Schweiz

Ein Waffenfan erzählt, weshalb er im Schiesskeller vor allem auf Idioten trifft

Bild: EPA/DPA

23.11.16, 16:16

watson

Was ist «Was ich wirklich denke»?

Wir gestehen: Bei der Idee für «Was ich wirklich denke:» haben wir uns schamlos beim Guardian-Blog «What I'm really thinking» bedient. Wir mussten fast, denn die Idee dahinter passt wie die Faust aufs Auge auf unseren alten Claim «news unfucked». Es geht darum, Menschen, Experten, Betroffene anonym zu einem Thema zu Wort kommen zu lassen, ohne dass diese dabei Repressalien befürchten müssen. Roh und ungefiltert. Und wenn du dich selber als Betroffener zu einem Bestimmten Thema äussern willst, dann melde dich bitte unter wasichdenke@watson.ch.

Die Namen unserer Gesprächspartner sind frei erfunden.

Einen Granatwerfer und ein leichtes Maschinengewehr habe ich nicht. Sonst habe ich aber von jeder Waffengattung etwas zuhause: ein SIG SG 553, eine Fabarm STF/12, zwei Scharfschützengewehre, zwei Maschinenpistolen von Brügger & Thomet, eine TP9 und eine APC9 und – von SIG Sauer bis Glock – etwa 15 bis 20 9-Millimeter-Pistolen.

Wenn jemand bei mir einbricht ist er selber schuld. Aber auf den Einbrecher schiessen würde ich nicht – könnte ich gar nicht. Meine Waffen sind in einem schweren Tresor verstaut und den Code kenne nur ich. Eine Waffe zwecks Selbstschutz im eigenen Haus ist vor allem eines: ein Risiko.

«Ich bin ein Waffenfan, kein Waffennarr.»

Was passiert, wenn man im Schlaf überwältigt wird? Was passiert, wenn sich die eigene Waffe plötzlich gegen dich selber richtet? Selbstschutz war für mich nie die Motivation, Waffen zu erwerben – vor allem in diesen sicheren Zeiten.

Ich bin ein Waffenfan, kein Waffennarr. Ein Narr ist ein Verrückter – ein Psycho, einer, der seine Waffe immer und überall auf sich trägt, allzeit bereit. Das bin ich nicht. Ich bin fasziniert von Waffen. Von der Präzision, von der Technik. Aber verrückt? Nein. Verrückt bin ich nicht.

Ich bin über meinen Cousin zu den Waffen gekommen. Er war immer mein Vorbild. Er war Berufsmilitär und ich habe ihn immer bewundert.

Wenn ich in den Schiessstand gehe, läuft das folgendermassen ab: Ich rufe an, lasse mir eine Bahn reservieren, dann fahre ich hin, zeige meinen Ausweis, gehe zu meiner Bahn und mache mich bereit. Dann schiesse ich meine Programme, Combat oder Präzision – auf was ich gerade Lust habe.

Schiessen ist eine reine Konzentrationsübung. Eine halbe Stunde geht ohne Probleme, 45 Minuten sind anstrengend, spätestens nach einer Stunde bin ich aber völlig fertig.

Danach pflege ich vor allem meine Waffe – und weniger die sozialen Kontakte. Wenn jemand etwas von mir wissen will, eine Frage zu einer meiner Waffen hat, dann gebe ich gerne Auskunft. Doch ich bin in dieser Hinsicht vielleicht etwas eigen: Ich schiesse vor allem für mich. In den Schiesskellern trifft man zwar immer wieder auf gute Leute, aber leider vor allem auf  Idioten.

«Der Grossteil der Besucher von Schiesskellern sind politisch klar rechter Gesinnung – Schweizer Bünzlis halt.»

Tatsächlich ärgere ich mich immer wieder. Zum Beispiel über Hobby-Rambos, die in der Gruppe eine Bahn gemietet haben und wie auf der Bowlingbahn johlend und grölend jeden Treffer kommentieren. Oder über Leute mit rechter Gesinnung, die ihren Rassismus zum Teil offen zur Schau tragen, weil sie sich unter ihresgleichen wähnen. Der Grossteil der Besucher von Schiesskellern sind politisch klar rechter Gesinnung – Schweizer Bünzlis halt. Solche Freunde brauche ich nicht. Mich selber würde ich politisch einen Millimeter rechts der Mitte einordnen.

