Schweiz
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Schwuler SVP-Kandidat inseriert in Gay-Magazin – Shitstorm legt Facebook-Seite lahm

28.09.15, 13:54 29.09.15, 13:18

Die Wahlplakate Hans-Ueli Vogts, SVP-Ständeratskandidat für den Kanton Zürich, sind omnipräsent. Ein Exemplar hat nun einen Shitstorm ausgelöst: Es erscheint auf der Rückseite der Oktober-Ausgabe des Schweizer Schwulenmagazins «Cruiser». Vogt, der an der Universität Zürich Privat- und Wirtschaftsrecht lehrt, hatte sich im Februar als homosexuell geoutet. Zahlreiche Facebook-User nehmen es dem Magazin offensichtlich übel, einem prominenten Vertreter der SVP, die in Gesellschaftsfragen stockkonservative Ansichten vertritt, eine Plattform zu bieten. 

screenshot via facebook.com/cruisermagazin

Einige überschritten dabei die Grenzen des guten Geschmacks. Die Facebook-Seite von «Cruiser» ist inzwischen (Stand Montag 13.30 Uhr) offline – aufgrund der massiven Anfeindungen, wie Chefredaktor Haymo Empl auf Anfrage von watson bestätigt. Er bedauert dies: «Es sollte möglich sein, im ‹Cruiser› ein SVP-Inserat zu bringen.»

Vogt selbst ist über den Shitstorm überrascht, zumal bereits in der September-Ausgabe des «Cruiser» ein Inserat von ihm erschienen war. «Man hat mir einen Screenshot von den Kommentaren geschickt, mehr will ich davon auch gar nicht sehen», sagt Vogt gegenüber watson. Pikant: In eben jener September-Ausgabe hatte sich der 45-Jährige in einem Interview auch zu Kritik aus der Gay-Szene an seiner Kandidatur geäussert: 

«Solche Stimmen zeigen mir, dass die ansonsten geforderte Akzeptanz offenbar Grenzen hat.»

Hans-Ueli Vogt
quelle: september-ausgabe «cruiser»

Vogt-Inserat auf Seite 1 der September-Ausgabe des «Cruiser».
screenshot: «cruiser»



«Das Thema ist für mich erledigt», so Vogt. Dass er im Gegensatz zu seiner Partei die «Ehe für alle» sowie die Adoption für homosexuelle Paare befürworte, sei hinreichend bekannt. Im Fall einer Wahl werde er diese Anliegen auch im Parlament unterstützen. Selbst wenn es nicht für den Ständerat reichen sollte – die Konkurrenz ist mit Ruedi Noser (FDP), Daniel Jositsch (SP) und Martin Bäumle (GLP) sehr prominent – hat er mit Platz 10 auf der SVP-Liste intakte Chancen auf einen Sitz im Nationalrat.

Bislang waren in der Diskussion um LGBT-Rechte von Seiten der SVP vor allem die Aussagen von Nationalrat Toni Bortoluzzi hängen geblieben («Schwule sind Fehlgeleitete mit einem Hirnlappen, der verkehrt läuft»). Dieser bezeichnet Hans-Ueli Vogt allerdings als «hervorragenden Kandidaten». Dass er schwul ist, sei ihm egal.

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47
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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Niggy 02.10.2015 13:05
    Highlight Es verwundert mich etwas, dass von seinem "kürzlichen" Coming-Out berichtet wird. Dass Herr Vogt homosexuell ist, wissen seine Studenten schon seit Jahren. Es zeugt aber von der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, dass diese Tatsache offenbar nie als genügend interessant/skandalös/wasauchimmer empfunden wurde, um sie bereits früher den Medien zuzutragen.
    5 0 Melden
  • pbs64 28.09.2015 21:40
    Highlight ich geniesse meinen stiefsohn.
    das was sich von einem sohn erhofft !
    geist, witz, aufegschlossen und zielstrebig. sorry mit !!

    alles andere soll... eben das 👍😉😃
    1 16 Melden
  • Monti_Gh 28.09.2015 19:10
    Highlight wieso stell sich dieser Vogt nicht mal im einer Podiumsdiskussion den Homosexuellen.?? Jeder kann behaupten er sei für Gleichberechtigung von LGBT. wir wollen Taten keine leeren Worte.
    16 11 Melden
  • wasylon 28.09.2015 18:31
    Highlight Die SVP ist halt bunter als viele denken. Vom Akademiker bis zum Bergbauern, Homosexuelle, Arbeiter und Bankiers, Farbige....alle sind in dieser Partei vertreten. Von dem her ist sie wohl die vielseitigste Partei im Land.
    28 74 Melden
    • cassio77 28.09.2015 20:33
      Highlight vor allem ist sie bzgl. meinungen vielfältig, zumindest bis zu diesem zeitpunkt, bis dr. blocher etwas anderes sagt ;-)
      40 14 Melden
  • mxvds 28.09.2015 18:10
    Highlight Naja, sind wir mal ehrlich.. Shitstorm bei irgendwie 40 Kommentaren? Nur weil das Magazin keinen Kommunkationsverantw. besitzt und nicht damit umgehen kann finde ich es ein bisschen speziell da gleich von einem "Shitstorm" zu sprechen.

