Schweiz
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Herbert Bolliger, CEO Migros, spricht an der Bilanzmedienkonferenz in Zuerich, am Mittwoch, 13. April 2016. Die Migros hat im letzten Jahr unter dem Einkaufstourismus und der Frankenstaerke gelitten. Der orange Riese hat zwar gleich hohe Einnahmen erzielt wie im Vorjahr. Die Marge und damit der Gewinn sind jedoch gesunken. (KEYSTONE/Walter Bieri)

«Es braucht kein Ladenöffnungsgesetz. Man sollte dieses Gesetz überall streichen», sagt der Migros-Chef. Bild: KEYSTONE

Migros-Chef wird deutlich: «Das Ladenöffnungsgesetz sollte man streichen!»

Migros-Chef Herbert Bolliger bricht mit einem Tabu: Er fordert die Abschaffung aller Gesetze zur Ladenöffnungszeit. Kritik wird laut.

Benjamin Weinmann und Stefan Ehrbar / schweiz am sonntag



Ginge es nach Migros-Chef Herbert Bolliger, dürften seine Filialen praktisch ohne zeitliche Einschränkung Tirolercakes, Ice-Tea und Waschpulver verkaufen.

Im Gespräch mit der «Schweiz am Sonntag» sagt er: «Es braucht kein Ladenöffnungsgesetz. Man sollte dieses Gesetz überall streichen.» Die Konsumenten sollten entscheiden, so der oberste Migros-Mann. «Wir öffnen doch nirgends einen Laden, wenn die Kunden nicht kommen!»

Ein Problem mit dem Arbeitnehmerschutz sieht Bolliger in seiner Forderung nicht: «Die Angestellten sind über das Arbeitsgesetz geschützt. Ausserdem gibt es viele Mitarbeitende, die abends oder am Wochenende arbeiten möchten, weil es für sie passt.»

Bolliger glaubt, der Kantönligeist werde wohl eine wirkliche Liberalisierung verhindern. «Dabei wäre es am besten, alle Kantone würden es machen wie der Aargau.» Der Mittelland-Kanton hatte 2005 sein Ladenöffnungsgesetz über Bord geworfen. Seither werden die Öffnungszeiten nur durch das Arbeitsgesetz des Bundes eingeschränkt. Von Montag bis Samstag dürfen die Läden von 6 bis 23 Uhr offenbleiben.

Bolligers Vorpreschen erfolgt zu einem brisanten Zeitpunkt. Denn erst diese Woche hat die Wirtschaftskommission des Ständerates ihrem Rat beantragt, das neue Ladenöffnungszeitengesetz anzunehmen. Dieses stellt einen Kompromiss nach jahrelangem Hin und Her in den Räten dar. Mit dem neuen Gesetz dürften Händler in der ganzen Schweiz an Wochentagen zwischen 6 und 20 Uhr offen bleiben, an Samstagen zwischen 6 und 18 Uhr. Bolligers Wunschszenario geht also deutlich weiter.

Dass sich der Migros-Chef derart aus dem Fenster lehnt, kommt nicht von ungefähr. Die Befürworter einer Liberalisierung haben nicht zuletzt seit der Erstarkung der bürgerlichen Parteien in den Parlamentswahlen Oberwasser. Doch an den Urnen haben Liberalisierungen selten Chancen. Die IG Detailhandel mit Migros, Coop und Manor gibt sich deshalb zurückhaltender als der Migros-Chef. Eine Liberalisierung am Sonntag sei kein Thema, sagt IG-Geschäftsleiter Patrick Marty. Man fordere lediglich, dass die laut Arbeitsgesetz möglichen vier Sonntagsverkäufe endlich in allen Kantonen umgesetzt würden. Unter der Woche hat sich die IG eine Teilharmonisierung der Öffnungszeiten auf die Fahne geschrieben. Die momentane Lösung des Parlaments sei eine pragmatische, welche die Kompetenzen der Kantone nicht einschränke.

ZU DEN NEUESTEN ZAHLEN DER SCHWEIZER WIRTSCHAFT STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 2. MAERZ 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Eine Kundin nimmt ein Nahrungsmittel aus dem Regal, aufgenommen in der Volg-Filiale in Remigen, Kt. Aargau, am 7. Mai 2013. Volg ist eine ostschweizerische Detailhandelsorganisation mit Sitz in Winterthur. (KEYSTONE/Christian Beutler) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Abends einkaufen: Dafür weibelt auch die Volg-Gruppe.
Bild: KEYSTONE

Für eine Liberalisierung weibelt auch die vor allem auf dem Land präsente Volg-Gruppe. «Früher hat man die meisten Einkäufe am Vormittag getätigt, heute vermehrt am Abend oder auch am Sonntag», sagt Sprecherin Tamara Scheibli. Darum sehe Volg Potenzial für längere Öffnungszeiten. «Gerade kleinere Läden mit vielen Mitbewerbern in der Region sind auf eine möglichst positive Umsatzentwicklung angewiesen», sagt sie. Dies könne mit längeren Öffnungszeiten unterstützt werden und diene langfristig betrachtet auch der Sicherung von Arbeitsplätzen.

Für Volg sei die Frage teilweise existenziell: «In den letzten Jahren haben zahlreiche Läden dank der Verlängerung der Öffnungszeiten Umsatz, Ertrag und Kundenzahl deutlich steigern können. Ehemalige Schliessungskandidaten konnten so gerettet und damit die Einkaufsmöglichkeit im Dorf gesichert werden.»

