Schweiz

Ein junger Chirurg beschreibt, wie er 120-Stunden-Wochen überlebt

Bild: EPA/EPA

02.11.17, 11:09 03.11.17, 06:12

team watson

Was ist «Was ich wirklich denke»?

Wir gestehen: Bei der Idee für «Was ich wirklich denke:» haben wir uns schamlos beim Guardian-Blog «What I'm really thinking» bedient. Wir mussten fast, denn die Idee dahinter passt wie die Faust aufs Auge auf unseren alten Claim «news unfucked». Es geht darum, Menschen, Experten, Betroffene anonym zu einem Thema zu Wort kommen zu lassen, ohne dass diese dabei Repressalien befürchten müssen. Roh und ungefiltert. Und wenn du dich selber als Betroffener zu einem bestimmten Thema äussern willst, dann melde dich bitte unter wasichdenke@watson.ch.

Die Namen unserer Gesprächspartner sind frei erfunden.

Manchmal fehlt schlicht und einfach die Zeit für Trauer. Es kann vorkommen, dass ich mitten in einem schweren Gespräch mit Angehörigen stehe und die Krankenschwester platzt herein mit dem nächsten Notfall. Dann geht es Schlag auf Schlag. Im Ausland manchmal 24 Stunden lang – es können aber auch mal 36 Stunden werden.

Wer auf die Dauer solche Schichten aushalten will, muss mit den eigenen Kräften ökonomisch umgehen. Dazu gehört die Kontrolle der Emotionen – ein Häufchen Elend hilft dem nächsten Patienten nichts. Und auch er hat Anrecht auf die bestmögliche Behandlung. Hast du deine Emotionen nicht unter Kontrolle, brichst du irgendwann zusammen.

«Die Situation im Operationssaal lässt sich vergleichen mit einem Elfmeterschiessen beim WM-Finale.»

Ein Spital ist ein Hort glücklicher und trauriger Geschichten – beides ist Teil des Berufes. Das macht die Kontrolle der Emotionen nicht immer einfach – mit einigen Patienten baut man eine Verbindung auf. 

Als wir einem Teenager einmal einen Tumor entfernten, zeigte der Patient für einen Augenblick plötzlich keine Lebenszeichen mehr. In solchen Momenten rutscht dir das Herz schon einmal kurz in die Hose.

Als guter Chirurg hast du aber immer einen Workflow im Kopf, du hast immer einen nächsten Plan. Dieser Workflow hilft dir, dich auf deine Arbeit zu konzentrieren und dich von Gedanken an mögliche Konsequenzen abzulenken. Dieser Workflow hilft, dass man nicht wie gelähmt dasitzt.

Ich denke, die Situation im Operationssaal lässt sich vergleichen mit einem Elfmeterschiessen beim WM-Finale. Auch da stellt sich der Laie die Frage, wie die Spieler den Druck auf den Schultern aushalten können. Doch ich bin mir sicher: Richtig erfolgreiche Schützen blenden das grosse Bild aus. Sie blenden aus, dass sie im WM-Finale stehen, dass ihnen eine Milliarde Menschen zuguckt. Sie versuchen, sich auf ihre eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Und genau das versuche ich auch.

«Fehler passieren – auch den besten Chirurgen.»

Als Chirurg wirst du dafür ausgebildet, dass du dich bei entsprechenden Situationen nur auf die Sache konzentrierst: Du schaust durchs Mikroskop, du schaust auf dein OP-Feld. Das ist alles, was dich interessiert. Für alles andere gibt es keinen Platz.

Die anderen Gedanken kommen erst danach. Was, wenn der Teenager nicht überlebt hätte? Wie hätten wir das den Eltern beigebracht? Seinen Geschwistern?

Glücklicherweise kam im besagten Fall am Ende alles gut, die Operation konnte fortgeführt werden und der Patient ist wieder aufgewacht.

Fehler passieren auch den besten Chirurgen. Während einer Operation verletzte einer meiner Chefs eine wichtige Ader. Das Blut sprudelte nur so heraus. Der Chef blieb völlig ruhig. Seine Stimmung übertrug sich auf den gesamten Saal – jeder wusste, was zu tun war, und die heikle Situation konnte gemeistert werden.

An eine juristische Klage habe ich in meiner Karriere noch keine Sekunde gedacht. Von den USA hört man dies immer wieder – ich kenne mich damit zu wenig aus. Ich glaube, wenn man mit der Angst vor einer Klage in eine OP geht, dann kommt es nicht gut. 

«Das Schwierigste an unserer Ausbildung ist, daneben ein geregeltes Leben zu führen.»

Auslöser für unvorhergesehene Ereignisse sind sowieso nur in den seltensten Fällen Ärztefehler: Manchmal drückt ein Tumor auf eine sensible Stelle. Oder die Regulationsmechanismen des Körpers kommen mit den Manipulationen während der OP nicht klar. 

Ich erinnere mich an einen Fall, als der Patient mit einer offenen Wunde während der Operation einen Herzstillstand erlitt. Er hatte einen bisher nicht erkannten Herzfehler.

Als Chirurg trittst du in dem Moment zurück und überlässt das Feld der Anästhesie. Sie übernimmt die Leitung, bis der Patient stabil ist.

«Mit 50 Stunden pro Woche wird es schwierig, ein guter Chirurg zu werden.»

Medizin – das wird oft vergessen – ist Teamwork. Und deshalb funktioniert der Fussballvergleich auch hier: Der Ball liegt in diesem Moment nicht mehr bei mir, sondern bei einem Kollegen. Das bedeutet nicht, dass mich das Spiel nichts mehr angeht. Das Spiel ohne Ball ist ebenso wichtig und ich verfolge das Geschehen genauso akribisch – bringe mich in Stellung, damit ich wieder angespielt werden kann.

