Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
HANDOUT -  14 Skitourenfahrer sind am Sonntag, 29. April 2018 oberhalb von Arolla VS, in der Region

14 Skitourenfahrer sind am Sonntag in der Region Pigne d'Arolla in eine Schlechtwetterfront geraten. Bild: KANTONSPOLIZEI VS

Wettereinbruch in den Walliser Bergen fordert ein siebtes Opfer

01.05.18, 09:29 01.05.18, 17:42


Bei Bergunfällen in den Walliser Alpen sind seit Sonntag sieben Personen ums Leben gekommen. Ein Skitour-Unglück am Pigne d'Arolla forderte sechs Todesopfer. Bei einem Lawinenniedergang beim Allalingletscher am Montagnachmittag starb ein Tourenskifahrer.

Die Zahl der Toten beim Skitour-Unglück am Pigne d'Arolla hat sich am Dienstag auf sechs erhöht. Am Vormittag sei auch eine 52-jährige Bulgarin im Spital gestorben, teilte die Walliser Kantonspolizei mit.

Die anderen fünf Skitourengänger, die wegen eines plötzlichen Wettereinbruchs ums Leben gekommen sind, stammen alle aus Italien. Eines der Opfer ist laut Polizeiangaben der 59-jährige Bergführer der Zehnergruppe. Er starb vor Ort an den Folgen eines Sturzes.

Die weiteren vier Opfer starben in den Spitälern an Unterkühlung. Es handelt sich um zwei italienische Ehepaare im Alter von jeweils 53 und 45 Jahren. Drei Personen befinden sich noch immer in einem kritischen Zustand: Ein 72-jähriger Schweizer, eine 56-jährige Französin und eine 43 Jahre alte Italienerin. Eine Person schwebt gemäss Polizei noch immer in Lebensgefahr.

Fünf der Skitourengänger wurden leicht verletzt. Es handelt sich dabei um drei Franzosen (zwei Männer und eine Frau) im Alter von 58, 57 und 55 Jahren. Auch eine 48-jährige Deutsche hat sich leichte Verletzungen zugezogen.

Auf 3000 Metern übernachtet

Insgesamt 14 Skitourengänger waren am Sonntag von der «Cabane des Dix» auf 2928 Metern über Meer aus gestartet. Sie waren in zwei verschiedenen Gruppen unterwegs: einer Vierergruppe sowie einer Zehnergruppe mit einem Bergführer. Beide Gruppen wollten über die klassische Route «la Serpentine» zur Hütte «des Vignettes» auf 3157 Metern gelangen.

Dabei wurden sie im Gebiet des Pigne d'Arolla von dem Wettersturz überrascht. Sie kamen nicht mehr weiter und mussten die Nacht auf über 3000 Metern Höhe draussen verbringen. Sie wurden am Montagmorgen mit Helikoptern geborgen, nachdem der Hüttenwart von «des Vignettes» Alarm geschlagen hatte.

Inzwischen konnten alle Familienangehörigen der Opfer benachrichtigt werden, wie die Walliser Kantonspolizei schrieb. Die Helpline für Angehörige wurde aufgehoben. Die italienische Botschaft in Bern ist laut dem Aussenministerium in Rom in Kontakt mit den lokalen Behörden und unterstützt Verletzte und Angehörige der Opfer.

Ein Toter nach Lawine

Ein 49-jähriger Tourenskifahrer wurde zudem am Montagnachmittag in den Walliser Alpen von einem Schneebrett verschüttet. Er verstarb im Verlauf der Nacht im Inselspital Bern, wie die Kantonspolizei Wallis am Dienstag mitteilte. Seine gleichaltrige Begleiterin wurde verletzt ins Spital Visp gebracht. Sie befindet sich nicht in Lebensgefahr.

Die zwei französischen Tourenskifahrer waren von Saas-Fee aus in Richtung Mittelallalin gestartet. Beim Aufstieg über den Allalingletscher zum «Feejoch» löste die Seilschaft auf einer Höhe von zirka 3630 Metern über Meer ein Schneebrett aus.

Der Mann wurde dabei von den Schneemassen verschüttet. Seine Begleiterin alarmierte darauf die Einsatzzentrale. Der Mann wurde von den aufgebotenen Einsatzkräften geborgen und anschliessend mit einem Helikopter der Air Zermatt ins Spital geflogen. (sda/ansa)

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Frage ist nur noch: Wann haben wir die Schmerzgrenze erreicht?»

