Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Eine Lawine geht zu Tal, anlaesslich einer Lawinensprengung zu Testzwecken, durchgefuehrt von Lawinenforschern des Eidg. Institut fuer Schnee- und Lawinenforschung SLF, im Testgelaende im Mittelwallis bei Anzere VS, am Dienstag, 3. Februar 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Symbolbild – eine Lawine geht zu Tal, anlässlich einer Lawinensprengung zu Testzwecken. Bild: GAETAN BALLY

Snowboarder stirbt in Lawine bei Engelberg – Reanimationsversuche bleiben erfolglos

14.11.17, 14:30 14.11.17, 23:10


Ein Varianten-Snowboarder aus der Zentralschweiz ist am Dienstag im Titlisgebiet bei Engelberg OW bei einem Lawinenabgang getötet worden. Er wurde von seinen Kollegen aus dem Kegel geborgen und reanimiert, starb aber noch am Unglücksort.

Das Unglück passierte am Dienstag um 13 Uhr im Gebiet Laub, einem bei Variantenfahrern beliebten Hang ausserhalb der markierten Pisten. Die Lawine habe sich im oberen Teil des steilen Hanges gelöst, sagte Marco Niederberger, Pikettoffizier der Kantonspolizei Obwalden, der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage.

Beim Verunglückten handelte es sich um einen 32-jährigen Zentralschweizer, wie die Obwaldner Kantonspolizei am Abend per Communiqué mitteilte. Er war mit drei Kollegen unterwegs und der einzige der Gruppe, den die Lawine erfasste. Den Kollegen gelang es, den Verunglückten mit einem Lawinenverschüttetensuchgerät einen Meter tief im Schnee zu orten und auszugraben.

Keine Lebenszeichen

Als die Rettungsflugwacht Rega eintraf, hatten die Kollegen des Verunglückten bereits mit der Reanimation begonnen, wie Niederberger ausführte. Das Rega-Team stellte später die Wiederbelebungsversuche ein, weil sich keine Lebenszeichen einstellten.

Die Alpine Rettung Schweiz suchte mit Unterstützung zweier Hunde den Lawinenkegel ab. Kurz vor 15 Uhr wurde die Suchaktion eingestellt, da keine Anzeichen mehr bestanden auf weitere Verschüttete oder Vermisste, wie die Polizei schrieb.

Der Hang Laub erstreckt sich von einer Höhe von 2450 Metern über 1200 Höhenmeter talwärts. «Laub» ist ein altes Wort für Lawine. Engelberg-Titlis Tourismus bezeichnet den Hang als «Klassiker» für Freerider, empfiehlt aber als Begleitung ausgebildete Bergführer oder Skilehrer. Zudem sollten sich Freerider vorgängig über die Lawinen- und Wetterverhältnisse informieren.

Erhebliche Lawinengefahr

Die Lawinengefahr lag am Dienstag auf der Stufe «erheblich», der dritten von fünf Warnstufen. Laut Niederberger hatte die Bergbahn korrekt auf die Lawinengefahr hingewiesen und Absperrungen vorgenommen. Die Staatsanwaltschaft eröffnet laut der Polizeimeldung kein Strafverfahren. Ein Drittverschulden könne ausgeschlossen werden, hiess es.

Nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF sind Lawinenunglücke im November nicht so selten, sofern es Schnee hat. In der Nacht hatte es stark geschneit, und wegen des Windes hatte es Schneeverfrachtungen gegeben.

Vor knapp fünf Jahren waren im Gebiet Laub elf Personen von einer Lawine erfasst worden. Zehn von ihnen konnten sich alleine aus den Schneemassen befreien. Die elfte Person wurde anschliessend durch die anderen gerettet. Eine Person musste damals hospitalisiert werden. (cma/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Unsere Liebe zu den Bauern endet beim Portemonnaie

Riesen-Show von Shaqiri – deshalb wechselte ihn Klopp trotzdem in der Halbzeit aus

St.Gallen verbietet Burkas – 3 Dinge, die du dazu wissen musst

Diese 9 Schweizer Orte liebt das Internet (zu sehr)

Wie ein Fussball-Teenie 600'000 Franken für Koks und Alk verprasste und abstürzte

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das essen wir alles in einem Jahr

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Timiböög 14.11.2017 21:02
    Highlight Kurze Frage: Was ist ein Varianten-Snowboarder?
    6 2 Melden
    • Snowy 15.11.2017 02:55
      Highlight Variante= Offpisteabfahrt / freies Gelände / Backcountry
      4 0 Melden
    • SemperFi 15.11.2017 07:04
      Highlight Variantenskifahrer mit Snowboard? Vielleicht?
      2 0 Melden

Frau an Bushaltestelle in Zürich mit Druckluftwaffe angeschossen

Eine 45-jährige Frau wartete am Donnerstag gegen 16.20 Uhr an der Bushaltestelle Farbhof an der Zürcher Badenerstrasse auf den Bus Nr. 35.

Plötzlich spürte sie starke Schmerzen beim rechten Ohr und begann zu bluten, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilt. Die Frau suchte einen Arzt auf. Dieser stellte fest, dass sie von einem Projektil getroffen worden war. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um das Projektil einer Druckluftwaffe.

Die Umstände der Tat sind unklar. Die …

Artikel lesen