Je nach Schiessstand verändert sich auch die Klientel. Es gab mal eine berüchtigte Anlage in der Zürcher Agglomeration. Schmuddelig, ohne Hausregeln, ohne Ausweiskontrollen. Dort verkehrten die dubiosesten Typen – Milieufiguren. Wenn solche Leute dann auch noch mit kleinen Revolvern oder Pistolen üben, Waffen, die man sehr leicht verstecken kann, dann weisst du, dass du vermutlich einmal in der Zeitung von ihnen lesen wirst.

«Ich persönlich finde die Schweizer Waffengesetzgebung zu lasch.»

In diesem Schiessstand erlebte ich auch meinen gefährlichsten Moment: Ein Bastler, der die Munition für seine 500er Smith & Wesson selber herstellt, hatte eine Fehlzündung. Man muss dazu wissen, dass die Munition für Waffen mit diesem Kaliber sehr teuer ist. 2.50 Franken pro Schuss – oder mehr. Deshalb gibt es immer wieder Leute, die die Munition selber herstellen.

In diesem Fall hatte der Betroffene einen Steckschuss. Das heisst, der Schuss verliess den Lauf nicht. Er bemerkte dies nicht und drückte erneut ab. Der Lauf seiner Waffe explodierte und die Teile flogen quer durch die Schiessanlage. Das abgesprengte Hauptstück blieb in der Betonwand neben dem Schützen stecken. Zu Schaden kam glücklicherweise niemand – das war aber reines Glück. Es hätte auch Tote geben können.

Ich persönlich finde die Schweizer Waffengesetzgebung zu lasch. Um eine Waffe zu erwerben, braucht man nicht mehr als einen sauberen Strafregisterauszug. Dann füllt man einen Waffenerwerbsschein aus und sendet diesen zusammen mit dem Strafregisterauszug der Polizei. Wenn man beim Ausfüllen des Antrags keine Fehler begeht, dann erhält man den Erwerbsschein.

Dies kann alles schriftlich erledigt werden. Noch nie musste ich persönlich vorsprechen. Von mir wurde auch noch nie ein psychologisches Gutachten gemacht. In Österreich sind drei Waffen pro Person erlaubt – in der Schweiz kann ich mir so viele Waffen zulegen, wie ich will.

«Ich bin mir sicher, dass ich nie eine Waffe auf jemanden richten werde.»

Mir als Sammler spielt das natürlich in die Hände. Die Tatsache, dass ich mir ohne einmal vorsprechen zu müssen Material für eine kleine Privatarmee zulegen kann, stimmt mich nachdenklich. Dass die Gesetze hinsichtlich dem Erwerb von Munition verschärft wurden, kann ich deshalb nur befürworten.

Eine Waffe ist für mich ein technisches Meisterwerk, ein Sportgerät – und sicher keine Mordwaffe. Nicht die Waffe tötet, sondern der Mensch dahinter. Ich bin mir deshalb sicher, dass ich nie eine Waffe auf jemanden richten werde. Ich habe zu grossen Respekt vor dem Schaden.

(Aufgezeichnet von watson)

Spielregeln:

Kommentare sind wie immer sehr erwünscht. Kommentare, welche die Identität des Protagonisten zu entlarven versuchen, werden allerdings nicht freigeschaltet.

Weitere Geschichten der Reihe: «Was ich wirklich denke»

Der Narco-Bling - Bilder von Drogenrazzien in Südamerika

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • herschweizer 24.11.2016 14:04
    Highlight Es ist nicht schwierig jemanden der sich für Waffen begeistert in die unmoralische Ecke zu stellen.
    34 3 Melden
  • just sayin' 24.11.2016 00:04
    Highlight das ganze wird sich wohl eh ändern, wenn die schweiz blind die eu waffengesetze übernehmen.

    zwei kleine bespiele gefällig?

    1) person, welche eine antike waffe besitzt und sie nicht schiesst. kann die person nicht nachweisen, dass er diese innerhalb der letzen 12 monate geschossen hat, muss er sie abgeben oder schiessuntauglich machen lassen.

