Schweiz
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Notschlafstelle Zürich: Momentan herrscht hier Hochbetrieb.  bild: broschüre «ein bett für eine nacht» der stadt zürich

Kältetod in Europa: Wo obdachlose Menschen in der Schweiz die Nacht verbringen

Für Menschen ohne Obdach wird Väterchen Frost diese Tage zu einer Existenzbedrohung. Auch in der Schweiz ist eine Nacht an der Wärme keine Selbstverständlichkeit. Alleine in Zürich sind es über 150 Menschen, die täglich eine Notschlafstelle aufsuchen.  

15.01.17, 17:44 18.01.17, 09:05


Wetternostalgiker freuen sich über den eisigen Charakter des gerade erst eingebrochenen Winters. Die Höchsttemperatur in den ersten 10 Tagen des angebrochenen Jahres vermochten kaum die Ein-Grad-Grenze zu überschreiten.

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Für Leute deren Schlafplatz sich normalerweise im Freien befindet, wird die momentane Wettersituation zum bitteren Überlebenskampf.

Die Kälte hat Europa im Griff – vor allem im Süden und Osten

Seit November verloren in Polen 65 Menschen ihr Leben am Kältetod. Bei Temperaturen von bis zu minus 25 Grad mussten auch die Westukraine und die Slowakei je vier Todesfälle wegen Unterkühlung verzeichnen.

Die Zelte sind eingeschneit und der Boden in den Lagern sei entweder eisig gefroren oder aber knöcheltief matschig, berichteten Flüchtlingshelfer der Nachrichtenagentur SDA. Bild: keystone

Die eisige Polarluft aus Skandinavien zieht derweil auch tief in den Süden des Kontinentes. Trotz speziellen Schlafsäcke, die Papst Franziskus verteilen liess, starben in Rom sieben Obdachlose. In Griechenland brach die Kälte bis über die Inseln der Ostägäis ein. Weil auf Chios und Lesbos nicht ausreichend beheizbare Wohncontainer zur Verfügung stehen, campen dort viele Menschen noch in Sommerzelten im Freien.

In der Schweiz muss niemand erfrieren

Auch in der reichen Schweiz haben trotz Schnee und eisigen Temperaturen längst nicht alle ein Dach über dem Kopf. Die Truppen der SIP Zürich (Sicherheit Intervention und Prävention) wissen, dass derzeit allein in der Stadt Zürich rund zehn bis fünfzehn Personen im Freien schlafen.

Die SIP steht mit diesen Personen in engem Kontakt. Auf nächtlichen Patrouillen kontrollieren sie die gängigsten Schlupflöcher, stellen sicher, dass sie gut ausgerüstet sind und versuchen die Betroffenen zu überreden, sich in einer der Notunterkünfte einzuquartieren. Gelingt dies nicht, wägen die Sozialarbeiter die Risiken ab und ziehen bei Bedarf einen Notarzt bei.

In der Stadt Zürich stehen über 130 Notschlafplätze zur Verfügung. Dazu kommen Dutzende zu Betten umfunktionierte Flughafen-Bänke, welche für viele die letzte Rettung vor dem Kältetod sind. 

Eveline Schnepf ist Leiterin der Notschlafstelle Zürich. An der Rosengartenstrasse im Stadtteil Wipkingen checken jeden Abend bis zu 52 obdachlose Menschen ein.

Um Punkt acht Uhr Abends öffnet sich die Pforten zum warmen Schlafplatz. Für Stadtzürcher ist eine sichere Nacht hier nur noch ein Fünfliber entfernt. Wer in der Notschlafstelle übernachten will, muss entweder in Zürich angemeldet sein oder von der Zentralen Abklärungs- und Vermittlungsstelle (ZAV) zugewiesen werden.

«Wir schicken niemanden in den Kältetod.»

Eveline Schnepf, Leiterin der Notschlafstelle Zürich.

«Wer die Anforderungen nicht erfüllt, namentlich Leute ohne Wohnsitzbestätigung, dürfen für eine Nacht bleiben. In die Kälte hinaus schicken wir niemanden», versichert Schnepf, die schon seit 21 Jahren in der Notschlafstelle arbeitet.

