Schweiz
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Eine Ruebe mit einem CVP Logo liegt als Werbegeschenk bereit an der Delegiertenversammlung der CVP in Brugg am Samstag, 25. April 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri )

«Mit Biss ...» hiess es im Wahljahr 2015 bei der CVP.
Bild: KEYSTONE

Seit dem Wahlherbst 2015 verliert die CVP alle kantonalen Wahlen – Mitte-rechts legt zu



Die CVP ist bisher die grösste Verliererin in den kantonalen Parlamentswahlen, die nach den eidgenössischen Wahlen 2015 stattfanden. Sie verlor in allen Kantonen: St.Gallen, Uri, Schwyz und am Sonntag auch im Thurgau. Gewinnerin ist die SVP mit 7 Zusatzsitzen.

Insgesamt musste die CVP mit dem Verlust in den Thurgauer Parlamentswahlen 7 Sitzverluste hinnehmen. Dies geht aus einer Aufstellung der Nachrichtenagentur SDA hervor.

SVP und FDP gewinnen, SP stagniert

Auf der Gegenseite reiht sich hinter der SVP die FDP auf der Gewinnerstrasse ein. Sie kam in den vier kantonalen Wahlen auf 6 Zugewinne. Für die SP resultierte nach den beiden Verlusten im Thurgau bisher ein Nullsummenspiel.

Vier Sitzgewinne in Schwyz wurden durch je zwei Verluste in Uri und im Thurgau aufgehoben. Die Schwyzer Gewinne kamen inklusive Grünen und Unabhängigen zustande. Die Grünen konnten sich halten, da es nach St.Gallen auch im Thurgau weder Verluste noch Gewinne gab.

GLP hält sich gut, BDP schwächelt

Die Grünliberalen stehen nach vier Wahlen ebenfalls ungerupft da – etwas überraschend nach dem Debakel bei den nationalen Wahlen im Oktober.

Eigentlich ist bei ihnen in der Bilanz sogar von einem Sitzgewinn zu sprechen. Im Thurgau nämlich sprang während der Legislatur ein Ratsmitglied zur SVP ab. Dies hat die Partei wettgemacht und sogar einen Sitz hinzugewonnen. In St.Gallen hatte sie 3 Mandate verloren, in Schwyz dagegen zwei gewonnen.

Düsterer ist die Bilanz für die einstige Bundesratspartei BDP. Sie verlor in den kantonalen Wahlen seit dem vergangenen Oktober 4 Sitze. Genau wie zuvor in St.Gallen gingen auch im Thurgau 2 Mandate verloren. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 11.04.2016 05:58
    Highlight Highlight
    Auch die Mitte-Parteien blockieren politische Kompromisse! (1)

    Nur die SVP und die SP/GP für Kompromisslosigkeit und den politischen Stillstand in der Schweiz verantwortlich zu machen ist unfair. Auch die Mitte-Parteien (FDP, CVP, BDP, GLP) haben Verantwortung bei der Aushandlung von politischen Lösungen. Weil sie zurzeit keine Mehrheit haben, sind sie gezwungen, sich einmal nach links und ein anderes Mal nach rechts zu bewegen. Das ist zwar wahltaktisch keine attraktive Position (siehe Wahlen 2015), für den politischen Fortschritt aber nötig.
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