    2) klappschaft (wie bei stgw 90): verboten

    da viele schweizer keine ahnung aber sehr viel meinung haben, wird das eu waffenrecht wohl 1:1 übernommen. auch wenn es keine auswirkung auf die kriminalität haben wird
    36 39 Melden
  • Full Moon Madness 23.11.2016 23:34
    Highlight Interessant bei dem ganzen Thema ist auch, dass scheinbar nach Art der Waffe unterschieden wird. Ich bin keine Sammlerin historischer Waffen (aber thematisch interessiert), habe aber an der Wand zwei Bastardschwerter (Blankwaffen) und einen Dolch (geschliffen) hängen. Die Gegenstände sind für mich Dekor, können aber definitiv genutzt werden, um jemandem eins überzuziehen (speziell mit dem Dolch). Wenn mal in meinem Umfeld darüber erzähle, kommt es mir so vor, dass meine Hieb- und Stichwaffen an der Wand mehr Akzeptanz erhalten, als Schusswaffen.
    38 2 Melden
  • demokrit 23.11.2016 18:31
    Highlight "In diesem Fall hatte der Betroffene einen Steckschuss. Das heisst, der Schuss verliess den Lauf nicht. Er bemerkte dies nicht und drückte erneut ab. Der Lauf seiner Waffe explodierte und die Teile flogen quer durch die Schiessanlage."

    :D
    24 52 Melden
    • blobb 23.11.2016 19:28
      Highlight Ich kenn mich überhaupt nicht aus. Ist das technisch unmöglich? Oder erfreuen sie sich nur über die Situation?
      59 3 Melden
    • just sayin' 23.11.2016 19:51
      Highlight die bezeichnung "bastler" für jemand der seine munition selber herstellt, ist ziemlich wirr.

      alle schützen die ich kenne, dir ihre munition selbst herstellen, tun dies aus präzisionsgründen und nicht um geld zu sparen.
      57 10 Melden
    • demokrit 23.11.2016 19:55
      Highlight Die Munition hat er selber produziert. Insofern ist das plausibel. Ich finde es aber einfach nur unterhaltsam. :-)
      13 34 Melden
    • herschweizer 23.11.2016 20:10
      Highlight Das kannst bei mangelnder Sorgfalt geben. Eine 500Magnum ist purer Masochismus. Viel zu groß und brauchbare Lauflängen machen die Dinger zu Gewehren. Eine 9mm ist viel einfacher zu schießen und hat dadurch mehr Zielwirkung...
      23 10 Melden
  • Nick Name 23.11.2016 18:27
    Highlight Interessant.
    Aber der Satz «Nicht die Waffe tötet, sondern der Mensch dahinter.» ist trotz praktisch endloser Wiederholung von wohl fast jedem/r, der/die mal eine Waffe in der Hand hatte, einfach nur halbwahr bzw. halbfalsch. Wenn die Waffe nicht da wäre, würde der Mensch dahinter viel weniger töten. Oder habt ihr im Ernst das Gefühl, es wären in der Menschheitsgeschichte genau gleich viele Menschen getötet worden, wenn alle hätten erwürgt werden müssen? Nöööd, oder?
    192 61 Melden
    • StefanZaugg 23.11.2016 19:32
      Highlight Sag das mal dem Typ in Nizza.
      64 33 Melden
    • Yelina 23.11.2016 19:32
      Highlight Genau mein Gedanke! Einen Abzug zu betätigen ist um einiges einfacher, als jemanden mit einem Messer zu erstechen oder ähnliches.
      72 27 Melden
    • Schlumpfinchen 23.11.2016 19:45
      Highlight Es ist ja auch bedeutend einfacher jemanden aus sicherer Distanz zu erschissen, als hinzugehen und ihn mit blossen Händen zu töten. Viele würden es wahrscheinlich nicht tun, wenn es keine Waffen gäbe.
      72 15 Melden
    • Nick Name 23.11.2016 20:11
      Highlight @StefanZaugg: Was willst du damit sagen?
      Dass es in allen bisherigen Kriegen mit Lastwagen statt Waffen genau gleich viele Tote gegeben hätte?
      53 7 Melden
    • SanchoPanza 23.11.2016 21:12
      Highlight 1/2 die Aussage ist tatsächlich falsch oder zumindest mit VIEL Vorsicht zu geniessen - und ganz einfach mit Statistik zu belegen.
      > Länder mit einer hohen Anzahl Schusswaffen pro Kopf haben eine höhere Suizidrate durch Schusswaffengebrauch
      > sprich, die hohe Verfügbarkeit von Waffen fördert deren Gebrauch gegen sich selbst aber auch gegen andere
      > Wieso Suizid darüber Auskunft geben soll? Entgegen der landläufigen Meinung sind viele der 'erfolgreichen' Suizide keine lang geplanten, sondern Kurzschlusshandlungen. Suizidversuche mit Schusswaffen sind öfters erfolgreich als andere Methoden.
      46 9 Melden
    • SanchoPanza 23.11.2016 21:16
      Highlight 2/2
      Zusammengefasst: die Verfügbarkeit, vergleichsweise einfache Handhabung, die niedrigere Hemmschwelle eine zu benutzen (im Vergleich zu zB einem Messer) und die hohe Mortalitätsrate, lassen meiner Meinung nach den Schluss zu das eben nicht nur der Mensch tötet. Denn hätte der Mensch meine Waffe, sondern nur ein Messer, wäre die Chance (logischerweise) massiv kleiner.

      m.M.n. ist das Argument schlicht Selbsttäuschung und Augenwischerei der Waffenfans & Waffennarren.