Alle zusammen, aber streng separiert

Die meisten Menschen kommen mit allem, was sie haben, was nicht viel ist. bild: broschüre «ein bett für eine NAcht» der stadt zürich

Vom gescheiterten Banker bis zum Hardcore-Junkie – die Notschlafstelle ist ein Gemenge von schicksalsgeplagten Seelen. «Unsere Klientinnen und Klienten sind sehr unterschiedlich. Sie aufzunehmen und zu betreuen, gelingt einem nicht mit reiner Administration. Dazu braucht es Empathie. Eine gesunde Beziehung zu den Klienten zu pflegen ist für das Funktionieren unseres Hauses unverzichtbar», betont Schnepf.

Sobald die 52 Obdachlosen eingecheckt werden, ist aber doch Pragmatik gefragt. Es gibt ein Stockwerk nur für Frauen, jeweils ein Zimmer für Raucher und Nichtraucher und ein anderes, in dem harte Drogen konsumiert werden dürfen. «Wir geben auch sauberes Spritzenmaterial zur HIV- und Hepatitisprävention ab.»

Eine Wohnstube für alle

Viel weniger institutionalisiert geht es im Open Heart nahe der Langstrasse zu und her. Die Notschlafstelle der Heilsarmee sieht aus wie eine spärlich eingerichtete Stube in der Grösse eines Primarschul-Klassenzimmers. Lagerhaustische stehen mittig im Raum, an der Wand das Wappen der christlichen Gemeinschaft, dem ein hölzernes Kreuz gegenüber steht.

Bild: watson

Patrick Brun übernimmt an diesem Abend die Nachtschicht. Es ist seine vierte Saison im Open Heart. Zu Hause hat er sein eigenes Bett an der Wärme, darüber sei er sehr dankbar. «Aber auch ich kannte Lebenssituationen, die nicht sehr blumig waren. Ich kann mich sehr gut in die Leute hier hineinversetzen.», erzählt der engagierte Sozialhelfer watson.

«Das Leben ist ein Karussell, das sich immer schneller und schneller dreht. Fällst du einmal runter, kannst du fast nicht wieder aufspringen.»

Patrick Brun

Um zehn Uhr Nachts wird die Tür geöffnet. Zusammen mit dem Piket-Dienst legt Patrick Matratzen auf den Boden. Zwei dreifach-Kajüten stehen an der Fensterseite. «Bis zu sechs Matratzen können wir auf den Boden legen. Bei mehr als 12 Leuten wird es zu stickig hier drin.»

Notschlafstellen retten Menschenleben

Draussen warten bereits acht Nasen in der Kälte. Ein paar rauchen. Zwei trinken Bier. Ein Ehepaar versucht sich mit einer engen Umarmung warm zu halten. Ein Schweizer Weltenbummler sitzt neben seinem grossen Wanderrucksack auf dem Boden: «Ich bin seit zwei Jahren am Wandern. Ich habe bis jetzt immer gezeltet. Jetzt geht das einfach nicht mehr. Ich bin froh um diese Möglichkeit. Ich wüsste nicht, wo ich sonst hingehen würde.»

Um sechs Uhr Abends gibt es eine warmes Gericht. Für Alle. bild: watson

Die einzige Bedingung, um im Open Heart zu übernachten, ist ein gültiger Ausweis. Für Leute mit ungewissem Aufenthaltsstatus gibt es Aufenthaltsfristen, wobei oft beide Augen doppelt und dreifach zugedrückt werden.

«Ich wohne seit Jahren auf der Strasse. Mal schlaf ich bei der Stadt, dann beim Pfarrer Sieber, was sich halt ergibt. Aber hier ist es gut. Wenig Leute und guter Tee.»

Patrick*

Für Patricks Bettnachbar Joseph* ist der Kampf um einen warmen Schlafplatz einiges schwieriger. Er ist Rumäne und somit ein Arbeitsmigrant. Für ihn gilt in jeder Notschlafstelle eine Aufenthaltsfrist von drei bis sieben Nächten. «Im Iglu in Seebach habe ich meine Frist ausgenutzt. Hier darf ich jetzt noch zwei Mal übernachten. Danach muss ich zurück nach Rumänien. Draussen schlafen kann ich nicht und Arbeit finde ich auch keine. Ohne diese Einrichtungen wäre ich längst erfroren. Ich bin sehr dankbar.»

* Namen der Obdachlosen wurden geändert.

Gute Seele: Papst empfängt 150 Obdachlose in Sixtinischer Kapelle

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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60
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60Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Peter Rohr 16.01.2017 10:37
    Highlight Frau Merkel bei uns in Deutschland hat vielleicht ein nettes Plätzchen.
    10 37 Melden
  • pachnota 16.01.2017 04:15
    Highlight Für Flüchtling wird eben besser gesorgt als für ansässige Sozialfälle.

