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Da lacht das Herz des Waffenliebhabers: Unzählige Sturmgewehre an der Waffensammelbörse in Luzern. Bild: watson

Sturmgewehr, Ninja-Schwert, «Mein Kampf» – Willkommen an der Waffenmesse Luzern

Tausende Waffenliebhaber strömen dieses Wochenende nach Luzern an die Waffensammelbörse. Neben verschiedenen Sturmgewehren und Messern finden sich auch zahlreiche Nazi-Schätze.

Severin Miszkiewicz
Severin Miszkiewicz



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Die Halle ist rappelvoll, ein Durchkommen nur mit quetschen und drücken möglich. Die Besucher fachsimpeln über Qualität und Bauart der Pistolen. Es sind vor allem Männer mit ergrauten Haaren und ein paar Pfunden zu viel auf den Rippen. Schnurrbärte sind keine Seltenheit. Sie sind nicht mehr die jüngsten, aber bei dem, was ihnen geboten wird, glitzern ihre Augen: Revolver, Pistolen, Maschinengewehre, Scharfschützengewehre, Äxte, Messer, Breitschwerter, Ninjaschwerter, Armbrüste, Bögen und allerlei andere Tötungswerkzeuge stehen an der Messe zum Verkauf und zum Bestaunen bereit.

Nur ganz wenige Frauen sind an der Messe, doch auch sie wirken interessiert und neugierig. Die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen.

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Eine Gruppe junger Männer bestaunt ein Gewehr. Bild: watson

Kein Wunder bei den vielen Ständen. Mehr als hundert Verkäufer stellen ihre Ware zur Schau. Vom Profi-Waffenhändler bis zum Wilhelm-Tell-Double – es ist ein buntes Potpourri der Waffen. Wo sonst könnte man eine Mörsergranate anfassen? Wo sonst könnte man ein zwei Meter langes Gewehr bestaunen? Wo sonst könnte man eine echte Nazi-Binde für 260 Franken kaufen?

«Dort drüben geht es zum ‹braunen Sumpf›»

Buchverkäufer an der Waffenmesse

Ja, auch solche Sachen gibt es an der Waffensammelbörse in Luzern – und zwar ziemlich viel. Zwischen Pistolen und Granaten tummeln sich Nazi-Abzeichen, «Mein Kampf» in der Originalausgabe und eben besagte Nazi-Binde in leuchtendem Rot. 

Fotos davon dürfen keine gemacht werden. Die Verkäufer wollen nicht in eine Schublade gesteckt werden und sehen sich sowieso nur als Sammler. Es sind nette Verkäufer, die ihre Objekte stolz präsentieren. Trotz seltener Nazi-Memorabilia ist das kostbarste Schmuckstück des Verkäufers ein Soldaten-Trinkbecher von 1907 – liebevoll umringt von kleinen Zinnsoldaten.

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Der Stolz des Verkäufers: Ein antiker Trinkbecher. Rechts unten im Bild: Eine Nazi-Binde (Das Hakenkreuz sorgfältig verdeckt). Bild: watson

Ein Buchverkäufer erklärt voller Begeisterung seine Auswahl. Er zeigt seine Waffenbücher und Fahrzeuge, erklärt Abzeichen. Da drüben gehe es zum «braunen Sumpf», sagt er mit abwinkender Hand und meint damit seine zahlreichen Bücher über die Nazis. 

Impressionen von der Waffenmesse Luzern

Grund zur Besorgnis gibt es an einem anderen Ort. Bei einer Plauderei vor einem imposanten Scharfschützengewehr mutmassen zwei Männer über Sinn und Zweck einer solchen Waffe: «Natürlich wenn der Papst kommt», heisst es. Ob zum Schutz oder zum Angriff, bleibt offen.

