Schweiz
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Die #KeLoscht-Gruppe organisierte den landesweiten Protest https://www.instagram.com/keloscht/

7 Schüler wirbeln die Schweiz auf – landesweite Proteste gegen Sparmassnahmen

Heute finden in Luzern, Zürich, Aarau, Basel und Genf Demonstrationen statt. Unter dem Motto «#KeLoscht auf Abbau bei der Bildung» mobilisieren unzufriedene Schülerinnen und Schüler. Es soll der grösste Schülerprotest werden, den die Schweiz je erlebt hat. Das alles hat eine Handvoll Teenager mit WhatsApp und einer ganzen Menge Engagement vollbracht.

05.04.17, 07:44 06.04.17, 10:11
Severin Miszkiewicz
Severin Miszkiewicz



Den Schülerinnen und Schülern in der Schweiz reicht's! Sparmassnahmen an öffentlichen Schulen nehmen ihrer Meinung nach immer grössere Formen an. Erst letzten Herbst bekamen Luzerner Schulen eine Woche lang Zwangsferien, um Kosten zu sparen. 

Wo, wann die Demo stattfindet und weitere Infos findest du auf:

Facebook

Instagram

Twitter

Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, plante der Verband Luzerner Schülerorganisationen (VLSO) einen Schülerprotest. Die Organisation wurde 2013 innerhalb weniger Stunden gegründet, als von Politikern zum ersten mal die Idee der Zwangsferien vorgeschlagen wurde. Drei Jahre später musste sich die VLSO geschlagen geben – die Zwangsferien wurden Realität. Jetzt möchte die Schülerorganisation zurückschlagen, und zwar nicht nur in Luzern, sondern im ganzen Land.

«Unser Ziel ist, auf ungerechte Sparmassnahmen in der Bildung aufmerksam zu machen.»

Samuel Zbinden, Hauptorganisator

Die Luzerner Schülerorganisation realisierte schnell, dass sie kein Einzelfall sind. Aus der ganzen Schweiz hörten sie ähnliche Geschichten. Es wurde beschlossen, dass die Protestaktion in Luzern auf die ganze Schweiz ausgeweitet werden soll. «Unser Ziel ist, die Regierung und die Bevölkerung auf ungerechte Sparmassnahmen in der Bildung aufmerksam zu machen», erklärt Samuel Zbinden von der VLSO am Telefon.

Der 18-jährige Schüler von der Kanti Sursee (Luzern) ist Hauptorganisator der schweizweiten Protestaktion, auch wenn er diesen Fakt bescheiden runterspielt. «Der ‹Siebnerbund› hat die Aktion zusammen geplant», sagt der Teenager und meint damit die Köpfe hinter dem Protest. Wer das genau ist, erklärt der Teenager hochmotiviert – obwohl er sich gerade an der Aushebung des Militärs befindet. 

Ein Beitrag geteilt von #KeLoscht (@keloscht) am

Die Planung des Schülerprotestes war eine bürokratische Höchstleistung. Zu allen kantonalen Schülerorganisationen der Schweiz seien Kontakte aufgenommen worden. Wo es noch keine gab, wurden flugs welche gegründet. Zusammen wurde dann im März das Bündnis «#KeLoscht auf Abbau bei der Bildung» gegründet, mit dem Ziel, am 5. April einen landesweiten Protest abzuhalten.

«Dagegen hilft nur Aktivismus!»

Timothy Oesch, Co-Organisator

Der Grossteil der Planung fand über WhatsApp statt, nur selten über Skype und nur zwei Mal gab es ein physisches Treffen. «Es war uns wichtig, dass wir uns doch auch richtig sehen», erklärt Zbinden. Der Schüler muss laut in den Hörer sprechen, im Hintergrund hört man viel Lärm und Zbinden beschreibt schelmisch, wie er von den Aufsehern «zusammengeschissen» wurde und gefälligst aufhören soll, zu telefonieren.

Obwohl er kurz vor der Matur steht, findet er Zeit, den wohl grössten Schülerprotest der Schweiz zu organisieren. Gut möglich, dass er gar nicht realisiert, auf welchem Niveau er da gerade Politik betreibt.

Zusammen mit seinen Mitstreitern aus dem «Siebnerbund» entschied Zbinden sich für das Motto «#KeLoscht». Keine Lust auf schlechteren Deutschunterricht, keine Lust auf Zwangsferien, keine Lust auf Bildungsabbau.

Die letzte Sitzung der interkantonalen #KeLoscht-Gruppe!

Ein Beitrag geteilt von #KeLoscht (@keloscht) am

Vorne links Timothy Oesch, hinten mit Laptop Samuel Zbinden.

Timothy Oesch, Aktuar und Mediensprecher der Zürcher Schülerorganisationen ZSO, ist Co-Organisator der schweizweiten Protestaktion. Der 17-jährige Schüler der Kantonsschule Zürich Nord ist ebenfalls Feuer und Flamme für die Aktion. «Es geht nicht, dass Kantone Steuern für Reiche und Unternehmen senken und dann im Sozial- und Bildungsbereich sparen», sagt Oesch. Spezifisch in Zürich sollen zum Beispiel Freifächer wie Robotik gekürzt werden, erklärt er. «Dagegen hilft nur Aktivismus!», sagt der Schüler.

Oesch vertritt 20 von 21 Kantonalzürcher Gymnasien und damit die überwältigende Mehrheit der Zürcher Mittelschüler. Scheinbar mühelos meistert er Schulalltag, Zürcher Schülerorganisation und Protestaktion. Er komme gerade von einer Prüfung, aber es sei nur Französisch gewesen, witzelt Oesch mit einem Lächeln.

Tiziana Nauer, Organisatorin des Protestmarsches in Aarau, war am Anfang überrascht, welche Ausmasse das Bündnis annahm. «Für uns war aber sofort klar, dass wir uns mit Luzern solidarisieren. In Aarau erleben wir die gleichen Sparmassnahmen», sagt die 19-jährige Schülerin der Kantonsschule Aarau.

Geld für das Freifach Musik bleibt aus. Neu kostet es 1000 Franken. Ein Betrag, den sich viele nicht leisten können, erklärt Nauer. Obwohl es kein Freifach Politik gibt in der Kantonsschule, setzten sich Schülerinnen und Schüler zusammen und diskutierten über die aktuelle Lage. Das Interesse an Politik scheint gross, deshalb soll das Freifach Politik bald wieder eingeführt werden, erklärt Nauer. Ihre Leidenschaft wurde durch das Engagement definitiv geweckt. Die Schülerin will nach ihrer Matur Internationale Beziehungen studieren.

Der «Siebnerbund»

Samuel Zbinden: Hauptorganisator Schweizweit

Timothy Oesch: Co-Organisator Schweizweit, Mediensprecher Zürcher Schülerorganisation (ZSO)

Tiziana Nauer: Organisatorin #KeLoscht Aarau, Vorstandsmitglied Aargauer Schülerorganisation

Julie von Büren: Organisatorin #KeLoscht Basel, Schülerorganisation Basel

Matteo Marano: Organisator #KeLoscht Genf, Association des jeunes engagé (AJE)

Lorena Stocker, Schülerinnenbündnis Lernende gegen die Sparwut (LGDS)

Yasmin Malli, Vize-Präsidentin Union der Schülerorganisationen (USO)

Beim Organisationskomitee des Schülerprotestes findet sich keine Spur von «jugendlicher Faulheit» – im Gegenteil. Zbinden, Oesch und Nauer erwarten den grössten Schülerprotest in der Geschichte der Schweiz. Doch auch nach der Demo soll es weitergehen mit dem Engagement.

Umfrage

Wie findest du den Schülerprotest #KeLoscht?

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1,937 Votes zu: Wie findest du den Schülerprotest #KeLoscht?

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  • 6%Finde ich blöd!
  • 7%Ich will nur das Resultat sehen.

Eine Arbeitsgruppe soll in naher Zukunft die Interessen der Lernenden vorantreiben. Ein Gespräch mit Silvia Steiner, der Zürcher Bildungsdirektorin, ist bereits geplant.

Die Meinung von Schülerinnen und Schülern sei absolut legitim und müsse von Regierung und Bevölkerung berücksichtigt werden, findet das Organisationskomitee.

Proteste in den ganzen USA (Zukunftstag-Slideshow!!)