Das Herz des Patienten begann keine 20 Sekunden später wieder zu schlagen und die Operation konnte fortgeführt werden. Das Teamwork hatte funktioniert.

Das Schwierigste überhaupt an unserer Ausbildung ist, daneben ein geregeltes Leben zu führen, eine Beziehung zu pflegen, sich nicht abzunabeln. Für mich ist dies die schwierigste Herausforderung – ich habe selber eine Familie.

«Wieso sollen mich meine Freunde einladen, wenn ich nie Zeit habe?»

Wenn man konstant 80 bis 120 Stunden pro Woche hinlegt, dann nagt dieses Pensum irgendwann an dir, genauso wie der konstante Schlafentzug und die andauernden Nachtschichten. Man verändert sich: Du wirst eine andere Person. Für die Ehefrau ist diese Situation wahnsinnig schwierig.

Wenn du in der Phase auch noch Kinder aufziehen willst, ist das eine fast unerträgliche Belastung. Ohne extrem starken Partner geht es nicht. Viele Beziehungen gehen in der Phase in die Brüche.

Man muss sich das so vorstellen: Als assistierender Chirurg gehst du frühmorgens zur Arbeit. Wenn du Glück hast, kommst du nach 12 Stunden bereits wieder nach Hause, gehst eine Runde joggen, um auszulüften, musst dich dann aber wieder hinsetzen, um dich für die nächste Operation vorzubereiten. Zeit für die Familie bleibt keine. Irgendwann merkst du, dass du eigentlich gar nicht mehr dazugehörst.

Bei den Freunden ist es dasselbe. Wieso sollen mich meine Freunde einladen, wenn ich nie Zeit habe?

Wer Chirurg werden will, unterwirft sein gesamtes Leben diesem einen Traum. Und man benötigt dazu die Unterstützung der Freunde und der Familie. Alle müssen fünf Jahre lang am selben Strick ziehen und bereit sein, dass du in dieser Zeit wenig bis nichts zurück gibst. Nur so überlebst du die Ausbildung. Sonst schaffst du es nicht.

Trotzdem halte ich das enorme Pensum für berechtigt. Um ein guter Chirurg zu werden, muss man so viele Fälle wie nur möglich gesehen haben. Chirurgie benötigt nun einmal mehr Zeit als andere medizinische Fächer. In der Schweiz darf man nicht länger als 50 Stunden pro Woche arbeiten – ich persönlich stimme dieser Regelung nicht zu. Mit 50 Stunden pro Woche wird es schwierig, ein guter Chirurg zu werden.

Ein Grossteil der Ausbildung besteht für junge Chirurgen aber auch darin, dem Vorgesetzten den Rücken frei zu halten. Da gibt es noch viel Optimierungsmöglichkeiten. An jungen Chirurgen bleibt unnötig viel Bürokratie hängen, Arbeiten, die keine Voraussetzungen sind, um ein grosser Arzt zu sein.

Stattdessen müsste man die jungen Chirurgen psychisch und mental besser unterstützen. In einem Spital herrscht eine militärische Hierarchie, und tatsächlich wird die Grenze zum psychischen Missbrauch manchmal strapaziert.

Problematisch sind für mich weniger die vielen Arbeitsstunden, sondern die Qualität dieser Stunden. In einem guten Team mit einer angenehmen Stimmung zehren zwölf Stunden weniger als drei Stunden unter psychischem Terror. Dort müsste man in der Ausbildung der Ärzte ansetzen. Die Medizin könnte da viel von der Wirtschaft und vom Sport abgucken: Wie kann man Leistung steigern?

Im Moment wird man als junger Chirurg mehr oder weniger konzeptlos in einen Topf geworfen, und wer darin überlebt, gibt seine Erfahrungen an die nächste Generation genauso schonungslos weiter. Das muss sich ändern.

Irgendwann habe ich für mich einen Weg gefunden, mit dem Stress und dem Druck fertig zu werden. Und zwar behandle ich das Spital wie eine Schublade. Wenn ich nach einer langen Schicht an die frIsche Luft trete, den Wind spüre und höre, wie sich hinter mir die Schiebetür schliesst, dann schliesse ich auch diese Schublade. Dann lasse ich alles hinter mir, gehe eine Runde joggen und habe nachher wieder einen frischen Kopf: Um mich auf den nächsten Tag vorzubereiten.

(Aufgezeichnet von watson)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 04.11.2017 03:01
    Highlight Dieser Chirurg soll nicht so tun!

    Die meisten chirurgischen Eingriffe sind unwirksam und darum unnötig.

    Oft schädlich.

