Schweiz
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Switzerland's Xherdan Shaqiri (L) celebrates his goal with teammate Josip Drmic during their 2014 World Cup Group E soccer match against Honduras at the Amazonia arena in Manaus June 25, 2014.  REUTERS/Dominic Ebenbichler (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP)

Josip Drmic stand Hattrick-Zaubermaus Shaqiri beim Triumph gegen Honduras als Vorbereiter zur Seite. Bild: DOMINIC EBENBICHLER/REUTERS

Drmic kurz ungehalten

«Ich bin jetzt A-Nationalspieler der Schweiz und spiele gegen Argentinien»

Nach dem kräfteraubenden Honduras-Spiel flogen die Nati-Kicker noch in der Nacht zurück ins Camp in Porto Seguro. Eine kurze Bettruhe später stellten sich Fabian Schär und Josip Drmic den Medien.

26.06.14, 20:05 27.06.14, 11:28

Die beiden waren gegen Honduras erstmals (Schär) beziehungsweise wieder (Drmic) ins Team gerückt. Viel Kraft hatte das «Endspiel» gegen Honduras in der Tropen-Hölle Manaus gekostet und sichtlich gezeichnet erschienen Fabian Schär und Josip Drmic denn auch zur Pressekonferenz.

Da gab's Jubeltrubel-Heiterkeit, etwas Beschwichtigung und einen Drmic, der ein für ihn unangenehmes Thema kurzerhand mit Nachdruck wegwischte. Die Antworten der Stars über ...

... Xherdan Shaqiri

Josip Drmic: «Wir haben auf diese Partie hin vieles verändert, weil Shaqiri immer anspielbar sein wollte. Auch für mich war es natürlich gut, dass wir so harmonierten. Ich hoffe sehr, dass das auch in Zukunft noch so sein wird. Das er auch auf der Position des Zehners spielen kann, macht mich sehr glücklich.»

... den abgefallenen Druck

Fabian Schär: «Der Druck war riesig und für uns war es ein Muss, weiterzukommen. Auch weil wir wussten, dass wir noch immer die kleine Schweiz sind und dass es eine sehr schwierige Aufgabe wird: Die Achtelfinal-Qualifikation war ein grosses Ziel. Es ist sehr schön, dass wir jetzt da sind.»

Josip Drmic: Die Schweiz kann stolz sein auf uns. Wir sind nicht nur dabei gewesen, sondern stehen im Achtelfinal. Jeder Schweizer darf sich jetzt auf die Schultern klopfen.

«Dieses Mal soll es anders laufen»: Fabian Schär über das Achtelfinal-Drama 2006 gegen die Ukraine. Bild: EPA

... den WM-Achtelfinal 2006 gegen die Ukraine

Fabian Schär: «Ich war damals wohl zuhause und habe mitgefiebert und mitgelitten. Hoffentlich läuft es dieses Mal anders.»

Josip Drmic: «Ich habe das Spiel nicht gesehen.»

Planschen mit Shaqiri und Drmic: Mit 21'000 Facebook-Likes ein viraler Hit und Josip Drmic kündigt für Freitag ein Sequel an.

... Argentinien

Fabian Schär: «Wir sind klarer Aussenseiter gegen die Südamerikaner. Und aus genau dieser Rolle werden wir angreifen.»

Josip Drmic: «Ich will alles dazu beitragen, dass wir gewinnen können und vielleicht etwas Grosses erreichen.»

... die Geschichte von Drmics Einbürgerung

Josip Drmic: «Ich rede nicht gerne über die damalige Geschichte und bin nicht gerade glücklich, dass dieses Thema aufs Tapet kommt. Ich bin ein Mensch, der nach vorne schaut. Und in der Gegenwart bin ich A-Nationalspieler der Schweiz und spiele gegen Argentinien

Man herzt sich allenthalben: Szene nach dem Schlusspfiff gegen Honduras. Bild: DOMINIC EBENBICHLER/REUTERS

... Hitzfeld und die Umarmungen

Fabian Schär: Einige Spieler sind nach dem Schlusspfiff gegen Honduras zum Trainer gerannt, und haben ihn umarmt. Das war, weil der ganze Druck wegfiel. Und hatte mit Wertschätzung zu tun. Wir haben in den letzten Jahren immer wieder gesehen, dass wir mit Hitzfeld etwas Gutes aufgebaut haben.

Josip Drmic: Einige Spieler wollten dem Trainer ‹Danke› sagen mit ihrer Umarmung. Schön, dass wir solche Bilder sehen. Es zeigte auch: In der Schweizer Nationalelf sind nicht nur die Spieler gut, sondern auch der Staff. Dieses Gemeinsame, das Miteinander, das macht die Schweiz aus und stark. (tom)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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Shaqiri landete bloss bei Inter, weil Milan keine Schweizer mehr wollte

9. März 1908: Verärgerte Mitglieder von Milan treten aus dem Club aus und gründen mit dem Internazionale FC einen eigenen Verein. Massgeblich an der Abspaltung beteiligt sind Schweizer Fussballer.

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