Schweiz

Der Fluss Maggia bei Avegno-Gordevio führt nach heftigen Regenfällen im Juli viel Wasser, weshalb der anliegende Campingplatz Piccolo Paradiso vorsorglich evakuiert wurde. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Blitz, Donner und warme Temperaturen – der Juli war trotzdem kein klassischer Sommermonat

28.07.17, 16:11 29.07.17, 15:12

Der diesjährige Juli war kein klassischer Sommermonat. Nur in der ersten Hälfte gab es einige Tage mit verbreitet viel Sonnenschein und Hitze. In Erinnerung bleiben die teils heftigen Gewitter mit kräftigen Schauern. Trotzdem lagen die Temperaturen über dem Schnitt.

Gemäss der am Freitag publizierten Bilanz des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz ist im landesweiten Mittel eine Juli-Temperatur von 0.5 bis 0.8 Grad über der Norm zu erwarten. Das erstaunt insofern, als dass oft wechselhaftes Wetter mit häufigen und lokal ungewöhnlich kräftigen Schauern und Gewittern vorherrschte.

Ein solches Unwetter tobte etwa am 8. Juli im Grenzgebiet Solothurn, Aargau, Luzern. Innerhalb von drei Stunden fielen von Wynau BE über Zofingen AG bis Unterkulm AG 70 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter. Das sind rund zwei Drittel einer durchschnittlichen Juli-Menge. Die Wassermassen verursachten in der Region Zofingen massive Schäden.

Genug warm für einen Sprung ins kühlende Nass war es im Juli auch.  Bild: KEYSTONE

Ein weiteres Rekordgewitter wurde am 19. Juli in Adelboden im Berner Oberland verzeichnet. Dort fiel mit 27.5 Litern pro Quadratmeter die grösste 10-Minuten-Regensumme und mit 47.9 Litern pro Quadratmeter die höchste Eine-Stunde-Regensumme seit Messbeginn 1983.

Ein Blitz erhellt die Stadt Zürich während eines heftigen Gewitters am 22. Juli 2017.  Bild: KEYSTONE

Die unterschiedliche Gewittertätigkeit brachte regional sehr unterschiedliche Niederschlagssummen. Im Südtessin fiel weit weniger als die Hälfte der normalen Juli-Menge. In der Ostschweiz hingegen stiegen die Monatssummen lokal auf 130 bis 150 Prozent der Norm von 1981 bis 2010.

Am heissesten wurde es am 8. Juli mit 34 Grad am Nordrand der Schweiz und in Genf sowie mit 33 bis 35 Grad im zentralen Wallis. 17 Tage später fielen am zentralen und östlichen Alpennordhang oberhalb von etwa 2600 Metern rund 10 Zentimeter Neuschnee. (sda)

Neuer Wetter-Satellit überwacht Gewitter auf Erde noch genauer

29s

Neuer Wetter-Satellit überwacht Gewitter auf Erde noch genauer

Video: reuters

Das könnte dich auch interessieren:

Kommt man schwul zur Welt? – Forscher sind der Antwort näher gekommen

Wie zur Hölle schreibt man «Liebe»? Danach hat die Schweiz 2017 gegoogelt 

«Bei welcher Temperatur serviere ich den Wein?»

«Habe beim Asthma-Mittel die Dosis erhöht» – Chris Froome an der Vuelta positiv getestet

Sunrise und Swisscom machen das Internet-Abo bald für viele überflüssig

Ausgebimmelt – Wie ein Quartierstreit das Land verändern könnte

«Danke für deine Daten, du Lauch!» Wenn der Facebook-Rückblick ehrlich wäre ...

Ein Klimmzug zuviel: «Rooftopper»-Star filmt, wie er selbst in die Tiefe stürzt

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Töfflifahrer 29.07.2017 09:26
    Highlight Hört endlich auf den statistischen Mittelwert zu nehmen und damit einen Monat mit anderen Jahren zu vergleichen.
    Herrscht in einem Monat dauerhaft 20° oder ist die erste Hälfte 30° und die zweite 10°, ist es statistisch das selbe aber faktisch nicht vergleichbar!
    3 2 Melden
    • ch.maverick 29.07.2017 10:15
      Highlight Mimimimimi
      1 1 Melden

Schneefälle sorgen im Tessin für prekäre Verhältnisse – Zugausfälle bei Bellinzona

Starke Schneefälle haben am Montagnachmittag auf der Alpensüdseite für prekäre Verhältnisse im Bahn- und Strassenverkehr gesorgt. In der Westschweiz normalisierte sich die Lage wieder. In den Alpentälern sorgte derweil ein Föhnsturm für milde Temperaturen.

Infolge starker Schneefälle ist der Bahnbetrieb im Bereich des Bahnhofes Bellinzona am frühen Montagnachmittag für mehrere Stunden eingestellt worden. Eine unterbrochene Fahrleitung führte zum Ausfall aller Zugverbindungen zwischen …

Artikel lesen