      ABER: meiner Meinung nach kann man durchaus viele Waffen haben, mir Wurscht. Aber bitte bitte, Personen genauer kontrollieren!
      42 9 Melden
    • just sayin' 24.11.2016 00:11
      Highlight @santcho: die statistiken von england sprechen gegen deine theorie.

      strengere waffengesetze eingeführt und sprunghafter anstieg von verbrechen mit hieb- und stichwaffen.

      viele menschen glauben blind, dass anzahl schusswaffen = anzahl verbrechen ist.

      tausendfach wiederlegt. google ist dein freund
      32 20 Melden
    • SanchoPanza 24.11.2016 07:19
      Highlight @Brian, jep google ist mein Freund - aber du kannst womöglich nicht mit ihm umgehen. Schau doch mal auf neutralen Seiten nach und nicht nur ProWaffen-Seiten. Wiki zB. Dort steht dann folgendes:
      "Trotzdem stieg die Zahl von Straftaten mit Schusswaffen seit 1996 von 14.000 auf 21.500 in der Periode 2005/2006, ist aber seitdem auf 11.000 (2010/11) gesunken"
      Sprich es sind weniger Heute! Ein Fakt den die ProWaffen-Seiten gerne unterschlagen 😉
      18 6 Melden
    • just sayin' 24.11.2016 13:20
      Highlight @sancho: besten dank für diese information! ich war mir nicht bewusst, dass das "center for crime and justice studies" (crimeandjustice.org.uk) eine prowaffen- seite ist ;-)

      weiter habe ich gar nichts von schusswaffen gesagt sondern von hieb-/stichwaffen.

      wörter im mund verdrehen hilft nicht gegen fakten.
      19 4 Melden
    • just sayin' 24.11.2016 13:25
      Highlight @sancho: in der gleichen studie von diesen waffenvernarrten typen von "center for crime and justice studies" (😉), kann auch nachgelesen werden, dass gewalttaten (egal ob feuerwaffe oder messer eher von faktoren wie bildung und wohlstand abhängt (und nicht von anzahl waffen)
      12 1 Melden
    • just sayin' 24.11.2016 13:32
      Highlight @sancho: dass die reine anzahl (schuss)waffen die kriminalität direkt beeinflusst, ist antigun propaganda.

      es ist deutlich einfacher für unsere regierung etwas per gesetz zu verbieten, als das wirkliche problem anzugehen: bildung und wohlstand für alle!
      14 2 Melden
    • Alnothur 29.12.2016 19:48
      Highlight Komisch, im Land mit einer der strengsten Waffengesetzgebungen - Japan - gibt es die meisten Suizide. Komisch, blutige, wüste Kriege gab es auch schon vor den Schusswaffen. Komisch, die Mordrate mit Schusswaffen ist in GB viel höher als in der Schweiz mit ihrer laschen Waffengesetzgebung...
      18 3 Melden
    • euphorikk 26.03.2017 15:34
      Highlight @Alnothur: Aus dem Kontext gerissen. Die hohe Suizidrate ist hauptsächlich kulturell bedingt.
      8 6 Melden
    • Alnothur 26.03.2017 16:01
      Highlight Die Schusswaffentoten in England mit deren äusserst strengen Waffengesetzgebung dann wohl auch, ebenso wie die trotz sehr hoher Waffenquote niedrigen in der Schweiz?
      9 0 Melden
    • Thomidizzy 26.03.2017 23:14
      Highlight Die Toten in Russland wird das sicher auch interessiern, da ist der private Waffenbesitz streng geregelt und trotzdem sterben dort mehr Menschen durch die Hand anderer, als in den USA.
      8 0 Melden
    • Nuka Cola 04.10.2017 17:44
      Highlight Man stelle sich nun mal anstelle von Erschiessungskommandos Erwürgungskommandos vor, schmunzel.
      1 0 Melden
  • x4253 23.11.2016 18:25
    Highlight Viel Spass mit deinem Hobby, du scheinst einer der Verantwortungsvollen zu sein.
    Ich war froh als ich meinen Donnerstock zurückgeben konnte, und ich will auch keinen mehr zuhause.
    115 12 Melden
  • SVARTGARD 23.11.2016 18:07
    Highlight Waffen bereiten aber auch viel Freude.
    43 26 Melden
    • Randy Orton 23.11.2016 20:28
      Highlight Ich lehne mich jetzt einfach ein bisschen aus dem Fenster und behaupte: Waffen verursachen netto mehr Leid, als sie Freude bereiten.
      66 18 Melden
    • Wehrli 23.11.2016 21:10
      Highlight Das Abfeuern von Schwarzpulver ist doch recht infanfil. Ob dabei noch ein Stück blei durch ein Rohr beschleunigt wird ist doch sehr peinlich. Peng peng, hihi hi
      13 65 Melden
  • Hierundjetzt 23.11.2016 18:04
    Highlight Unterschreibe ich ohne wenn und aber. Schiesssport ist vorallem eines: Konzentration.