    Wenn er nur 40 Stunden arbeiten würde, dann würde es den Patienten besser gehen.
    2 2 Melden
  • Evan 03.11.2017 09:02
    Highlight Mit 50 Stunden pro Woche kann man kein guter Chirurg sein/werden? Ist man denn als übermüdeter Chirurg besser?
    20 1 Melden
  • Elpolloloco 03.11.2017 08:29
    Highlight einfach die unnötigen Operationen (vor allem bei zusatzversicherten Patienten) sein lassen und schon sinkt die Arbeitsbelastung um 25%. Magic!
    7 1 Melden
  • welefant 03.11.2017 08:14
    Highlight dann hab ich nun auch mitleid mit sämtlichen küchenchefs die fü die spesen eines chirurgs arbeiten 😊
    6 3 Melden
    • AL:BM 03.11.2017 15:03
      Highlight Die Ausbildung eines Küchenchefs ist wohl etwas kürzer und wesentlich günstiger zu haben.
      Mitleid habe ich mit beiden nicht, da Sie diese jeweiligen Jobs ja freiwillig ausgesucht haben.
      3 1 Melden
  • Thinkdeeper 02.11.2017 20:34
    Highlight Es ist deplatziert solche Pensen zu erwarten und zu fordern.
    Wie überall tragen am Schluss Umfeld und Gesellschaft die Folgen.
    Was spricht gegen 6 Jahre Ausbildung und max. 60 Stunden Woche?
    Kosten? Lächerliches Argument...
    35 0 Melden
  • W°^°||°^°W 02.11.2017 18:40
    Highlight Hauptursachen sind fehlendes Fachpersonal und bei OPs halt unvermeidbar übliche Komplikationen für solche extreme Arbeitszeiten der Chirugen und Assistenzpersonal.
    13 1 Melden
  • Zeit_Genosse 02.11.2017 18:31
    Highlight Warum mutet sich diese "Branche" so viel zu. Wer nicht ausgeruht arbeitet, der macht Fehler. es sind keine Übermenschen. Wie rechtfertigen Spitäler diese Einsatz- und Präsenzzeiten und warum wird das nicht geändert. Dürfen die Kunden nicht erwarten, von einem ausgeruhten und damit leistungsfähigen Chirurgen operiert zu werden? Piloten, Lokführer, Chauffeure, müssen Ruhezeiten einhalten. Wenn Brände ausbrechen (Feuerwehr) oder Katastrophen zu bewältigen sind, dann können massive Einsatzstunden die einzige Möglichkeit sein, jedoch nicht in einem durchorganisierten Spital zum Regelfall werden.
    73 0 Melden
  • Benot 02.11.2017 14:54
    Highlight Aber etwas finde ich trotzdem komisch:

    Gerade Ärzte wissen einem doch zu sagen, dass Mensch ausgeruht eine bessere Leistung bringt, als übermüdet.

    Und das soll gerade im Operationssaal, wo es um Menschenleben geht, nicht mehr gelten?
    Oder haben Chirurgen schlicht nicht den Anspruch, die beste Leistung erbringen zu können, sondern stattdessen Masse statt Klasse?

    Ich frage mich ein wenig, ob da nicht auch ein verfehlter Berufsstolz mitspielt, der, "härti Sieche" zu sein und so.

    Ich sehe einfach den Sinn nicht dahinter. Und dann werden für Milliarden Flüügerli geposchtet.
    96 6 Melden
    • Pfauenfeder 02.11.2017 17:03
      Highlight Das problem ist, dass ein arzt in der ausbildung keine wahl hat. Entweder arbeitet er die 50 und nochmehr stunden oder er ist raus.
      30 4 Melden
    • Holzkopf 02.11.2017 19:12
      Highlight @Pfauenfeder: Da möchte ich widersprechen. Bin selber Assistenzarzt. Durch den Ärztemangel könnten wir locker vermehrt die Einhaltung der Arbeitsgesetze einfordern ohne Angst die Karriere aufgeben zu müssen. Und wieso tun es die meisten trotzdem nicht? Ich denke, bei vielen (und da nehme ich mich nicht aus) liegt es an der Art der Sozialisierung: Zu viele von uns lassen sich immer wieder durch das angenhme Gefühl des "Gebrauchtwerdens" zum Überschreiten der eigenen Grenzen verleiten..
      57 1 Melden
    • Pfauenfeder 02.11.2017 21:27
      Highlight Holzkopf da gebe ich dir recht. Das sehe ich bei meinem mann der Assi ist. Dennoch erlebt er es trotzdem sehr oft dass mann auch einfach den druck hat dort zu bleiben obwohl man schob weit über 10h ist. Mit der regelung max. 140 überstunden hat sich das etwas verbessert.
      12 0 Melden
    • Holzkopf 02.11.2017 22:11
      Highlight Ja, der Druck ist da, dass alle Arbeit gemacht ist. Und wenn (wie halt oft) zu viel davon anfällt, dann bleibt man eben länger. Sei es den Patienten zuliebe, die man schliesslich gut betreuen möchte, oder aus Kollegialität, dass man dem Nachtarzt/der nächsten Schicht etc. keine unerledigte Arbeit hinterlässt, oder aus weiteren sinnvollen Gründen. Bin nicht dafür, dass man einfach davonläuft, sondern dass man all diese Situationen dokumentiert, den Vorgesetzen gelegentlich vorlegt und nötigenfalls an den VSAO o.ä. gelangt. Scheitert meist daran, dass irgendeiner im Team nicht mitmachen will...
      9 0 Melden
  • Follower 02.11.2017 13:25
    Highlight Ein weltbekannter Arzt hat einmal geschrieben: „12 bis 14 Stunden Arbeit ist für mich wohl normal; 17 Stunden sind zuviel.“
    54 2 Melden
  • Don Sinner 02.11.2017 13:23
    Highlight Dafür hat er den Pool und Porsche vor Augen. Sonst würde das keiner machen. Hat der Polier das vor Auge? Also. Fertig gejammert.
    16 236 Melden
    • Money is everything 02.11.2017 13:41
      Highlight Nur hat er keine Zeit diese Dinge zu geniessen. Übrigens ist Chirurg definitive der falsche Job um die hohen Löhne zu bemängeln. Da gäbe es andere überbezahlte Berufe. Er hat sich btw nicht mal beklagt, sondern nur erklärt.
      146 4 Melden
    • Hexentanz 02.11.2017 13:45
      Highlight Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Leute Chirurgie Studieren damit sie ein Porsche und Pool haben..

      Das sind doch Menschen mit einer Passion und Leidenschaft dafür, oder einfach interessiert.