In den Städten steht insbesondere Tag sieben im Fokus. «Wir sind der Meinung, dass Zürich als grösste Tourismusregion der Schweiz auch am Sonntag die Möglichkeit bieten sollte, einkaufen zu gehen», sagt Tourismus-Direktor Martin Sturzenegger. «Aus Umfragen wissen wir, dass dies ein grosses Bedürfnis der Touristen ist. Dass wir sonntags alles dichtmachen, ist ein bedeutender Standortnachteil im europäischen Wettbewerb.»

In Bern setzt die Tourismus-Branche auf eine Motion von FDP-Grossrat Adrian Haas, der in der Innenstadt eine Sonderregelung anstrebt: «Mir war es vorab ein Anliegen, dass die vielen Touristen am Sonntag nicht vor verschlossenen Türen der Souvenirläden stehen», sagt Haas. Die Motion schliesse eine «massgeschneiderte Ausdehnung» nicht aus.

Bei der Gewerkschaft Unia klingeln die Alarmglocken. «Angestellte des Detailhandels sind durch das Arbeitsgesetz nicht genügend geschützt», sagt Unia-Sekretär Arnaud Bouverat. Die Liberalisierung, wie sie vom Parlament beschlossen werden dürfte, führe in 14 Kantonen und für 65 Prozent der Beschäftigten zu schlechteren Bedingungen. Wer heute bis 20 Uhr arbeiten müsse, sei oft sehr spät zu Hause – und frühmorgens bereits wieder im Laden.

Beruf und Familienleben seien so kaum vereinbar. In den Kantonen mit liberalen Öffnungszeiten sei ein Verdrängungskampf zu Ungunsten der Kleinen zu beobachten, sagt Bouverat. «Verkäuferinnen berichten uns oft, dass sie auch dann im Laden stehen müssen, wenn keine Kunden kommen. Die grossen Ketten setzen in diesen Zeiten einfach weniger Personal ein, was zu extrem aufgesplitteten Arbeitseinsätzen und Arbeit auf Abruf führt», sagt Bouverat.

Denkbar seien allenfalls gewisse Kompensationen, etwa in Form von Schichtmodellen. In der Westschweiz habe man bei GAV-Verhandlungen im Gegenzug zu längeren Öffnungszeiten am Samstag erreicht, dass das Personal an mehr Samstagen und Abenden unter der Woche freinehmen könne. Es sei aber wichtig, dass die Bestimmungen für alle gälten. Deshalb brauche es einen nationalen GAV. Den aber wollten die Arbeitgeber nicht. «Es geht nicht an, dass erst Ausnahmen etwa für Tankstellenshops verlangt werden und man zwei Jahre später mit Berufung auf diese Ausnahmen weitere Liberalisierungen für alle Läden fordert», sagt Bouverat. «Das ist reine Salamitaktik.»

 

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    Alle Leser-Kommentare
  • sonwat 19.04.2016 09:14
    Highlight Highlight Ich bin (wie wohl viele hier) geteilter Meinung. Jedoch finde ich es immer lächerlich wenn ich Sonntags mal etwas benötige und dann in die Tankstellenshops oder grossen Bahnhöfe gehen muss, wo das pure Chaos herrscht. Man kann vieles diskutieren, aber die Nachfrage nach liberaleren Öffnungszeiten ist unbestritten vorhanden. Und auf eine Art und Weise finde ich es auch ungerechtfertigt, wie die SBB Immobilien nur aufgrund der Gesetzgebung profitieren und einen riesigen Wert generieren.
  • dergraf 18.04.2016 21:39
    Highlight Highlight Es gab eine Zeit, in der ich als Personalkommissionspräsident in einem M-Betrieb war. Es gab und gibt sie noch immer: die Filialleiter, die (gesetzwidrig) Mitarbeiterinnen (vor allem) auf Abruf halten. Wer aufmuckt wird entlassen (einen Grund findet man immer). Und meistens trifft es geschiedene Mütter. Geht man auf den Filialleiter (als Personalvertreter) los, will man als erstes wissen wer geklagt hat. Es liegt vieles im Argen!
    Deshalb müssen Bolliger's Träume beendet werden. Denn den von den Freiwilligen gibt es nicht genügend für diese M-Träume. Ausbeuterei!!
  • Dunkelschwarz 18.04.2016 21:03
    Highlight Highlight Finde es an der Zeit, dass ein jeder Laden auf- und zugeht wann es entsprechend angeordnet wird vom Betreiber.
    Personal ist billig und ohne Probleme jederzeit aufs neue ersetzbar.
    Der Kunde wird es freuen endlich auch früh morgens ein Grill-Güggeli mit knuspriger Haut kaufen zu können, bevor die Sonne jeden Augenblick den Horizont erklimmt.
    Was es endlich braucht ist eine Marktwirtschaft, welche durch keinerlei Beschränkungen jeglicher Art hin zum Ziel der optimierten Gewinnerzielung wirken kann.
    Ob Schuhputzer am Hauptbahnhof, oder Imobilienmakler an der Seepromenade, jeder der will ...



  • Emperor 18.04.2016 16:24
    Highlight Highlight Ich kenne diverse Leute, welche im Detailhandel arbeiten, diese Arbeitsbedingungen sind eine Schande... Duttweiler würde sich im Grab umdrehen...
    • Charlie Brown 18.04.2016 19:39
      Highlight Highlight Duttweiler war mit der Einführung von Selbstbedienungsläden der Schreck aller Lädelibesitzer und treibende Kraft für das Lädelisterben. Schön wird er in den Erinnerungen glorifiziert - von den Leuten die ihn damals verdammt hätten.
    • Emperor 19.04.2016 03:08
      Highlight Highlight Da gebe ich dir recht, jedoch hat er erst mit diesem Konzept viele Dinge für den ärmeren Bürger erschwinglich gemacht und auch eine grosse soziale Ader gezeigt. Nichts ist perfekt aber ich finde, dass hier klar die positiven Aspekte überwiegen.
    • Charlie Brown 19.04.2016 06:07
      Highlight Highlight Natürlich stimmt diese Seite, keine Frage. Aus der heutigen Sicht geht der andere Aspekt einfach gerne vergessen.

