Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

So lachte das Internet über Freysingers Abwahl. Bild: facebook.com/WalliserMemes

Oskar Freysinger ghostet seinen Nachfolger Darbellay: «Ich fand ein leeres Büro vor»



Oskar Freysingers Ära als Walliser Staatsrat endete nach nur einer Amtsperiode mit einer krachenden Niederlage: Am 19. März verpasste der SVP-Mann die Wiederwahl in die Regierung, obwohl er vier Jahre zuvor noch das beste Ergebnis erreicht hatte.

Die Abwahl macht ihm offenbar zu schaffen: Sein Nachfolger Christophe Darbellay, Ex-CVP-Präsident, beklagte sich im Walliser Parlament über die fehlende Amtsübergabe durch Oskar Freysinger: «Ich habe ein völlig leeres Büro vorgefunden.»

Eine Amtsübergabe habe es nicht gegeben, sagte Darbellay gemäss Walliser Bote. Freysingers Frust ging offenbar so weit, dass er nicht ans Telefon ging: «Ich habe Oskar Freysinger mehrmals angerufen, um eine geordnete Übergabe durchführen zu können. Eine solche ist nicht zustande gekommen.»

Darbellay dankte seinen «sehr guten Dienstchefs», die ihn über die Dossiers informiert hätten. Er kündigte an, in der Bildungspolitik einen Schlussstrich unter die Ära Freysinger zu ziehen: «Es geht darum, diese Zeit hinter uns zu lassen und die Missstände aufzuarbeiten, die in dieser Zeit entstanden sind.» In der letzten Legislatur seien im Bildungsbereich Regeln mit Füssen getreten worden.

Darbellays Äusserungen fielen während der Parlamentsdebatte über einen Bericht zur «Affäre Cleusix». Oskar Freysinger hatte Jean-Marie Cleusix nach seiner Wahl zum Chefbeamten für das Unterrichtswesen ernannt. Obwohl kurz danach bekannt wurde, dass Cleusix fast 80'000 Franken Steuerschulden nicht bezahlt hatte, hielt Freysinger an seinem Vertrauten fest. Als Cleusix schliesslich aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat, erhielt er dank einer Abmachung mit dem Kanton eine Stelle als Mittelschullehrer. (cbe)

Wenn Kantonswappen ehrlich wären ...

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • retofit 12.05.2017 17:26
    Highlight Highlight Freysinger mag ein A... sein, aber Darbellay ist wohl noch der typischere Politik-Karrieremann. Auch mit ihm kann einem das Wallis nur leid tun.
  • x4253 12.05.2017 16:51
    Highlight Highlight Living the SVP Life

    "Kä luscht!"
  • pamayer 12.05.2017 16:14
    Highlight Highlight Bestätigt die Wichtigkeit der Abwahl.

    Bravo les Valaisans.
  • pachnota 12.05.2017 14:27
    Highlight Highlight "Das Wallis liegt hinter den sieben Bergen – aber nicht hinter dem Mond"

    Sorry Noup!
    Fake News..

    Ich darf dies wirklich aus besten langjährigen Insiderquellen sagen:

    das Wallis liegt hinter dem Mond!!

    und zwar sowas von krass!!
    • gelb 12.05.2017 22:18
      Highlight Highlight Weshalb?
  • sherpa 12.05.2017 14:11
    Highlight Highlight Der Freysinger kam mit Getöse und so verließ er auch wieder die Szene, d.h. bei ihm geht es nur um ihn selbst, nicht um Politik, auch nicht um sein Lehrerdasein etc. Bei ihm muss alles und jedes in Frage gestellt werden und deshalb repräsentiert er seine Partei wie im Bilderbuch über Pinocchio wunderbar dargestellt
  • Crecas 12.05.2017 10:57
    Highlight Highlight Gutes Abbild seines Charakters...
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 12.05.2017 10:54
    Highlight Highlight Osky, Du bisch meeeeeeeega wichtig!

    Damit du es verinnerlichen kannst gleich nochmals:

    Osky, du bisch im fall meeeega wichtig!
  • manhunt 12.05.2017 10:33
    Highlight Highlight bestätigt wieder einmal hervorragend das tröztzeli-image der svp. einfach nur kundisch. würde mich noch interessieren, wieviel steuergelder aufgewendet werden müssen, um den sauladen aufzuräumen, welchen freysinger hinterlassen hat.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

Artikel lesen
Link to Article