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176Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Iko5566 09.04.2017 21:45
    Highlight https://www.bfs.admin.ch/bfsstatic/dam/assets/1683333/master

    Für alle die das Thema Bildungsausgaben wirklich interessiert...
    0 0 Melden
  • Ron Collins 05.04.2017 20:31
    Highlight Oha lätz!! Die Schüler protestieren... da hilft nur noch: Brüste raus, auf die Straße und hoch mit dem spruchkarton!! Hauptsache darauf aufmerksam machen oder?? LOL
    7 16 Melden
    • glüngi 05.04.2017 23:55
      Highlight was zur höll ist bitte mit dir los?
      9 6 Melden
  • zialo 05.04.2017 13:46
    Highlight Wenn zuwenig Geld da ist, sollen meines Erachtens zuerst Schulstunden vor 9h gestrichen und Hausaufgaben weggelassen werden, egal welches Fach. Draussen spielen, ausschlafen während der Pubertät oder Sport machen und dort in der Schule Leistung bringen, wo man es selbst will, bringt glaub den grössten Grenznutzen für den Schulerfolg.
    11 22 Melden
    • Goldfish 05.04.2017 19:12
      Highlight @zialo: you dreamer you
      9 3 Melden
    • glüngi 05.04.2017 23:56
      Highlight nei... dreamer du.... yu muscht be dreaming
      2 1 Melden
  • Skip Bo 05.04.2017 12:53
    Highlight Die Ausgaben für Bildung stiegen im Verhältnis zum BIP und den gesamten öffentlichen Ausgaben stärker an.

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/bildungsindikatoren/bildungssystem-schweiz/bildungsstufen/alle-stufen/oeffentliche-bildungsausgaben.html

    Zugegeben, wieviel von den Ausgaben in bildungswirksamen Untericht umgewandelt wird, ist aus diesen Statistiken nicht ersichtlich.
    Man stellt konsterniert fest, dass enorme Summen in die Sanierung von zielabweichenden Reformen und Nice-to-have Projekten fliessen, ohne das daraus Bildung wird.
    28 7 Melden
    • seventhinkingsteps 06.04.2017 01:59
      Highlight Wie schon abermals gesagt in den Comments, eine geringere Anpassung des Budgets nach oben ist per Definition auch Sparen. Bildung kostet und die Schüler argumentieren, dass es das auch ruhig darf.
      1 1 Melden
  • Goldfish 05.04.2017 12:46
    Highlight Endlich!

    Wir haben eine der tiefsten Verschuldungen und sparen uns weiterhin zu Tode. Ausgerechnet in der Bildung, unserem einzigen Rohstoff.

    Warum müssen wir sparen? Damit Reiche durch Steuererleichterungen und Subventionen noch reicher werden.

    Entweder wird die Schuldenbremse aufgehoben oder Reiche sollen wieder angemessen Steuern zahlen.
    67 18 Melden
    • Goldfish 06.04.2017 13:02
      Highlight @R. Peter: Es ist egal, ob Bund oder Kanton. Es darf nicht an der Ausbildung gespart werden. Momentan leidet die Ausbildungsqualität und da muss man dringend ansetzen.
      3 3 Melden
  • pioter 05.04.2017 12:36
    Highlight Es geht im Kern überhaupt nicht ums sparen! Der Staat will die Leute "Dumm" machen, denn weniger gebildete Menschen wehren sich viel weniger gegen den Staat. Set bitte andere Länder, wo die Bildung nicht einen Bruchteil so gut ist wie hier. Dort glauben die Leute dem Staat alles, weil es ja der Staat sagt! Also volle Kontrolle!!
    13 35 Melden
    • Bowell 05.04.2017 12:45
      Highlight Dude...
      21 6 Melden
    • alessandro 05.04.2017 13:41
      Highlight Ich behaupte das Gegenteil. Gebildete Mitmenschen sehen, dass private Firmen nicht am Wohlergehen der Bevölkerung interessiert sind. Gebildete Menschen lassen sich nicht von rechtspopulistischem Gestänker vom Fakt ablenken, dass diese Politiker sich einzig und alleine Geld in die Taschen politisieren. Gebildete Menschen können den Unterschied zwischen "hilft allen" und "hilft jenen, die eh schon genug haben".
      11 11 Melden
  • Gohts? 05.04.2017 12:35
    Highlight Hört doch gopferdechelchaibnumol auf mit dem Bau von Erholungsräumen und solchem unnützen Mist.

    Die Kosten pro Schüler steigen ansonsten ins Unendliche.

    Bloss bei den nötigen Dingen sollte nicht gespart werden. Wirklich nicht. Aber kommt schon, ERHOLUNGSRÄUME? IPads für Schüler? Schulpsychologen? Abklärungsmassnahmen für Zurückgebliebene? Gohts eigentlich noch?
    25 47 Melden
    • wunderlichkind 05.04.2017 14:03
      Highlight Über Erholungsräume und iPads können wir gerne diskutieren, auch wenn ich anführen möchte, dass sich Gesellschaft und Bedürfnisse der Kinder und Eltern deutlich verändert haben und die Schule dahinter nicht zurückbleiben sollte.
      Ich als Primarlehrerin kann dir aber aus erster Hand versichern, dass Schulpsychologen absolut notwendig sind und dass auch bei denen gespart wird, was wiederum unsere Arbeit erschwert.
      19 9 Melden
    • wunderlichkind 05.04.2017 14:05
      Highlight (2/2) Man könnte sich nun natürlich fragen, woher das erhöhte Mass an Schülern mit grösserem Unterstützungsbedarf und/oder sozialen Auffälligkeiten herrührt - diese Diskussion wäre aber endlos und schlussendlich bleibt der Fakt, dass wir in der Schule einfach damit umgehen müssen und das geht nur mit der Hilfe von Schulpsychologen, ausreichenden Ressourcen und handfesten pädagogischen Konzepten.
      11 5 Melden
    • Gohts? 05.04.2017 17:29
      Highlight @wunderlichkind: danke. Jedoch kann ich mich täglich mit PH Absolventen austauschen.

      Als Bachelor of Arts in Primary Education solltest du allerdings auch wissen, dass es Lehrmethoden gibt, welche pädagogisch gesehen nicht als Musterbeispiel durchgehen, und trotzdem nicht die dümmsten sind.
      4 4 Melden
    • wunderlichkind 05.04.2017 19:38
      Highlight und was willst du damit jetzt beweisen?
      a) wir haben nie über methoden gesprochen, sondern über die relevanz von schulpsychologen
      b) ja, es ist mir durchaus bewusst, dass unterricht nach musterbeispiel weder unbedingt nötig ist, noch immer möglich. das heisst aber auch nicht, dass ihn anzustreben per se schlecht ist.
      3 3 Melden
    • Gohts? 05.04.2017 21:22
      Highlight Lehrer kamen mit Problemsituationen alleine klar. Pädagogen brauchen Psychologen, schubladisieren die Schüler, kommen mit pädagogischen Konzepten und brauchen Ruheräume.

      Ich hoffe nun verstehst du, dass ich die heutige Ausbildung dieses Berufes in Frage stelle. Die altbackenen (pädagogisch nicht als Musterbeispiel geltenden) Methoden sehe ich als effektiver an.
      3 3 Melden
    • wunderlichkind 06.04.2017 07:35
      Highlight Das ist doch aber genau der Punkt! Kinder haben sich verändert, Methoden haben sich verändert. Nicht jede Neuerung war gut oder überhaupt notwendig, ich gehe auch mit dir ein, dass grosse Teile meiner Ausbildung (vor nicht allzu langer Zeit abgeschhlossen) nicht gerade super waren, in der Praxis heisst das aber trotzdem nicht, dass ichmit den alten Methoden alles besser schaffen würde. Wenn du mir nicht glauben kannst, schlage ich dir ein Praktikum in einer Schule vor.
      1 0 Melden
    • Gohts? 06.04.2017 12:33
      Highlight Nicht besser, effektiver. Möglichst umfangreiches Wissen des Durchschnitts mit geringem (Kosten-)Aufwand zu vermitteln.
      0 1 Melden
  • Normi 05.04.2017 11:24
    Highlight Es würde schon sehr viel gesparrt werden, wenn die Schulen nicht mit Apple Produkten ausgerrütet werden...
    35 24 Melden
    • dimitris muse 05.04.2017 11:45
      Highlight Deine Rechtschreibung beweist dass wir nicht in der Bildung sparen sollten.
      46 21 Melden
    • Normi 05.04.2017 12:24
      Highlight als Stegaleniker 😜 reicht es mir wen es verständlich ist und wie Sie beweisen haben Sie denn Inhalt verstanden oder nicht ?

