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Du bist gerade aus dem Koma aufgewacht und hast absolut keine Ahnung, was bei den Wahlen abgegangen ist? Diese zehn Dinge musst du wissen

19.10.15, 06:39 19.10.15, 10:33

Historischer Wahlerfolg der SVP

Gemäss Hochrechnung wird die SVP im Nationalrat auf mehr Sitze kommen als je zuvor. Laut der zweiten nationalen Hochrechnung der SRG dürfte sie am Ende auf elf zusätzliche Sitze kommen und somit 65 Sitze besetzen – drei mehr als 2007.

FDP stoppt Negativtrend

Die FDP wird neu wohl auf 33 Sitze kommen (+3). Nach dem konstanten Niedergang in den letzten Wahlen gelingt dem Freisinn also endlich der Befreiungsschlag. 

Schlappe für Grüne und Grünliberale

Eine herbe Niederlage mussten Grüne und Grünliberale einstecken. Die Grünen verloren fünf Sitze, die Grünliberalen – der Überraschungssieger der Wahlen 2011 – sogar sechs.

SP und CVP bleiben stabil

Wenig Veränderungen gibt es bei den Sozialdemokraten und den Christdemokraten. Die SP kommt noch auf 44 Sitze (−2), die CVP auf 28 (−1).

Die Wahlgewinner und -verlierer im Nationalrat

Im Parlament kommt es zu einem Rechtsrutsch

Die Wahlen führen zu einem deutlichen Rechtsrutsch, die SVP ist die klare Siegerin. Im Nationalrat könnten SVP und FDP zusammen mit kleinen Rechtsparteien die Mehrheit erlangen. Im Ständerat bleiben die Verhältnisse stabil, doch ist dort noch vieles offen.

Parteigrössen werden abgewählt

Etliche amtierende Nationalrätinnen und Nationalräte sind abgewählt worden, unter ihnen bekannte Köpfe wie SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin in Schwyz, SVP-Vertreter Christoph Mörgeli in Zürich und Grünen-Frau Aline Trede in Bern.

Newcomer stürmen ins Parlament

Magdalena Martullo-Blocher schaffte in Graubünden den Sprung in den Nationalrat. Sie verhalf der SVP zu einem zweiten Sitz auf Kosten der GLP. In Zürich wurde SVP-Quereinsteiger und «Weltwoche»-Chef Roger Köppel gewählt – trotz Listenplatz 17 mit dem besten Resultat. Ebenfalls nach Bern reist die junge SP-Kantonsrätin Mattea Mayer.

Ausgewechselt: Das sind die bekanntesten Neu- und Ex-Nationalräte

Kleine Linksparteien holen Sitze

Erfolge feiern dürfen auch kleine Linksparteien. BastA! gewann in Basel-Stadt einen Nationalratssitz zulasten der CVP. Die LDP (Liberaldemokratische Partei) verdrängte zudem die FDP. Im Kanton Neuenburg hat sich die Partei der Arbeit (PdA) den Nationalratssitz der Grünen geschnappt.

Frage Eveline Widmer-Schlumpf wird sich stellen

Nach dem Wahlerfolg der SVP und dem Sitzverlust der BDP wird sich die Frage nach dem Sitz von Eveline Widmer-Schlumpf erwartungsgemäss stellen. SVP-Präsident Toni Brunner forderte bei der Elefantenrunde unmissverständlich einen zweiten Sitz zu Gunsten der SVP. BDP-Präsident Martin Landolt gab sich zur Frage nach der Zukunft von Eveline Widmer-Schlumpf wortkarg: Man werde sich «irgendwann» dazu äussern.

Stabile Verhältnisse im Ständerat

Im Ständerat ist ein Rechtsrutsch ausgeblieben. Damit könnte der Graben zwischen National- und Ständerat noch tiefer werden. Vieles entscheidet sich jedoch erst im zweiten Wahlgang im November: Ein solcher ist in insgesamt zwölf Kantonen nötig. 19 der 46 Sitze sind nach dem ersten Wahlgang am Sonntag noch nicht besetzt.