      Wenn der 0815 Hausarzt seinen Porsche hat versteh ich das ja noch - auch dass da einige vielleicht des Geldes wegen diese Ausbildung in Angriff genommen haben... aber denke nicht Chirurgen..
      81 15 Melden
    • Don Sinner 02.11.2017 15:30
      Highlight @Hexentanz Finde ich schön, wenn es noch solche IdealistInnen gibt wie Sie und die Herzlis. Bloss...
      9 40 Melden
    • PaLve! 02.11.2017 16:01
      Highlight 4Jahre Gymnasium, 6 Jahre studieren und dann 6. Jahre assistieren und endlich mal genügend Geld haben, um zurecht kommen um anschliessend "das grosse Geld" zu verdienen? Bist du sicher, das man in diesen 16 Jahren nicht anders viel Geld verdienen könnte?
      59 4 Melden
    • Punkt 02.11.2017 16:31
      Highlight Nunja, die Lohnaussichten für Ärzte waren auch mal besser. Während die Reallöhne im Allgemeinen seit den 1970er Jahren stetig gestiegen sind, ist der Reallohn der Ärzte in dieser Zeit kontinuierlich gesunken. Ich glaube die wenigsten studieren Medizin wegen den Lohnaussichten, zumindest habe ich bis jetzt noch niemanden kennen gelernt.
      37 9 Melden
    • Lami23 02.11.2017 16:31
      Highlight Dir ist schon klar, das sich ein HA nicht im Porschesegment befindet?
      26 2 Melden
    • Lami23 02.11.2017 16:36
      Highlight By the way: Chirurgie kann man nicht studieren. Man macht einen Facharzt darauf. Nach dem Medizinstudium.
      32 1 Melden
    • W°^°||°^°W 02.11.2017 19:00
      Highlight @Don Nicht ganz so klar. Ein akzeptabler Chirurg trägt eine Kiste im Jahr nach Hause und kann sich so etwas mehr leisten. Also zwar eher seine Frau und Familie als er selbst. Arzt wird man nicht wegen dem Zapfen sondern aus Berufung. Wenn der Zapfen im Mittelpunkt stehen sollte, wäre man als Witschaftsanwalt weit besser bedient und hätte erst noch weniger Präsenzzeit.
      Nicht jedes Metier wirft gleich viel ab. Zufriedenheit und Erfüllung sind seelisch auch wichtig. Hier in den Ländern der Neider passt aber dein billiger Vergleich bestens.
      17 5 Melden
    • Wald Gänger 03.11.2017 08:31
      Highlight DonSinner: Magst du den Leuten ihren Lohn nicht gönnen oder was ist dein Problem?
      1 0 Melden
  • Dharma Bum 02.11.2017 13:14
    Highlight Noch 10 Jahre und die meisten Eingriffe erledigt der Roboter. Dann kommt der Chirurge ins Ballenbergmuseum.
    26 86 Melden
    • Verifiable Truth 02.11.2017 13:42
      Highlight vielen dank aber, Roboter ohne Bedienung wird es kaum geben.
      in den 70ern Jahren gab es Fantasien über Roboter im Haushalt. Letzlich gab es einen Bericht wie ein freilaufener Staubsauger die Katzenkakke im Zimmer verteilt. Roboter, my ass...
      40 7 Melden
  • Loupi 02.11.2017 13:13
    Highlight Respekt vor der Arbeit aller Ärzte/Ärztinnen sowie Chirurgen/Chirurginnen. Fehler sind menschlich. Mein Leben wurde als Kleinkind durch einen Operationsfehler eines Assistenzarztes ziemlich verpfuscht. Ich lebe zwar, dennoch bereue ich diesen Fehler dieses Arztes beinahe jeden Tag seit 30 Jahren, der Arzt denkt wohl kaum noch daran... Ich will dies niemandem vorwerfen. Jedoch finde ich diese Einstellung ziemlich respektlos, dass man unter solchen Bedingungen glaubt vernünftig arbeiten zu können. Kein Wunder gibt es in den USA viele Klagen. http://ä
    73 7 Melden
  • WhatZitTooya 02.11.2017 13:12
    Highlight Chapeau! Noch viel wichtiger: Danke!
    22 4 Melden
  • W°^°||°^°W 02.11.2017 13:04
    Highlight solche Arbeitszeiten und Präsenzzeiten zu fahren in dem Handwerk Chirugie. Was ich aber nicht verstehe und hier wieder einmal klar sagen will, ist den die eigene Gesundheit völlig ausgeblendet bei den Damen und Herren Ärzten? Es muss mir keiner sagen, dass solches Personal konstant gleich fit arbeitet. Es sindimmer noch selbst Menschen und haben nicht unbegrenzt Rassourcen. Spätestens nach 12 Stunden Arbeiten pro Tag entsteht bewiesenermassen ein Leistungsabfall. Dieser wirkt sich garantiert aus. Am Patient, Personal, Spital und sich selbst.
    62 1 Melden
    • Lami23 02.11.2017 16:35
      Highlight Man muss auch sehen, dass ist die Ausbildungszeit. Ärzte arbeiten auch nachher viel. Aber die meisten die ich kenne, arbeiten nachher nicht mehr 100 prozent. Einige gibt es immer noch, aber die wollen das dann so. Und nein, auch mit weniger Pensum kann ein Arzt noch eine ansehnliche Karriere machen.
      6 0 Melden
    • The Destiny 02.11.2017 16:35
      Highlight Eine Kollegin von mir wo Medizin studiert hat und jetzt als JD (UK) arbeitet hat mir einmal gesagt
      "Ärzte sind die schlimmsten Patienten"
      11 2 Melden
    • Lami23 02.11.2017 17:49
      Highlight Ärzte, Pflegende, Lehrer und Leute mit zu viel Familie :-)
      7 1 Melden
  • Menel 02.11.2017 12:50
    Highlight Was ich dabei aber immer noch nicht verstehe ist; bei LKW Fahrern sind Ruhepausen Pflicht, aber ein Chirurg kann nach 18h im Dienst immer noch eine OP machen. Ich will als Patient aber nicht von jemandem operiert werden, der schon seit 18h auf den Beinen ist 😳
    206 4 Melden
  • Digital Swiss 02.11.2017 12:37
    Highlight "Trotzdem halte ich das enorme Pensum für berechtigt." Brain-Washed?
    149 8 Melden
  • Gertrud 02.11.2017 12:37
    Highlight Ein solcher Artikel könnte man auch auf die Gastronomie übertragen - und da hat man auch nach det Ausbildung einen schlechten Lohn.
    39 95 Melden
    • Gertrud 02.11.2017 12:51
      Highlight fände es toll, wenn man seine Meinung sagt und dann blitzt und nicht nur blitzen :)
      30 28 Melden
    • jimknopf 02.11.2017 12:58
      Highlight Man hat aber auch nicht so eine gewaltige Verantwortung wie ein Chirurg, geschweige denn ein mehrjähriges Studium bis man Unterassistent ist und als solcher verdient man ebenfalls schlecht.
      94 6 Melden
    • Liz 02.11.2017 12:58
      Highlight @Gertrud - Der Vergleich hinkt aber ... In der Gastronomie rettest du keine Menschenleben und hältst auch keine Herzen in der Hand. Gastronom ist ein Knochenjob, ich habe diesen für Jahre gemacht aber ich würde es niemals so vergleichen.
      78 3 Melden
    • ulia 02.11.2017 13:00
      Highlight Aber es sind keine Menschenleben ahf dem Spiel...
      29 1 Melden
    • Dharma Bum 02.11.2017 13:14
      Highlight Ein zerschlagener Teller ist ja auch keine Aorta ...
      72 1 Melden
  • Baccara 02.11.2017 12:36
    Highlight Ist mir mein eigenes Leben so wenig wert, dass ich 120 Wochenstunden arbeiten WILL?