      Ich hatte an der Schule Apple Computer und wie Sie an meiner Rechtverschreibung sehen können haben die nicht viel gebracht.

      Desweiteren sollten Schüler auf Systemen Lernen welche Sie auch in der Arbeitswelt gebrauchen können. (siehe Grafik)

      link zur Grafik:
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157902/umfrage/marktanteil-der-genutzten-betriebssysteme-weltweit-seit-2009/
      13 2 Melden
    • Sauäschnörrli 05.04.2017 12:31
      Highlight @Normi
      "Für akademische Bildungseinrichtungen bieten wir reduzierte Preise auf viele unserer Produkte. Individuelle Bildungsrabatte sind verfügbar für Studenten, bereits eingeschriebene Studenten vor dem ersten Semester, Eltern, die für Studenten kaufen, Lehrpersonal, Mitarbeiter und Hauslehrer."
      Als Schüler kriegst du bis zu 25% Rabatt, also wird der Rabatt für Schulen (Grosskunden) noch höher ausfallen, zusätzlich brauchst du nicht noch einen Informatiker da Apple Produkte einfach zu installieren und warten sind.

      http://www.apple.com/chde/education/purchasing/
      6 11 Melden
    • Goldfish 05.04.2017 12:43
      Highlight @Normi: Es gibt seit den 90ern Rechtschreib-Korrekturen auf jedem Compi und sogar auf Smartphones.
      6 11 Melden
    • Goldfish 05.04.2017 13:23
      Highlight @Normi: Wie viel macht den die Beschaffung von Computern am gesamten Bildungsbudget aus? Da sprechen wir wohl von Promille, wenn nicht sogar weniger.
      9 2 Melden
    • Normi 05.04.2017 17:06
      Highlight @Sauäschnörrli
      Es gibt solche Aktionen von jeder Grossen Firma aber es doch unsinnig auf Apple zu lernen wen in der Wirtschaft zu +/- 80% auf Windoof gearbeitet wird nicht ?

      @Goldfish
      Ja ich weis es gibt überall Rechtschreibkorrektur-Programme bin manchmal einfach zu faul..

      Wie viel gespart spielt keine rolle auch klein Vieh macht mist...

      und es wäre doch nett wen man in der Schule was Lernt und später noch weiter brauchen kann...

      @Follbescheuert

      Auf meiner ehemaligen Schule (ZH) wurde nur auf Apple gesetzt...
      4 3 Melden
    • Midnight 10.04.2017 07:52
      Highlight @Normi Zufällig arbeite ich in einem Informatikbetrieb, welcher Apple-Produkte in Schulen unterhält, MDM-Lösungen anbietet, Deployments organisiert und durchführt etc. Glaub mir, wenn ich dir sage, dass Apple-Geräte im Unterhalt und Support deutlich günstiger sind als irgendeine Windows-Maschine. Mit Windows spart man definitiv kein Geld aus so vielen Gründen: Die Lizenzierung ist teuer und viel zu kompliziert, ein Deployment über verschiedene Modelle hinweg funktioniert nur mühsam, weil Treiber nicht im System integriert sind, es gibt nicht so erwas raffiniertes wie DEP...
      2 1 Melden
    • Normi 10.04.2017 19:41
      Highlight @midnight

      Schön und gut das Sie für Ihren Arbeitgeber werben aber trotzdem wird in der Wirtschaft(+/-80%) mit Windoof gearbeitet...
      1 0 Melden
    • Midnight 14.04.2017 08:43
      Highlight ...und genau DAS sollte man ändern. IBM (Tje Big Blue, ehemals grösster Apple-Konkurent und einer der grössten Arbeitgeber überhaupt) ist dran, seine Mitarbeiter mit Apple-Geräten auszustatten. Inzwischen dürften es um die 80'000 Geräte sein.
      http://www.maclife.de/news/ibm-apple-rechnern-unternehmen-spart-man-geld-10083984.html
      0 0 Melden
  • rodman 05.04.2017 10:42
    Highlight Ich finde das politische Engagement der Schüler per se super, auch wenn ich inhaltlich nicht zustimme.
    21 35 Melden
  • seventhinkingsteps 05.04.2017 10:32
    Highlight Ihr könntet im Artikel auch noch erwähnen, dass der Kanton gleichzeitig zu den Sparmassnahmen auf dem Güterareal ein neues Justiz- und Polizeigebäude mit integriertem Gefängnis für über 800 Millionen baut.
    59 18 Melden
  • HAL9000 05.04.2017 10:29
    Highlight Kann mir mal jemand aufzeigen was für Folgen diese Sparmassnahmen haben?
    14 8 Melden
    • seventhinkingsteps 05.04.2017 10:45
      Highlight https://www.nzz.ch/amp/zuerich/aktuell/zuercher-sanierungsprogramm-so-will-der-kanton-sparen-ld.13489
      6 3 Melden
    • Zwiebelbrot 05.04.2017 11:21
      Highlight Im Kanton SG hiess es an der Berufsschule für mich:
      - einheitliche Aufnahmeprüfungen für die BMS (hatte so 2x eine 6 in Mathe -> 5 Fachrichtungen-eine Prüfung pro Fach!!)
      - grössere Klassen (25 Schüler sind definitiv zu viel für geordneten Fachunterricht bei 16 jährigen)
      - Schulausflüge selber zahlen
      - Freifächer fanden 3 statt (etwa 10 Fächer standen zur Auswahl), in Robotik arbeiteten wir mit mindestens 20 Jahre alten Roboter , die PC's hatten Windows XP.
      - Jedes kopierte Blatt muss dem Lehrer bezahlt werden.

      Soll ich noch weitermachen?
      42 7 Melden
    • smarties 05.04.2017 11:54
      Highlight Kt SO
      - streichen der Hauswirtschaftsstunden an der Kanti
      - grössere Klassen
      - ...


      18 5 Melden
  • Tomtom64 05.04.2017 10:19
    Highlight 1. Zumindest in Luzern, wo ich lebe, liegt das Kostenproblem im Bildungswesen primär in der Verwaltung und ihrem unsäglichen Aktivismus. Entsprechend hat es weniger Mittel für Lehrkräfte und Material und die ständigen Reformen blockieren den Lehrbetrieb zusätzlich.
    2. Gehen immer mehr Jugendliche ans Gymi, das deutlich teurer ist, als die Berufsschulen. Auf der anderen Seite fehlen Lehrlinge.
    3. Sprechen Politiker von Sparen, meinen sie, die Ausgaben werden künftig nicht so stark wie budgetiert ansteigen.

    Die Proteste sind zwar angebracht, aber der Hebel müsste bei Punkt 1 angesetzt werden.
    29 14 Melden
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 11:28
      Highlight Die Schüler protestieren, damit die Politik merkt, dass sie mal bei Punkt 1 ansetzen sollte. Das können die Schüler ja schlecht selber machen, nicht?
      49 4 Melden
    • aerdbeerimoeuch 06.04.2017 07:02
      Highlight Sorry, aber du machst dich selber lächerlich mit deinen Aussagen bei Punkt 1. Der Kanton Luzern hat massive Finanzprobleme, seit der Unternehmenssteuersatz zuerst von 4 auf 3 und dann auf 1.5% gesenkt wurde. Mit aufgeblähter Verwaltung hat das nichts zu tun, sondern einfach mit absolut verfehlter Steuerstrategie.
      6 0 Melden
  • Döst 05.04.2017 10:16
    Highlight Die Schüler könnten auch für mehr Hausaufgaben/Lernen zuhause demonstrieren: +10 min pro Tag=ca. 1 Lektion pro Woche=40 Lektionen pro Jahr=Demo obsolet.
    So gäbe es mehr Bildung ganz gratis.
    Das setzt natürlich tägliches persönliches Engagement voraus. Das ist anstrengender als 1x demonstrieren. #Loscht oder #KeLoscht?!
    PS: oder wie wäre es, wenn Mitschüler schwächeren helfen würden, statt sie zu mobben?
    23 134 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 05.04.2017 10:26
      Highlight Da ist wohl jemand mit dem falschen Fuss aufgestanden.