(wst)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dnsd 19.10.2015 12:51
    Highlight Seit es das aktuelle Wahlsystem gibt (1919) hatte keine Partei so viel Stimmen wie die SVP... Noch nie hatte jemand so viele Stimmen wie der Köppel (!) - die Linken müssen langsam aber sicher merken, dass sich das querstellen gegen verlorene Volksinitiativen nicht lohnt. Sie haben das Gefühl, das Volk müsse vor sich selber beschützt werden. Volksvertreter haben aber nur die Aufgabe diese Entscheide umzusetzen und nicht diese zu bewerten. Der Stimmbürger muss mit den Konsequenzen leben und wird aus den eigenen Entscheidungen lernen. Wenn man den Souverän aber für dumme Schaafe hält...
    6 4 Melden
  • Ell 19.10.2015 09:50
    Highlight Lachen oder weinen? Jeglicher Kommentar ist überflüssig - das war vor ca. drei Jahren, nun sitzt der im Nationalrat;
    http://www.blick.ch/news/deutsche-satire-sendung-verarscht-svp-politiker-erich-hess-id2043114.html
    Der hat sich scheinbar gut erholt der Erich :-)
    13 1 Melden
  • tomdance 19.10.2015 08:25
    Highlight Frankreich hat Vater und Tochter Le Pen - wir haben die Blochers. Schauerliche Parallelen...
    43 10 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.10.2015 08:05
    Highlight wie hoch war eigentlich die wahl(-nicht-)beteiligung dieses mal gegenüber 2011 und wieviele hätten wählen dürfen?
    8 2 Melden
    • Gantii 19.10.2015 09:44
      Highlight so um die 48-49% &vor 4jahren wahrens glaub 48.8%
      6 0 Melden
    • getfricki 19.10.2015 09:46
      Highlight die wahlbeteiligung war mit 49% die höchste seit 1975
      8 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.10.2015 13:47
      Highlight @gantii
      @getfricki
      danke für die zahlen. 👏👍

      noch eine kurze/kleine frage.
      in etwa (% resp. absolute zahlen) wie viel stimmberechtigte der ch bevölkerung durften dieses mal wählen gehen?
      1 0 Melden
    • crust_cheese 19.10.2015 13:59
      Highlight Verstehe die Frage nicht. Alle Stimmberechtigten der Schweiz durften natürlich wählen gehen.
      1 0 Melden
    • Gantii 19.10.2015 14:55
      Highlight du meinst wieviel stimmberechtigte schweizer (also einwohner der schweiz)das es gibt? keine ahnug, zahlen findest du wahrscheinlich beim bund
      1 0 Melden
    • Gantii 19.10.2015 15:55
      Highlight es dürfen ca 5.3mio schweizer wählen (ca. 65% der schweizer bevölkerung dürfen wählen / 8.081 mio schweizer - wikipedia) von diesen 5.3 mio haben 2.55mio abgestimmt. / parlament.ch
      0 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 19.10.2015 07:40
    Highlight 11: Die Linken und Mittigen müssen nun die Themen welche ein Grossteil der Leute beschäftigen angehen (EU und Migration).
    17 6 Melden
    • boexu 19.10.2015 09:42
      Highlight Das stimmt eben genau nicht! Die Rechten, welche diese Panikmache (böse EU, Asylchaos, Masseneinwanderung, blablabla) seit Jahren bewirtschaften sollten endlich damit anfangen, richtige Lösungen zu präsentieren statt nur zu lamentieren. Der SVP geht's doch nur um Stimmenfang und nicht um Lösungen. Staat abbauen, Narrenfreiheit für die Wirtschaft (Steuergeschenke für Reiche und Firmen etc.). Das ganze auf dem Rücken ihrer Wähler die ohne es zu merken im Begriff sind, am Ast zu sägen auf dem sie sitzen! Wacht doch endlich auf! Wieso sollen jetzt die Linken die braune Suppe ausbaden?
      34 12 Melden
  • chrigu_ 19.10.2015 07:02
    Highlight Kippt nun die FDP ins linke Lager? Oder wird das Stöckli zur neuen Angriffsfläche?
    Liebe SVP, nun müsst IHR beweisen, dass IHR tragfähige Kompromisse erarbeiten könnt. Nun könnt IHR nicht einfach mehr die Schuld den Anderen in die Schuhe schieben.
    Ob ihr dazu bereit seid?
    89 11 Melden
    • klugundweise 19.10.2015 07:54
      Highlight Das kann sie nicht, drum macht sie es nicht.
      14 13 Melden

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