    Ich würde keinen SVP Menschen wählen aber finde es gut, dass Vogt mal eine andere Meinung in der Partei vertritt. Es sind teilweise die kleinen Dinge die grosses Bewegen - also geht mal nicht so Hart mit Ihm um ;-)
    39 7 Melden
    • Kian 28.09.2015 18:13
      Highlight Ich konnte leider nicht verifizieren, wieviele Kommentare es am Ende waren, weil die Seite offline ist. Vermutlich mehr als 40. «Cruiser» selbst sprach von einem Shitstorm.
      15 9 Melden
    • H1o 03.08.2016 19:38
      Highlight so entstehen Nachrichten/Schlagzeilen ;-)
      3 0 Melden
  • djangobits 28.09.2015 16:20
    Highlight Ob er da inseriert hat oder nicht, ist doch wurscht. Was mich persönlich jedoch erstaunt, ist die Tatsache, dass ein Homosexueller sich für eine Partei hergibt, deren Exponenten sich zu dem Thema eigentlich meist negativ äussern.
    83 22 Melden
  • Calvin Watsn 28.09.2015 16:12
    Highlight muss man(n) den sich immer an diesem Wort Schwul bedienen? Also wirklich, das nennt sich Homosexuell, meine Lieben. Und es wird wieder gegen eine Partei (wohl die Partei) gewettert, gehetzt, verurteilt und gemotzt äh Entschuldigung unschön geredet. Was wäre wenn der Herr sich bemühen würde, für eine andere Vertretung unseres Volkes in den Kampf zu gehen. oh verd.... .... ... ! oh Entschuldigung, nein wirklich
    16 43 Melden
    • one0one 28.09.2015 17:35
      Highlight Ich glaube nicht das sich irgendein homosexueller an der Bezeichnung Schwul stört. Genau so wie es sich Lesben auch nicht an Lesben stören.
      Viel mehr stört es sie das man sie in irgendwelche Schubladen steckt, nicht wie man sie nennt ;)
      39 6 Melden
    • ririreissverchluss 28.09.2015 18:24
      Highlight Du sollst nicht glauben, sondern wissen. Ich WEISS, das es mir nicht egal ist, wie ich von andern genannt, bezeichnet, gezeichnet, in ein Klischée gesteckt werde. Schubladisierung = Bezeichnetes Ablagefach ;-)
      5 8 Melden
    • one0one 28.09.2015 18:48
      Highlight Ich weiss auch das mein schwuler Freund sich einen Dreck darum schert wenn man ihn als schwulen bezeichnet. Er ist eher peinlich berührt wenn man verkrampft versucht ihn in eine politisch korrekte Schublade zu stecken ;)
      homosexueller = "korrekt bezeichnete Schublade" ;)
      Aber ich nehme es mir zu Herzen das es doch einige gibt die sich daran stören.
      Dann soll man dich also als homosexueller bezeichnen? Ist homo auch ok (ist ja schliesslich die kurzform). Das ist eine ernst gemeinte Frage. Ich finde homo ist in meinem Weltbild negativer behaftet als schwuler.
      12 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 28.09.2015 15:59
    Highlight So viel zur viel gerühmten Toleranz man muss diese halt auch geben und nicht nur nehmen
    60 28 Melden
    • phreko 28.09.2015 16:24
      Highlight kleiner Fehler: keine Toleranz gegenüber Intoleranten...!!!
      30 39 Melden
    • Chlinae_Tigaer 28.09.2015 16:59
      Highlight @phreko

      Wer gegenüber Intoleranten intolerant ist, ist?

      Ja genau.