      Steuersenkungen bei denen, die ihre Kinder eh auf Privatschulen schicken und die restlichen Schüler sollen sich das Zeug doch einfach selber beibringen. Warum nicht gleich Lehrer abschaffen, kostet doch mehr als ein Buch.
      Glaub au.
      75 14 Melden
    • Döst 05.04.2017 11:10
      Highlight @Gelegentlicher Kommentar und Blitzer:
      leisten statt fordern. Willkommen im realen Leben.
      Mir ist klar, dass für manche das (Arbeits-) Leben relativ spät erst mit Ende 20 anfängt.
      Bin mal gespannt wie diese Schüler im späteren Leben mehr Lohn fordern wollen: lieber Chef, ich will mehr Lohn, leiste aber nicht mehr als bisher...
      13 62 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 05.04.2017 11:38
      Highlight Wow.
      16 6 Melden
    • dimitris muse 05.04.2017 11:51
      Highlight Mensch du musst echt verzweifelt sein, wenn du so einen Stuss schreibst.
      Ich bin einer Meinung mit dir, wenn du sagst, die Schüler_innen müssen selbst Engagement zeigen. Das hat aber nur sehr begrenzt mit der Schule zu tun, eher mit einem selbst. Und übrigens führen morivierte Lehrer zu Eigeninitiative und Engagement. Schade dass du das nicht verstehst, aber komm doch heute vorbei und lass dich aufklären.
      23 6 Melden
  • Cerberus 05.04.2017 10:03
    Highlight Da sagen die Zahlen der Stadt Zürcher Volksschulen aber etwas ganz anderes:

    37 10 Melden
    • seventhinkingsteps 05.04.2017 10:47
      Highlight Sparen kann ja auch heissen, dass ein geringerer Kostenzuwachs als erwartet angestrebt wird
      16 8 Melden
    • Döst 05.04.2017 11:13
      Highlight Bravo! Jetzt müssten nur die Demoschüler eine solche Tabelle noch lesen und interpretieren können.
      21 31 Melden
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 11:25
      Highlight Trotzdem merkt man als Schüler, wie massiv in gewissen Fächern gekürzt wird. Oder Zwangsferien.
      Vielleicht liegt das auch daran, dass im Moment gerade massiv bei der Technik in den Schulen aufgerüstet wird, dies verschlingt eine Menge Geld. Diese Statistik ist zu allgemein und sagt nichts über einzelne Schulen, Fächer etc. aus.
      26 6 Melden
    • Midnight 10.04.2017 08:02
      Highlight @Bernie Richtig. Sie rüsten auf für den Lehrplan 21, wo unter Anderem das Fach "Medien und Informatik" eingeführt wird. Dieses spielt eine zentrale Rolle und soll künftig die Medienkompetenz verbessern und allgemein den Umgang mit den "neuen Medien" lehren. In meinen Augen im 21. Jahrhundert unabdingbar und sehr wichtig.
      0 0 Melden
  • Ruedi Frei 05.04.2017 10:00
    Highlight Sparen? Meist handelt es sich lediglich um die Begrenzung des Ausgabenwachstums (im Kt. ZH). Wirklich etwas 'sparen' würde ich bei den Salären der Lehrkräfte (KT.ZH von 90'000 bis knapp 180'000) bei einem 100% Pensum (d.h. 28 Std pro Woche und 12 Wochen Ferien). Kaum ein Akademiker als normaler Angestellter verdient in der Wirtschaft soviel, und das bei 4 Wochen Ferien, 40-45 Std Arbeitszeit p.W. Ich bin auch nicht gegen Bildungsabbau, das ist Leiden auf sehr hohem Niveau.
    28 74 Melden
    • Slavoj Žižek 05.04.2017 10:11
      Highlight Word!
      11 31 Melden
    • espe 05.04.2017 10:37
      Highlight Sie haben offenbar Null Ahnung wie viel Arbeit hinter diesem Beruf steckt, sonst würden sie nicht so etwas schreiben. Ich kenne mehrere Lehrer persönlich und die arbeiten einiges mehr als sie denken. Es gilt die Wochen zu planen, die Lektionen vorzubereiten, Prüfungen zu korrigieren und und und.
      Es steckt oft mehr dahinter, als man auf den ersten Blick sieht. Aber das muss man dann auch sehen wollen.
      38 9 Melden
    • Waldorf 05.04.2017 11:11
      Highlight #fakenews Ruedi Frei. Recherchieren Sie doch einmal den Zusammenhang von Lektionen pro Woche und den Arbeitsstunden. Wenn sie schon dabei sind, können Sie auch noch gleich den Unterschied zwischen Ferien und Unterichtsfreier Zeit nachsschauen.
      36 5 Melden
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 11:20
      Highlight Kein Lehrer hat 12 Wochen Ferien. 28 Lektionen bei 100% bedeuten dass die Lehrer dann im Klassenzimmer Unterricht geben. Was man jedoch gerne mal vergisst sind die ganzen Vorbereitungs- und Prüfungskorrekturstunden. Da gehen Stunden drauf, die man fast nicht berechnen kann. Mein jetztiger Deutschlehrer muss gerade 50 Aufsätze korrigieren, ausserhalb dieser 28 Lektionen, d.h. am Wochenende und am Abend und in den Schulferien. Er muss jede Prüfung zweimal durchlesen, einmal auf Fehler und einmal auf Textgestaltung überprüfen. Die nächste Lektion hat er dann aber noch nicht vorbereitet.
      35 7 Melden
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 11:22
      Highlight Teil 2:
      Von allen Akademikern verdienen Lehrer so ziemlich am wenigsten.
      Ich habe grössten Respekt vor Lehrern. Lasst euch eure Aussagen nochmals durch den Kopf gehen wenn ihr meine Infos gelesen habt.
      34 8 Melden
    • Slavoj Žižek 05.04.2017 11:33
      Highlight Ich kenne auch einige Lehrer persönlich, die habens ziemlich gemütlich, sagen sie sogar selber.
      12 18 Melden
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 12:01
      Highlight Ich denke das kommt immer auf die Stufe an, die man unterrichtet.
      Kollegen sind für Umfragen eigentlich weniger geeignet, da man sie meist wegen ähnlichen Ansichten ausgesucht hat ;)
      16 6 Melden
    • Midnight 10.04.2017 08:09
      Highlight @Ruedi Ich weiss ja nicht, was das für Lehrkräfte sind. Ich habe bei der Arbeit täglich mit Lehrpersonen an Primar- und Sekundarschulen zu tun. Die Löhne liegen da bei eher bescheidenen 70'000 - 80'000 Fr. bei einem 100% Pensum.
      Das mit 12 Wochen Ferien und 28 Stunden pro Woche ist definitiv auch kompletter Blödsinn!
      3 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 05.04.2017 09:48
    Highlight Angesichts dieses Faktenbefreiten Aktionismus scheint mir auch, dass mehr Bildung Not tun würde ... jedenfalls in Recheche und Statistik ...

    35 18 Melden
    • Tartaruga 05.04.2017 09:58
      Highlight De checki nöt. Der Funktionsgraph der Bildungsausgaben ergibt sich aus der steigenden Anzahl Personen in Ausbildung. Dass diese steigen macht ja Sinn, dass es irgendwann zu viel ist und das sparen anfängt auch.
      Was willst du uns mit der Abbildung sagen?
      15 10 Melden
    • Toerpe Zwerg 05.04.2017 10:02
      Highlight ...
      12 11 Melden
    • Toerpe Zwerg 05.04.2017 10:04
      Highlight und bei mir in Rechtschreibung ...
      4 7 Melden
    • Tartaruga 05.04.2017 10:06
      Highlight Ja, sie steigen. Was ist deine Meinung dazu?
      3 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 05.04.2017 10:07
      Highlight Nochmals genau anschauen oder Bildungsinstitution aufsuchen @ Tartaruga. Bildungsausgaben / Person ...
      8 8 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 05.04.2017 10:07
      Highlight @Toerpe Zwerg
      Deine Statistik ist national oder? Damit sagt sie noch nichts über die kantonalen Bildungsausgaben aus. Und darum gehts vorallem, nicht der Staat per se, sondern gewisse Kantone wolle bei der Bildung soaren (respektive tun dies bereits).
      21 7 Melden
    • vmaster97 05.04.2017 10:15
      Highlight Wenn man beispielsweise jährlich die Ausgaben um 5% erhöht und später nur um 2% kann man trotzdem von Sparmassnahmen bei der Bildung sprechen. Und wenn man bedenkt, dass das Know-How und Wissen die einzige Ressource der Schweiz ist, sollte man die Wichtigkeit dieser Ausgaben im internationalen Umfeld nicht unterschätzen.
      20 15 Melden
    • Döst 05.04.2017 10:21
      Highlight @Tartaruga: Was verstehst Du nicht, wenn die Bildungsausgaben pro Person in Ausbildung stetig wachsen? Und zwar über Teuerung und BIP.
      9 7 Melden
    • Tartaruga 05.04.2017 10:22
      Highlight Ach Toerpe. Ich verstehe sie nicht. Bitte bitte erklär sie mir und gib mir was von deinem Wissen ab.
      5 9 Melden
    • Toerpe Zwerg 05.04.2017 10:34
      Highlight @LaPaillade, die Kantone und Gemeinden sind enthalten. Der Bund selber bezahlt direkt ja nur die 2 ETHs und Forschungsprojekte.