      Es ist wie fast überall, der Strukturwandel kennt Gewinner und Opfer. Aber es steckt viel Kraft in ihm, quasi die schöpferische Zerstörung, wie sie Schumpeter damals beschrieben hatte.

      Ich bin dagegen, den Wandel aufzuhalten, aber er muss aktiv gestaltet werden.
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  • R&B 18.04.2016 13:48
    Highlight Highlight Wer ist für die Abschaffung aller Gesetze zur Ladenöffnungszeit?
    Herz = ja
    Blitz = nein
  • Donald 18.04.2016 13:39
    Highlight Highlight Liberalisierung bringt noch gar nichts. Im Aargau haben die Migros und Coop trotzdem nicht länger als bis 19:00 oder 20:00 geöffnet. Ich komme nicht vor 19:00 nach Hause. Wann soll ich gemütlich einkaufen gehen? Wie machen das Leute, die noch später nach Hause kommen? Da bleibt ja nur Deutschland als Alternative. Aber das passt Coop in Migros auch nicht...
  • Homes8 18.04.2016 10:29
    Highlight Highlight Es geht auch um allgemeine Sicherheit. Überfälle, kriminelle Handlungen werden zunehmen.
  • Schneider Alex 18.04.2016 09:08
    Highlight Highlight Ladenöffnungszeiten: Es gibt viel zu verlieren!

    Verlängerte Ladenöffnungszeiten schränken die gemeinsame Familienzeit der Arbeitnehmenden ein, machen die Nacht zum Tag, kurbeln den Einkaufsverkehr in den lärmsensiblen Nachtzeiten an und erleichtern Überfälle auf die Tankstellenshops.

    24-Stunden-Öffnungszeiten an Tankstellenshops mit Vollsortiment sind nur der Anfang von Nachtarbeit, die nicht zwingend nötig ist. Weitere Begehren werden folgen, insbesondere in Betrieben mit einer hohen Kapitalausstattung.
  • FrancoL 17.04.2016 23:37
    Highlight Highlight Für einen guten Teil Menschen wurde die Arbeit in den letzten 30 Jahren stundenmässig reduziert, gleitende Arbeitszeiten eingeführt, der Samstag wurde praktisch arbeitfrei.

    Gleichzeitig wurden die Oeffnungzeiten um 30% verlängert. Grossverteiler stehen engmaschig zur Verfügung was das Einkaufen vereinfacht.

    Und nun soll das nicht mehr genügen? Wieso den eigentlich? Die Läden in ZH und Umgebung (ich wohne hier) haben über 70 Oeffnungsstunden/Woche, genügt das nicht?

    Was würden viele der Öffnungszeiten-Turbos sagen wenn man in ihren Betrieben Öffnungszeiten von 70 Stunden einführen würde?
    • Donald 18.04.2016 08:42
      Highlight Highlight Internet und TV nur noch von 08:00 bis 18:00 für dich. Das sollte reichen oder?
    • FrancoL 18.04.2016 16:01
      Highlight Highlight Man kann auch die flachen Beispiel nennen. Es gab schon immer Branche die länger arbeiten mussten und doch ist es wünschenswert wenn das nicht auf allen Branchen der Fall sein muss. Polemik kann ich Dir auch bieten, hilfreich ist sie nicht: Wie würde es aussehen wenn der Staat seine Betriebe und Büros auch wie die Läden 60 bis 70 Stunden offenhalten würde und der Steuerzahler, also vermutlich auch Du dies berappen müssten?
    • Emperor 18.04.2016 16:19
      Highlight Highlight Ich wäre schon zufrieden, wenn die Hirn Versorgung klappen würde und zwar 24/7, dann bräuchten wir auch keine längeren Öffnungszeiten...
  • mortiferus 17.04.2016 16:46
    Highlight Highlight Man sollte eine Abstimmung machen wo die Hauptbetroffenen darüber abstimmen können. Die Verkäufer die am Sonntag und in der Nacht arbeiten dürfen sollen entscheiden! Über deren Köpfe hinweg entscheiden ist nicht recht. Falls die Mehrheit, der im Verkauf angestellten, gegen Sonntags und Nachtarbeit sind sollte die SP mit den Gewerkschaften kämpfen, bis zum letzten tropfen Bier. Die sollen mal zur SVP, sich beraten lassen wie man viel Lärm macht und Bürger mobilisiert.
    • Fabio74 17.04.2016 22:53
      Highlight Highlight Das Volk hat bisher überall die bestehenden Öffnungszeiten bei Abstimmungen bestätigt. Warum man sich nun über das Volk stellen will, soll mal einer erklären
  • AskLee 17.04.2016 16:06
    Highlight Highlight Schickt diesen Mann 2 Jahre in die Nachtschicht und er wird weise werden.
  • Zeit_Genosse 17.04.2016 15:14
    Highlight Highlight In einer Zürcher Gemeinde mit 3k Einwohnern hat der Volg 365 Tage bis 20 Uhr offen. Der Sonntag ist der stärkste Verkaufstag geworden (eingeschr. Ladenfläche analog Tankstellenshop). Die Ladenöffnungszeit führt dazu, dass Einwohner vermehrt im Dorf kurzfristig einkaufen oder den Weg zum Discounter sparen. Mit dieser Strategie kann der Volg vor Ort ggü. den Grossen mithalten und überleben. Damit gibt es vor Ort Arbeitsplätze,die sehr gesucht sind. Fragt man das Verkaufspersonal, haben diese Freude an der flexiblen Möglichkeit. Es geht durchaus auch positiv und ohne gejammer.
    • Duweisches 18.04.2016 07:51
      Highlight Highlight Nur eben, sobald die eingeschränkten Ladenöffnungszeiten wegfallen sind die Discounter die ersten die davon Gebrauch machen. Womit der Volg seinen Geschäftsvorteil wieder verspielt hätte...
    • Emperor 18.04.2016 16:21
      Highlight Highlight Volg ist ja auch ein grosser aber versuch du Mal als kleines Geschäft solche Öffnungszeiten zu ermöglichen...
    • Zeit_Genosse 18.04.2016 19:45
      Highlight Highlight Der Bäcker, Fleischer, das Blumengeschäft, vom Dorf, beliefern den Volg und der verkauf am Sonntag für die Kleinen Geschäfte. Etwas Innovationsgeist braucht es schon und alle können nicht gewinnen. Die Nähe ist auch ein Argument. Kurz über die Strasse, wenn unerwartet Besuch kommt und der Grill ist voll und die Gäste werden satt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Isti 17.04.2016 15:07
    Highlight Highlight Schon Ende der 80er-Jahre habe ich im Seedamm-Center während meiner Lehre jeden Abend bis 21.30 Uhr gearbeitet und ich wollte freiwillig immer in die Abendschicht eingeteilt werden. Es gibt genug Personal, welches in Randzeiten gerne arbeitet. Darum befürworte ich die Abschaffung aller Öffnungszeiten von Montag bis Samstag, der Markt reguliert das selbstständig. Sonntag ist tabu - dieser Tag ist Ruhetag.
  • koks 17.04.2016 15:00
    Highlight Highlight dabei könnte die migros erstmal ihre genossenschafter konsultieren. dann sieht man, was die kunden wollen. nur weil ein gutverdienender ceo was behauptet, muss das noch lange nicht die meinung der mehrheit widerspiegeln. im gegenteil.
    • Charlie Brown 17.04.2016 16:46
      Highlight Highlight @koks: Schau doch mal, was die Kunden wünschen, wenn z.B. an einem Ostermontag die Möbelläden offen haben. Die Umfrage kannst du dir sparen.

