Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Run For Hope

Daniel Buchs mit Ash Gurung am Mount Everest. Ein halbes Jahr später starb der Sherpa in einer Eislawine. Bild: Run For Hope

Berührende Spendenaktion

Sherpa Gurung starb am Mount Everest – jetzt wollen diese zwei Schweizer seine Kinder in die Schule schicken

Es war das bisher grösste Unglück am Mount Everest: 16 Sherpas liessen am 18. April dieses Jahres ihr Leben in einer Lawine, drei werden immer noch vermisst. Das Unglück heizte die Debatte um die prekären Arbeitsbedingungen der nepalesischen Bergführer an. Zwei Schweizer wollen nicht diskutieren, sondern handeln.

30.05.14, 17:57 08.07.14, 10:34

2013 lernten Brigitte Daxelhoffer und Daniel Buchs den Sherpa Ash Gurung bei einer Trekkingtour kennen. Aus der Expeditionsgemeinschaft wurde eine Freundschaft: «Die Familie von Ash bewirtete uns wie Könige. Ash war jederzeit für uns da und hat sich um unser Wohlergehen gekümmert», schreibt Brigitte Daxelhoffer auf ihrer Website. Ein halbes Jahr später starb Ash Gurung mit 16 weiteren Sherpas im bisher grössten Lawinenunglück am Mount Everest. Bis heute gilt er als vermisst. Der Sherpa hinterliess eine Frau und zwei Kinder

Die beiden Trekker haben ihre Tour mit Ash Gurung auf Video festgehalten. Video: YouTube/Run For Hope

Geschockt und berührt von Ash Gurungs Schicksal, beschlossen Brigitte Daxelhoffer und Daniel Buchs, eine Spendenaktion ins Leben zu rufen: «Wir handelten aus der tiefsten Überzeugung heraus, dass wir auch im Kleinen etwas Grosses bewirken können», sagt Brigittes Schwester Susanne Daxelhoffer. Ein Kreis von Freunden entwickelte das Konzept für die Aktion «Run For Hope»

Brigitte Daxelhoffer mit Ash Gurung in seinem Zuhause. Bild: Run For Hope

«Wir arbeiten alle ehrenamtlich. 100 Prozent des Erlöses soll der Familie von Ash Gurung zu Gute kommen», sagt Daxelhoffer. Mit dem gesammelten Geld soll die Ausbildung von Ash Gurungs Kindern finanziert werden. Nicht zuletzt um zu verhindern, dass auch der Nachwuchs des Sherpas in den risikoreichen Job als Bergführer am Mount Everest einsteigt.

Für die Spendenaktion laufen die beiden Hobby-Läufer Brigitte Daxelhoffer und Daniel Buchs am 19. Juli 2014 den Eiger Ultra Trail, bei dem 101 Kilometer und 6'700 Höhenmeter zu bewältigen sind. Auf der «Run For Hope»-Website können Spender angeben, wie viel Geld pro Kilometer sie bereit sind zu spenden. «Dieser Lauf bringt einem an die persönlichen Grenzen», sagt Susanne Daxelhoffer, der Eiger sei der Mount Everest der Schweiz.

Daniel Buchs und Brigitte Daxelhoffer am Swissalpine Davos 2013.  Bild: Run For Hope

Wie viel die Schulausbildung für die Kinder kosten wird, ist noch nicht klar. «Wir sind daran, den Kontakt zu der Schule herzustellen», sagt Susanne Daxelhoffer. Das Team will das Geld direkt der Schule zukommen lassen. «Wir träumen gross und hoffen auf einen fünfstelligen Betrag», sagt sie.

Im November werden Brigitte Daxelhoffer und Daniel Buchs das Geld persönlich in Nepal übergeben. 

Run For Hope Trailer

Video: Run For Hope



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Krishnabahadur 30.05.2014 20:23
    Highlight Schöne Geschichte und lobenswerte Aktion. Schade, dass der Name verballhornt ist, ein Sherpa ist ein Sherpa und ein Gurung ist ein Gurung, beides sind Ethnien in Nepal und die Unsitte, alle Bergführer und Träger als Sherpa zu bezeichnen, ist leider weit verbreitet.
    1 0 Melden
    • NoraDrenalin 19.07.2014 20:27
      Highlight Könnte "Gurung" hier nicht eifach der Name des Sherpas sein? Also ich habe das so verstanden...
      0 0 Melden

So dreist machen Zeugen Jehovas Jagd auf Albaner und Portugiesen in der Schweiz

In Zürich werben die Zeugen Jehovas momentan um ausländische Communities. Was Trump, der Brexit und Nordkorea damit zu tun haben, erklärt Sektenexperte Georg Otto Schmid. 

Missionare der Zeugen Jehovas versuchen in der Stadt Zürich momentan intensiv Secondos zu bekehren. Sie klingeln bei Leuten mit albanisch oder portugiesisch klingendem Namen und verteilen Flyer, die in der jeweiligen Sprache verfasst sind. Albulena* beispielsweise fand den Info-Flyer zu einer Kongressreihe der Glaubensgemeinschaft in ihrem Briefkasten. Ihre Kollegin und Landesfrau Leonora* öffnete den Missionaren die Tür, «um ihnen zu sagen, sie sollen verreisen.» Die Einladungen zu den …

Artikel lesen