      @Tartaruga, die Bildungsausgaben pro Person in Ausbildung steigen stetig.
      9 6 Melden
    • Tartaruga 05.04.2017 10:37
      Highlight Wird aber in der Statistik berücksichtigt weshalb sie steigen? Welche Faktoren sollte man berücksichtigen? Ist es denn richtig davon auszugehen, dass man die Kosten dann reduzieren soll/muss? Leidet die Bildung der Schüler/Studierenden infolge dessen darunter?
      4 4 Melden
    • Macke 05.04.2017 10:51
      Highlight @Toerpe Zwerg: Ist der Anstieg der Bildungsausgaben nicht durch neue Möglichkeiten im Bildungssystem zu erklären? Bsp.: Berufsmatur, Passarelle...? Für mich heisst "die Bildungsausgaben steigen pro Person" nicht viel, wenn das nicht aufgeschlüsselt wird. Und so kann sich durchaus eine Diskrepanz zwischen Ausgaben der obligatorischen Schulen/Gymis/Berufsschulen und tatsächlichen Bildungsausgaben ergeben. Es ist eine Tatsache, dass Lektionen an Schulen gestrichen werden oder Zwangsferien verhängt werden. Wie erklärst du dir das denn?
      12 3 Melden
    • Döst 05.04.2017 11:06
      Highlight @vmaster97: wenn die Bildungsausgaben im Vorjahr um 5% gestiegen sind, und man im Folgejahr um 0% "erhöht", ist die Bildung genau so gut wie vorher, und die Lehrer verdienen keinen Rappen weniger. Von 5% auf 2% MEHRAUSGABEN ist definitv nicht sparen.
      Für 3. Klässler zum Mitschreiben:
      Der Bauer produziert mit seinen Hühnern 100 Eier pro Tag. Die Hühner erhöhen die Leistung um 5 Eier, auf 105 Eier. Nun leisten die Hühner nochmals mehr, um 2 Eier pro Tag auf 107 Eier hast. Frage: sind 107 Eier weniger als 105? Und sind 107 Eier weniger als 100?
      10 12 Melden
    • Döst 05.04.2017 11:17
      Highlight @LaPaillade: weiter oben hat Cerberus eine schöne Tabelle gepostet. Es zeigt die Ausgaben der Zürcher Volksschulen... also definitiv kantonale Sache. Und was sehen wir dort: derselbe Trend wie beim Bund: klar überproportionales Wachstum bei Bildungsausgaben.
      6 6 Melden
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 11:26
      Highlight Trotzdem merkt man als Schüler, wie massiv in gewissen Fächern gekürzt wird. Oder Zwangsferien.
      Vielleicht liegt das auch daran, dass im Moment gerade massiv bei der Technik in den Schulen aufgerüstet wird, dies verschlingt eine Menge Geld. Diese Statistik ist zu allgemein und sagt nichts über einzelne Schulen, Fächer etc. aus.
      9 5 Melden
    • Toerpe Zwerg 05.04.2017 11:47
      Highlight @Macke, der Anstieg ist "pro person in Ausbildung", es wird also pro Schüler immer mehr ausgegeben.

      Das ist sicher auch durch neue Inhalte und anspruchsvollere Infrastruktur teilweise erklärbar.

      Aber von Bildungsabbau und Sparwut zu sprechen bei etwas gebremstem Ausgabenwachstum ist unredlich.

      Und man darf schon auch Ausgaben auf Effektivität hinterfragen.

      Das Geheule der Schüler ist auch nur Lobbyismus.
      7 13 Melden
    • poga 05.04.2017 12:13
      Highlight @Dast 105 Eier mal 102% ergibt 107,1 eier nicht 107........
      4 3 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 05.04.2017 12:32
      Highlight @Toerpe: "die Kantone und Gemeinden sind enthalten. Der Bund selber bezahlt direkt ja nur die 2 ETHs und Forschungsprojekte."
      Ja das ist mir bewusst. Vielleicht hab ich das etwas unklar formuliert. In deiner Statistik sind zwar Gemeinde und Kantone enthalten, es wird aber der Schnitt über alle Kantone genommen oder? Und da werten gewisse Kantone wohl extrem auf.
      Ich denke in Luzern würde die Statistik anderst aussehen, ansonsten kann ich mir die Zwangsferien von einer Woche in Luzern kaum erklären.
      5 2 Melden
    • vmaster97 05.04.2017 16:35
      Highlight @Dast S.
      Doch es ist eine Sparmassnahme. Wer sagt, dass man mit den 2% überhaupt das jetzige Niveau halten kann? Das Unterrichten heute ist nicht mehr dasselbe und so günstig wie vor 50 Jahren und es wird sich weiter verteuern müssen, um ein international konkurrenzfähiges Bildungssystem zu haben, ohne es zu privatisieren. Was bringt uns eine Erhöhung von 2%, wenn andere Länder 5% mehr investieren? Zudem steigen die Schülerzahlen durchschnittlich um 1.3% pro Jahr bis 2025. Damit bleiben nur noch 0.7%…
      PS: Ihre Rechnung ist nicht korrekt.
      2 3 Melden
    • Toerpe Zwerg 05.04.2017 16:58
      Highlight Mehr Geld muss nicht zwingend bessere Bildung bedeuten - auch das Bildungswesen darf nach Effizienzkriterien beurteilt werden. Ein gebremstes Ausgabenwachstum (auch pro Person in Ausbildung findet ein Wachstum statt) heisst nur in der jeweiligen Lobbygruppe "sparen".
      2 3 Melden
  • Dafuq?! 05.04.2017 08:29
    Highlight Heisst das nicht Schülerorganisationen ZSO, anstelle von Scholerorganisationen?

    Finde ich super. Bildung ist der letzte Ast an dem gesägt werden sollte. Leider sehr oft einer der Ersten an dem gerne gesägt wird. Dabei schadet sich der Staat dabei nur selbst. Ausser natürlich man will das zwei Klassensystem fördern. Die Dummen, die in die heruntergewirtschaftete Volksschule gehen müssen und die Elite, die sich die Privatschulen leisten können. Seit skeptisch gegenüber denen, die bei der Bildung sparen wollen.
    89 12 Melden
    • Severin Miszkiewicz 05.04.2017 08:35
      Highlight Ayoo! Ich war halt kein guter Scholer in der Schole.. Danke für den Input!
      59 3 Melden
    • NucQB 05.04.2017 08:41
      Highlight Die Dummen? Du meinst die Armen...Entschuldigung!
      39 3 Melden
    • Dafuq?! 05.04.2017 08:44
      Highlight Kein Problem, hatte zuweilen auch ein Fensterplatz in der Schole.... Es sprang mir nur gerade soooo ins Auge ;)

      Beim heutigen Jugend-Slang hätte es ja echt Scholarorganisation heissen können.
      17 3 Melden
    • Dafuq?! 05.04.2017 09:07
      Highlight @NucQB

      Jap genau, die. Ich habe mich auf einen Terminus berufen, den ich mal von einem Befürworter der Privatschulen gehört habe.

      Frei aus der Erinnerung sagte er so etwas wie: Die sind halt selber dumm, wenn sie die öffentliche Schulen besuchen...
      13 0 Melden
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 11:10
      Highlight *seid ;)
      Bildung sollte für alle gleich zugänglich sein, egal wie viel Geld die Eltern verdienen.
      12 0 Melden
    • Amanda Schär 05.04.2017 11:11
      Highlight Im weitesten Sinne also noch immer: wer kein Brot hat, der soll Kuchen essen...


