Schweiz

Christian Levrat schüttelt Toni Brunner bei der Elefantenrunde im Bundeshaus die Hand. Schafft der SP-Präsident die Wiederwahl in den Ständerat?
Bild: KEYSTONE

Das wird spannend: Wählen die Freiburger Ständerat Christian Levrat wieder? – Jean-François Rime bedroht den SP-Sitz

Die Freiburger Stimmberechtigten entscheiden am heutigen Sonntag, wer in den kommenden vier Jahren den Kanton im Ständerat vertritt. Für Spannung sorgt die Kampfkandidatur von SVP-Nationalrat Jean-François Rime gegen SP-Präsident Christian Levrat. Auch in Genf und der Waadt kommt es zur Stichwahl.

08.11.15, 06:15 08.11.15, 12:40

Der Präsident des schweizerischen Gewerbeverbands Jean-François Rime hatte mit seiner Kandidatur für den zweiten Wahlgang im Kanton Freiburg für eine Überraschung gesorgt: Die SVP tauschte kurzerhand ihren Ständeratskandidaten aus. Rime ersetzte Emanuel Waeber, der beim ersten Wahlgang am 18. Oktober nur auf dem vierten Platz gelandet war.

Jean-François Rime.
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Rimes Kandidatur zielt vor allem auf den SP-Präsidenten Christian Levrat, weil der Kanton Freiburg traditionell von einem deutsch- und einem französischsprachigen Ständerat vertreten wird. Für den deutschsprachigen Kantonsteil tritt CVP-Staatsrat Beat Vonlanthen an, der die Nachfolge seines abtretenden Parteikollegen Urs Schwaller anstrebt.

Während Rime als wiedergewählter Nationalrat nichts zu verlieren hat, müsste sich Christian Levrat im Fall einer Niederlage aus dem Bundeshaus verabschieden. Für die SP wäre dies nach der Abwahl ihres Fraktionspräsidenten Andy Tschümperlin ein weiterer harter Schlag.

Beat Vonlanthen, CVP-Kandidat.
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Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass Rime anstatt Levrat den CVP-Kandidaten Beat Vonlanthen gefährden könnte. Die Schlussresultate werden am frühen Nachmittag erwartet.

Bisherige als Favoriten in Genf und Waadt

Auch in den Kantonen Genf und Waadt sind die Stimmberechtigten für zweite Wahlgänge an die Urne gerufen. In beiden Kantonen dürften sich die bisherigen links-grünen Duos durchsetzen. In der Waadt werden die bisherigen Géraldine Savary (SP) und Luc Recordon (Grüne) von FDP-Nationalrat Olivier Français herausgefordert.

Weil Français aber nicht auf die Unterstützung des ganzen bürgerlichen Lagers zählen kann, dürfte er den Sprung in die kleine Kammer verpassen.

Völlig zersplittert präsentieren sich die Bürgerlichen vor der Stichwahl im Kanton Genf. Dort treten neben dem beim ersten Wahlgang drittplatzierten Benoît Genecand (FDP) auch SVP-Nationalrat Yves Nidegger (SVP) und MCG-Gründer Eric Stauffer nochmals an. Das erhöht die Chancen einer Wiederwahl von Liliane Maury Pasquier (SP) und Robert Cramer (Grüne), die im ersten Wahlgang an der Spitze lagen. (dwi/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • M@ Di11on (亚光狄龙) 08.11.2015 11:22
    Highlight Ich würde es nicht bedauern, er hätte es verdient hinausgeekelt zu werden.
    12 21 Melden
  • atomschlaf 08.11.2015 10:59
    Highlight Also wenn Oberintrigant Levrat tatsächlich aus dem Parlament fliegt, dann muss bei uns heute Abend eine Flasche Krug Rosé dran glauben!
    13 20 Melden
    • atomschlaf 08.11.2015 16:36
      Highlight Naja, bleibt der Krug hat im Keller. Wobei, dass in der Waadt die FDP den Grünen den Sitz abgejagt hat, ist auch schon mal nicht schlecht! ^^
      0 0 Melden

Die SVP hat nun einen Fraktionschef, der Witze über K.O.-Tropfen macht

Der Zuger Nationalrat Thomas Aeschi ist neuer SVP-Fraktionschef. Die Bundeshausfraktion hat den 38-Jährigen am Freitag zum Nachfolger von Adrian Amstutz gewählt. Der Berner Nationalrat gibt das Amt nach sechs Jahren ab.

Thomas Aeschi? Genau, da klingelt doch was. Thomas Aeschi hatte sich 2015 in einem SVP-Wahlkampfvideo einen üblen Scherz mit KO-Tropfen und Zuger Kirsch erlaubt. Die K.O.-Tropfen waren eine Anspielung an die Zuger Medien- und Politaffäre um Jolanda Spiess-Hegglin und den damaligen SVP-Partiepräsidenten Markus Hürlimann.   

Aeschi sitzt seit 2011 im Nationalrat. Ins nationale Rampenlicht getreten war er bereits 2015, als er erfolglos für die Nachfolge von Bundesrätin Eveline …

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