Schweiz

Diese Umfrage müsste der «politischen Mitte» zu Denken geben

27.09.15, 02:52 27.09.15, 09:14

Hätten die Wahlen vor einer Woche stattgefunden, wären gemäss einer neuen Umfrage SVP und FDP Wahlsieger geworden. Die Mitte-Parteien CVP, BDP und GLP, aber auch die Grünen hätten deutlich verloren. Die SP hätte leicht zugelegt.

SVP: +1,2 Prozent

SVP: + 1,2 Prozentpunkte.
Bild: KEYSTONE

Die SVP schnitt mit einem Wähleranteil von 27.8 Prozent am besten ab bei der Umfrage, die das Institut OpinionPlus im Auftrag des «SonntagsBlick» durchführte. Der Wähleranteil der Volkspartei wäre damit um 1.2 Prozentpunkte höher gelegen als bei den Wahlen 2011.

SP: +0,3 Prozent

SP: + 0,3 Prozentpunkte.
Bild: KEYSTONE

Zweitstärkste Partei blieb die SP mit 19.0 Prozent, was einem Plus von 0.3 Prozentpunkten entspricht.

FDP: +2 Prozent

FDP: + 2 Prozentpunkte.
Bild: KEYSTONE

Einen noch stärkeren Zuwachs als die SVP kann sich die FDP erhoffen: Die Umfrage ergab einen Anteil von 17.1 Prozent (+2).

CVP: -1,5 Prozent

CVP: - 1,5 Prozentpunkte.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Auf der Verliererseite stehen die Mitte-Parteien: Die CVP wollten laut Umfrage noch 10.8 Prozent der Befragten wählen (-1.5).

#GoVoteCH ist eine Compilation mit 3 x 26 Tracks aus der Schweiz. Und #GoVoteCH will die Wahlbeteiligung erhöhen: Die 78 Artists rufen deshalb für den 18. Oktober 2015 zur Wahl auf. Denn: «Im Bundeshaus wird vieles entschieden, das im Alltag Auswirkungen hat. Wählen ist ein Privileg. Wer kann, soll.» #GoVoteCH ist ein Projekt der Zeitschrift Helvezin.

BDP und GLP: -1 Prozent

BDP und GLP: - 1 Prozentpunkt.
Bild: KEYSTONE

BDP und GLP wären auf je 4.4 Prozent gekommen – ein Prozentpunkt unter dem Wahlresultat 2011.

Grüne: -1,3 Prozent

Grüne: - 1,3 Prozentpunkte.
Bild: KEYSTONE

Die Grünen müssen sich mit einem Anteil von 7.1 Prozent (-1.3) ebenfalls auf eine Niederlage einstellen.

OpinionPlus-Geschäftsführer Matthias Kappeler weist gegenüber der Zeitung auf den hohen Anteil von Personen hin, die zwar abstimmen wollen, sich aber noch für keine Partei entschieden. Der Wert liege bei 20 Prozent.

Einheitliche Tendenzen

An der Umfrage von OpinionPlus nahmen 1007 Wahlberechtigte in der Deutsch- und Westschweiz teil, die angaben, sie wollten sicher wählen gehen. Die Befragung fand zwischen dem 17. und 21. September statt. Keine Informationen macht der «SonntagsBlick» zum Stichprobenfehler und zur Befragungsart.

Die Umfrage zeigt ähnliche Tendenzen wie andere Befragungen: Das SRG-Wahlbarometer des Instituts gfs.bern ermittelte vor rund zwei Wochen ebenfalls Gewinne für SVP (28 Prozent), FDP (16.9 Prozent) und SP (19.3 Prozent) sowie Verluste für CVP (11.1 Prozent), Grüne (7.4 Prozent), GLP (4.3 Prozent) und BDP (4.2 Prozent).

Auch bei der jüngsten Online-Umfrage von 20Minuten.ch (Institut Sotomo) sowie der Wahlbörse der Tamedia-Titel haben FDP und SVP die Nase vorne, während die Mitte-Parteien verlieren. Für die SP gehen hier die Resultate allerdings auseinander. (kad/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 30.09.2015 06:48
    Highlight Mitte-Parteien sind bei politischen Grundfragen wie Schiedsrichter.

    Bei politischen Grundfragen wie der Europa- oder der Migrationspolitik gibt es keine Kompromisse, nur ein JA oder ein NEIN. Mitte-Parteien wie die CVP sind bei diesen Fragen wie Schiedsrichter bei Fussballspielen: Es braucht davon nur ein paar wenige.
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  • Gelöschter Benutzer 27.09.2015 11:45
    Highlight Bei den Linksgrünen solltet ihr dann aber kein Wahlplakat von Jürg Grossen (GLP) veröffentlichen. Das ist nun doch ein ziemlich grosser Unterschied.
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Politiker-Rating: Das Parlament ist nach links gerutscht – von einer Mitte-Links-Dominanz kann aber keine Rede sein

Die Linke war in den vergangenen vier Jahren vor allem bei sozialpolitischen Abstimmungen im Parlament siegreicher als die Rechte. Die Gründe liegen aber nicht bei einem Richtungswechsel. Das ergab eine Analyse der NZZ.

Die Neue Zürcher Zeitung hat am Dienstag ein Parlamentarier-Rating veröffentlicht, das das Abstimmungsverhalten der Politiker im Nationalrat analysiert.

Demnach sei der Nationalrat deutlich nach links gerutscht, schreibt die Zeitung. Augenfällig sei die Verlagerung nach links in der Energie-, der Verkehrs- sowie der Sozialpolitik.

Weitere Punkte der NZZ-Analyse im Überblick:

Interpretation:

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