Ähnlich problematisch ist eine Unterhaltung zwischen einem Verkäufer von hochprofessionellen Schutzmonturen und einem interessierten Besucher. Der Verkäufer meint, er schaue, dass jeweils nur die «richtigen» an diese modernen Schutzmontur kommen. Sonst sind am 1. Mai noch die falschen Personen geschützt, sagt er und tippt sich mit dem Finger auf den Pin am Revers – ein Schweizerkreuz. Die Person, mit der er redet, trägt einen Pegida-Pullover.

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Sollen Privatpersonen wirklich so rumlaufen? «Schutz ist nicht verboten», meint der Verkäufer. Bild: watson

Beide sind besorgt über die aktuellen Verhandlungen zwischen der EU und der Schweiz. Sie haben Angst, dass sie ihre Waffen nicht mehr tragen dürfen, die Feinde aber schon. Aus diesem Grund schützen sie sich. «Schutz ist nicht verboten», sagt der Verkäufer, relativiert später dann aber, dass eine Schutzweste wohl wenig bringt, wenn ein Terrorist mit dem Auto in eine Menschenmenge rast.

Die Sorge um das Waffenverbot schleicht wie ein Gespenst durch die Halle. «Finger weg vom Schweizer Waffenrecht!», dieser Slogan hängt an vielen Ständen und zeigt die Furcht der Waffenliebhaber. 

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Nicht nur Waffen in der Auslage: Dieser Verkäufer bot neben Äxten und flauschigen Pelzen auch deftige Sprüche an. Nach dem Foto wurde dem Reporter kräftig auf die Schultern geklopft. Bild: watson

Die negativen Eindrücke hinterlassen zwar einen bitteren Nachgeschmack, bleiben aber in Minderzahl. Die meisten Besucher sind ohnehin mehr damit beschäftigt, die Waffen zu bestaunen, als über Politik zu sprechen. An der Bar – im Western-Style mit ausgestopften Bären – diskutiert eine Gruppe Männer über das Tagesprogramm. Sie wollen eine Pizza essen und später zurückkommen, wenn nicht mehr so viele Leute hier sind. So können sie wirklich alles entdecken. Es ist ein Ausflug unter Freunden. Manche gehen in den Europapark, andere halt an die Waffenmesse.

«Finger weg vom Schweizer Waffenrecht!»

Neben Waffen werden allerlei andere Sachen angeboten: Pelze, Kleidung, Wärmekissen, Ohrenstöpsel, sogar Käse und Süssigkeiten findet man in der Messehalle in Luzern. Nach Luzern zu kommen war übrigens trotz stillgelegtem Bahnhof kein Problem.

Wie ein Maschinenwerk fahren Ersatzbusse und transportieren Pendler von Ort zu Ort. Als der Busschauffeur die Lage erklärt und abfährt, klatschen die Passagiere. Das Sturmgewehr gehört wohl zur Schweizer Tradition, diese kleine Geste bleibt aber das schwelgerischste an diesem Tag.

Dildos anstatt Waffen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nikite 31.03.2017 08:22
    Highlight Highlight Wohl der vielversprechendste Ansatz an Waffen ranzugehen. Weg vom coolen, heldenhaften Cowboyimage, würde bestimmt viele weniger dieser tacticoolen Typen an solchen Messen aufzufinden sein.
    Play Icon
  • just sayin' 31.03.2017 08:02
    Highlight Highlight und in ein paar jahren (nachdem die schweiz politisch weiter gegen rechts gerutscht ist) wird man sich fragen "wie konnte das passieren?".

    unbescholtene (und wie ich, liberale) bürger werden mit solchen schwachsinnigen gesetzen unnötig drangsaliert (und solche artikel machen die lobbyarbeit dafür). diese menschen werden fast gezwungen sich mit konservativen zu verbünden.

    trotzreaktionen sind vorprogrammiert. usa ist ein gutes beispiel was passieren kann.

    bravo bluntschi!
  • Normi 28.03.2017 14:59
    Highlight Highlight mündige waffen-freunde
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    • Mugendai 28.03.2017 16:24
      Highlight Highlight Eher Idioten, die uns verantwortungsvolle Waffenbesitzer schlecht dastehen lassen.
  • Bronko 27.03.2017 22:31
    Highlight Highlight Haha, GRANDIOS! Die Fotos mit den Dildos...
  • Ökonometriker 27.03.2017 21:00
    Highlight Highlight Waffen zum Schutz kaufen dürfte in einem Land, wo Waffen stets im entladenen Zustand gelagert und nicht in der Öffentlichkeit getragen werden dürfen wohl ziemlich wenig bringen.