      Die Migros weitet die Öffungszeiten so weit aus wie es wirtschaftlich Sinn macht sprich die Kunden Umsatz machen.
    • Charlie Brown 17.04.2016 19:07
      Highlight Highlight Migros verkauft alles, auch Möbel. Bolliger will generell alle Ladenöffnungszeiten kippen, nicht nur für Lebensmittel.

      Und: Es war ein Beispiel. Typähnlich anzuwenden auf Abendverkauf vor Weihnachten, 365 Tage Läden an Bahnhöfen etc.
    • Oban 18.04.2016 06:58
      Highlight Highlight @Rahbarber
      Genau das ist aber das Problem in der Chefetage, die vergleichen das, denn in einem EKZ herrscht noch vielfach der Grundsatz jeder hat offen solange wie der Hauptmieter. Somit hat zwar Migros/Coop evtl. mehr Umsatz müssen aber gleichzeitig verluste bei ihren Tochterfirmen in Kauf nehmen. Z.B in ihren UE Geschäften stehen Morgen vielfach noch ein 1 Ma mit 1 Lernenden, man muss sparen und hat am Morgen ja eh keine Kunden, macht aber von 8-20 Uhr auf, weil das Mutterhaus es befiehlt. Wundert sich dann aber wenn einem Samstags die Kunden weglaufen weil sie nicht bedient werden.
  • Tropfnase 17.04.2016 15:00
    Highlight Highlight Und die Gewerkschaften verbieten und die Sklaverei wider einführen.... Gottlieb Duttweiler lagen die Angestellten mehr am Herzen!
  • Einstein56 17.04.2016 14:32
    Highlight Highlight An den Ladenöffnungszeiten erkennt man, dass die Schweiz immer noch ein Agrarstaat ist. Auch scheinbar urbane Menschen denken im vorletzten JH. Wer von euch hat schon während Jahren in einer richtigen Stadt gelebt. Ich meine nicht Aarau, Wil oder Zürich. Ich meine eine richtige Stadt. Eben!
    • Fabio74 17.04.2016 22:57
      Highlight Highlight Man kann nicht immer von Föderalismus faseln, und wenns einem nicht passt, dann von Rückständig schwafeln. Entweder bleiben die Öffnungszeiten kantonal und das Volk entscheidet und das wird akzeptiert oder man höhlt den Föderalismus aus, um alles dem Geld zu opfern.
    • Basoalto 18.04.2016 20:19
      Highlight Highlight Hier! Ist Dir Paris gross genug? Ich habe da gelebt. Am Wochenende alles zu, unter der Woche ist ab 19.00 Uhr geschlossen. Voilà!
    • Emperor 19.04.2016 03:13
      Highlight Highlight Ja, war in diversen Grossstädten und mir kommt jedes Mal der Graus wenn ich dort die Öffnungzeiten sehe... evtl. ist EMpathie heutzutage aber auch einfach Scheisse...
  • Donald 17.04.2016 14:19
    Highlight Highlight Im Kaufland kann ich ohne Zeitdruck bis 22:00 einkaufen gehen.
  • kEINKOmmEnTAR 17.04.2016 14:09
    Highlight Highlight Ich fordere schon lange eine vollständige Liberalisierung sämtlicher Öffnungszeiten in ausnahmslos jeder Branche.
    Diese Gesetze sind für mich nur noch ein alter Zopf den es zu vergessen gilt. Der Markt wird sich hier bestens selber regeln - kein Chef der Welt öffnet ein Laden länger als das die Kunden kommen, wäre ja blöd.
  • ströfzgi 17.04.2016 13:44
    Highlight Highlight was ist uns lieber? dass hier am sonntag oder abends eingekauft wird, oder dass das geld unter der woche ins nahe ausland gebracht wird, wo mo-sa von 8:00-21:00 geöffnet ist?
    • FrancoL 17.04.2016 14:35