      6 0 Melden
    • Dafuq?! 05.04.2017 11:32
      Highlight D'OH! Dabei weiss ich es ja eigentlich besser.
      2 0 Melden
  • HAL9000 05.04.2017 08:14
    Highlight Ach, ich weiss nicht.
    Mich dünkt hier ist sehr stark pupertierendes Verhalten dahinter. Sicherlich sind Sparmassnahmen kein schönes Thema, doch finde ich man sollte den Fokus im Bildungsangebot auf Wesentliches legen.
    Wer in Richtung Musik will kann das Geld aufbringen, studieren in der Schweiz ist kein Kostenproblem.
    Und wenn ich die heutige Jugend (Gott kling ich alt) nur noch am Smartphone sehe, frage ich mich sowieso wo unsere Bildung überhaupt hingeht.
    Die, die gebildet sein wollen, werden sich immer Bilden, unabhängig vom Schulangebot.
    29 191 Melden
    • Nausicaä 05.04.2017 08:43
      Highlight 1) Man sollte das Handeln von Jugendlichen nicht als 'sehr stark pubertierend' verunglimpfen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass gerade die Pubertät auch Chancen bietet. Die meisten Jungen sind kognitiv offener und flexibler als es viele Erwachsene sind. Auch kämpfen sie noch gegen Probleme, die wir in unserer Lethargie, die mit dem Alter nunmal kommt, längst akzeptiert haben.

      96 6 Melden
    • Firefly 05.04.2017 08:51
      Highlight Mich dünkt hier ist ein sehr stark abgeklärtes, ja schon fast Alters-seniles Verhalten dahinter.
      56 11 Melden
    • Nausicaä 05.04.2017 08:53
      Highlight 2) Studieren in der Schweiz ist ganz klar mitunter eine Kostenfrage! Es sind immer noch hauptsächlich Akademikerkinder, die studieren. Ich kenne viele, die gern studiert hätten, aber deren Eltern sie aufgrund engerer Finanzen nicht so lange unterstützen 'konnten' oder 'wollten'. Akademikereltern können und werden ihren Kindern auch Nachhilfe finanzieren, wenn es mal irgendwo klemmt. Meiner alleinerziehenden Mutter z.B. hätte dafür das Geld gefehlt. Aus dem Rest der Fam. hiess es, studieren sei nur was für Reiche. Ich habe es nur an die Uni geschafft, weil ich ein totaler Sturkopf bin.
      83 10 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 05.04.2017 08:58
      Highlight Wenn du "die heutige Jugend nur noch am Smartphone" siehst?
      Schon eine ziemlich mutige Behauptung. Teilnehmerzahlen von Jugendorganisationen steigen im Aargau. Jugendliche sind in der Pfadi, im Fussballverein, engagieren sich politisch, setzen sich beim Jugendrotkreuz für das Gemeinwesen ein.
      Nur weil die Jugendlichen, die du im Zug am iPhone siehst, ihre Unterhaltung halt lieber digital als analog haben, ist das noch lange nicht das einzige, was sie machen.

      Nur schon diese Proteste an sich sollten doch Beweis sein, dass sich die Jugend sehr wohl einsetzt.
      Du klingst verbittert.
      86 3 Melden
    • HAL9000 05.04.2017 09:08
      Highlight @Nausicaä, es gibt sehr wohl einige Möglichkeiten seinen Akademiewerdegang fremd zu finanzieren. Und wenn diese nicht ziehen, dann darum, weil deine Familienverhältnise aus Staats sicht ausreichend sind. Was ich bei einer Alleinerziehenden Mutter nicht vermute.
      Frag mich was und wieso du studierst...
      6 58 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 09:34
      Highlight "doch finde ich man sollte den Fokus im Bildungsangebot auf Wesentliches legen."

      Mit Verlaub, das ist Unsinn! Die Schule soll möglichst breit lehren, spezialisieren (den Fokus aufs Wesentliche legen) kommt dann früh genug. Sport, Kunst, Musik, Geschichte usw. kommen ja jetzt schon zu kurz im Lehrplan.
      45 4 Melden
    • Nausicaä 05.04.2017 09:39
      Highlight HAL9000: Kannst du folgendes in die deutsche Sprache übersetzen:

      Und wenn diese nicht ziehen, dann darum, weil deine Familienverhältnise aus Staats sicht ausreichend sind. Was ich bei einer Alleinerziehenden Mutter nicht vermute.

      Im Ernst, es erschliesst sich mir nicht.

      Ich habe studiert, weil Bildung für mich Emanzipation und innerer Reichtum bedeutet, beides möchte ich jungen Menschen weitergeben.
      Und du so?
      32 3 Melden
    • nukular 05.04.2017 09:42
      Highlight @nausicäa.. also warum sollte studieren nur akademikerkinder möglich sein? Eine FH kostet so ca 700-1000fr im semester und daneben kann man in den ferien etc easy arbeiten gehen.
      Oder wollen wir gleiche zustände wie in AT? Wo man auf der uni nur 20€ pro semester zahlt? Man sieht ja was rauskommt..alle gehen studieren und wien wird nur so von deutschen überrannt, welche nach dem studium wieder abhauen..
      11 12 Melden
    • Neruda 05.04.2017 09:46
      Highlight Immer jammern die Jugend ist faul, dumm und unmotiviert und wenn sie dann aufsteht und sich einmischt in Dinge die sie betrifft, ist's auch wieder nicht recht 🙈
      39 3 Melden
    • Alnothur 05.04.2017 09:47
      Highlight Eine Kostenfrage ist es hierzulande nun wirklich (noch?) nicht. Kinderzulagen bis 25, Stipendien in Gymnasium und Uni, spezielle Uni-Fonds für die Studenten, die es brauchen.

      Mein Vater war eines von 5 Kindern einer Bauernfamilie, schon damals war es ihm trotzdem möglich in Zürich zu studieren. Natürlich mit nebenher arbeiten, was damals noch nicht ganz so gängig war wie heute.

      Würde übrigens gerne wissen, wo in der Bildung wir nicht beim Wesentlichen sind. Gut, Gender Studies könnte man abschaffen, ist ein Gefäss für Asi-Leute, aber sonst...
      15 12 Melden
    • manhunt 05.04.2017 10:06
      Highlight steuersenkungen kommen in erster linie immer denen zugute, die bereits viel haben. und was dabei herauskommt, wenn bonzen und grossuntetmrnehmen den staat plündern, sieht man bestens am bespiel usa. die reichen schicken ihre kids auf teure privatschulen, derweil mittlere und untere einkommensschichten mit einem reduzierten bildungsangebot auskommen müssen, weil überal gespart werden muss. und wenn dann im kanton luzern AUS KOSTENGRÜNDEN eine woche zwangsferien angeordnet werden muss, während die oberen zehntausend letztes jahr wieder milliarden zugelegt haben, ist das eine verdammte sauerei!
      20 3 Melden
    • manhunt 05.04.2017 10:11
      Highlight steuersenkungen für privatpersonen von bspw. 5% würden in meinem fall pro jahr ca 450.- chf ausmachen. ich sehe dieses geld jedoch liebend gerne in die bildung, dazu gehört für mich auch der musikunterricht, investiert.
      19 1 Melden
    • HAL9000 05.04.2017 10:19
      Highlight @Nausicaä Ich denke der Kommentar von Alnothur sollte dir genügend Anstoss zur Recherche sein. Ansonsten sehe ich mich gezwungen es so stehen zu lassen. Im übrigen ging ich arbeiten, absolvierte eine Berufslehre, weil ich die Wirtschaft meines Landes unterstützen möchte.
      Wenn bei dir Studieren Emanzipation ausdrückt, möchte ich nicht wissen was für eine Weltanschauung du hast.
      5 19 Melden
    • HAL9000 05.04.2017 10:19
      Highlight Ich mag übrigens die Aussage, dass studieren der Weg des geringsten Widerstandes ist.
      Sagte ein Student!
      4 21 Melden
    • seventhinkingsteps 05.04.2017 10:35
      Highlight Das Studieren nix mit Geld zu tun hat und jeder studieren kann ist reines Wunschdenken, sehr naiv
      15 2 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 05.04.2017 10:47
      Highlight HAL9000, wir habens verstanden. Du möchtest dich gerne von Studierenden und Jugendlichen abheben und deine pessimistischen Ausblicke säen.
      Mach doch, wenn's dir Spass macht. Aber vergiss nicht, dass du selbst einmal Jugendlicher warst und du selbst auch zum Arzt gehst, wenn dir etwas fehlt.
      14 0 Melden
    • Nausicaä 05.04.2017 10:50
      Highlight Ja dann erklärt ihr mir doch, warum es mit wenigen Ausnahmen keine Arbeiterkinder an der Uni hat? Habt ihr das Gefühl, die wären nicht gescheit genug?
      Stipendien gibt es schon, aber man darf dann nebenher (in meinem Kanton) nicht arbeiten, sonst werden einem die Beiträge massivst gekürzt. Es ist aber wichtig, während dem Studium Arbeitserfahrung zu sammeln. Und von unmöglich habe ich nie gesprochen, aber es ist sehr schwer, sonst hätten wir nicht so wenig Arbeiterkinder an der Uni. Sollte es nicht sein, wenn wir Bildungsgerechtigkeit wollen.
      12 0 Melden
    • manhunt 05.04.2017 10:51
      Highlight @hal9000: studieren ist der weg des geringsten wiederstandes? sag das mal zu einem architektur- oder medizinstudenten. du wolltest die wirtschaft deines landes unterstützen und hast darum eine berufslehre gemacht? in deiner ausbildung hast du erst einmal nur kosten verursacht. und so wie du heute zur wirtschaftsleistung dieses landes beiträgst, tut dies genauso die maschineningenieurin, der arzt, die geologin, der architekt, die rechtsanwältin...
      und von der aussage eines studenten auf andere zu schliessen, naja, kann ich ehrlichgesagt nicht verstehen.
      16 0 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 05.04.2017 10:57
      Highlight 1. Ist es nicht bei jedem Studium möglich, nebenher noch ein bisschen zu jobben
      2. Wenn deine Eltern ein altes Haus haben, dass sie nur besitzen, weil sie dafür 500 Franken im Monat zahlen und eine Wohnung teurer wäre, dann ist man aus Sicht des Staates schon nicht mehr Stipendienwürdig
      3. Ja, mit einer FH geht es, allerdings kann man nicht alles über FH machen und es ist schon ziemlich krass, wenn man sagt: Das arme Kind muss halt an die FH, wenn die Uni nicht drin liegt.
      4. Ja, in der Schweiz gibt es viele Familien, die ein Kind nicht aus eigener Kraft durch die Uni füttern können.
      15 1 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 11:15
      Highlight HAL9000: Schön, ihre Ressentiments gegen Studenten. Haben sie Minderheitskomplexe? Müssen sie nicht, auch ihr Beitrag ist wertvoll.

