Schweiz
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Die #KeLoscht-Gruppe organisierte den landesweiten Protest https://www.instagram.com/keloscht/

7 Schüler wirbeln die Schweiz auf – landesweite Proteste gegen Sparmassnahmen

Heute finden in Luzern, Zürich, Aarau, Basel und Genf Demonstrationen statt. Unter dem Motto «#KeLoscht auf Abbau bei der Bildung» mobilisieren unzufriedene Schülerinnen und Schüler. Es soll der grösste Schülerprotest werden, den die Schweiz je erlebt hat. Das alles hat eine Handvoll Teenager mit WhatsApp und einer ganzen Menge Engagement vollbracht.

Severin Miszkiewicz
Severin Miszkiewicz



Den Schülerinnen und Schülern in der Schweiz reicht's! Sparmassnahmen an öffentlichen Schulen nehmen ihrer Meinung nach immer grössere Formen an. Erst letzten Herbst bekamen Luzerner Schulen eine Woche lang Zwangsferien, um Kosten zu sparen. 

Wo, wann die Demo stattfindet und weitere Infos findest du auf:

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Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, plante der Verband Luzerner Schülerorganisationen (VLSO) einen Schülerprotest. Die Organisation wurde 2013 innerhalb weniger Stunden gegründet, als von Politikern zum ersten mal die Idee der Zwangsferien vorgeschlagen wurde. Drei Jahre später musste sich die VLSO geschlagen geben – die Zwangsferien wurden Realität. Jetzt möchte die Schülerorganisation zurückschlagen, und zwar nicht nur in Luzern, sondern im ganzen Land.

«Unser Ziel ist, auf ungerechte Sparmassnahmen in der Bildung aufmerksam zu machen.»

Samuel Zbinden, Hauptorganisator

Die Luzerner Schülerorganisation realisierte schnell, dass sie kein Einzelfall sind. Aus der ganzen Schweiz hörten sie ähnliche Geschichten. Es wurde beschlossen, dass die Protestaktion in Luzern auf die ganze Schweiz ausgeweitet werden soll. «Unser Ziel ist, die Regierung und die Bevölkerung auf ungerechte Sparmassnahmen in der Bildung aufmerksam zu machen», erklärt Samuel Zbinden von der VLSO am Telefon.

Der 18-jährige Schüler von der Kanti Sursee (Luzern) ist Hauptorganisator der schweizweiten Protestaktion, auch wenn er diesen Fakt bescheiden runterspielt. «Der ‹Siebnerbund› hat die Aktion zusammen geplant», sagt der Teenager und meint damit die Köpfe hinter dem Protest. Wer das genau ist, erklärt der Teenager hochmotiviert – obwohl er sich gerade an der Aushebung des Militärs befindet. 

Ein Beitrag geteilt von #KeLoscht (@keloscht) am

Die Planung des Schülerprotestes war eine bürokratische Höchstleistung. Zu allen kantonalen Schülerorganisationen der Schweiz seien Kontakte aufgenommen worden. Wo es noch keine gab, wurden flugs welche gegründet. Zusammen wurde dann im März das Bündnis «#KeLoscht auf Abbau bei der Bildung» gegründet, mit dem Ziel, am 5. April einen landesweiten Protest abzuhalten.

«Dagegen hilft nur Aktivismus!»

Timothy Oesch, Co-Organisator

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Der Grossteil der Planung fand über WhatsApp statt, nur selten über Skype und nur zwei Mal gab es ein physisches Treffen. «Es war uns wichtig, dass wir uns doch auch richtig sehen», erklärt Zbinden. Der Schüler muss laut in den Hörer sprechen, im Hintergrund hört man viel Lärm und Zbinden beschreibt schelmisch, wie er von den Aufsehern «zusammengeschissen» wurde und gefälligst aufhören soll, zu telefonieren.

Obwohl er kurz vor der Matur steht, findet er Zeit, den wohl grössten Schülerprotest der Schweiz zu organisieren. Gut möglich, dass er gar nicht realisiert, auf welchem Niveau er da gerade Politik betreibt.