    Eine Waffe sollte man aus Freude an der Technik, der Verarbeitung und deren Schönheit kaufen. Für mich sind Waffen Schmuckstücke, wie Uhren. Ein schönes Hobby. Schade, dass nicht mehr Leute dies so sehen.
    • Anton Dupont 28.03.2017 01:39
      Highlight Highlight Sie sollten sich das Schweizer Waffengesetz durchlesen, natürlich darf man in der Schweiz eine (oder mehrere) Waffe geladen zuhause lagern. Sie muss nur nicht Dritten zugänglich sein.
  • Daniel Caduff 27.03.2017 17:03
    Highlight Highlight Das Lieblingsargument der Waffenfreunde gegen Regulierung lautet bekanntlich "Das Problem ist der illegale Waffenhandel, nicht der legale. Wenn wir den legalen Waffenhandel einschränken, haben nur noch Kriminelle Waffen."

    In der Realität werden keine Waffen für den illegalen Markt produziert. Alles, was an illegalen Schusswaffen gehandelt wird, war früher mal Teil des legalen Marktes. z.B. aus Armeebeständen.

    Diese Argumentation ist verlogen: Der legale Waffenmarkt ist die Grundlage für den illegalen Waffenmarkt, vor dem sich die legalen wiederum schützen möchten mit noch mehr Waffen...

  • Maranothar 27.03.2017 11:52
    Highlight Highlight Schusswaffen halte ich für die dämlichste Erfindung der Menschheit, benutzt von Feiglingen. Vor ihrer Entwicklung, war noch Können und Material wichtig, danach konnte jeder Bauer einen ausgebildeten Kämpfer töten.