    Diese Frage stellt sich mir unweigerlich.

    Und mein Hirn wie auch mein Herz sagt nein. Ich will Zeit verbringen mit den Menschen, die ich liebe. Ich will sehen wie sich die Natur verändert.
    Nur Karriere - no way.
    119 10 Melden
    • Nausicaä 02.11.2017 14:57
      Highlight Zu deinem ersten Satz. Wenn man sein Talent / seine Leidenschaft 'aus'leben kann, bekommt Arbeit eine völlig neue Konnotation, anstatt dass sie einen, wenn man etwas macht, zu dem man keinen tieferen Bezug hat, auslaugt, bereichert sie einen um ein x-faches. Bei Arbeit, die man gerne macht, gewinnt man an Leben.

      Die Arbeitszeiten, von denen er spricht, sind sicher um einiges zu heftig. Aber ich kann verstehen, das man viel investiert, wenn man seine Tätigkeit liebt.
      16 1 Melden
    • Holzkopf 02.11.2017 19:19
      Highlight @Baccara: Du sprichst mir aus der Seele. Für viele Ärzte wäre es wohl Zeit, ihre Prioritäten zu klären...
      4 2 Melden
  • Lindaa 02.11.2017 12:20
    Highlight Falls das stimmen sollte mit dem Arbeitspensum, dann kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man das so lange durchhält, ohne sich Substanzen einzuziehen um fit zu bleiben.

    Aber trotzdem, riesengrossen Respekt an solche Leute, was für eine Arbeit die leisten!
    114 4 Melden
  • Antiremplaceur 02.11.2017 12:18
    Highlight Und nächste Woche bei "Die totale Selbstüberschätzung": Wie ich trotz 26-Stundentag als Mega-CEO noch ein Super-Daddy bin.
    138 16 Melden
    • Dharma Bum 02.11.2017 13:15
      Highlight Ich hab einen 8 Stunden Tag und bin trotzdem oft kein Super Daddy ...
      59 1 Melden
  • Toerpe Zwerg 02.11.2017 12:12
    Highlight 120h pro Woche sind für niemanden länger als eine Woche durchzuhalten.
    104 14 Melden
    • Tsunami90 02.11.2017 12:53
      Highlight Ich arbeite im Aussendienst im Schnitt 70h Stunden die Woche, körperlich und gestig fordernde Arbeit. Wer angibt mehr als 80h die Woche zu arbeiten und das durchzuhalten belügt sich selbst. Entweder beim Durchhaltevermögen, oder beim übertreiben seiner Stunden.
      57 8 Melden
    • De Shipi 02.11.2017 13:20
      Highlight Da haben Sie wohl nichts erreicht im Leben.

      Fragen Sie mal die Wirtschaftsprüfer, wie viele Stunden die in der Hochsaison arbeiten....
      15 65 Melden
    • pete.waterman 02.11.2017 14:54
      Highlight @de Shipi: sie messen erreichte Ziele im Leben mit der Anzahl geknechteten Stunden pro Woche...traurig, Sie tun mir leid.
      37 4 Melden
    • Lord_ICO 02.11.2017 15:03
      Highlight @Shipi

      Was heisst denn hier nichts erreicht? Ich würde niemals meine Freizeit für den schnöden Mammon eintauschen. Es gibt Sachen die im hohen Alter nicht mehr möglich sind und die ich bereuen würde nicht getan zu haben für ein par Fränkli mehr im Jahr.