Zusammen mit seinen Mitstreitern aus dem «Siebnerbund» entschied Zbinden sich für das Motto «#KeLoscht». Keine Lust auf schlechteren Deutschunterricht, keine Lust auf Zwangsferien, keine Lust auf Bildungsabbau.

Die letzte Sitzung der interkantonalen #KeLoscht-Gruppe!

Ein Beitrag geteilt von #KeLoscht (@keloscht) am

Vorne links Timothy Oesch, hinten mit Laptop Samuel Zbinden.

Timothy Oesch, Aktuar und Mediensprecher der Zürcher Schülerorganisationen ZSO, ist Co-Organisator der schweizweiten Protestaktion. Der 17-jährige Schüler der Kantonsschule Zürich Nord ist ebenfalls Feuer und Flamme für die Aktion. «Es geht nicht, dass Kantone Steuern für Reiche und Unternehmen senken und dann im Sozial- und Bildungsbereich sparen», sagt Oesch. Spezifisch in Zürich sollen zum Beispiel Freifächer wie Robotik gekürzt werden, erklärt er. «Dagegen hilft nur Aktivismus!», sagt der Schüler.

Oesch vertritt 20 von 21 Kantonalzürcher Gymnasien und damit die überwältigende Mehrheit der Zürcher Mittelschüler. Scheinbar mühelos meistert er Schulalltag, Zürcher Schülerorganisation und Protestaktion. Er komme gerade von einer Prüfung, aber es sei nur Französisch gewesen, witzelt Oesch mit einem Lächeln.

Tiziana Nauer, Organisatorin des Protestmarsches in Aarau, war am Anfang überrascht, welche Ausmasse das Bündnis annahm. «Für uns war aber sofort klar, dass wir uns mit Luzern solidarisieren. In Aarau erleben wir die gleichen Sparmassnahmen», sagt die 19-jährige Schülerin der Kantonsschule Aarau.

Geld für das Freifach Musik bleibt aus. Neu kostet es 1000 Franken. Ein Betrag, den sich viele nicht leisten können, erklärt Nauer. Obwohl es kein Freifach Politik gibt in der Kantonsschule, setzten sich Schülerinnen und Schüler zusammen und diskutierten über die aktuelle Lage. Das Interesse an Politik scheint gross, deshalb soll das Freifach Politik bald wieder eingeführt werden, erklärt Nauer. Ihre Leidenschaft wurde durch das Engagement definitiv geweckt. Die Schülerin will nach ihrer Matur Internationale Beziehungen studieren.

Der «Siebnerbund»

Samuel Zbinden: Hauptorganisator Schweizweit

Timothy Oesch: Co-Organisator Schweizweit, Mediensprecher Zürcher Schülerorganisation (ZSO)

Tiziana Nauer: Organisatorin #KeLoscht Aarau, Vorstandsmitglied Aargauer Schülerorganisation

Julie von Büren: Organisatorin #KeLoscht Basel, Schülerorganisation Basel

Matteo Marano: Organisator #KeLoscht Genf, Association des jeunes engagé (AJE)

Lorena Stocker, Schülerinnenbündnis Lernende gegen die Sparwut (LGDS)

Yasmin Malli, Vize-Präsidentin Union der Schülerorganisationen (USO)

Beim Organisationskomitee des Schülerprotestes findet sich keine Spur von «jugendlicher Faulheit» – im Gegenteil. Zbinden, Oesch und Nauer erwarten den grössten Schülerprotest in der Geschichte der Schweiz. Doch auch nach der Demo soll es weitergehen mit dem Engagement.

Umfrage

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Eine Arbeitsgruppe soll in naher Zukunft die Interessen der Lernenden vorantreiben. Ein Gespräch mit Silvia Steiner, der Zürcher Bildungsdirektorin, ist bereits geplant.

Die Meinung von Schülerinnen und Schülern sei absolut legitim und müsse von Regierung und Bevölkerung berücksichtigt werden, findet das Organisationskomitee.