    Aber da wir dieses Elend nun an der Backe haben, muss die Regulierung und Überwachung strikt und durchgehend sein. Es kann nicht angehen, dass jeder und jede Zugang hat oder damit handeln kann. Schützenvereine und Armee dürfen ihre Waffen gerne behalten. Aber dann ist es ihre verfluchte Pflicht dafür zu sorgen, dass die eingeschlossen sind und nicht zu Hause rumliegen können.
    • Mugendai 28.03.2017 09:18
      Highlight Highlight Kein Schütze, wa? Die Logistik hinter einer zentralen Verwahrung im Schützenhaus ist nicht möglich. Da man auch individuell an auswärtige Schützenfeste gehen kann, müsste dann fast jeder einen Schlüssel haben. Zudem: Wenn einer dort einbricht, hat er auf einen Schlag zig Waffen zur Verfügung. Wenn die zu Hause sicher aufbewahrt werden, nicht. Und: Nicht jeder darf sich einfach so Waffen kaufen. Als Waffenbesitzer bist du stark unter Beobachtung, darfst dir so gut wie nichts leisten. Waffenbesitzer sind demnach entweder sehr gesetzestreu, oder ihre Waffen los.
    • Maranothar 28.03.2017 11:42
      Highlight Highlight Ich war Schütze, das ändert meine Meinung nicht. Das Schützenfestargument zählt nicht, da man die am Standort vorhandenen Waffen benutzen kann. Bei einem Einbruch Zig Waffen oder eine erbeuten, spielt absolut keine Rolle. Der Einbrecher kann sowieso nur eine davon benutzen. Nicht jeder darf sich eine Waffe kaufen? Schwarzmarkt, Darknet, Kontakte. Möglichkeiten gibt es genug. Und Beobachtung oder nicht, jeder mit einer Schusswaffe ist eine potenzielle Bedrohung.
    • Mugendai 28.03.2017 13:14
      Highlight Highlight Ja klar, ich benutz eine Waffe bei der ich keine Ahnung habe wie sie eingestellt worden ist, wie sie geputzt ist, wer weiss wie die sonst behandelt wurde... das Argument zieht nicht, sonst würde jeder Mobility nutzen. Der Einbruch spielt sehr wohl ein Rolle, ob dann eine oder 20 Waffen dem Schwarzmarkt zugefügt werden können. DARF, nicht KANN. Und das Zeug im Darknet ist, wenn kein Fake, eh illegal, da nützen schärfere Waffenrechte auch nichts. Und ich hoffe mal, du wohnst in einer Umgebung mit lauter Gleichdenkenden, ansonsten hast du wohl mehrere "böse, bedrohliche Menschen" als Nachbarn...
    Weitere Antworten anzeigen
  • 7immi 27.03.2017 09:30
    Highlight Highlight @severin
    gemäss deinen äusserungen findest du es also falsch, wenn jemand naziartefakte sammelt? ich besitze einige römische zeitzeugnisse, bin ich deswegen ein befürworter von sklaverei? oder einfach ein geschichtsinteressierter?
    ich finde es sehr wichtig, dass man geschichte sammelt und aufbewahrt. sowohl die "gute" wie auch die "schlechte" geschichte. die nazizeit gehört nunmal zur europäischen geschichte und sollte nicht vergessen oder tabuisiert werden.
    • Severin Miszkiewicz 27.03.2017 10:45
      Highlight Highlight @7immi
      Welche Äusserung habe ich denn gemacht? Ich wollte gar nicht darüber urteilen, ob das «gut» oder «schlecht» ist. Ich habe lediglich meine Eindrücke geschildert und da gehören die Sammelstücke aus der Nazi-Zeit sicher mit dazu.

      Dass an einer Waffensammelbörse so viele Gegenstände aus dem Nationalsozialismus angeboten werden, hat mich überrascht und ich hielt es für erwähnenswert.
    • Daniel Caduff 27.03.2017 17:08
      Highlight Highlight @Severin Miszkiewicz

      Gab es auch Sowjet-Devotionalien oder z.B. Abzeichen der Hamas, RAF, Rote Brigaden oder ähnlichen zu kaufen?

      Ich wage einfach mal eine Vermutung: Nein, gab es nicht. Und ich sage auch wieso: Weil zB. der beschriebene Herr im Pegida-Pulli nicht zur angestrebten Zielgruppe für solche Devotionalien gehört.