    38 104 Melden
    • Knut Atteslander 16.01.2017 07:19
      Highlight Das stimmt, ich habe auch gehört die Flüchtlinge werden im Dolder einquartiert und essen mit Silberbesteck aus Porzellantellern.
      Und zum Dessert gibts Torte!!
      77 20 Melden
    • Hoppla! 16.01.2017 07:43
      Highlight Schwachsinn!

      Vorläufig aufgenommene und anerkannte Flüchtlinge unterstehen genau so wie Schweizer dem kantonalen Sozialhilferecht.

      Beschämend, dass man aus jedem Thema eine Flüchtlingshetze machen muss.
      83 12 Melden
    • lilas 16.01.2017 07:55
      Highlight Ich kann diesen dummen Stammtischspruch nicht mehr hören!
      Flüchtlinge erhalten inkl.
      Kleiderpauschale 330.- pro Monat. Bei vorläufiger Aufnahme erhalten sie den REDUZIERTEN Ansatz der Sozialhilfe, das sind 20% weniger. Auch nachzulesen zB. unter: www.sem.admin.ch
      57 11 Melden
    • Marbek 16.01.2017 08:32
      Highlight Schön, wie du dir um die sozial Schwachen Gedanken machst. Das wäre sicher auch so, wenn man sie nicht gegen Ausländer ausspielen könnte, oder? Will sagen, du bist einfach ein sozial sehr gspüriger Typ?
      32 6 Melden
    • pachnota 16.01.2017 13:59
      Highlight Leutli.. es ist leider so. Könnt mir ruhig glauben.
      Ich sage nicht nicht, die Flüchtlinge erhalten mehr. Aber ich sage, es wird besser gesorgt für sie.
      Und bitte nicht so aggressiv. Ich kann auch nichts dafür. Ich bin nur der Überbringer der Botschaft. Kann nichts dafür, wenn, diese nicht n eurer" Friede, Freude, Eierkuchen " Weltbild passt.
      11 32 Melden
    • pachnota 16.01.2017 14:06
      Highlight Marbek noch schnell zu dir, du kleiner Frechdachs. Du wirst es nicht glauben, ich bin tatsächlich ein sozial "gspüriger" Typ.
      Und erst noch einer, mit einem grosszügigen Herz.
      6 19 Melden
    • lilas 16.01.2017 15:56
      Highlight Warum sollen die "Leutlis Ihnen glauben? Nur weil sie sagen "es ist leider so.."? Ich sehe weder Friede noch Freude auf der Welt und statt Eierkuchen geschredderte Küken. Warum ist man gleich doof und naiv nur weil man keine Stammtischparolen weiterposaunt und diese versucht mit Fakten zu widerlegen?
      23 6 Melden
    • pachnota 16.01.2017 19:30
      Highlight Ach so einfach geht das bei dir lilas?
      Aber wo Posaune ich den stammtischparolen?
      Und wo widerlegst du mit Fakten?
      Ich habe gesagt, Flüchtlinge erhalten nicht mehr. Aber es wird besser geschaut.
      Stimmt leider
      Siehe mal Diskussion in basel, Flüchtlinge va Obdachlose
      3 9 Melden
  • Ruffy 15.01.2017 22:09
    Highlight Keiner der Obdachlosen wird dazu gezwungen. Jeder hier kann sozialhilfe beziehen und ihm wird eine Wohnung bezahlt. Die Obdachlosen entschliessen sich freiwillig zu diesem Leben, deswegen brauchen wir uns nicht schlecht fühlen.
    44 78 Melden
    • Herr Hasler 16.01.2017 00:14
      Highlight Es ist anscheinend die Realität, dass es einige wenige nicht schaffen sich um Hilfe zu bemühen, auch wenn sie sie nötig hätten. Es ist nur richtig, dass unsere Gesellschaft auch für diese Leute Verantwortung übernimmt.
      Weil wir können.
      93 10 Melden
    • Taiyou 16.01.2017 01:39
      Highlight Lesen sie zuerst einmal ein Buch von Hélène Vuille bevor sie über Obdachlose urteilen!
      #Ignoranz
      29 8 Melden
    • Hoppla! 16.01.2017 07:49
      Highlight Ne, schlecht fühlen muss sich sowieso niemand. Wir haben ein sensationelles soziales Netz das jedem ein anständiges Leben ermöglicht und durch Steuern finanziert wird.
      17 6 Melden
  • teufelchen7 15.01.2017 20:03
    Highlight wir haben ein haufen menschen mit zweitwohnungen. diese menschen haben nicht mal ein bett... und das in der reichen schweiz!
    74 40 Melden
  • Illuminati 15.01.2017 18:34
    Highlight Spannender Artikel, nicht vergessen sollte man auch die verschiedenen Einrichtungen der Pfarrer Sieber Institution nicht, wie zum Beispiel der Pfuusbus, eine kleine "Wohnsiedlung" (habe den Namen gerade vergessen), sunnestube(oder so ähnlich) wo betroffene einen Kaffee und Essen bekommen. Dieses Essen wird von coop und Migros gespendet, weil es über dem Mindeshaltbarkeitsdatum ist aber natürlich noch absolut geniessbar und unbedenklich. Ein grosser Dank an die erwähnten aber auch an Alle, welche sich für Menschen in Not engagieren, eine schöne, wenn wohl auch nicht immer ganz einfache Arbeit!
    183 5 Melden
  • seventhinkingsteps 15.01.2017 18:02
    Highlight Hauptsache die Teslas haben warm im Show-Room und die leerstehenden Luxuswohnungen sind geheizt...
    82 119 Melden
    • Prof.Farnsworth 15.01.2017 18:44
      Highlight das ist ja mal eine ansage! frech wäre jetzt zu fragen wie sie wohl wohnen!
      97 23 Melden
    • FrancoL 15.01.2017 19:02
      Highlight Unrecht hat seventhinkingsteps nicht; es stellt sich schon die Frage ob nicht ungenutzter Wohnraum verschwenderisch beheizt wird, diese Frage ist legitim ungeachtet der ideologischen Ausrichtung. Nur weil man Geld hat sollte man nicht einfach die Energie verschwenden dürfen, wäre ein Gebot der Vernunft!
      72 33 Melden
    • Karl Müller 15.01.2017 19:16
      Highlight @seventhinkingsteps: Haben wir denselben Artikel gelesen? Der Bericht sagt doch, dass es in Zürich für jeden Obdachlosen ein warmes Plätzchen gibt, und die Behörden sich sogar bemühen, Menschen die sich weigern, ins Warme zu verfrachten. Was ist jetzt vor diesem Hintergrund genau das Problem mit den beheizten Teslas, mal abgesehen davon, dass dies ohnehin nichts miteinander zu tun hat?
      92 9 Melden
    • thefru1 15.01.2017 23:17
      Highlight @karl müller: habe versehentlich geblitzt, bin aber Ihrer Meinung
      11 4 Melden
  • Chääschueche 15.01.2017 17:58
    Highlight Also ein Schweizer kann nicht Obdachlos sein. Dafür gibt es unser Sozialsystem. Wenn dann sind sie dies Freiwillig. Wenn ein Migrant (Ohne Bewilligung, nie gearbeitet usw. ) hier obdachos ist, ist es zwar tragisch aber meiner Meinung nach nicht unser Problem. Die Menschen sollen in ihr Heimatland zurück. Denn weder Rumänen noch die Deutschen Bahnhofhänger am berner Bahnhof sind Flüchtlinge.