Proteste in den ganzen USA (Zukunftstag-Slideshow!!)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Iko5566 09.04.2017 21:45
    Highlight Highlight https://www.bfs.admin.ch/bfsstatic/dam/assets/1683333/master

    Für alle die das Thema Bildungsausgaben wirklich interessiert...
  • Ron Collins 05.04.2017 20:31
    Highlight Highlight Oha lätz!! Die Schüler protestieren... da hilft nur noch: Brüste raus, auf die Straße und hoch mit dem spruchkarton!! Hauptsache darauf aufmerksam machen oder?? LOL
    • glüngi 05.04.2017 23:55
      Highlight Highlight was zur höll ist bitte mit dir los?
  • zialo 05.04.2017 13:46
    Highlight Highlight Wenn zuwenig Geld da ist, sollen meines Erachtens zuerst Schulstunden vor 9h gestrichen und Hausaufgaben weggelassen werden, egal welches Fach. Draussen spielen, ausschlafen während der Pubertät oder Sport machen und dort in der Schule Leistung bringen, wo man es selbst will, bringt glaub den grössten Grenznutzen für den Schulerfolg.
    • Goldfish 05.04.2017 19:12
      Highlight Highlight @zialo: you dreamer you
    • glüngi 05.04.2017 23:56
      Highlight Highlight nei... dreamer du.... yu muscht be dreaming
  • Skip Bo 05.04.2017 12:53
    Highlight Highlight Die Ausgaben für Bildung stiegen im Verhältnis zum BIP und den gesamten öffentlichen Ausgaben stärker an.

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/bildungsindikatoren/bildungssystem-schweiz/bildungsstufen/alle-stufen/oeffentliche-bildungsausgaben.html

    Zugegeben, wieviel von den Ausgaben in bildungswirksamen Untericht umgewandelt wird, ist aus diesen Statistiken nicht ersichtlich.
    Man stellt konsterniert fest, dass enorme Summen in die Sanierung von zielabweichenden Reformen und Nice-to-have Projekten fliessen, ohne das daraus Bildung wird.
    • seventhinkingsteps 06.04.2017 01:59
      Highlight Highlight Wie schon abermals gesagt in den Comments, eine geringere Anpassung des Budgets nach oben ist per Definition auch Sparen. Bildung kostet und die Schüler argumentieren, dass es das auch ruhig darf.
  • Goldfish 05.04.2017 12:46
    Highlight Highlight Endlich!

    Wir haben eine der tiefsten Verschuldungen und sparen uns weiterhin zu Tode. Ausgerechnet in der Bildung, unserem einzigen Rohstoff.

    Warum müssen wir sparen? Damit Reiche durch Steuererleichterungen und Subventionen noch reicher werden.

    Entweder wird die Schuldenbremse aufgehoben oder Reiche sollen wieder angemessen Steuern zahlen.
    • Goldfish 06.04.2017 13:02
      Highlight Highlight @R. Peter: Es ist egal, ob Bund oder Kanton. Es darf nicht an der Ausbildung gespart werden. Momentan leidet die Ausbildungsqualität und da muss man dringend ansetzen.
  • pioter 05.04.2017 12:36
    Highlight Highlight Es geht im Kern überhaupt nicht ums sparen! Der Staat will die Leute "Dumm" machen, denn weniger gebildete Menschen wehren sich viel weniger gegen den Staat. Set bitte andere Länder, wo die Bildung nicht einen Bruchteil so gut ist wie hier. Dort glauben die Leute dem Staat alles, weil es ja der Staat sagt! Also volle Kontrolle!!
    • Bowell 05.04.2017 12:45
      Highlight Highlight Dude...
    • alessandro 05.04.2017 13:41
      Highlight Highlight Ich behaupte das Gegenteil. Gebildete Mitmenschen sehen, dass private Firmen nicht am Wohlergehen der Bevölkerung interessiert sind. Gebildete Menschen lassen sich nicht von rechtspopulistischem Gestänker vom Fakt ablenken, dass diese Politiker sich einzig und alleine Geld in die Taschen politisieren. Gebildete Menschen können den Unterschied zwischen "hilft allen" und "hilft jenen, die eh schon genug haben".
  • Gohts? 05.04.2017 12:35
    Highlight Highlight Hört doch gopferdechelchaibnumol auf mit dem Bau von Erholungsräumen und solchem unnützen Mist.

