Schweiz

Doch kein Erdmännchen in Bern – Lieferservice narrt Schweizer Medien (aber nicht uns)

04.04.17, 11:18 04.04.17, 13:56

Am Freitag berichtete «20 Minuten» von einem Erdmännchen, das angeblich die Strassen von Bern unsicher macht. Ein Leser-Reporter namens Marco Bianchi hatte ein Handyvideo des wilden Tierchens an verschiedene Redaktionen (auch an watson) geschickt. Mehrere Medien, etwa Tele Bärn und die «Berner Zeitung», nahmen die Story auf.

Push-Meldung von «20 Minuten».

In den Leserkommentaren entbrannte eine Diskussion über die Herkunft des Tieres. Weitere Leser-Meldungen gingen bei «20 Minuten» ein, wonach das Erdmännchen auch an anderen Orten in der Stadt gesichtet wurde. 

Alles Fake, wie sich jetzt herausstellt – das Video, auf dem das seltsame Tier durch das Berner Marziliquartier hüpft, entstand am Computer. Produziert wurde der verfrühte Aprilscherz von einem Berner Lieferservice – dessen Logo: ein Erdmännchen. 

37s

Doch kein wildes Erdmännchen in Bern

(nfr/ohe)

Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte: Was dir diese Fake-Fotos nicht zeigen

Diese Bilder haben uns 2015 schockiert und verblüfft – und alle waren sie gefälscht

Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte: Was dir diese Fotos nicht zeigen

Bilder, die lügen 

Bilder manipulieren leicht gemacht – wie Photoshop unseren Blick auf die Realität verändert

Bilder lügen nicht? Doch, wie diese falschen Gerüchte über den Terror in Paris zeigen

Der Böhmermann unter den Finsternis-Fotos: Dieses Bild narrt die Welt – schon seit 2009 

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • _domi_r 04.04.2017 13:09
    Highlight Ein Wunder, dass es bei Blick nicht auf die Titelseite kam ;)
    16 4 Melden
  • ohjaja! 04.04.2017 12:58
    Highlight Ihr seid ja schon ziemlich toll dass ihr darauf nicht reingefallen seid 😈
    36 2 Melden
  • urwe 04.04.2017 12:52
    Highlight Lesson learned aus der Gokart Gang Geschichte? ;-)
    36 0 Melden
  • Herr Je 04.04.2017 12:09
    Highlight "narrt Schweizer Medien (aber nicht uns)"

    Erzählt doch nochmals die Geschichte mit dem Island-Geburten-Peak nach der EM, da seid ihr als einzige drauf reingefallen ;-)
    169 3 Melden

Schau mal, was aus dem Ausraster-Kind geworden ist: Ein 2-Meter-Gangster-Rapper

Es war eines der ersten viralen Videos: Ein Kind rastet vor dem Computer aus, weil ein Spiel nicht laden will. Das Video verbreitete sich ab 2004 rasend schnell über die Grenzen der deutschen Sprache hinaus – ganz ohne YouTube.

Grund dafür dürfte wohl auch die videospielfeindliche Einstellung gewesen sein. Dass Videospiele Kinder und Jugendliche gewalttätig machten, schien mit diesem Video als erwiesen. Dass das Ganze nur gespielt war, wussten wohl die wenigsten.

Doch unter dem Username Slikk …

Artikel lesen