    Ich steh zu meiner Meinung.
    126 168 Melden
    • Deathinteresse 15.01.2017 18:45
      Highlight "Ein Schweizer kann nicht obdachlos sein"

      Doch. Es gibt immer wieder Menschen die durch die Maschen fallen.
      Zu glauben es gäbe keine schweizer Obdachlosen ist etwa so naiv wie zu glauben es gäbe keine Armut in der Schweiz.
      200 28 Melden
    • mrmikech 15.01.2017 19:02
      Highlight Aber ein paar nächte müssen die vielleicht irgendwo schlafen können bevor die die Schweiz verlassen weil die vielleicht kein geld für ein zugbillet oder so haben. Oder totfrieren lassen? Was ist genau deine meinung?

      Wer ist "freiwillig" obdachlos? Die realität ist meist nicht so einfach als eine werbeslogan...
      71 15 Melden
    • FrancoL 15.01.2017 19:06
      Highlight Chääschueche was Du da erzählst ist ein grosser Chääs. Man sollte sich in der warmen Stube nicht über Schicksale mokieren. Da nützt es auch nichts wenn man grossspurig zu seiner Meinung steht; Schicksal bleibt Schicksal.
      85 15 Melden
    • Spooky 15.01.2017 19:42
      Highlight @Chääschueche"
      "Ich steh zu meiner Meinung." Das finde ich okay und voll in Ordnung.