      Den unpolitischen, geschichtsinteressierten Käufer wird es sicher auch geben. Aber wenn es um den ginge, dann wären z.B. Abzeichen der Roten Armee von genau so hohem Sammlerwert.
    • 7immi 27.03.2017 17:39
      Highlight Highlight @severin, daniel
      als ich mal vor einigen jahren an dieser börse war, fand ich auch einige nazi artefakte. diese stechen halt ins auge, da man deren symbole gut kennt. es hatte aber damals auch andere sammelstücke. zb von ddr grenzbatallionen, sovjetische garde, eine mp5 der RAF, und noch einiges mehr, ich hab mir diesen teil nur sehr kurz angeschaut und daher nicht alles gesehen.
      dieser bericht ist folglich unvollständig und zeigt ein falsches bild. ob mit absicht oder nicht...
  • Freddie 27.03.2017 00:26
    Highlight Highlight Bin ich der einzige der Wichser Waffen lustig fand? 😉 Ich habe das gefühl, dass ich zu wenig erwachsen für meine pistole und gewehr bin...
    • Genital Motors 27.03.2017 16:17
      Highlight Highlight Mein Schulweg führte in der Primar beim Wichser Waffengeschäft vorbei... es war köstlich!! =) Wi__er Waffen...
  • felixJongleur 26.03.2017 20:57
    Highlight Highlight Wir waren als Teenies einige Male dort, war amigs schon spannend. Nun nur noch online am schiessen. Naja, hauptsach ein Waffenbesitzer kann mit seiner Waffe umgehen, verwahrt sie sicher auf und belässt sie auch im Suff und bei einem Tobsuchtanfall dort wo sie hingehört.
  • Wulfram 26.03.2017 20:34
    Highlight Highlight Zu den ach so schlimmen Nazi Artefakten (oder waren es etwa Horkruxe oder der eine Ring?). Na und??
    Spielt es denn eine Rolle, ob ein Geschichtinteressierter Sammler nun Artefakte aus dem Römischen Reich, dem industriezeitlichen England oder eben dem 3. Deutschen Reich zuhause rumliegen hat?
    • Wehrli 27.03.2017 09:48
      Highlight Highlight Das stimmt. Ausser er ist in der Politik (Staatsrat) und hängt sihc das Ding an die Decke. Das nennt man dann Dummheit, die kann man auch sammeln.
  • Wulfram 26.03.2017 20:32
    Highlight Highlight "Sie haben angst, dass sie ihre Waffen nicht mehr tragen dürfen"
    Darf man auch jetzt nicht ohne Waffentrageschein. Und diesen erhält man i.d.R. auch nicht. Ein Waffenerwerbsschein berechtigt zum Erwerb einer Waffe und nicht mehr. Anscheinend geht Recherchieren gegen die Berufsehre von euch Journalisten. o.0
    • just sayin' 26.03.2017 21:09
      Highlight Highlight jep!
      aber fakten und recherche ist einfach so anstrengend
  • just sayin' 26.03.2017 19:59
    Highlight Highlight wow! jetzt hat watson, 20min und blick endgültig ein- und überholt in sachen tendenziöser berichterstattung und vereinfachter weltanschauung.

    eigene meinungen (sind so noch so haarsträubend und wirr) gehören in einen privaten blog und nicht in ein sogenanntes news-portal. es gibt menschen, welche sich mit solchem zeug ihre meinung bilden😬!

    blinde waffengegner zeichnen gerne ein recht einfältiges bild von solchen veranstaltungen und den besuchern. mit berichten wie diesen, stellt ihr euch selbst als ziemlich simple dar.

    billige hipster propaganda - fernab von fakten und realität.
    • Froggr 26.03.2017 21:00
      Highlight Highlight Aber wehe der pöse Blick verbreitet seine Meinung.
    • Walter Sahli 27.03.2017 09:48
      Highlight Highlight Deine Empfindlichkeit ist es, die Leute daran zweifeln lassen, ob es klug ist, Dir Waffen in die Hände zu geben!
  • Deverol 26.03.2017 18:24
    Highlight Highlight Den Kommentaren und deren Bewertungen nach wurde die eigentlich ausgeglichen-objektive Reportage in einem ziemlich miesgelaunten Waffenforum verlinkt. :)
  • philosophund 26.03.2017 17:50
    Highlight Highlight Cmon.. Geht jemand einer angemessenen Schiessdisziplin (IPSC etc.) nach ist das was anderes..