    Jeder der eine Waffe unter dem Kopfkissen hat ist ein Amateur der zu viel TV geschaut hat.

    Waffen und Verschluss gehören getrennt und soweit möglich unerreichbar abgeschlossen.

    Voilà

    136 5 Melden
    • Wehrli 23.11.2016 20:46
      Highlight Schiesssport - also Sportlich die Kugel abzuschiessen. Ist etwa wie KuKlux und Politik. Viel Bullshit und den Finger locker am Abzug
      11 97 Melden
    • Hierundjetzt 23.11.2016 21:33
      Highlight Äh was. Du warst nur noch nie in einem Schiesskeller ☺️
      28 3 Melden
    • freeman 23.11.2016 22:39
      Highlight @Wehrli: ... dann scheinst du noch nie wettkampfmässig geschossen zu haben.
      34 2 Melden
    • Wehrli 24.11.2016 09:40
      Highlight Und ob. Vom Flobert bis zur Glattrohrkanone im Panzer, von Enten bis zum Hirsch. Jedes Kaliber. Aber es Sport zu nennen.
      8 22 Melden
    • Hierundjetzt 24.11.2016 10:07
      Highlight Aha ein "Roter" von der Artillerie...das sind doch die, die auf dem Feld (!) zum Essen ein weisses Tischtuch brauchen, weil voll läss. ...und mit Deinem 120mm Ding gehst Du dann in den Schiesskeller? Ist das nicht ein wenig sperrig? Dann gepflegt 1 x im Jahr das obligatorische Schiessen um hier mitreden zu können?

      c'mon wehrli... Du wurdest bereits oben beerdigt, musst Dich nicht mehr verteidigen.

      Gruess ein "Gelber" Pz Kdt
      31 13 Melden
  • philosophund 23.11.2016 18:01
    Highlight Sehr interessanter Artikel. Ich war lange erfolgreich im Schiesssport. Stammtisch- und glatzengejaule konnte ich nicht mehr ertragen und habe seither aufgehört.
    109 14 Melden
    • just sayin' 23.11.2016 19:53
      Highlight offensichtlich im falschen klub oder schiesskeller unterwegs
      37 14 Melden
    • Moti_03 23.11.2016 20:36
      Highlight @ Brian: genau das habe ich auch gedacht!
      17 10 Melden
    • philosophund 23.11.2016 23:57
      Highlight Für Hinweise bin ich sehr dankbar..
      11 3 Melden
  • one0one 23.11.2016 17:52
    Highlight Das mit Waffen ist tatsaechlich eine krux... Einerseits faszinieren mich die technischen raffinessen der Waffen als Ingenieur, andererseits sagt mir mein Moralempfinden dass diese technischen raffinessen einzig und allein zu toeten entwickelt wurden...
    Gratwanderung par excellence!
    120 9 Melden
    • Matrixx 23.11.2016 18:08
      Highlight Vielleicht hilft dir dies für deine Moral:
      Ich bin Pazifist, trotzdem geh ich ab und zu schiessen. Ich sehe die Pistole/das Gewehr als Sportgerät, nicht als Waffe.
      Immerhin geht es beim Sportschiessen um Konzentration, Koordination und Fokusierung.
      76 7 Melden
    • one0one 23.11.2016 19:31
      Highlight Ohne deine Aussage anzweifeln zu wollen. Es gaebe keine Sportschuetzen ohne bewaffnete Konflikte. Und genau das ist mein persoenliches Dilemma.
      35 9 Melden
    • Matrixx 23.11.2016 20:08
      Highlight Das ist so. Es gäbe aber auch keine Autobahn, keine Atomenergie und kein Internet, vermutlich nicht mal Flugradar und Funk ohne bewaffnete Konflikte.