      Aber mit deinem Argument "Wenn dann sind sie dies Freiwillig" bin ich nicht einverstanden. Obdachlose haben neben sozialen allermeistens massive psychische Probleme, die es ihnen unmöglich machen, sich logisch vernünftig und normal zu verhalten, und zum Beispiel auf dem Sozialamt vorzusprechen. Davor haben sie - für uns unverständlich - eine Angst, die grösser ist als die Angst zu erfrieren.
      72 8 Melden
    • dF 15.01.2017 21:15
      Highlight @Chääschueche:

      Soviel verachtende Ignoranz gegen sozial Schwache Personen, wie in ihrem Kommentar hab ich schon lange nicht mehr gesehen.
      Ich hoffe innständig für Sie, dass Sie selber nie auch nur annähernd in eine solche Situation kommen. Denn, wir haben zwar kein schlechtes Soz.-System(vgl. zu anderen Ländern), aber es ist sehr Ausbaufähig.
      Nebenbei sind die wenigsten Obdachlosen es freiwillig. Es fallen leider immer wieder, je länger je mehr, welche durch die Netze, aber da dies nach Ihrem Kommentar nach nicht möglich ist, zeigt mir, dass Sie keine Ahnung von unserem Sozialsystem haben.
      38 7 Melden
    • FrancoL 15.01.2017 21:21
      Highlight @Spooky; gut dargestellt, danke.
      15 4 Melden
    • Spooky 16.01.2017 00:38
      Highlight Danke FrancoL. Ich denke, der menschliche Verstand ist ein weites Feld, im Prinzip eigentlich ein Chaos. Da kann man innert kurzer Zeit in eine Falle geraten und abstürzen. Drei falsche Entscheidungen genügen, um einen intelligenten Menschen auf der Strasse landen zu lassen. Man kann zwar behaupten, jeder Mensch sei seines Glückes Schmied, so ungefähr wie die FDP das behauptet. Aber wenigstens die Sozialisten sollten sich bewusst sein, dass ein Mensch auch einfach Pech haben kann auf dieser Welt.
      20 3 Melden
    • FrancoL 16.01.2017 00:53
      Highlight @Spooky; Ja was soll ich sagen, ausser dass ich zu 100% bei Dir bin. Habe genügend Schicksale gesehen um dies auch so zu empfinden.
      Dies hat mich immer bekräftigt mein persönliches Glück hoch zu werten und zu versuchen, wo immer ich konnte und kann den Mitmenschen etwas zurück zu geben, denn es gibt viele (manchmal denke ich zu viele) die dieses Glück nicht haben.
      Manchem fehlt auch die Kraft seines Glücks Schmid zu sein, dies gilt es immer mit zu berücksichtigen.
      18 3 Melden
    • Taiyou 16.01.2017 01:42
      Highlight Auch die wäre gut getan, wenn du einmal ein Buch von Hélène Vuille lesen würdest. Dann könntest du nachvollziehen, warum die Menschen auf der Rückseite des Lebens so leben...
      6 2 Melden
    • lilas 16.01.2017 08:04
      Highlight Selten einen passenderen User name gesehen
      4 3 Melden
    • Deathinteresse 16.01.2017 10:47
      Highlight Passender Artikel übrigens kürzlich in der WOZ

      https://www.woz.ch/1701/auf-der-gasse/dann-haut-es-ihnen-die-sicherung-raus



      4 0 Melden
    • patbrun 17.01.2017 01:10
      Highlight Niemand schläft gerne in der Kälte und die meisten von uns haben ja auch eine Wohnung. Aber eben nicht alle. Die meisten sind stark genug um zu arbeiten, im System zu funktionieren... aber nicht alle.
      Die Frage, warum jetzt jemand gerade auf der Strasse steht, keine Wohnung hat, psychisch angeschlagen, finanziell ruiniert ist und durch die Maschen vom sozialen Netz fällt, ist für mich von sekundärer Bedeutung. Wichtig ist, das er ein paar Nächte in der Wärme schlafen kann.
      Vor ungefähr 2000 Jahren hat einmal ein weiser Mann gesagt: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst! Darum mache ich das.
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