      Ein Intoleranter.
      36 13 Melden
    • phreko 28.09.2015 18:32
      Highlight Nein, nur Tolerante verdienen Toleranz. Wer gegenüber intoleranten Intolerant ist verteidigt nur die Toleranz. Alles andere ist höchstens deren Missbrauch.
      9 25 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 28.09.2015 15:57
    Highlight die svp findet immer dumme, die hoffen, die partei würde sich für sie einsetzen, und dann ists nachher grad das gegenteil. die svp weist im laufe des jahres praktisch keine abweichler von der parteilinie auf, das wird auch weiterhin so sein, in familienfragen wie anderswo. nur dumme schwule wählen svp.
    48 50 Melden
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 28.09.2015 15:46
    Highlight Ich persönlich finde die extrem männerdominierte SVP mit den künstlichen und profillosen Quotenfrauen eh ein bisschen Schwul.
    90 20 Melden
  • pun 28.09.2015 15:08
    Highlight Natürlich darf Vogt da inserieren - die Meinungsfreiheit gebietet dies. Aber natürlich bietet er und das Magazin so eine Plattform, wo sich von der Ausgrenzungspolitik der SVP Betroffene (in diesem Fall sehr deckungsgleich mit der Stammleserschaft von Cruise) ihren Frust von der Seele schreiben können. Dass dies nicht immer anständig geschieht ist eher ein Zeichen der Zeit/des Internets. Wegen einem kleinen Shitstorm aber gleich aufzuheulen oder die Facebookseite zu schliessen zeugt doch eher von Dünnhäutigkeit.
    Haben die Blattmacher gedacht es kommt Applaus aus der Community?
    37 6 Melden
  • zombie woof 28.09.2015 15:00
    Highlight Solche Stimmen zeigen mir, dass die ansonsten geforderte Akzeptanz offenbar Grenzen hat.» Herr Vogt, da ist Ihre Partei zu einem grossen Teil mitschuldig, was die Akzeptanz im Allgemeinen in der Schweiz anbelangt.
    61 46 Melden
    • SanchoPanza 28.09.2015 23:40
      Highlight @Zafee, hä? der obige Beitrag ist doch weder in Rage noch sonst wie negativ geschrieben. Das die SVP für Abschottung, gegen mehr Ausländer, gegen mehr LGBT-Rechte usw ist sind Tatsachen die man ihrem Parteiprogramm entnehmen kann...
      Aber ist halt einfacher die Wut der anderen herbeizureden gell ;-)
      PS: nein ich bin nicht wütend, wieso auch?
      4 2 Melden
  • dkaufmann 28.09.2015 14:54
    Highlight Schwule und Lesben wollen nicht Pauschalisiert werden, werfen Herrn Vogt jedoch in einen Topf. Toleranz fordern, im Gegenzug aber keine Toleranz aufbringen ist einfach nur dumm.
    80 50 Melden
    • ririreissverchluss 28.09.2015 18:46
      Highlight Wer der SVP seine/ihre Stimme gibt, ist nicht dumm, sondern nicht sonderlich gebildet. Toleranz gegenüber der SVP-Führung, welche grundsätzlich Menschenrechte in Frage stellt, missachtet, welche sich selbst feiert und inszeniert und einzig an IHREM Wohlergehen und Bestand interessiert ist, da ist Toleranz fehl am Platz. Die Mittel (Finanzen, Einfluss/Macht in der Wirtschaft), über welche die SVP verfügt, setzt sie ein, um ihre Interessen und ihre Doktrine durchzusetzen, die Gesellschaft, wie sie wirklich ist und wie sie sich wirklich entwickelt, ist der SVP-Führung schnurzegal.
      9 10 Melden
  • Anded 28.09.2015 14:36
    Highlight Gibt es auch einen Shitstorm wenn ein homosexueller Fussballer porträtiert wird? Der vertritt ja quasi auch das intolerante und schwulenfeindliche Fussballbusiness, wo Fans schwule beschimpfen und sich Homosexuelle nicht trauen zu outen.
    36 35 Melden
    • Kastigator 28.09.2015 14:52
      Highlight Will dieser Fussballer auch die Menschenrechte abschaffen?
      60 23 Melden
    • Anded 28.09.2015 15:05
      Highlight Ja das wollen alle Fussballer. Die FIFA hat es ja nicht so mit den Menschenrechten. z.B. beim Bau von Fussballstadien.
      33 11 Melden
    • Sveitsi 28.09.2015 15:41
      Highlight Ah, kann man als Fussballer neuerdings ankreuzen
      - Internationale Karriere mit korrupter FIFA
      - Internationale Karriere ohne korrupter FIFA
      ? Wusste ich nicht. Ansonsten ist es wohl schwierig, alle Fussballer mit der FIFA zusammen in einen Topf zu werfen.
      18 5 Melden
  • Brienne von Tarth 28.09.2015 14:24
    Highlight Umfragen: Wieso nicht anstatt "weiss nicht" als Antwort, "andere Antwort"? Oder einfach zusätzlich noch einbauen? Oftmals ist meine Antwort nicht dabei, würde aber gerne die Resultate sehen, dann muss ich aber etwas 'falsches' ankreuzen und ich verfälsche somit die Umfrage.