    Die Kosten pro Schüler steigen ansonsten ins Unendliche.

    Bloss bei den nötigen Dingen sollte nicht gespart werden. Wirklich nicht. Aber kommt schon, ERHOLUNGSRÄUME? IPads für Schüler? Schulpsychologen? Abklärungsmassnahmen für Zurückgebliebene? Gohts eigentlich noch?
    • wunderlichkind 05.04.2017 14:03
      Highlight Highlight Über Erholungsräume und iPads können wir gerne diskutieren, auch wenn ich anführen möchte, dass sich Gesellschaft und Bedürfnisse der Kinder und Eltern deutlich verändert haben und die Schule dahinter nicht zurückbleiben sollte.
      Ich als Primarlehrerin kann dir aber aus erster Hand versichern, dass Schulpsychologen absolut notwendig sind und dass auch bei denen gespart wird, was wiederum unsere Arbeit erschwert.
    • wunderlichkind 05.04.2017 14:05
      Highlight Highlight (2/2) Man könnte sich nun natürlich fragen, woher das erhöhte Mass an Schülern mit grösserem Unterstützungsbedarf und/oder sozialen Auffälligkeiten herrührt - diese Diskussion wäre aber endlos und schlussendlich bleibt der Fakt, dass wir in der Schule einfach damit umgehen müssen und das geht nur mit der Hilfe von Schulpsychologen, ausreichenden Ressourcen und handfesten pädagogischen Konzepten.
    • Gohts? 05.04.2017 17:29
      Highlight Highlight @wunderlichkind: danke. Jedoch kann ich mich täglich mit PH Absolventen austauschen.

      Als Bachelor of Arts in Primary Education solltest du allerdings auch wissen, dass es Lehrmethoden gibt, welche pädagogisch gesehen nicht als Musterbeispiel durchgehen, und trotzdem nicht die dümmsten sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Normi 05.04.2017 11:24
    Highlight Highlight Es würde schon sehr viel gesparrt werden, wenn die Schulen nicht mit Apple Produkten ausgerrütet werden...
    • dimitris muse 05.04.2017 11:45
      Highlight Highlight Deine Rechtschreibung beweist dass wir nicht in der Bildung sparen sollten.
    • Normi 05.04.2017 12:24
      Highlight Highlight als Stegaleniker 😜 reicht es mir wen es verständlich ist und wie Sie beweisen haben Sie denn Inhalt verstanden oder nicht ?

      Ich hatte an der Schule Apple Computer und wie Sie an meiner Rechtverschreibung sehen können haben die nicht viel gebracht.

      Desweiteren sollten Schüler auf Systemen Lernen welche Sie auch in der Arbeitswelt gebrauchen können. (siehe Grafik)

      link zur Grafik:
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157902/umfrage/marktanteil-der-genutzten-betriebssysteme-weltweit-seit-2009/
      User Image
    • Sauäschnörrli 05.04.2017 12:31
      Highlight Highlight @Normi
      "Für akademische Bildungseinrichtungen bieten wir reduzierte Preise auf viele unserer Produkte. Individuelle Bildungsrabatte sind verfügbar für Studenten, bereits eingeschriebene Studenten vor dem ersten Semester, Eltern, die für Studenten kaufen, Lehrpersonal, Mitarbeiter und Hauslehrer."
      Als Schüler kriegst du bis zu 25% Rabatt, also wird der Rabatt für Schulen (Grosskunden) noch höher ausfallen, zusätzlich brauchst du nicht noch einen Informatiker da Apple Produkte einfach zu installieren und warten sind.