      Highlight Highlight Das Geld wird nicht wegen den Oeffungszeiten ins Ausland "gebracht". Es geht um billigere Preise. Migros+Coop haben im Kt ZH schon jetzt von 8.00 bis 20.00 Mo bis Sa offen und doch gehen die Leute ins nahe Ausland. Wenn Sie dem entgegenwirken wollen, dann Preise bei uns runter Oeffungszeiten belassen, das würde etwas bringen! Zu Ihrer Begründung: UNTER DER WOCHE CHF ins Ausland bringen. Haben da die Läden bei uns nicht offen? Unter der Woche? Vielleicht machen Sie sich auch eine Überlegung dass in Zürich 20.00 Uhr etwa gleich ist wie 21.00 Uhr im nahen Ausland, Weg ist nicht zu vernachlässigen
    • Fabio74 17.04.2016 22:59
      Highlight Highlight als ob die Leute wegen den Öffnungszeiten über die Grenzen fahren. die Argumente sind lächerlich. In Zürich sind die Läden teilweise bis 22 Uhr offen. Selbst an Sechseläuten haben viele Läden mittlerweile normal geöffnet
    • Emperor 19.04.2016 03:17
      Highlight Highlight Hmm also ich glaube, die Leute welche um 20:00 noch kurz auf Deutschland fahren, weil sie keine Milch mehr zu Hause haben und die doofen schweizer Gechäfte ja schon um 20:00 schliessen, die sollen das auch weiterhin tun, ein paar Liter Milch verkraften wir noch ;-)
  • panaap 17.04.2016 13:33
    Highlight Highlight Längere Öffnungszeiten führen wohl kaum zu mehr Umsatz, sondern zu Verteilung der Kunden während der Zeit. Dazu kommt, dass kleinere Läden sich anpassen müssen an die grossen und dies ist für Sie selten rentabel, sondern einfach nur mit kosten verbunden.
    • FrancoL 17.04.2016 14:39
      Highlight Highlight Bestens bekannter Mechanismus! Kleine könen sich anpassen und verlieren an Marge. Grosse behalten die Marge und gewinnen an Marktanteil, der von den serbelnden Lokalen freigegeben wird.
      Wunderbare Lösung und natürlich auch höchst ökologisch weil man dann das Auto bewegen kann.
  • leu84 17.04.2016 13:26
    Highlight Highlight Er muss ja nicht bis 24 Uhr an der Kasse sitzen.
  • What?! 17.04.2016 13:25
    Highlight Highlight Dieser beitrag schockiert mich nicht, arbeite seit über 6 Jahren in einer migros filiale die 365 tage im jahr geöffnet hat von 6-22 ohne ausnahme
  • Fabio74 17.04.2016 13:25
    Highlight Highlight Die Migros wird immer asozoaler. Duttweiler dürfte im Grab rotieren ab diesen Aussagen
    • Fabio74 17.04.2016 23:02
      Highlight Highlight @simply smarter: Duttweiler wollte weder Alkohol noch Tabak verkaufen. Die Migros kaufte Globus und Denner und verdient sich eine goldene Nase damit.
      Migros schwafelt von Verantwortung der Menschen gegenüber als Genossenschaft sowieso, akzeptiert aber den Volkswillen der Menschen in diesem Land zu den Öffnungszeiten nicht.
  • FrancoL 17.04.2016 13:15
    Highlight Highlight Etwas geht bei mir nicht auf; Wir lesen fast täglich dass die Kaufkraft abnimmt, die Schere zwischen Reich und Arm aufgeht, dem Konsumenten weniger Geld zur Verfügung steht für die täglichen Ausgaben. Das entspricht auch meiner Wahrnehmung. Nun sollen aber dieser nicht zunehmenden Ausgaben auf mehr Einkaufsstunden verteilt werden; dies bedeutet dass die Einnahmen/Oeffnungsstunde abnehmen. Grossverteiler können geschickt das Personal einsetzen, ein kleiner Laden macht was dann was? Nicht so lange Öffnungszeiten und Einbussen in Kauf nehmen? Mitziehen und logischerweise den Verdienst schmälern?
    • Charlie Brown 17.04.2016 16:55
      Highlight Highlight @Franco: Die Kaufkraft stieg in den letzten 35 Jahren um durchschnittlich 30% (Lohnniveau stieg 30% stärker als die Teuerung). Ich verstehe nicht, warum sich der Mythos der schwindenden Kaufkraft derart hartnäckig hält. Wahrscheinlich weil die Konsumlust in der selben Zeit noch stärker gestiegen ist.

