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Bild: KEYSTONE

BDP-Präsident Landolt über Widmer-Schlumpf: «Bei einem Rechtsrutsch ist es müssig, sich der Wahl zu stellen»

12.08.15, 10:18 12.08.15, 10:54

BDP-Parteipräsident Martin Landolt hat in einem Interview mit der Basler Zeitung über die Wahlchancen der BDP, die gescheiterten Unionspläne mit der CVP und die Wiederwahl von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gesprochen. 

Für den BDP-Präsidenten macht ein erneuter Antritt Widmer-Schlumpfs keinen Sinn, wenn es zuvor bei den Parlamentswahlen zu einem Rechtsrutsch kommt – die Niederlage stünde von vornherein fest. Die Partei werde demnach erst nach den Wahlen entscheiden, ob ihr Aushängeschild Widmer-Schlumpf erneut für den Bundesrat antreten werde, so der Glarner. 

Der Bundesrat soll die Stärkeverhältnisse der Parteien im Parlament entsprechend abbilden, so Landolt. Daher sei es wichtig, erst zu wissen, wie das Parlament zusammengesetzt wird.

Von einer Schicksalswahl für seine Partei will Landolt aber nicht sprechen: «Die Partei will selbstverständlich weitermachen, egal in welcher Konstellation.» (wst)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 12.08.2015 11:27
    Highlight Direkt rührend, diese Durchhalteparolen. Hätte der Oberindianer des Vereins Widmer-Schlumpf, alias BDP, nicht medienwirksam und die zum Teil auch von anderen Parteien angegriffenen faulen Sprüche über die sog. Nazi-Methoden der SVP gemacht - wer weiss, da wäre vielleicht etwas weniger mehr gewesen. Da wir uns aber auf den von ihm befürchteten gesamtbürgerljchen Rechtsruck heute schon gefasst machen dürfen, wird man wohl (wennngleich stimmenmässig eher knapp) künftig auf die Dienste von EWS verzichten müssen. "Trotzdem weitermachen" als Splitterpartei, meinte da der redselige Landolt treuherzig. Als was, als Fasnachtsclique in Luzern oder Basel 😉?!
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  • Zeit_Genosse 12.08.2015 10:52
    Highlight So macht er Druck auf die Wählerschaft. Wer einen 2. Sitz der grössten Partei verhindern möchte, soll "Mitte" wählen, so sein Kalkül. Und da doch einige (Wähler) mit der Arbeit von BR Schlumpf zufrieden sind, so hofft er auf dieser Schiene für die BDP bei den Parlamentswahlen. Die BR-Wahl läuft dann strategisch nochmals anders. Da kommt es auf die Kandidaten von Rechts an. Neigen die zur Mitte, dann gibt es den 2. Sitz.
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