Schweiz

Gerölllawine, umgestürzte Bäume und Hagel – heftiges Gewitter zog über die Schweiz

Blitz und Donner fegten die Rekordtemperaturen weg. Ein Unwetter zog am Abend über die Schweiz und hielt die Feuerwehren auf Trab. 

02.08.17, 00:56 02.08.17, 07:32

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen dürfte die eine oder andere 1.-August-Feier dieses Jahr ins Wasser gefallen sein. Am Abend zog ein Gewitter über die Schweiz, teilweise mit Hagel und massiven Sturmböen.

Bei Derborence im Kanton Wallis wurden drei Autos auf einer Bergstrasse von einer Gerölllawine verschüttet. Ein Sprecher der Kantonspolizei Wallis bestätigte auf Anfrage eine Meldung von «20 Minuten». Verletzt wurde beim Vorfall niemand.

Ein starker Hagelsturm zog über Winterthur hinweg:

Blitz setzte Haus in Brand

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden setzte ein Blitz in Wienacht-Tobel ein Einfamilienhaus in Vollbrand. Die Einsatzkräfte rückten mit 75 Personen an und brachten das Feuer rasch unter Kontrolle. Verletzt wurde laut Polizeimitteilung niemand. 

Ein Blitz schlug in dieses Haus im Appenzell ein. 

Glück im Unglück hatten auch die Bewohner eines Hauses in Uzwil SG. Ein Baum ist am Dienstagabend auf das Dach gestürzt. Gemäss Angaben der Kantonspolizei St.Gallen wurde dabei niemand verletzt. Hauptsächlich mussten entwurzelte Bäume von den Strassen entfernt werden.

So heiss war es am 1. August noch nie! 

An über 20 Orten im Osten und in den Föhngebieten des Landes wurden Rekordtemperaturwerte gemessen, wie SRF Meteo in einer Mitteilung schreibt. In Bad Ragaz SG wurden 35,4 Grad erreicht, in Chur 34,9 Grad und in Glarus 34,3 Grad. Ähnlich heiss war es auch in Sitten mit 34,7 Grad und in Altdorf mit 33,9 Grad. Der Urner Hauptort konnte bereits in der Nacht auf Dienstag mit einem Rekord aufwarten. In Altdorf sanken die Temperaturen nie unter 27,5 Grad. «Das gab es in der Schweiz noch nie», schreibt SRF Meteo in seiner Mitteilung. Die bisher heisseste Nacht vor einem Bundesfeiertag wurde 1983 mit 26,9 Grad verzeichnet – ebenfalls in Altdorf. (sda)

In Obwalden gingen bei der Polizei am Abend rund 50 bis 100 Anrufe wegen Schäden ein, wie ein Sprecher der Kantonspolizei erklärte. Betroffen waren hauptsächlich die Gemeinden Giswil, Sarnen und Lungern. Wasser drang in mehrere Gebäude ein. Zudem stürzten mehrere Bäume um. 

In Langnau im Emmental, in Schüpfheim LU sowie in Sitten und Engelberg wurden gemäss SRF Meteo Windgeschwindigkeiten von mehr als 90 Kilometer pro Stunde gemessen. Kräftiger Regen fiel unter anderem in Kandersteg BE und Giswil OW, wo in kürzester Zeit 20 Millimeter Regen niedergingen. (sda)

Ein Blitzschlag legte am Dienstagabend die Zugstrecke zwischen Belp und Seftigen im Kanton Bern lahm. Die Linie Luzern – Interlaken Ost war wegen eines umgestürzten Baumes unterbrochen.

(sda/amü)

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    Alle Leser-Kommentare
  • LupaLouu 02.08.2017 09:44
    Highlight Potz heieiei, da hatten wir hier bei uns im Seeland ja nochmal richtig Glück...
    0 1 Melden
  • Damien 02.08.2017 03:45
    Highlight Ja, das "Weltuntergangsvideo" erinnert schon beinahe an Mordor, so krass ging es da ab.
    1 0 Melden

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