      http://www.apple.com/chde/education/purchasing/
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodman 05.04.2017 10:42
    Highlight Highlight Ich finde das politische Engagement der Schüler per se super, auch wenn ich inhaltlich nicht zustimme.
  • seventhinkingsteps 05.04.2017 10:32
    Highlight Highlight Ihr könntet im Artikel auch noch erwähnen, dass der Kanton gleichzeitig zu den Sparmassnahmen auf dem Güterareal ein neues Justiz- und Polizeigebäude mit integriertem Gefängnis für über 800 Millionen baut.
  • HAL9000 05.04.2017 10:29
    Highlight Highlight Kann mir mal jemand aufzeigen was für Folgen diese Sparmassnahmen haben?
    • seventhinkingsteps 05.04.2017 10:45
      Highlight Highlight https://www.nzz.ch/amp/zuerich/aktuell/zuercher-sanierungsprogramm-so-will-der-kanton-sparen-ld.13489
    • Zwiebelbrot 05.04.2017 11:21
      Highlight Highlight Im Kanton SG hiess es an der Berufsschule für mich:
      - einheitliche Aufnahmeprüfungen für die BMS (hatte so 2x eine 6 in Mathe -> 5 Fachrichtungen-eine Prüfung pro Fach!!)
      - grössere Klassen (25 Schüler sind definitiv zu viel für geordneten Fachunterricht bei 16 jährigen)
      - Schulausflüge selber zahlen
      - Freifächer fanden 3 statt (etwa 10 Fächer standen zur Auswahl), in Robotik arbeiteten wir mit mindestens 20 Jahre alten Roboter , die PC's hatten Windows XP.
      - Jedes kopierte Blatt muss dem Lehrer bezahlt werden.

      Soll ich noch weitermachen?
    • smarties 05.04.2017 11:54
      Highlight Highlight Kt SO
      - streichen der Hauswirtschaftsstunden an der Kanti
      - grössere Klassen
      - ...


  • Tomtom64 05.04.2017 10:19
    Highlight Highlight 1. Zumindest in Luzern, wo ich lebe, liegt das Kostenproblem im Bildungswesen primär in der Verwaltung und ihrem unsäglichen Aktivismus. Entsprechend hat es weniger Mittel für Lehrkräfte und Material und die ständigen Reformen blockieren den Lehrbetrieb zusätzlich.
    2. Gehen immer mehr Jugendliche ans Gymi, das deutlich teurer ist, als die Berufsschulen. Auf der anderen Seite fehlen Lehrlinge.
    3. Sprechen Politiker von Sparen, meinen sie, die Ausgaben werden künftig nicht so stark wie budgetiert ansteigen.

    Die Proteste sind zwar angebracht, aber der Hebel müsste bei Punkt 1 angesetzt werden.
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 11:28
      Highlight Highlight Die Schüler protestieren, damit die Politik merkt, dass sie mal bei Punkt 1 ansetzen sollte. Das können die Schüler ja schlecht selber machen, nicht?
    • aerdbeerimoeuch 06.04.2017 07:02
      Highlight Highlight Sorry, aber du machst dich selber lächerlich mit deinen Aussagen bei Punkt 1. Der Kanton Luzern hat massive Finanzprobleme, seit der Unternehmenssteuersatz zuerst von 4 auf 3 und dann auf 1.5% gesenkt wurde. Mit aufgeblähter Verwaltung hat das nichts zu tun, sondern einfach mit absolut verfehlter Steuerstrategie.
  • Döst 05.04.2017 10:16
    Highlight Highlight Die Schüler könnten auch für mehr Hausaufgaben/Lernen zuhause demonstrieren: +10 min pro Tag=ca. 1 Lektion pro Woche=40 Lektionen pro Jahr=Demo obsolet.
    So gäbe es mehr Bildung ganz gratis.
    Das setzt natürlich tägliches persönliches Engagement voraus. Das ist anstrengender als 1x demonstrieren. #Loscht oder #KeLoscht?!
    PS: oder wie wäre es, wenn Mitschüler schwächeren helfen würden, statt sie zu mobben?
    • Gelegentlicher Kommentar 05.04.2017 10:26
      Highlight Highlight Da ist wohl jemand mit dem falschen Fuss aufgestanden.