      Ich verstehe deine Bedenken, aber man kann wirklich bei allem negatives sehen.
      41 19 Melden
    • Wehrli 23.11.2016 20:46
      Highlight So wie beim Pinkeln ...
      5 23 Melden
    • Anam.Cara 24.11.2016 07:45
      Highlight Das Dilemma kenne ich auch. Viele dieser faszinierenden Meisterwerke der Ingenieurskunst wurden fürs Töten entwickelt und gebaut. Gerade in der Aviatik feht es mir wie one0one.
      Hätte ich die Zeit, mich wieder dem Schiesssport zu widmen, würde ich vermutlich das Bogenschiessen lernen. Denn Pfeil und Bogen wurden nicht als Kriegs- sondern als Jagdwaffe erfunden...
      7 1 Melden
    • Matrixx 24.11.2016 09:10
      Highlight @Anam.Cara

      Aber trotzdem zum Töten 🤔
      7 2 Melden
  • Digital Swiss 23.11.2016 17:49
    Highlight Waffen sind zum Töten da. Egal wie wir es nun verpacken...
    57 61 Melden
    • Schnurri 23.11.2016 18:44
      Highlight Nun dann müsstest du alle deine Küchenmesser in den Abfall werfen da ja ein Messer auch als Waffe verwendet werden kann. Es kommt immer darauf an wie man mit der Waffe umgeht!
      35 58 Melden
    • Fratzel 23.11.2016 18:58
      Highlight Man kann vieles als Waffe verwenden, nur das Messer wurde eigentlich für die Verarbeitung von Nahrung erfunden;) Nicht ganz dasselbe!
      51 11 Melden
    • Randy Orton 23.11.2016 20:31
      Highlight Schnurri, schneidest du deine Rüebli mit einer Glock? Wahrscheinlich nicht. Küchenmesser sind primär für die Küche gedacht. Waffen sind primär dazu da, um Menschen oder Tiere zu verletzen/zu töten. Man kann natürlich von Küchenutensilien und auch von Waffen den Verwendungszweck abändern (Wok-WM oder eben Sportschiessen), Waffe bleibt aber Waffe.
      26 5 Melden
    • Ismiregal 23.11.2016 21:20
      Highlight Ja genau, mit einem Küchenmesser bereite ich primär Speisen zu. Und eine Schusswaffe nutze ich zuerst für...ähh das schiessen??
      19 1 Melden
    • WolfCayne 24.11.2016 00:02
      Highlight Also ich benutze mein Stgw90 als Phallussymbol, und das ist wohl der ursprüngliche Zweck, waren die Musketen mit langer Ladezeit und Luntenzündung wohl doch etwas unpraktisch und eher Status- oder Machtsymbole. ;-)
      14 5 Melden
  • Ohniznachtisbett 23.11.2016 17:47
    Highlight Ein interessanter Artikel. Ich komme aus einer Schützenfamilie, Bin mir den Umgang mit Waffen seit Kindsbeinen gewohnt. Die Präzision gerade von 300m Gewehren fasziniert mich noch heute. Ich gebe dem Schreiber recht, es ist sauanstrengend. Habe früher neben 300m auch noch 50m Kleinkaliber geschossen. Nach dem Training war ich mindestens genau so müde wie nach dem Fussballtraining. Die Konzentration, auf Atmung, Abzug, Zielen, Entspannung etc. ist extrem anstrengend und nur wenn alles passt gibt es eine 10. Viel Spass weiterhin mit deinem speziellen aber interessanten Hobby.
    74 3 Melden
    • Ron Collins 23.11.2016 20:07
      Highlight Reizt mich auch seit langem, nur hatte ich nie den Mut dass endlich zu wagen. Entspannter und ehrlicher Waffenfan, guter Bericht.
      18 2 Melden
    • Wehrli 23.11.2016 20:49
      Highlight Am besten geht es mit einer N-Gange auf 3 M. Immer eine 10!
      3 14 Melden
  • Raembe 23.11.2016 17:31
    Highlight Kenne sowohl aktive als auch ehemalige Sportschützen. Das sind alles ziemlich intelligente und verantwotungsbewusste Menschen. Darum kann ich seine Aussage mit den Idioten etc. nicht teilen. Ich denke in jeder grösseren Gruppe von Menschen findet man Idioten. Als Beispiel nehm ich da z.B. einen Fussballclub. Klar, diese Menschen haben oft keine Waffen. Aber mir pers. ist kein Fall in der Schweiz bekannt, bei dem ein Sportschütze ausgerastet ist und auf andere losging. Trotzdem bin ich auch der Meinung das die Schweiz härtere Waffengesetze braucht.
    28 37 Melden
    • 321polorex123 23.11.2016 18:19
      Highlight Die im Artikel angesprochenen "Idioten" sind, soweit ich es dem Kontext entnehmen kann, keine Sportschützen sondern
      35 2 Melden
    • Raembe 23.11.2016 18:46
      Highlight Kann sein das ich etwas falsch interpretiert habe.
      8 0 Melden
    • atomschlaf 23.11.2016 20:11
      Highlight Es geht aus dem Artikel nicht so ganz hervor, wen er nun als "Idioten" bezeichnet.