    36 2 Melden
  • panaap 28.09.2015 14:22
    Highlight ....und wieder ein svp Artikel...
    21 16 Melden
  • Xi Jinping 28.09.2015 14:10
    Highlight Mich regt nicht auf das er inserriert und wo er inserriert, aber diese kak SVP kann es einfach nicht sein lassen, immer und überall ihr Nasen zu präsentieren... Diese Partei...ach egal..ich verpisse mich eh bald aus der CH....macht doch was ihr wollt
    32 44 Melden
    • toobitz 28.09.2015 15:54
      Highlight Wohin ziehst du denn?
      4 1 Melden
    • Xi Jinping 28.09.2015 16:02
      Highlight @toobitz...keine Ahnung...einfach weg vom rechten Gehabe...
      9 19 Melden
    • Sillum 28.09.2015 16:16
      Highlight Gott sei Dank!
      13 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapere Aude 28.09.2015 14:09
    Highlight Finde ich als links denkender Mensch schade. Wenn wir Toleranz und Gleichberechtigung fordern, müssen wir diese auch gewähren. Auch wenn einem die entsprechende Person nicht passt, aufgrund seiner politischer Position oder auch anderen Gründen. Daher müsste auch ein Inserat wie dieses möglich sein, ohne dass gleich ein Shitstorm losgetreten wird.
    92 11 Melden
    • Amaranth17 28.09.2015 14:52
      Highlight Im Grunde gebe ich Ihnen völlig recht. Doch auch wenn ich damit wohl falsch liege, habe ich Mühe Toleranz gegenüber Intoleranz aufzubringen, auch wenn ich damit meine eigene Position verrate.
      20 8 Melden
    • Sapere Aude 28.09.2015 15:05
      Highlight Das mit der Intoleranz ist leider so eine Sache. Natürlich darf man der Intoleranz keine Raum geben, aber es kommt auf die Art und Weise, wie man ihr entgegen tritt. Ob das Inserat eine gute Sache ist, weiss ich nicht, aber Hetze und Intoleranz mit gleichen Mittel begegnen ist in meinen Augen falsch. Damit ist man auf dem gleichen Niveau und verratet die eigenen Prinzipien. Der einzige Weg scheint mir die gewaltfreie Kommunikation, nur so wies man der Sache gerecht.
      16 5 Melden
  • Sylvan Coron 28.09.2015 14:07
    Highlight Ich als Schwuler würde meine Seele nicht verkaufen. Schön zu sehen, dass es noch andere gibt, die so denken.
    Pressefreiheit hat mMn eine moralische Grenze. In PETA Magazinen wird auch nicht für die neueste Pelzkollektion geworben.
    50 20 Melden
    • Sapere Aude 28.09.2015 14:31
      Highlight Klar hat die Meinungsfreiheit seine Grenzen, aber genau darum geht es doch. Du kannst das gerne äussern, dass du es nicht in Ordnung findest, wenn dieses Magazin einen wie Vogt eine Plattform gibt. Nur muss diese Äusserung im Rahmen moralischer Prinzipien bleiben (behaupte jetzt nicht von dir es wäre nicht so). Vogt scheint zumindest was LTGB Rechte anbelangt nicht der Parteilinie entsprechen, sondern sogar Adoptionsrechte zu unterstützen, daher hinkt dein Vergleich ein bischen. Auch wenn ich es seltsam finde dass Vogt in einem solchen Heft inseriert, ist die teils massie Anfeindung nicht i O.
      30 3 Melden
    • dracului 28.09.2015 14:59
      Highlight Der Vergleich mit dem Pelzinserat und PETA hinkt. Vogt kann durchaus schwul sein und Gedankengut der SVP in einem Gay-Magazin vertreten und erschliesst damit allenfalls sogar eine eigene Wählerschaft. Es müssen nicht alle so militant verkehrt denken, wie ein Bortoluzzi. Im Gegenteil Vogt kann sogar eine Bereicherung für die Partei darstellen. Unbekanntes, Abschottung und Weltfremdheit führt bekanntlich zu Extremismus. Das gilt nicht nur für Bergtäler und Bauern, sondern auch für eine SVP.
      21 4 Melden
    • Sylvan Coron 28.09.2015 16:38
      Highlight Es geht mir mehr darum, dass dieser Typ für die EMRK Initiative der SVP verantwortlich ist. Dass er zudem in einer Partei ist, die auf meine (und seine) Rechte scheisst ist seine Sache.
      Daher fand ich den Vergleich mit PETA recht passend. Es mag euch nicht bekannt sein, aber der europäische Menschenrechtshof hat schon mehrmals Urteile gegen die CH gefällt, wegen Diskriminierung von LGTB. Dass dann eine LGTB Publikation dem Mann Platz einräumt, der sowas verhindern möchte ist mMn inakzeprabel.
      Aber was solls. Mein Mann und ich haben eh vor auszuwandern.
      6 4 Melden
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