Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Aesche ist der Schweizer Fisch des Jahres 2016. Mit dieser Wahl will der Fischerei-Verband auf die Bedrohung der Fischart aufmerksam machen. Die Aesche kann sich wegen ihrer sensiblen Ansprüche an den Lebensraum kaum noch aus eigener Kraft fortpflanzen.  Bild: SFV SCHWEIZERISCHER FISCHEREI VE

In vielen Schweizer Bächen und Flüssen geht es den Fischen dreckig 

14.07.16, 10:43 14.07.16, 11:05


Die Schweizer Bäche und Flüsse sind in einem mangelhaften biologischen Zustand, wie eine gross angelegte Untersuchung zeigt. Rund zwei Drittel der getesteten Messstellen erfüllen die Ansprüche der Fische an ihren Lebensraum nicht.

Selbst für die weniger anspruchsvollen Wasserpflanzen und Wirbellosen ist der Lebensraum an einem Drittel der Messstellen «erheblich beeinträchtigt», wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Donnerstag mitteilte. Dies ist ein Befund aus der Nationalen Beobachtung der Oberflächengewässerqualität (NAWA) für die Jahre 2011 bis 2014, welche das BAFU zusammen mit den Kantonen durchführte.

Mikroverunreinigungen

Die Ergebnisse des Monitoringprogramms zeigen weiter, dass Mikroverunreinigungen eine zunehmende Gefährdung der Artenvielfalt in den Schweizer Fliessgewässern darstellen.

2012 wurden in einer systematischen Untersuchung an fünf für das Mittelland repräsentativen, mittelgrossen Fliessgewässern über 230 verschiedene Mikroverunreinigungen nachgewiesen. Die teilweise hohen gemessenen Konzentrationen seien aber für den Menschen ungefährlich, heisst es in der Mitteilung.

Weniger Nitrat- und Phosphorgehalt

Positiver ist das Verdikt beim Nitrat- und Phosphorgehalt. Dank des Baus von Abwasserreinigungsanlagen habe sich die Wasserqualität seit den 1980er Jahren erheblich verbessert, heisst es in der Mitteilung.

Allerdings sei die Belastung in kleinen und mittelgrossen Fliessgewässern, in die etwa zahlreiche Nährstoffe aus der Landwirtschaft gelangen, noch immer zu hoch. Zu hohe Nährstoffkonzentrationen können dazu führen, dass Flüsse und Seen ersticken.

Renaturierung

Um die Gewässerqualität zu verbessern, seien bereits umfangreiche Arbeiten zur Verringerung der Mikroverunreinigungen und zur Renaturierung der Gewässer in Angriff genommen worden, teilte das BAFU weiter mit.

Zur Minderung der Mikroverunreinigungen hat das Parlament grünes Licht gegeben für die Aufrüstung gezielt ausgewählter Abwasserreinigungsanlagen. Unter der Federführung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) wird zudem gegenwärtig ein Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ausgearbeitet.

Parallel zur Verringerung der Schadstoffeinträge müssen die Gewässer zudem naturnaher werden. Gemäss Gewässerschutzgesetz müssen bis Ende dieses Jahrhunderts 4000 der insgesamt 15'000 Kilometer Fliessgewässer, die einen schlechten Zustand aufweisen, revitalisiert werden. (whr/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«Who is America?» – 7 Fakten über die neue Skandal-Show von Sacha Baron Cohen

Warum das chinesische Modell über den Westen siegen wird

Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zur WM 2022 in Katar

Hat die Queen gerade Trump getrollt? Diese Bloggerin ist davon absolut überzeugt

Ein kleiner Vorgeschmack, was uns bei der nächsten WM erwartet

So gross müsste ein Gebäude sein, um die gesamte (!) Menschheit zu beherbergen

Nach diesen 5 Dokus wirst auch du deine Ernährung hinterfragen

Wie mich Sekten mundtot machen wollten – und was ich daraus gelernt habe

«Nur no ä halbs Minipic»: Lara Stoll steckt für 127 Stunden mit dem Finger im Abfluss fest

Erkennst du alle Filme an nur einem Bild? Wer weniger als 7 hat, muss GZSZ* gucken!

8 Dinge, die purer Horror sind, wenn sie morgens vor deinem ersten Kaffee passieren

Bei welchen Fluglinien hast du gratis oder günstig WLAN? Der Preisvergleich zeigt's

Das sind die Tops und Flops der WM

Dritter Platz für ETH Lausanne

Alle Artikel anzeigen

Die Feuerfischer von Taiwan

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • trio 16.07.2016 08:27
    Highlight Endlicher bekommt das Märchen, des achso sauberen Wassers in der Schweiz Risse.
    0 0 Melden
  • Nosgar 14.07.2016 11:07
    Highlight Und gleichzeitig sind viele Seen für die Fische mittlerweile zu sauber.
    4 5 Melden

Die 5 drängendsten Fragen zur CO2-Kompensation

Wer ohne Gewissensbisse ins Flugzeug steigen will, kann die verbrauchten CO2-Emissionen mittels Spende kompensieren. Doch was bringt das?

Beim Fliegen brechen die Schweizer Rekorde. Jährlich legt hierzulande jede Person 9000 Kilometer mit dem Flugzeug zurück. Das entspricht ungefähr der Luftlinie nach Thailand. Verglichen mit unseren Nachbarländern Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien fliegen die Schweizer doppelt so häufig – und belasten dabei das Klima entsprechend mehr.

Die Folgen: Immer mehr Treibhausgas gerät in die Atmosphäre, es wird wärmer, die Pole schmelzen, Küsten versinken im Meer. Wer nun trotzdem …

Artikel lesen