      Steuersenkungen bei denen, die ihre Kinder eh auf Privatschulen schicken und die restlichen Schüler sollen sich das Zeug doch einfach selber beibringen. Warum nicht gleich Lehrer abschaffen, kostet doch mehr als ein Buch.
      Glaub au.
    • Döst 05.04.2017 11:10
      Highlight Highlight @Gelegentlicher Kommentar und Blitzer:
      leisten statt fordern. Willkommen im realen Leben.
      Mir ist klar, dass für manche das (Arbeits-) Leben relativ spät erst mit Ende 20 anfängt.
      Bin mal gespannt wie diese Schüler im späteren Leben mehr Lohn fordern wollen: lieber Chef, ich will mehr Lohn, leiste aber nicht mehr als bisher...
    • Gelegentlicher Kommentar 05.04.2017 11:38
      Highlight Highlight Wow.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cerberus 05.04.2017 10:03
    Highlight Highlight Da sagen die Zahlen der Stadt Zürcher Volksschulen aber etwas ganz anderes:

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    • seventhinkingsteps 05.04.2017 10:47
      Highlight Highlight Sparen kann ja auch heissen, dass ein geringerer Kostenzuwachs als erwartet angestrebt wird
    • Döst 05.04.2017 11:13
      Highlight Highlight Bravo! Jetzt müssten nur die Demoschüler eine solche Tabelle noch lesen und interpretieren können.
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 11:25
      Highlight Highlight Trotzdem merkt man als Schüler, wie massiv in gewissen Fächern gekürzt wird. Oder Zwangsferien.
      Vielleicht liegt das auch daran, dass im Moment gerade massiv bei der Technik in den Schulen aufgerüstet wird, dies verschlingt eine Menge Geld. Diese Statistik ist zu allgemein und sagt nichts über einzelne Schulen, Fächer etc. aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ruedi Frei 05.04.2017 10:00
    Highlight Highlight Sparen? Meist handelt es sich lediglich um die Begrenzung des Ausgabenwachstums (im Kt. ZH). Wirklich etwas 'sparen' würde ich bei den Salären der Lehrkräfte (KT.ZH von 90'000 bis knapp 180'000) bei einem 100% Pensum (d.h. 28 Std pro Woche und 12 Wochen Ferien). Kaum ein Akademiker als normaler Angestellter verdient in der Wirtschaft soviel, und das bei 4 Wochen Ferien, 40-45 Std Arbeitszeit p.W. Ich bin auch nicht gegen Bildungsabbau, das ist Leiden auf sehr hohem Niveau.
    • Slavoj Žižek 05.04.2017 10:11
      Highlight Highlight Word!
    • espe 05.04.2017 10:37
      Highlight Highlight Sie haben offenbar Null Ahnung wie viel Arbeit hinter diesem Beruf steckt, sonst würden sie nicht so etwas schreiben. Ich kenne mehrere Lehrer persönlich und die arbeiten einiges mehr als sie denken. Es gilt die Wochen zu planen, die Lektionen vorzubereiten, Prüfungen zu korrigieren und und und.
      Es steckt oft mehr dahinter, als man auf den ersten Blick sieht. Aber das muss man dann auch sehen wollen.
    • Waldorf 05.04.2017 11:11
      Highlight Highlight #fakenews Ruedi Frei. Recherchieren Sie doch einmal den Zusammenhang von Lektionen pro Woche und den Arbeitsstunden. Wenn sie schon dabei sind, können Sie auch noch gleich den Unterschied zwischen Ferien und Unterichtsfreier Zeit nachsschauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 05.04.2017 09:48
    Highlight Highlight Angesichts dieses Faktenbefreiten Aktionismus scheint mir auch, dass mehr Bildung Not tun würde ... jedenfalls in Recheche und Statistik ...