      Den Rest deiner Bedenken lassen sich nicht ganz von der Hand weisen. Aber als Unternehmer kennst du das ja auch, Rahmenbedingungen ändern sich, das ist die einzige Konstante in der Marktwirtschaft...
    • FrancoL 17.04.2016 18:39
      Highlight Highlight @Charlie; Die Kaufkraft die für den Detailhandel massgebend ist hat nicht zugenommen, Zahlen sind eine Sache die tatsächliche Bereitschaft auszugeben, also die Konsumlust in den letzten 2-3 Jahren ein Problem > Detailhandel rückgängig. Vieles hat sich verlagert und wir sprechen hier von der Migros und nicht zB von Hauskauf oder Autohandel. Wenn sich Rahmenbedingungen ändern dann sollte man sie benennen und nicht an den Öffnungszeiten (bereits ordentlich liberal) aufhängen. Es geht um Verdrängung und die Öffnungszeiten sind das Mäntelchen. Als Unternehmer gehöre ich zu denen die Klartext mögen.
    • Charlie Brown 17.04.2016 19:17
      Highlight Highlight @Franco: Der durchschnittliche Lohn ist in den letzten 35 Jahren rund 30% stärker gewachsen als der LIK. Wie kommst du zur Einschätzung, dass der Detailhandel nichts davon hat?

      Die Lebensmittelpreise sind in den letzten Jahren sogar gesunken, das selbe gilt für vieles anderes (z.B. Unterhaltungselektronik). Häuser sind im Gegensatz überproportional teurer geworden, oder nicht?

      Kannst du dein Argument mit Daten hinterlegen?
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  • Oliver Gautschy (1) 17.04.2016 12:52
    Highlight Highlight Ich wohne im erwähnten Aargau genauer in Aarau. Hier hat seit der Abschaffung der Ladenöffnungszeiten leider nichts geändert. Einkaufen unter der Woche in Aarau ist für mich so gut wie nicht möglich, da ich nicht vor 6.30 von der Arbeit zuhause bin.
    Anhand det Anzahl Leute die im kleinen Coop am Bshnhof einkaufen besteht doch ei grosses Bedürfnisd nach längeren Öffnungszeiten.
    Die Entlöhnung für die zusätzlichen Arbeitszeiten müsste wie in der Industrie geregelt sein und Wochenendarbeiten sollten für die Mitarbeiter freiwillig und besser entlöhntsein. So bleibt es fair!
    • FrancoL 17.04.2016 14:46
      Highlight Highlight @Oliver Gautschy: und die fairen Arbeitsbedingungen kosten ja nichts, die bezahlt man an der Kasse gerne zusätzlich, das erkennen wir an der Einkaufwelle im Süddeutschenraum welche natürlich nur wegen den längeren Oeffungszeiten so ausgeprägt ist.
  • MaxHeiri 17.04.2016 12:29
    Highlight Highlight Die Unterstützung für das ein Gesetz zu Ladenöffnungszeiten zeigt auf, wie verwöhnt wir in der Schweiz sind. Wir verknappen uns unnötig Arbeitsplätze aus irgendwelchen kulturellen Gründen.
    • Fabio74 17.04.2016 13:23
      Highlight Highlight Brauchen wir mehr Arbeitsplätze zu Hungerlöhnen? Ist schon zum kotzen, dass am SechseläutenMontag praktischballes offen hat. Jeder Feiertag wird geopfert.
    • MaxHeiri 17.04.2016 14:40
      Highlight Highlight Hungerlöhne? Vergleich einmal die Löhne im Ausland basierend auf der Kaufkraft. Und wenn die Löhne so schlecht wären, würden ja kaum Leute aus dem Ausland in diesen Sektor zuwandern.
    • FrancoL 17.04.2016 14:51
      Highlight Highlight @Arbeitsplätze verknappen? wohl kaum wir lagern sie um und bezahlen sie schlechter denn sonst stimmt die Marge nicht mehr.
      Oder gehört MaxHeiri zu denen die mehr ausgeben können weil die Öffnungszeiten verlängert wurden?
      Solange wir klare Strukturen haben wie ZB das Schulsystem mit den klaren Zeitenregelungen können wird eine Wochenstruktur nicht aus den Angeln heben und es gibt sogar Menschen die hinter dieser Struktur einen sozialen Sinn sehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Balbok 17.04.2016 12:26
    Highlight Highlight Fakt ist doch das wir heute einiges mehr an Freizeit haben.Schon heute kommen die längeren Öffnungszeiten nur den Leuten zugute,die eh schon frei haben am Sa oder unter der Woche um 17.00 Feierabend. Und mehr Personal wird nicht eingestellt, da rede ich aus Erfahrung.Eher werden die zusätzlichen Stunden auf die übriggeblieben verteilt. Fakt ist das ein Mitarbeiter von 07.00- 20.15 arbeitet und das mit 30min arbeitsweg. Also über 13h ausser Haus. Und Städte in der Schweiz sind kaum vergleichbar mit London,Berlin ect.Die paar Nasen die hier in der Nacht einkaufen wiegen nie den Mehraufwand auf.
    • Sagitarius 17.04.2016 12:46
      Highlight Highlight "Fakt ist das ein Mitarbeiter von 07.00- 20.15 arbeitet und das mit 30min arbeitsweg."

      Wo hast Du denn bitte diese Fakten her?
    • thestruggleisreal 17.04.2016 13:20
      Highlight Highlight hm - das sehe ich anders. gehen sie mal nach 18 uhr in die migros/coop - da fängt es erst an - viele arbeiten bis 19 uhr und müssen dann einkaufen. um 17 uhr können sie gemütlich einkaufen hier... trotzdem bin ich gegen die öffnungszeiten in der nacht - in grossläden sollte spätestens um 21 uhr schluss sein
    • Balbok 17.04.2016 14:30
      Highlight Highlight Diese "Fakten" sehe ich wenn ich den Arbeitsplan meiner Freundin anschaue@ sagitarius.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Beukelark 17.04.2016 12:24
    Highlight Highlight Ich finds recht angenehm, wenn die Stadt zu gewissen Zeiten und am Sonntag einfach mal etwas runterfährt. Die Dauer-Hektik von London, NY, Tokio, usw..? Nein Danke. Der Migros-Chef, wie jeder andere CEO, denkt halt auch nur an den Umsatz.
    • Sagitarius 17.04.2016 12:48
      Highlight Highlight Als CEO muss er den Umsatz sehr wohl im Auge behalten! Wäre komisch wenn er das nicht täte! ;)
    • taisho-corer 17.04.2016 15:27
      Highlight Highlight Also in Tokio läuft nicht viel in der Nacht. Da hat auch das meiste geschlossen.
  • TschGadEis 17.04.2016 12:08
    Highlight Highlight Als Migros-Chind schmerzt das, wenn dieser Typ so ne Scheisse rauslässt.