      Wo er aber definitiv falsch liegt, wenn er "Schweizer Bünzli" mit rechtem oder rechtsextremem Gedankengut gleichsetzt. Ich kenne etliche oberbünzlige Linke.
      32 13 Melden
  • Thinktank 23.11.2016 17:11
    Highlight Der Herr scheint ein sehr guter Mensch zu sein. Er ist auch intelligent, da er andere Idioten erkennt, die zwar auch Waffensammeln, aber halt anders Spass daran haben. Er ist auch nicht schiesswütig obwohl er Combat schiesst. Er findet auch Gesetze lasch, weil die bösen Anderen Waffen wohl nicht so leicht erhalten sollen wie dieser gute Mensch. Bin gespannt auf seine Meinung, wenn die Gesetze ändern und alle ihre Waffen abgeben sollen. Das Gesetz würde wohl kaum Ausnahmen machen für solche guten Menschen, die es verdienen Waffen sammeln zu dürfen.
    59 18 Melden
    • atomschlaf 23.11.2016 20:13
      Highlight Du bringst es recht gut auf den Punkt. Genau diese latente Überheblichkeit hat mich den ganzen Text hindurch gestört.
      36 11 Melden
    • Marbek 29.12.2016 16:33
      Highlight Und weil Leute wie ihr beiden solche Kommentare verfassen, gibts solche Rubriken. Ich meine, wer setzt sich freiwillig derartigen Antworten aus, die vor Sarkasmus triefen oder gleich von latenter Überheblichkeit sprechen?

