    Highlight Da machen die Niederlande mit der Schweiz, was die Schweiz mit anderen Ländern schon lange macht: Beihilfe zur Steuerhinterziehung.
    1 0 Melden
  • Herr Hasler 17.07.2016 14:08
    Highlight Solange unsere Regierungsmitglieder und Parlamentarier die gleichen Methoden der Steuervermeidung nutzen (nicht nur Schneider-Ammann), werden sich die entsprechenden Gesetze nicht ändern.
    10 1 Melden
  • zigi97 17.07.2016 12:32
    Highlight ich sehe das problem nicht...
    5 8 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 17.07.2016 12:17
    Highlight Auch das sind Folgen der "Liberalisierung" des Weltmarktes und der EU und genau davor haben uns schon manche gewarnt.
    6 1 Melden
  • demokrit 17.07.2016 12:01
    Highlight Google auch nicht.
    8 0 Melden
  • MaxM 17.07.2016 11:39
    Highlight Ähm... Und was ist mit all den Firmen, die ihren Sitz in die Schweiz verlegen, um genau das Gleiche zu tun? Oder in so einem Fall handelt es sich um lobenswertes Verhalten?

    PS: Sozialabgaben werden übrigens von den Fahrern selber - nicht aber vom Unternehmen - bezahlt. Div. Steuern und gaben auch.
    9 1 Melden
  • Likos 17.07.2016 11:35
    Highlight http://i.imgur.com/IirKACq.jpg
    0 1 Melden
  • Klaus K. 17.07.2016 10:55
    Highlight diese art von unternehmertum ist auf allen ebenen (steuern, sozialleistungen, versicherungsleistungen etc) betrug an den bürgern.
    und der versuch, amerikanische arbeits-/sozialverhältnisse der schweiz aufzuzwingen. in der sommerferienzeit ist es noch eine erwähnung wert, dass uber-fahrer keine bezahlten ferien haben. keinen einzigen tag.
    27 5 Melden
  • SJ_California 17.07.2016 09:18
    Highlight Ein etwas magerer Artikel.
    Wie stehts um die Mehrwertsteuer, Sozialleistungen, allenfalls Einkommenssteuer bei den Fahrern?

    Uber ist bestimmt nicht nur schlecht, es gibt einfach noch keine klaren Regeln für diese neue Art von Dienstleistung.
    17 18 Melden
    • Klaus K. 17.07.2016 10:50
      Highlight tsts. schon mitbekommen, dass uber seinen fahrern keine sozialleistungen bezahlt?
      21 3 Melden
  • adma 17.07.2016 09:10
    Highlight Immerhin, ich bin davon ausgegangen das sie wohl garkeine Steuern in der Schweiz bezahlen.

    Leider wird es wohl noch jahrzehnte dauern bis eine weltweite Unternehmenssteuer Reform geben wird.
    8 6 Melden

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