    Wie unten schon geschrieben: Über längere Öffnungszeiten kann man gerne diskutieren, aber dann muss der Mitarbeiterschutz zwingend ausgebaut werden.

    "Es wird niemand gezwungen in der Nacht zu arbeiten"-Aussagen sind zum kotzen und kommen ausschliesslich von Nicht-Betroffenen...
    • Bolly 17.04.2016 13:11
      Highlight Highlight Mir geht es genau auch so. In der Nachbar Gemiende hat Coop von 7.00-20.00 offen, dachte immer, wegen der Kette zieht Migros mit. Und dann lese ich das?!? Echt jetzt?? Damit macht es sich keine Freunde. Wo bleiben die Dutweiler Nachkommen? Wäre nie in seinem Sinne gewesen. Meine Tochter arbeitet im M. Und ist wie du sagst genauso lange auch weg. Vom jetzt schon oft, Dauerverkehr gar nicht zu reden. Dann sollten alle Ämter und Banken auch so lange offen haben!!!!!!! Wenn alle gleich ziehen, das wäre nur fair.
    • Retarded Wizard 17.04.2016 13:44
      Highlight Highlight Ist aber wirklich so, niemand wir gezwungen zu diesen Konditionen zu arbeiten, wenn er nicht will.

      Umso mehr Menschen bereit sind, sich für solche Jobs und niedrigen Löhnen zu verausgaben, desto mehr werden entstehen.

      Ich habe kein Verständnis für Menschen, die sich vor alles und jedem bücken und jeden Job machen, egal wie sehr man ausgenommen wird.

      Oder inwiefern wird jemand genötigt da oder überhaupt zu arbeiten?
    • Dubio 17.04.2016 13:56
      Highlight Highlight Die Wahrheit mag hart klingen, aber wer in der Migros Gestelle auffüllt oder an der Kasse sitzt, hat so gut wie keine Jobalternative, einfach weil diese Leute kaum anders eingesetzt werden können. Oder überspitzt formuliert: Kassenangestellte werde nicht plötzlich gesuchte Ingenieure, nur weil es ihnen nicht mehr passt, am Abend an der Kasse zu sitzen. Daher ist es eben doch so: Die Angestellten werden (faktisch) gezwungen, am Abend oder Sonntag zu arbeiten. Alle anderen Behauptungen sind reiner Zynismus.
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  • amazonas queen 17.04.2016 12:02
    Highlight Highlight Es ist eine der wenigen Momente, in denen ich Herrn Bolliger durchaus zustimmen will. Ich wohne in der Nähe einer Tankstelle, mit einem kleinen Laden. Dort ist Sonntags dauernd etwas los. Immer wieder kommen Leute und kaufen alles mögliche. Milch, Brot, Wurst, TK-Pizza und so weiter. Da ist es sinnlos, den Laden am Montag um 10 zu öffnen, dann sind die nicht da. Ich sehe es auch in der Migros selbst. Morgens sind dort eher die Pensionäre, die Arbeitende Bevölkerung ist am Abend da. Da könnte ein System, Vormittags zu öffnen und dann erst am späten Abend wieder, durchaus Sinn machen.
    • Fabio74 17.04.2016 13:26
      Highlight Highlight Ich frag mich einfach warum 6 Tage Einkaufen bis 20 Uhr nicht ausreichen soll.
    • Charlie Brown 17.04.2016 19:30
      Highlight Highlight @Fabio74: Jetzt ganz ehrlich; noch nie am Sonntag am Bahnhof noch ein Brot und eine Milch geholt? Oder an der Tankstelle für ein spontanes Grillieren ein Tenpack, einen Sack Chips und vielleicht eine Wurst? Ganz ehrlich, noch nie? Falls doch: Das wäre eine mögliche Antwort.
    • Fabio74 17.04.2016 23:09
      Highlight Highlight @Charlie Brown: Kaufe am Sonntag praktisch nie ein, ausser ich komme aus den Ferien zurück. Ist ein Prinzip von mir. Versuche von Mo -Fr einzukaufen.
      @Simply smarter: Das Volk in den Kantonen hat entschieden, finde 18.30 zu früh. 20/21 Uhr ok; Samstag 18 Uhr, Sonntag zu richtig.
  • bangawow 17.04.2016 11:55
    Highlight Highlight Das machen dann natürlich nur die Mitarbeiter, die das auch wollen.