So (böse) freuen sich Eltern, dass die Kinder wieder in die Schule müssen

In Liverpool muss Schnäppchen-Shaqiri beweisen, dass er der Königstransfer ist

Blutgräfin Báthory, die ungarische Serienmörderin

Aufgepasst, Männer! So vermeidet ihr «mansplaining»

Ronaldo verzückt die neuen Teamkollegen: «Es ist gar nicht möglich, mit ihm mitzuhalten»

Bauern wie zu Gotthelfs Zeiten? Per Initiative ins landwirtschaftliche Idyll

Nach Rausschmiss von «Guardians of the Galaxy»-Regisseur: Darsteller droht Disney

Blochers Zeitungsimperium druckt seinen eigenen Artikel gegen «fremde Richter»

Hipster-Bärte bedrohen die Rasierklingen-Industrie

Wie die Migros das Label-Chaos beseitigen will – und dafür kritisiert wird

So viel Geld macht Ferrari pro Auto – und so viel legt Tesla drauf

Die Erde ist bei Google Maps keine flache Scheibe mehr – das ist wichtiger, als du denkst

18 lustige Fails, die dich alles um dich herum vergessen lassen

Scheidungen sind out – und das hat seine Gründe

«Ich habe keine devote Ausstrahlung»: Tonia Maria Zindel über MeToo, Tod und Rätoromanisch

Wie das Geschwür am Hintern des Sonnenkönigs zum Trend wurde

Das sagt Osama Bin Ladens Mutter über ihren Sohn, den Terrorfürsten

Sie waren vor 10 Jahren unsere grössten Hoffnungen – das wurde aus ihnen

Die 8 grössten Kraftwerke zeigen das riesige Potential von erneuerbaren Energien

7 Mehrtageswanderungen, die sich richtig lohnen 

präsentiert von

Endlich «Weltklasse»: Wie Schalkes Max Meyer bei Crystal Palace statt Barça landete

Bruthitze und Megadürre –  Die Katastrophe von 1540 war schlimmer als der Hitzesommer 2003

Die Frau, die weltbekannt wurde, ohne es zu wissen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Flint 01.05.2018 19:07
    Highlight Traurige Nachrichten. Mein Beileid den Angehörigen und Freunden.

    Es heisst eine Alarmierung sei wegen eines Funklochs nicht möglich gewesen. Ich frage mich, weshalb Bergführer offenbar kein 406MHz GPS-Notsender mitführen, welcher wirklich überall im Gelände funktioniert? Vielleicht hätte man noch etwas ausrichten können, wenn frühzeitiger alarmiert worden wäre.
    2 1 Melden
  • Moudi 01.05.2018 13:53
    Highlight Wer solche Touren macht sollte schon ein Notschneebiwak einrichten können.. auch ohne Bergführer
    Sehr Tragisch
    20 2 Melden
  • Snowy 01.05.2018 10:43
    Highlight Tragische Geschichte.

    Kenne den Aufstieg. Sollte - vor allem unter professioneller Anweisung - möglich sein, ein Notschneebiwak zu erstellen.
    Offensichtlich ist eine Person zuerst bei einem Sturz gestorben: Kann mir gut vorstellen, dass dies der Bergführer war und dass darum die Gruppe führungs- und orientierungslos war.
    39 5 Melden

Bauern jammern wegen der Dürre – doch sie erfüllen kein einziges Klimaziel des Bundes

Wegen der Hitze verlangen die Bauern von der Politik Zollsenkungen und Rücksicht bei den Subventionen. Ein Bericht des Bundes zeigt jedoch: Die Landwirtschaft hat ihre Hausaufgaben im Kampf gegen den Klimawandel nicht gemacht. Der Verband widerspricht.

Dass die Landwirte unter dem trockenen Sommer leiden, ist auch in der Politik unbestritten. Es zeichnet sich ein gravierender Futtermangel ab, sowohl für die nächste Zeit als auch für den Wintervorrat. Am Montag hatte Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann angekündigt, eine vorübergehende Senkung der Zölle auf Heu und Silomais prüfen zu lassen. Bauern, die mit Liquiditätsproblemen kämpfen, sollen rückzahlbare Betriebshilfe beantragen können.

Am Dienstag stellte der Schweizerische …

Artikel lesen