      Ich habe den Text einfach als ehrlich, direkt und damit erfrischend empfunden und überhaupt nicht als überheblich. Kommt mal von euren Rössern runter...
      10 4 Melden
  • Pana 23.11.2016 17:05
    Highlight Solange er im Schiesskeller nur Idioten trifft, darf er gerne weiter machen.
    93 3 Melden
    • Wehrli 23.11.2016 20:54
      Highlight Wobei ein Granatwerfer vieleicht die Idiotozidrate erhöhen würde ...
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  • TheDude10 23.11.2016 17:02
    Highlight Ich bin sozialdemokrat trozdem sammle und schiesse ich auch waffen in einem modernen sauberen Schiesskeller. Ich bin dafür, das die menschen hinter den waffen besser überprüft werden. Dagegen bin ich aber, das von nicht fachkundigen leuten Gesetzte vormuliert werden, welche keine Sicherheit bringen, sondern nur unnötig sammlern das Leben schwer machen.
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    • herschweizer 23.11.2016 18:18
      Highlight Eine Überprüfung hat einen grossen Aufwand und eine zu große Streuung... passender wäre nur eine begrenzte Anzahl Sportwaffen zuzulassen Einzellader ohne Magazin. Und wieso irgendwer ausser dazu befähigte Beamte eine Glock brauchen ist mir schleierhaft.
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  • Syptom 23.11.2016 16:44
    Highlight Ich persönlich bin ja sehr kritisch gegenüber Waffen in Privatbesitz (da ja wie angemerkt der Mensch und nicht die Waffe tötet), besonders wenn ich den Teil mit den "Idioten" lese.
    Mir scheint aber hier schreibe ein sehr vernünftiger Mensch, welcher sich der Verantwortung in seinen Händer sehr wohl bewusst ist und damit umzugehen weiss. Das so einer dann noch die Gesetzgebung lasch findet ist das Tüpfelchen auf dem i.
    Ich danke für den Bericht und wünsche Ihnen viel Spass beim weiteren Sammeln und bleiben Sie weiter Ihrer Verantwortung treu!
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  • Floh Einstein 23.11.2016 16:42
    Highlight Zuerst das "auf" im Titel überlesen...
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  • nothing. 23.11.2016 16:37
    Highlight Ich selber halte mich seit über 10 Jahren in Schiesskellern auf. Anfangs habe ich selber Luftgewehr geschossen, heute bin ich meist Gast.
    Die Aussage, dass die meisten Personen Iditoten sind, kann ich so nicht unterstützen. Ich weiss nicht in welchen Kellern der Herr war, aber seinen Aussagen zufolge wohl in den falschen.
    Die meisten Menschen, die den Schiesssport ausüben, sind aufgestellte und gutherzige Menschen. Klar gibt es hie und da auch Idioten, aber das ist die Minderheit.
    Wenn in Schiessständen die Regeln nicht eingehalten werden, muss dies durch den Verantwortlichen geregelt werden.
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    • Ohniznachtisbett 23.11.2016 17:40
      Highlight Du musst glaube ich unterscheiden: 10/25/50/300m Schützen in Vereinen organisiert und die in den "wilden" Schiesskellern. Die Sportschützen kenne ich auch gut und würde ich sofort auch als aufgestellte und gutherzige Menschen bezeichnen. Die Schiessen mit Sportwaffen oder Ordonanzwaffen der CH-Armee. Die in den "wilden" ballern mit allem. Hier geht es nicht mehr unbedingt darum möglichst genau zu sein, sondern zu ballern. Dass es da auch "Idioten" gibt habe ich schon selbst erlebt. Schützen sehen ihre Waffe als Sportgerät, wie der Fussballer den Ball. Die anderen als Waffe und geiles Teil.
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    • mortiferus 23.11.2016 20:41
      Highlight War vor langer Zeit auch mal in einem Combatschiessverein. Bin wegen den blöden Rechten gehabe aber nicht sehr lange geblieben. Hätte dort gerne länger mitgeschossen, aber es waren einfach zu viele mit einer konträren Ansicht. Ich fühlte mich wie das schwarze Schaf.
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  • Sillum 23.11.2016 16:24
    Highlight Ist ja absolut klar: Ein richtiger Waffennarr ist strikte links ausgerichtet. Und Bürger mit rechter Ausrichtung sind allesamt Bünzlis. Und ich behaupte mal, jeder der überhaupt eine Waffe besitzt ist ein zutiefst verunsicherter Selbstzweifler, der niemals zugibt, dass er sich unter Waffennarren - also seinesgleichen - wohl fühlt. So einen fürchterlichen Schmarren wie der Mann erzählt, liest man wirklich nicht alle Tage.
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    • Genital Motors 23.11.2016 16:43
      Highlight Ich habe das Stgw90 zuhause. Da ich Dienstpflichtig bin. Bin ich deshalb ein Waffennarr oder Selbstzweifler? Bin weder Bünzli noch Links. Ich habe dies Waffe zuhause, brauche sie 4 Wochen im Jahr.
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    • Mia_san_mia 23.11.2016 16:48
      Highlight Also ausser im Militär habe ich noch nie etwas mit Schusswaffen zu tun gehabt und das ist auch gut so, da mich das nicht interessiert. Aber was er hier erzählt finde ich keinen Schmarren.
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    • PuRpLE_KusH 23.11.2016 17:01
      Highlight @Sillum hahah sie hören sich an wie meine Mutter, und das ist kein Kompliment.
      Sie ist der Meinung wenn jemand eine Waffe besitzt oder eine besitzen möchte ist er Krank und gehört in eine Klink.
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    • Hierundjetzt 23.11.2016 18:07
      Highlight warst Du schon mal in einem Schiesskeller? Wohl kaum. Mit diesen voll kuuuhlen im Tarnfleck (peinlicher gehts nicht mehr!) Profis gehen nicht mit der Bomberjacke Marke "Londsdale" in den Keller. Profis sind angenehme Schiesspartner und keine Lautsprecher. Gruss ein SP'ler
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    • Nick Name 23.11.2016 18:22
      Highlight @PuRpLE_KusH: Er meint das ironisch.
      Ausser das mit dem Schmarren.
      @Sillum: Warum Schmarren?
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Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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