      Aber wenn sie es toll finden das ganze Junge Leben bei der Arbeit zu verbringen und sich dann auch noch für etwas besseres halten. Have fun business man🤦
      12 2 Melden
    • Makatitom 02.11.2017 16:10
      Highlight @deshipi. Ob das was sie den Kunden verrechnen auch wirklich dem Aufwand entspricht ist ja noch eine andere Frage.
      Kommt ein Unternehmensberater in den Himmel und fragt Petrus, warum er schon mit 25 Jahren abdanken musste. Sagt Petrus: laut dem, was du deinen Kunden verrechnet hast bist du bereits 125
      27 2 Melden
    • De Shipi 03.11.2017 07:55
      Highlight @Lord_ICO:
      Mein Vater machte sich selbständig als Gipser in frühen Jahren schon. Er hat sehr viel gearbeitet und oft den ganzen Samstag. Mit 48 hat er sich komplett zurückgezogen und die Leitung übergeben.
      Alle anderen arbeiten noch bis 60 und er relaxte 12 Jahren vorher schon. Klar, als Chirurg ist es was anderes, aber was ich damit sagen will, ich arbeite auch viel und möchte sogar noch früher nicht mehr arbeiten müssen.

      Mein primäres Ziel:
      Mit 45 (also in 9 Jahren) einen Block mit 6 Wohnungen kaufen und von den Mieten leben..mein eigenes Haus habe ich schon abbezahlt.
      5 1 Melden
    • Lord_ICO 03.11.2017 10:21
      Highlight @Shipi

      So unterschiedlich sind die Lebensziele. Wenn ich nur schon daran denke, dass ich irgendwann in einem eigenen Häuschen lebe und ein Spieserleben führe, kommt mir das kalte Grauen.

      Vergessen sie bitte nie, es ist ihr Ziel und der einzige der daran gemessen wird sind sie. Sie können doch andere nicht indirekt als Versager bezeichnen, nur weil er nicht ihrem Lebensstil zuspricht und nicht ihre Ziele verfolgt.
      1 0 Melden
    • Patrick Toggweiler 03.11.2017 10:54
      Highlight @De Shipi: Du hast ja noch Bitcoins, wenn ich mich recht erinnere. Du bist also auf gutem Weg :-).
      1 0 Melden
    • De Shipi 03.11.2017 12:52
      Highlight @Toggweiler: Ja die paar Bitcoins habe ich noch, aber mir egal was damit wird, habe guten Gewinn gemacht damit. Ich trade auch sehr viel, einfach will ich nicht als alter Mann in die Pension will um dann ein Jahr später plötzlich zu sterben :-)

      Mein Ziel erreiche ich so oder so, habe auch guten Job, aber trotz der Ausbildung und all dem drum herum sehe ich nicht ein wie viele top CEOs ins hohe Alter noch arbeiten zu müssen statt das Leben zu geniessen. Haus, paar geile Schlitten und ab und zu reisen, mehr brauchts nicht in meinem Leben...
      0 1 Melden
  • pamayer 02.11.2017 12:12
    Highlight danke allen, die in der chirurgie, der medizinischen königsdisziplin, arbeiten.
    ihr habt meiner frau schon mehrere male das leben gerettet.
    ihr lebt ein unlebbares leben, dafür, dass andere weiterleben können.
    danke allen!
    97 15 Melden
    • Lami23 02.11.2017 16:28
      Highlight medizinische Königsdisziplin ist und bleibt Ansichtssache :-)
      27 2 Melden
    • Holzkopf 02.11.2017 19:23
      Highlight Trotz Respekt für alle Chirurginnen und Chirurgen: Ich glaube nicht, dass die Übertretung der gesetzlichen Arbeitszeiten Voraussetzung ist für einen guten Arzt.
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  • Thom Mulder 02.11.2017 12:08
    Highlight Es braucht mehr als 50 Std/Wo um ein guter Chirurg zu werden? So ein Unsinn! Erfahrung ist natürlich das Wichtigste, aber mehr als 50 Std gehören verboten. Dann braucht es natürlich ein paar Jahre länger, und das wäre richtig - man hält als Arzt dann auch länger durch und lebt länger. Am Ende ist es die Qualität die zählt und da liegt heutztage genau das Manko - kein Wunder passieren derart viele Fehler im Spital wenn Ärzte doppelt soviel Zeit reinwürgen - ich kenne niemand der im Spital vom Pfusch verschont wurde. Das ist echt das Letzte! Karrierewahn auf Kosten der Patienten.
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    • Lami23 02.11.2017 16:26
      Highlight derart viele Fehler? Es werden laufend Instrumente eingeführt um genaudas zu verhindern. Es gibt Fehler, natürlich. Abernicht so viele wie du hier suggerierst.
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    • Holzkopf 02.11.2017 19:30
      Highlight Mehr als 50h im Durchschnitt SIND bereits verboten, leider kommt es vielerorts zu Übertretungen, weil zu viele Assistenzärzte diese mehr oder weniger einfach hinnehmen.
      Bin selber Assistenzarzt und rege mich immer wieder auf, dass wir als Berufsgruppe es seit Generationen nicht hinbekommen, für unser Privatleben anständig einzustehen.
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    • Lami23 03.11.2017 05:44
      Highlight Genau dort sehe ich auch das Problem. Zu wenig Gegenwehr. Darum hält sich mein Mitleid auch etwas in Grenzen.
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  • S K 02.11.2017 12:00
    Highlight Ein schöner Bericht. Mir gefällt dass der Chirurg die "militärische Hierarchie" bemängelt und eine bessere Schulung/System fordert für die Wissens- und Erfahrungsweitergabe von Alt zu Jung. Aber ja, unter so viel Druck ist es sicher schwierig auch das noch gut zu machen...
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  • Lami23 02.11.2017 11:55
    Highlight Der Papierkrieg ist wirklich grauenhaft....
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  • Madison Pierce 02.11.2017 11:43
    Highlight Eine beeindruckende Leistung!