    ..aber alle die, die zuhause ne Knarre horten, einfach so weil's geil ist oder weil mal ein Einbrecher reingucken könnte - ihr habt doch alle nur Schiss in der Hose. Spart euch das Geld und geht lieber in einen gescheiten Selbstverteidigungskurs. Nach ein paar Jahren und mit neuem Selbstbewusstsein wollt ihr so ein Unding ohnehin nicht tragen, mit dem ihr im Ernstfall eher eine Gefahr für euch selbst wärt. :-)
    • Thomidizzy 26.03.2017 22:37
      Highlight Highlight Du musst es ja wissen :)
  • Chrigi-B 26.03.2017 16:49
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist eine Frechheit! Genau wie der kürzliche DOK oder Einstein über die CH Waffenbesitzer. Das eigentliche Problem: ILLEGALE WAFFEN! Aber niemand spricht darüber, weder EU Sesselfurzer noch unsere. In 10 Minuten kann ich mir in den tiefen des WWW eine AK 47 und Munition per Post bestellen oder in den Sommerferien in einem Osteuropäischen Land einen Raketenwerfer kaufen🙈 Magazinbeschränkungen sind der Witz 7000. Auf Youtube gibt es Videos die zeigen, dass ein geübter Schütze nur wenige Sekunden mit Magazinwechsel verliert. Aber Hauptsache alle Waffenbesitzer schlecht machen.
    • Nick Name 26.03.2017 17:22
      Highlight Highlight Was genau am Artikel ist eine Frechheit? Dass jemand über die Messe schreibt? Beschreibt, was da ist?
      Und dass niemand über ILLEGALE WAFFEN spricht, ist Blödsinn.
    • philosophund 26.03.2017 17:45
      Highlight Highlight Und was schlägst du nun vor? Freie Waffen für alle nur weil du dir im Internet eine AK bestellen kannst?
    • reaper54 26.03.2017 17:57
      Highlight Highlight In der Schweiz muss jeder der eine Waffe erwerben will einen Waffenerwerbsschein beantragen. Dabei wird auch der Strafregisterauszug geprüft. Für Munitionskäufe braucht man immer einen Strafregisterauszug der nicht älter als 3 Monate sein darf. Zudem wird die Waffe eingetragen. Man weiss also wem die Waffe ist. Ist ein ziemlich gutes System oder was habt ihr wider zu Motzen?
      Nur weil ihr etwas gegen Waffen habt wollt ihr allen Personen euren Willen aufzwingen? Ihr seid ein wenig Diktatorisch veranlagt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • noznoz 26.03.2017 15:23
    Highlight Highlight Die im Artikel als Norm eines Waffenbesitzers dargestellten Personen, sind vermutlich doch eher eine kleine, äusserst auffällige Randerscheinung.
    Eine Person, welche am 1. Mai Schaufenster einschlägt und dabei marxistische Parolen schreit , stellt ja auch nicht den 0815 SP-Wähler dar.
  • What’s Up, Doc? 26.03.2017 15:09
    Highlight Highlight Lieber Severin Miszkiewicz, habt Ihr bei Eurer Recherche wirklich wieder einmal nur die Paradiesvögel für diesen Beitrag herausgepickt, welche dann den Beitrag wieder so ausehen lassen als wäre die Halle nur mit potentiellen Psychopathen und Waffennarren vollgestopft? Eigentlich verhält es sich wie mit Asylsuchenden, der mit Abstand grösste Teil sind anständige und gesetzestreue Menschen. Aber so geschrieben verkauft sich der Artikel halt deutlich besser.
    • Froggr 26.03.2017 21:09
      Highlight Highlight Zumindest au Watson verkauft er sich besser.
  • Schnapphahn 26.03.2017 14:59
    Highlight Highlight War heute auch da, und ja, es war rappelvoll. Was aber im Artikel vergessen gegangen ist: Die Hakenkreuze (Swastika) werden auf den Militaria- Sammelartikeln abgeklebt. Ob dies eine rechtliche Sache ist weiss ich jedoch nicht. Die meisten Aussteller, die Militaria aus der Zeit des Deutschen Nationalsozialismus verkaufen, stammen sowieso aus dem Ausland. Vielleicht ist das ja Vorschrift dort.
  • Morph 26.03.2017 14:55
    Highlight Highlight Auffällig viele Bartträger auf den Fotos!!! Go ISIS oder was? Man braucht sich wirklich nicht zu wundern wenn in der Schweiz Waffen in die falschen Hände geraten... Egal welche Religion, ethnische Herkunft usw.
    • Thomidizzy 26.03.2017 22:56
      Highlight Highlight Die meisten der Waffen, die bei Anschlägen benutzt wurden, stammten von ausserhalb des Schengenraumes.
    • Morph 27.03.2017 07:33
      Highlight Highlight .. So wie die Waffen an dieser Messe..
  • koks 26.03.2017 14:48
    Highlight Highlight solange unsere männer vom staat und unserer gesellschaft in die waffen gezwungen werden, sehe ich keinen grund zur hysterie über waffen.
    • karl_e 26.03.2017 17:40
      Highlight Highlight Soulrider, das Volk hat noch niemals die Ordonnanz-Waffe gegen den Staat erhoben. Der Bund hat aber sehr wohl mit Ordonnanz-Waffen auf das Volk schiessen lassen. Letztmals in Genf, mit Toten.
    • SemperFi 26.03.2017 17:41
      Highlight Highlight Seit 1992 gibt es den Zivildienst, seit 2009 besteht sogar Wahlfreiheit. Das Geschwätz vom Zwang zur Waffe ist reine Polemik.
    • Karl33 26.03.2017 23:05
      Highlight Highlight SemperFi, die Armee zieht ein paar Hundertausend Männer ein. Natürlich werden die gezwungen.
      Ich selbst habe übrigens die RS im 95 gemacht, und es wurde mir nicht gestattet, ZD zu machen. Um so aus der Realität zu berichten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 26.03.2017 14:45
    Highlight Highlight Ups, da habe ich glatt das Highlight des Jahres verpennt...
    Zu viele linke Agitationsschriften und Petitionen studiert. Selber schuld...