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    • Tartaruga 05.04.2017 09:58
      Highlight Highlight De checki nöt. Der Funktionsgraph der Bildungsausgaben ergibt sich aus der steigenden Anzahl Personen in Ausbildung. Dass diese steigen macht ja Sinn, dass es irgendwann zu viel ist und das sparen anfängt auch.
      Was willst du uns mit der Abbildung sagen?
    • Toerpe Zwerg 05.04.2017 10:02
      Highlight Highlight ...
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    • Toerpe Zwerg 05.04.2017 10:04
      Highlight Highlight und bei mir in Rechtschreibung ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • HAL9000 05.04.2017 08:14
    Highlight Highlight Ach, ich weiss nicht.
    Mich dünkt hier ist sehr stark pupertierendes Verhalten dahinter. Sicherlich sind Sparmassnahmen kein schönes Thema, doch finde ich man sollte den Fokus im Bildungsangebot auf Wesentliches legen.
    Wer in Richtung Musik will kann das Geld aufbringen, studieren in der Schweiz ist kein Kostenproblem.
    Und wenn ich die heutige Jugend (Gott kling ich alt) nur noch am Smartphone sehe, frage ich mich sowieso wo unsere Bildung überhaupt hingeht.
    Die, die gebildet sein wollen, werden sich immer Bilden, unabhängig vom Schulangebot.
    • Nausicaä 05.04.2017 08:43
      Highlight Highlight 1) Man sollte das Handeln von Jugendlichen nicht als 'sehr stark pubertierend' verunglimpfen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass gerade die Pubertät auch Chancen bietet. Die meisten Jungen sind kognitiv offener und flexibler als es viele Erwachsene sind. Auch kämpfen sie noch gegen Probleme, die wir in unserer Lethargie, die mit dem Alter nunmal kommt, längst akzeptiert haben.

    • Firefly 05.04.2017 08:51
      Highlight Highlight Mich dünkt hier ist ein sehr stark abgeklärtes, ja schon fast Alters-seniles Verhalten dahinter.
    • Nausicaä 05.04.2017 08:53
      Highlight Highlight 2) Studieren in der Schweiz ist ganz klar mitunter eine Kostenfrage! Es sind immer noch hauptsächlich Akademikerkinder, die studieren. Ich kenne viele, die gern studiert hätten, aber deren Eltern sie aufgrund engerer Finanzen nicht so lange unterstützen 'konnten' oder 'wollten'. Akademikereltern können und werden ihren Kindern auch Nachhilfe finanzieren, wenn es mal irgendwo klemmt. Meiner alleinerziehenden Mutter z.B. hätte dafür das Geld gefehlt. Aus dem Rest der Fam. hiess es, studieren sei nur was für Reiche. Ich habe es nur an die Uni geschafft, weil ich ein totaler Sturkopf bin.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schlumpfinchen 05.04.2017 08:11
    Highlight Highlight Eine wirklich gute Sache. Dem grenzenlosen Sparen bei der Bildung muss Einhalt geboten werden.
    Was die Schülerinnen und Schüler heute lernen beeinflusst die Zukunft wesentlich. Bildung sollte somit das Letzte sein, bei dem man spart.
    • NucQB 05.04.2017 08:44
      Highlight Highlight Grenzenloses Sparen? Diese Worte gehen nicht zusammen.
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 10:53
      Highlight Highlight Tschuldigung ihr beiden ;)
      Ihr habt natürlich Recht, aber gleichzeitig wisst ihr genau was ich meine.
      Ich gebs zu, gehört nicht zu meinen besten Texten, Morgen früh und ich bin Nachtmensch.
    • Firefly 05.04.2017 13:30
      Highlight Highlight Grenzenlos? Also lasst uns eine Mauer bauen gegen dieses Sparen in der Bildung damit kein % mehr durchkommt.
  • mogad 05.04.2017 08:09
    Highlight Highlight Und was sind die Gründe für Sparmassnahmen in der Bildung und Zwangsferien an Luzerner Schulen? Luzern hat vor Jahren die Unternehmensteuern um über 60% gesenkt. Die guten Steuerzahler sind dann aber nicht gekommen, Luzern rutschte in tiefrote Zahlen, ein Sparpaket folgte dem andern und eben diese Zwangsferien.
    • HAL9000 05.04.2017 08:18
      Highlight Highlight Ha, und als nächstes dürfen wir noch die Steuererhöhung annehmen. NICHT.
      Wenn das Einkommen nicht reicht, braucht es mehr Zeit beim Sparen.
      Lol, ich bekom ja auch nicht mehr Lohn, nur weil ich nicht 4 Monate auf etwas sparen will.
    • Citation Needed 05.04.2017 08:23
      Highlight Highlight Ist ja Teil der Argumentation der Kids: Steuersenkungen dürfen nicht mit Bildungsabbau finanziert werden. Rächt händ's!
    • HAL9000 05.04.2017 08:34
      Highlight Highlight @Cit, Steuern wollen bald wieder erhöht werden, just sayin'
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pius C. Bünzli 05.04.2017 08:09
    Highlight Highlight Ich frage mich wo der Staat wohl mehr sparen würde, bei einer Woche Schule oder bei einer Woche WK...
    • Maett 05.04.2017 09:26
      Highlight Highlight @Pius C. Bünzli: es ist die soziale Wohlfahrt, die den grössten Teil unserer Steuern frisst und seit Dekaden nur eine Richtung kennt: nach oben.