      Studieren ist also der Weg des geringsten Widerstandes, interessant! Ich habe eine Berufslehre gemacht, dann einen BA an der FH und 2 Jahre später einen MAS, natürlich beides Berufsbegleitend. Mit Abstand am leichtesten bisher die Berufslehre, da musste ich an der Berufsschule so gut wie nicht tun 4 Jahre lang. Ein Studium kann easy sein, wenn man etwas anständiges studiert ist es das nicht, vor allem im Vergleich zur Berufslehre.
      12 0 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 11:21
      Highlight @ kettcar: Das Hauptproblem ist mMn. noch nicht mal die Uni selbst, sondern die Schule davor. Legt das Elternhaus wenig Wert auf Bildung sind deine Chancen recht klein, dich überhaupt für ein Studium zu qualifizieren. Stipendien vom Staat und privater Stiftungen sind gut und wichtig, wichtiger noch wäre es davor Chancengleichheit zu erzeugen. Also kleinere Klassen in der Primarstufe, kostenlose Nachhilfe für alle, Ganztagsschulen, usw.

      Es muss aber nicht jeder studieren, das ist auch klar. Mit einer Berufslehre MUSS man eine Familie gut ernähren können.
      12 0 Melden
    • Alnothur 05.04.2017 11:44
      Highlight So, bei welchem Studiengang soll man nebenher nicht arbeiten können? Bei Informatik geht es, bei Physik auch, und selbst in der Medizin.

      Nausicaä: da wird die Mentalität der Eltern noch mitspielen. Stichwort Erziehung. Mal davon abgesehen, dass ich einige kenne, deren Eltern keine Akademiker sind, sie selbst aber studieren (zusätzlich zu meinem Vater und einer seiner Schwestern).

      Übrigens kann man mit der Berufsmatura nicht "nur" an die FH, sondern dank Passerelle auch an die Uni. Die Schweiz ist so ziemlich das letzte Land, in dem man sich über Bildungsmöglichkeiten beschweren kann...
      7 7 Melden
    • manhunt 05.04.2017 11:58
      Highlight @alnothur: völlig richtig, über die bildungmöglichkeiten in der schweiz darf man sich wirklich nicht beklagen. jedoch neben einem medizinstudium noch teilzeit zu arbeiten ist, zumindest in den ersten drei jahren, unmöglich.
      8 1 Melden
    • Alnothur 05.04.2017 12:20
      Highlight Ich selber "nur" Informatik in Bern (in exakten Wissenschaften isz die Uni Bern allerdings recht renommiert), kenne jedoch sowohl in Bern wir an der ETH Physikstudis, die nebenher noch arbeiten. Klar, ist schwer an der ETH - die ETH ist aber schliesslich auch eine Elite-Uni...
      5 1 Melden
    • seventhinkingsteps 05.04.2017 12:47
      Highlight Beide meiner Eltern haben beide weder Matura gemacht noch studiert, ich hab einen Bachelor. Statistisch gesehen ist das ein Ausreisser. Die meisten Studenten kommen aus Akademikerfamilien, die Uni lässt sich ohne Rücksicht auf Kosten frei wählen und das WG Zimmer in der fremden Stadt wird finanziert. Meine Semestergebühren habe ich vollständig durch Bildungszulagen finanziert, das ist mittlerweile auch nicht mehr möglich. Und Arbeiten während des Assessments ist nahezu unmöglich und nicht empfohlen
      5 0 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 12:56
      Highlight Also ich habe in meinem Bekanntenkreis auch ETH Absolventen und die haben ALLE gearbeitet nebenher. Manchmal mehr, manchmal weniger, aber alle sassen bei der Migros an der Kasse oder haben Regale aufgefüllt um sich das Studium zu finanzieren. Geht alles. Uns sonst macht man es wie ich und absolviert ein Teilzeitstudium, da kann man dann 60-80% arbeiten, anders hätte ich es nicht bezahlen können. Dauert länger, ist härter, aber es geht definitiv für viele Studiengänge. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Meistens zumindest.
      3 6 Melden
    • Firefly 05.04.2017 13:27
      Highlight Hei hallo, es geht ja nicht (nur) darum bei den Auszubildenden zu sparen sondern bei der Bildung an und für sich und den Institutionen. Da kann man als Schüler oder Student noch so viel arbeiten gehen und selbst bezahlen, wenn es keine guten und inovativen Bildungs-Institutionen gibt, gehen die besten ins Ausland.
      4 0 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 13:42
      Highlight @ Follbescheuert: Die Zwangsferien sind eine Folge der Sparmassnahmen, die nötig wurden weil die Schweizervolksverarschungspartei alternativlos die Unternehmenssteuer senken musste.
      6 1 Melden
    • seventhinkingsteps 05.04.2017 23:11
      Highlight Nur weil etwas möglich und halt härter ist ist, heisst ja noch lange nicht, dass es auch gesund oder sinnvoll ist. Suizid und andere psychische Probleme unter Studenten ist ein ernsthaftes Problem und mMn hängt es direkt zusammen mit finanziellem Druck zusammen.

      Für die Wirtschaft ist es ja eigentlich ein Nachteil, wenn ein ETH-Ingenieur nur 60% arbeitet und nebenbei in der Migros Regale auffüllt. Oder vollzeit und daneben arbeitet. Irgendwas leidet unter dieser doppelten Auslastung sicher, sei es gesunder Schlaf oder Sozialleben oder das Studium an sich.