    Aber so richtig wohl ist mir nicht dabei. Klar kann man seinem Körper viel abverlangen und je nach Person fast Tag und Nacht arbeiten. Nur: das steigert die Arbeitsqualität nicht.

    Nicht ohne Grund haben Chauffeure und Lokführer feste Ruhezeiten, die immer einzuhalten sind, auch wenn man sich noch fit fühlt. Es ist mir unerklärlich, weshalb das für Chirurgen nicht gelten soll, schliesslich ist deren Arbeit ja auch mit immenser Verantwortung verbunden.
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    • thi 02.11.2017 17:22
      Highlight Zu erst möchte ich ebenfalls meinen grossen Respekt gegenüber allen Ärzten kundtun. Bezüglich Ihren Bedenken sehe ich sehr oft super Arbeit. Doch wie oben benannt ist es Teamwork. So versuchen viele betreuende Dienste zum Beispiel dipl. Pflegepersonal mit zudenken. Ist eine Antikoagulation notwendig oder ggf noch zu früh, muss ggf. der Überwachungsinterval erhöht werden, macht eine Compartmentüberwachung Sinn? Ist die Dosis oder alleine die Verordnung eines Medikaments logisch? Solche Überlegungen stellen die meisten bei allen Patienten an. So können weitere Komplikationen vermieden werden
      6 0 Melden
    • Lami23 02.11.2017 19:53
      Highlight Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt. Es ist wie im Strassenverkehr. Wenn einer abgelenkt ist, schaut dafür manchmal ein anderer hin.
      2 0 Melden
    • sambeat 02.11.2017 22:03
      Highlight Ich glaube, das hat damit zu tun, dass es einfach zu wenig gut ausgebildete Chirurgen gibt.
      1 0 Melden
    • Lami23 03.11.2017 05:42
      Highlight gegenüber anderen disziplinen sind chirurgen kein Problem.
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  • De Shipi 02.11.2017 11:40
    Highlight Alle Ärzte, insbesondere Chirurgen, haben meinen grössten Respekt. Dieses Talent ist einfach unbeschreiblich.

    Im Gegensatz zu unserem 0815 Job ist dort jede Erkrankung sowie jeder Unfall absolut unvergleichbar, jeder Patient ist komplett anders.

    Sie opfern ihr Leben um unseres zu retten!!!
    DANKE
    54 24 Melden
  • AllknowingP 02.11.2017 11:37
    Highlight Crazy!
    11 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.11.2017 11:36
    Highlight Nette Rubrik. 👏👏

    Und beeindruckender erster Beitrag.

    Frage: wo zieht ihr die Grenze? Wenn euch jemand z.b. über Terror oder Medien schreibt und das als Betroffener. Wimmelt ihr ihn als Aluhut Träger ab oder nehmt ihr das ernst?
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    • Adrian Eng 02.11.2017 12:17
      Highlight Es ist nicht der erste Beitrag. Hier findest du die restlichen: https://www.watson.ch/Was%20ich%20wirklich%20denke
      16 0 Melden
    • Patrick Toggweiler 03.11.2017 11:01
      Highlight Für dieses Format suchen wir nach Experten auf einem Gebiet - ausgewiesene Experten, welche ihren Status belegen können (alle unsere interviewten Personen erbrachten einen Nachweis, dass sie wirklich sind, wofür sie sich ausgeben). Gelten diese Kriterien für deine genannten Themen (Du bist also zum Beispiel Opfer der Digitalisierung oder Opfer von Terror als Direktbetroffener / Angehöriger), dann ist das Format das richtige. Wenn du aber einfach deine Meinung kundtun willst – dafür ist das Format falsch. Melde dich doch einfach unter: wasichdenke@watson.ch
      0 0 Melden
  • pedrinho 02.11.2017 11:30
    Highlight ich denke ein chirurg oder anderer hoch spezialisierter mediziner darf sich nicht emotional an seinen faellen beteiligen. Er muss versuchen, das vor ihm liegende "system" zu reparieren, das er damit auch mal jemanden gehen lassen muss ist unvermeidbar. Die "schublade" schliessen zu koennen ist dabei das wesentliche ohne
    wird er untergehen.
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  • ZH27 02.11.2017 11:29
    Highlight Ok, 120 h die Woche sind sind ca. 17 h pro Tag. Jetzt nehmen wir an, dass er 1-3 Mal am Tag etwas zu essen besorgt und das isst (ca. 1 h). Weiter nehen wir an, dass er im Personalhaus schläft, das ca. 15 min entfernt ist (0.5 h pro Tag). Ab und zu muss er auch profane Dinge erledigen, wie Rechnugen bezahlen, Kleider anziehen (evt waschen etc.) also sagen wir nochmals 0.5 h pro Tag und dann noch 0.5 h pro Tag "Reibungsverluste" zwischen den Aktivitäten. Sind wir bei 19.5 h. Das heisst der Chirurg schläft dann 4.5 h. Das kann ich als längerfristiger Durchschnitt beim besten Willen nicht glauben.
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    • guineapig 02.11.2017 11:59
      Highlight Ist in den USA tatsächlich völlig normal. Gesetzlich vorgeschriebenes Maximum sind dort 80h/Woche, die (wie unsere 50h-Limite in der Schweiz auch) von den Arbeitgebern schamlos ignoriere werden
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    • ZH27 02.11.2017 12:12
      Highlight 120 h ist schlicht nicht möglich. Es geht mir aber wirklich nicht darum, die Leistung vom Chirugen oder Ärtzen allgemeim zu hinterfragen. Aber solche Märchen und genau diese Einstellung, dass nur jemand mit einer min. 80 Studenwoche ein guter Arzt ist, führt zu den prekären Arbeitsbedingungen, die von den Spitältern natürlich gewollt sind. Junge Ärzte kriegen das schon früh eingeimpft und wiederholen solche Aussagen mantrahaft. Diese Opferung der eigenen Lebenszeit ist nicht nötig, auch wenn sich die Betroffenen das natürlich dann irgendwann selbst einreden.
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    • Butschina 02.11.2017 12:34
      Highlight Das entspricht teilweise durchaus der Tatsache. Ist zum Glück aber nicht jede Woche so. Das maximum von 50h pro Woche ist fast nicht zu erreichen. Ausser es herrscht richtig Flaute. Viele realisieren nicht, wieviel Büroarbeit ein Assistenzarzt leistet. Ich ziehe den Hut vor allen Ärzten. Der Lohn während der Assistenzzeit ist auch nicht fair.
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    • Benot 02.11.2017 12:48
      Highlight Doch doch, Zh27, nötig ist das allemal, damit wir bei der Ärzteausbildung sparen und so mehr Geld für Duro und Kampfjets übrigbleibt.
      Da geht es eben darum, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen, d.h. die Gesundheit einiger vs. die Sicherheit aller.
      Alles klärli?
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    • PrincessCrazy 02.11.2017 12:55
      Highlight Also ich kann es glauben und habe auch schon gehört, dass es tatsächlich so zugehen soll - mir macht es eher Angst... Kann jemand, der regelmässig so wenig schläft, wirklich 100% funktionieren? Es ist ja wissenschaftlich bewiesen, dass bei Schlafmangel die Konzentration sinkt etc. - könnten denn nicht viele erwähnte Fehler durch mehr Schlaf verhindert werden..? Ich möchte jedenfalls nicht von einem Chrirurg operiert werden, der nie mehr als 5 Stunden schläft...
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    • burroamoroso 02.11.2017 13:01
      Highlight Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies ohne Drogen (welcher Art auch immer) nicht gehen würde!
      19 3 Melden
    • _stefan 02.11.2017 13:09
      Highlight @ZH27: Es steht 80-120h. Das ist bei Ärzten in Ausbildung durchaus realistisch. Zu Mittag gibts vielleicht mal schnell ein Sandwich, wenn überhaupt.