      Aber dann die Probleme beim bereits arg gerupften Militär zu sehen ... dazu noch das Gefühl haben, dass durch die EO finanzierte WKs bei Kürzungen zu Einsparungen führen würden (Infrastruktur und Mittel wären ja trotzdem da).

      Überhaupt bringen Sie Bundes- und Kantonsbudgets durcheinander.

      Militär: Bund
      Bildung: Kantone
      Soziale Wohlfahrt: Bund, Kantone und Gemeinden
    • Pius C. Bünzli 05.04.2017 16:25
      Highlight Highlight Es geht nicht darum EO kosten zu sparen sondern die Tonnen an Mörsergranaten / Munition aller Art welche in den Berg geballert werden..
  • mogad 05.04.2017 08:03
    Highlight Highlight Grossartige Aktion. Die Jugend politisiert sich. Ich hoffe jeder/jede Einzelne versteht jetzt, dass die da oben nicht einfach machen können was sie wollen. man kann sich wehren, später dann auch mit dem Stimm- uns Wahlzettel - lebenslang.
  • Thinktank 05.04.2017 07:59
    Highlight Highlight Keloscht klingt nach jüdischem Beschneidungsritual
    • Mini Strant 05.04.2017 08:34
      Highlight Highlight Und genau mit dieser bescheuerten Aussage zeigt sich, warum man besser in die Schule gehen sollte, anstatt angestachelt von 68er Hippie-Lehrern "Keloscht" zu fröhnen.
    • Neruda 05.04.2017 09:51
      Highlight Highlight @ Mini Strant: Die Schüler wollen ja in die Schule gehen, aber die bürgerlichen Politiker, welche das Schlamassel mit unnötigen Steuersenkungen wie in Luzern angerichtet haben, schicken sie in die Zwangsferien.
    • Schlumpfinchen 05.04.2017 10:56
      Highlight Highlight Ist doch gut wenn sie die Zwangsferien wenigstens für politische Bildung nutzen und etwas auf die Beine stellen ;)
      (Ich weiss natürlich, dass dies nicht während diesen Ferien geschehen ist.)

Richtich oder valsch? «Schreiben nach Gehör» steht in mehreren Kantonen auf der Kippe 

In vielen Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Der Kanton Nidwalden ist vorgeprescht und verbannt das lautgetreue Schreiben neu ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern. Das will nun auch der Zuger Bildungsrat prüfen. 

«Mein Nahme ist Lena und ich besize eine Kaze»: Sätze wie diesen schreibt so mancher Primarschüler in sein Aufsatzheft – und das ganz ohne Rotstift-Korrektur des Lehrers. In vielen Schweizer Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie sie sprechen. «Schreiben nach Gehör» heisst das Konzept aus dem Lehrplan 21 – und es ist umstritten. Der Kanton Nidwalden wird das lautgetreue Schreiben nun ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern verbannen, wie die NZZ berichtet. 

Der Widerstand wächst …

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