      Man ist Mensch, nicht Humankapital
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    • Midnight 10.04.2017 08:23
      Highlight @HAL Wissen Sie, was mich dabei am meisten stört? Alle naturwissenschaftlichen Fächer werden in fast übertriebener Lektionenzahl unterrichtet, während bei musischen Fächern massiv abgebaut wird. Was soll das? Stellen Sie sich mal vor, es gäbe in Zukunft keine Künstler, Musiker, Web- und Spieldesigner mehr. Wir befinden uns in einem Wandel. Das goldene Zeitalter der Industrialisierung ist vorbei. Fliessbandarbeit wird automatisiert. Das Unterrichten in musischen Fächern ist heute wichtiger denn je, um ein möglichs breites Spektrum abzudecken.
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    • HAL9000 10.04.2017 08:39
      Highlight Hallo werter Midnight, sehen Sie es doch so, dass, wer Musik lernen möchte dies auch im Privaten rahmen oftmals tätigt. Beim Durchschnittsschüler findet musischer Unterricht eher wenig Anklang.
      Ich finde es somit passend, dass diese Gelder entweder nicht mehr gesprochen (nicht per se gespart) oder andersweitig eingesetzt werden, wie zum beispiel verbessertes IT-Wissen.
      Wie Sie mit musischen Lehrmitteln zwar Web- und Spieldesigner (sorry aber Spieldesign, an öffentlichen Schulen, echt jetzt?) bilden wollen ist mir schleierhaft, wie auch warum Musik nur wegen breitem Spektrum bestehe soll.
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    • Midnight 13.04.2017 14:19
      Highlight Ich glaube, sie bringen da etwas durcheinander: Ich erwarte doch nicht, dass Spieldesigner an Volksschulen ausgebildet werden. Wichtig ist aber, dass auch der Zeichenunterricht ernst genommen wird. Dieser legt nämlich die Grundsteine für alles, was irgendwie in diese Richtung geht. Ohne Zeichenunterricht keine Designer, ohne Musikunterricht keine Musiker. So einfach ist das. Und wenn man es nie lernt, kann man auch kein Interesse dafür entwickeln.
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  • Schlumpfinchen 05.04.2017 08:11
    Highlight Eine wirklich gute Sache. Dem grenzenlosen Sparen bei der Bildung muss Einhalt geboten werden.
    Was die Schülerinnen und Schüler heute lernen beeinflusst die Zukunft wesentlich. Bildung sollte somit das Letzte sein, bei dem man spart.
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    • NucQB 05.04.2017 08:44
      Highlight Grenzenloses Sparen? Diese Worte gehen nicht zusammen.
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    • Schlumpfinchen 05.04.2017 10:53
      Highlight Tschuldigung ihr beiden ;)
      Ihr habt natürlich Recht, aber gleichzeitig wisst ihr genau was ich meine.
      Ich gebs zu, gehört nicht zu meinen besten Texten, Morgen früh und ich bin Nachtmensch.
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    • Firefly 05.04.2017 13:30
      Highlight Grenzenlos? Also lasst uns eine Mauer bauen gegen dieses Sparen in der Bildung damit kein % mehr durchkommt.
      2 1 Melden
  • mogad 05.04.2017 08:09
    Highlight Und was sind die Gründe für Sparmassnahmen in der Bildung und Zwangsferien an Luzerner Schulen? Luzern hat vor Jahren die Unternehmensteuern um über 60% gesenkt. Die guten Steuerzahler sind dann aber nicht gekommen, Luzern rutschte in tiefrote Zahlen, ein Sparpaket folgte dem andern und eben diese Zwangsferien.
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    • HAL9000 05.04.2017 08:18
      Highlight Ha, und als nächstes dürfen wir noch die Steuererhöhung annehmen. NICHT.
      Wenn das Einkommen nicht reicht, braucht es mehr Zeit beim Sparen.
      Lol, ich bekom ja auch nicht mehr Lohn, nur weil ich nicht 4 Monate auf etwas sparen will.
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    • Citation Needed 05.04.2017 08:23
      Highlight Ist ja Teil der Argumentation der Kids: Steuersenkungen dürfen nicht mit Bildungsabbau finanziert werden. Rächt händ's!
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    • HAL9000 05.04.2017 08:34
      Highlight @Cit, Steuern wollen bald wieder erhöht werden, just sayin'
      7 31 Melden
    • Citation Needed 05.04.2017 09:27
      Highlight HAL: hihi, wie Du das formulierst! als ob es der innige Wunsch der Steuern selbst wäre, wieder ehöht zu werden! ;-)

      So oder so: sparen bei der Bildung ist und macht dumm, viel eher bräuchte es kluge Reformen, denn die Wissenslandschaft verändert sich sauschnell, neue Medien/Technologien schlagen nicht mehr im Generationen-, sondern im Dekadentakt ein und schmeissen vieles über den Haufen. Die Herausforderungen sind riesig, mit weniger Geld geht gar nichts.. Also hoffentlich gibt es bald mehr Mittel, aber auch gescheite, klare Köpfe und weniger vorgestrige Bremser in der Bildungspolitik..


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    • Posersalami 05.04.2017 09:37
      Highlight HAL9000 wieso wäre es ein Problem, die Steuergeschenke an die Unternehmen wieder zurück zu nehmen? Bricht dann die Wirtschaft in Luzern zusammen, obwohl sie vorher schon funktioniert hat?

      Die Neoliberale Politik der SVP und FDP funktioniert halt einfach nicht. Vielleicht wird das jetzt einigen Wählern klarer, dann können sie bei der nächsten Wahl ihr Kreuz am richtigen Ort machen und die SVP dahin schicken, wo sie hingehört: in die Bedeutungslosigkeit.
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    • Citation Needed 05.04.2017 09:39
      Highlight HAL: sehe Deinen ersten Beitrag erst jetzt: Wenn Steuern gesenkt wurden, um Mehreinnahmen zu generieren und diese ausbleiben, dann sollte man nicht die Bildung schröpfen soll, um die falschen Gewinnerwartungen aufzuwiegen.
      So oder so geht es dabei um eine Grundsatzfrage: Welche CH bietet wohl auf lange Frist das bessere Leben für ihre Bewohner? Die CH mit noch reicheren Finanzeliten, oder die CH, die sich ein Gemeinwesen finanzieren kann, welches zeitgemässe und gute Bildung (ergo Chancen) aller ermöglicht? Notfalls hilft ein Blick in die USA, diese Frage zu beantworten.
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    • Midnight 10.04.2017 08:30
      Highlight Es ist schon eine gewisse Ironie: Die USRII wird angenommen. Infolge dessen werden in Luzern die Unternehmenssteuern massiv gesenkt. Aufgrund fehlender Infrastruktur (welche wegen weniger Steuereinnahmen nicht aufgebaut werden kann), bleibt der Zuzug der "Dicken Fische" aus. Nun spart man kurzerhand einfach bei denen, die noch Minderjährig sind und deshalb das Stimm- und Wahlrecht noch nicht besitzen. Toll gemacht!
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  • Pius C. Bünzli 05.04.2017 08:09
    Highlight Ich frage mich wo der Staat wohl mehr sparen würde, bei einer Woche Schule oder bei einer Woche WK...
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    • Maett 05.04.2017 09:26
      Highlight @Pius C. Bünzli: es ist die soziale Wohlfahrt, die den grössten Teil unserer Steuern frisst und seit Dekaden nur eine Richtung kennt: nach oben.

      Aber dann die Probleme beim bereits arg gerupften Militär zu sehen ... dazu noch das Gefühl haben, dass durch die EO finanzierte WKs bei Kürzungen zu Einsparungen führen würden (Infrastruktur und Mittel wären ja trotzdem da).

      Überhaupt bringen Sie Bundes- und Kantonsbudgets durcheinander.

      Militär: Bund
      Bildung: Kantone
      Soziale Wohlfahrt: Bund, Kantone und Gemeinden
      19 14 Melden
    • Pius C. Bünzli 05.04.2017 16:25
      Highlight Es geht nicht darum EO kosten zu sparen sondern die Tonnen an Mörsergranaten / Munition aller Art welche in den Berg geballert werden..
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  • mogad 05.04.2017 08:03
    Highlight Grossartige Aktion. Die Jugend politisiert sich. Ich hoffe jeder/jede Einzelne versteht jetzt, dass die da oben nicht einfach machen können was sie wollen. man kann sich wehren, später dann auch mit dem Stimm- uns Wahlzettel - lebenslang.
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  • Thinktank 05.04.2017 07:59
    Highlight Keloscht klingt nach jüdischem Beschneidungsritual
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    • Mini Strant 05.04.2017 08:34
      Highlight Und genau mit dieser bescheuerten Aussage zeigt sich, warum man besser in die Schule gehen sollte, anstatt angestachelt von 68er Hippie-Lehrern "Keloscht" zu fröhnen.
      9 46 Melden
    • Neruda 05.04.2017 09:51
      Highlight @ Mini Strant: Die Schüler wollen ja in die Schule gehen, aber die bürgerlichen Politiker, welche das Schlamassel mit unnötigen Steuersenkungen wie in Luzern angerichtet haben, schicken sie in die Zwangsferien.
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    • Schlumpfinchen 05.04.2017 10:56
      Highlight Ist doch gut wenn sie die Zwangsferien wenigstens für politische Bildung nutzen und etwas auf die Beine stellen ;)
      (Ich weiss natürlich, dass dies nicht während diesen Ferien geschehen ist.)
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