      Natürlich kann nicht jede Woche 120h gearbeitet werden. Es gibt auch Wochen mit Kompensationstagen, da wird dann der Schlaf nachgeholt.
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    • Dharma Bum 02.11.2017 13:13
      Highlight 17 H sind zu rechenen ab verlassen des Hauses bis Heimkehr. Ein bisschen Drama darf ja wohl noch sein ...
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    • elmono 02.11.2017 13:54
      Highlight Drogen- bzw. Medikamentenmiss rauch machens kurzfristig möglich.
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    • guineapig 02.11.2017 16:04
      Highlight ZH27 das sind keine Märchen und schönreden will es hier (hoffentlich!) auch niemand. In der Schweiz sind allerdings 100 Stunden und mehr glücklicherweise kaum ein Thema mehr. Das ist, wie gesagt, ein Extrem, das mehrheitlich noch in den USA beheimatet ist. Dennoch sind die Anstellungsbedingungen der Assistenzärzte auch bei uns viel zu häufig prekär und das Einhalten der 50h-Woche ist deshalb auch das Dauerthema des VSAO (Verband Schweizer Assistenz- und Oberärzte).
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    • Nikita Schaffner 02.11.2017 19:06
      Highlight Ich glaube als Arzt und Chirug hat man die Möglichkeit auch während der Schicht zu schlafen und auf Abruf zu bleiben, solange keine wichtige Aufgaben anstehen. Das heisst statt einem langem Schlaf, schläft er aufgeteilt über den Tag.
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    • moli 02.11.2017 22:30
      Highlight menschen die mit 4h stunden schlaf ausgeschlafen sind ist keine seltenheit ;)
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  • jimknopf 02.11.2017 11:19
    Highlight Super Bericht! Als Sohn eines Chirurgen sieht man seinen Vater kaum. Natürlich ist es schön 2x im Jahr in die Ferien zu fliegen (min. 1x ohne Vater) und in einem schönen Haus zu leben. Ob es das alles wert ist auf seine Familie zu verzichten? Muss jeder für sich entscheiden.

    Auf alle Fälle bekommen Ärzte meinen grössten Respekt, läuft eine Operation schief hört man immer davon, von allen gelungenen leider weniger.
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    • welefant 03.11.2017 08:15
      Highlight geb dir recht - willst du eine ärzte zeitung und nach jeder op eine welle?
      0 3 Melden
  • majado1o 02.11.2017 11:18
    Highlight Respekt! Könnte ich niemals...
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Ganz ohne Plastiksäckli: In Zürich öffnet der erste Zero-Waste-Laden der Deutschschweiz

In Zürich eröffnet der erste Laden ganz ohne Abfall. Wer was kaufen will, muss seinen eigenen Behälter mitnehmen, auch für Nudeln, Reis oder Alkohol. «Zero Waste» heisst die Philosophie und steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. 

Rüebli, Kartoffeln, Nudeln oder Seife, im Foifi, dem ersten Zero-Waste-Lasten in Zürich, findet man eigentlich alles – ausser eben Plastiksäckli. Der neue Laden steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und setzt sich zum Ziel, keinen Abfall zu produzieren. Der Durchschnittsschweizer produziert im Jahr 344 Kilogramm Abfall – viel zu viel, finden die Betreiber des «Foifi». Der Name ist ein Vermerk auf die fünf Axiome von Zero Waste, aber auch eine Liebeserklärung an den Zürcher …

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