    Auf Flohmärkten habe ich auch schon Nazi Artikel gesehen.
    Ist hierzulande leider- 'aus reil historischem Interesse' (Oskar F.) - legal.
    • Froggr 26.03.2017 21:10
      Highlight Highlight Dann bitte sofort das Kommunistenzeichen verbieten.
  • philosophund 26.03.2017 14:08
    Highlight Highlight Ein paar Tage in Syrien und schon will keiner der "Männer mit ergrauten Haaren und ein paar Pfunden zu viel auf den Rippen" je wieder eine Waffe in die Hand nehmen.

    Noch abscheulicher ist die Tatsache der zum Kauf gebotenen SS-Bücher und Memorabilien aus der NS-Zeit. Ich könnte Kotzen.
    • ostpol76 26.03.2017 15:14
      Highlight Highlight Und wo ist ihr Problem mit den Artikel aus der NS Zeit? Wollen sie die Geschichte leugnen und die Augen davor verschliessen.
      Man kanns sich auch für die Geschichte und deren Nachlass interessieren ohne ein Nazi zu sein.

      Aber schön wenn man sich künstlich aufregen kann.
    • ostpol76 26.03.2017 15:16
      Highlight Highlight Waren Sie in Syrien und sprechen aus Erfahrung?
    • Albi Gabriel 26.03.2017 15:23
      Highlight Highlight Ich gebe ihnen zwar recht, dass die Nazidevotionalien zum Kotzen sind, aber solange die Tagebücher des Massenmörders Lenin, die Mao-"Bibel" und die für beides die Grundlagen bildenden Schriften von Marx und Engels auch frei verkäuflich sind, müssen und können wir mit dem Blödsinn auch leben.
    Weitere Antworten anzeigen

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Ruedi Lüthy war einer der Pioniere der Aids-Medizin in der Schweiz. Seit 2003 lebt er hauptsächlich in Harare, wo er eine Aids-Klinik aufgebaut hat. Im Interview mit watson spricht er über seine erste Begegnung mit der Krankheit, seinen Umgang mit afrikanischem Aberglauben und die Entwicklung in Simbabwe seit dem Sturz von Diktator Mugabe. 

Anfang der 80er-Jahre war Ruedi Lüthy (77) einer der ersten Ärzte in der Schweiz, der sich mit Aids auseinandersetzte. Als Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich musste er zunächst zusehen, wie seine HIV-positiven Patienten wegstarben, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre war er mit dabei, als in der Schweiz grosse Fortschritte bei der Behandlung von HIV-positiven Menschen erzielt wurden.

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