    Was für ein schönes Märchen.
  • DON_crouchi 17.04.2016 11:35
    Highlight Highlight Ich finde die Ladenöffnungszeitendebatte einen Witz. Was ist mit den Lkw Chauffeuren oder den Mitarbeitern in den Lagern ( Post, Coop, ZVV etc.) Die machen auch nicht um 20:00 Feierabend. Von denen hört man nie etwas.
    • JohnDoe 17.04.2016 13:10
      Highlight Highlight gibt leshop und coop@home, sowie Läden in den Bhf. Wenn Öffnungszeiten angepasst gehören, dann bei den Ämtern oder der Post. Bei uns haben die meisten Läden bis 8 offen.
    • waatssonn 17.04.2016 13:13
      Highlight Highlight ...mit dem ziemlich grossen Unterschied, dass die von Ihnen erwähnten Nachtschichtler Ende Monat auf dem Konto auch was davon haben (mit Recht natürlich!). Was man leider im Verkauf unter den gegebenen Verhältnissen nicht erwarten darf 😑
    • DON_crouchi 17.04.2016 13:33
      Highlight Highlight Nachtzulagen gelten in der Schweiz erst ab 23:00 bis 06:00. Also haben diverse Personen die bis 2300 Uhr arbeiten leider gar nicht mehr Ende Monat.
  • Jarl Ivan 17.04.2016 11:23
    Highlight Highlight QL haben dann die Ämter auch länger offen.
  • seventhinkingsteps 17.04.2016 11:09
    Highlight Highlight Liberalisierung der Öffnungszeiten mit gleichzeitigem Ausbau des Mitarbeiterschutzes und Förderung flexibler Arbeitszeiten/flexible Schichtzeiten. Ist das so schwer?

    Und bevor wir das tun, zwingt endlich die Banken ihre Schalterzeiten zu verlängern! Von 10-12 und von 13:30 - 16:00. Toll, wann soll man da bitte als normal Arbeitender an den Bankschalter?
    • Yes. 17.04.2016 11:10
      Highlight Highlight Stimme bei beiden Aussagen voll und ganz zu!
    • Mehmed 17.04.2016 11:22
      Highlight Highlight Liberalisierung UND gleichzeitiger Ausbau des Arbeitnehmerschutzes? Ja, das wäre ein guter Ansatz. Nur wissen wir, dass das mit dem 'und' eben nie auf der Agenda der Politik steht. PFZ und flankierende Massnahmen? Fehlanzeige. etc.
    • wasabitom 17.04.2016 12:17
      Highlight Highlight Ich bin jetzt etwas böse und mache dir einen Vorschlag. Arbeite doch am Wochenende oder am Abend, dann hast super Zeit am Tag deine Bankgeschäfte zu tätigen ; )
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  • Zarzis 17.04.2016 11:07
    Highlight Highlight Ist es nicht Lustig, dass immer die nach Ladenöffnungszeiten schreien, die selber gar nicht, von den negativen folgen, davon Betroffen sind!
    Sind aber die gleichen die nach Steuersenkungen schreien, von dennen nur sie selber Betroffen sind.

    Und dass das Volk schon unzählöige mal dagegen war, ja das stört nicht wirklich.
  • Sagitarius 17.04.2016 10:56
    Highlight Highlight Auf der einen Seite das ewige Gejammer über Einkaufstourismus und wenn auf der anderen Seite etwas geändert werden will kommt die UNIA und macht ein Riesengeschrei!
    Wir müssen endlich mal aufwachen und uns den Gegebenheiten des Marktes anpassen. Ich kann das ewige Gejammer nicht mehr hören!
    Seid innovativ, mutig und schaut vorwärts!
    • koks 17.04.2016 11:35
      Highlight Highlight "Wir müssen endlich mal aufwachen und uns den Gegebenheiten des Marktes anpassen."
      Nein, müssen wir nicht.

      Sonst müssten wir längstens genmanipulierte Nahrungsmittel zulassen, weil 'der Markt' will das.
      Oder Arbeitsgesetze und Steuern für Firmen abschaffen, weil der Markt will das.
      etc
    • Sagitarius 17.04.2016 11:53
      Highlight Highlight Koks: Ich habe nur von Innovation, Mut und Visionen gesprochen. Und da haben wir im Moment ein riesen Problem, weil alles was für uns neu ist, auch vielfach schlecht ist. Ich sage ja nicht, dass man 7*24 Stunden die Läden geöffnet haben soll, wie Bolliger sagt, hats keine Leute, wird nicht geöffnet! Dass dies eine gewisse Flexibilität der Angestellten vorraussetzt ist ja wohl klar! Ich bin nicht im Detailhandel tätig, aber wenn ich in meinem Business dem Kunden sage es ist jetzt fünf Uhr und leider Schluss bin ich Weg vom Fenster und zwar verdammt schnell!
    • Oban 17.04.2016 11:54
      Highlight Highlight Lange Öffnungszeiten ändern nichts daran, dass es für den Wutbürger noch immer viel zu teuer ist. Längere Öffnungszeiten führen in erster Linie zu höheren Kosten, eher selten zu mehr Umsatz.
      Das die UNIA hier schreit ist ganz gut, es reicht auch Heute schon das Migros Angestellte inklusive Pausenzeit teilweise Heute schon 12 Stunden und mehr in der Firma verbringen, da Pausenzeiten nicht wirklich nutzbar für die Mitarbeiter sind.
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  • Pieter 17.04.2016 10:53
    Highlight Highlight Hey Leute schon mal Überlegt wieviel Menschen übers Wochenende arbeiten müssen / dürfen?
    Z.B: Gastronomie / Hotellerie, ÖV, Spitäler usw. Ich habe selber im Gastgewerbe gearbeitet und hatte damit nie Probleme.
    Also hört auf zu jammern ihr Nutzniesser die von 9.00-17.00 Uhr arbeitet jedes Wochenende und jeden Feiertag frei habt.
    • a-n-n-a 17.04.2016 11:08
      Highlight Highlight Absolut, es gibt auch viele Leute, die lieber in der Nacht oder am Wochenende arbeiten. Die bisherigen Angestellten sind ja nicht gezwungen Nacht- oder Wochenendschichten zu machen, es werden neue Mitarbeiter eingestellt.
    • Roger Hügli (1) 17.04.2016 11:21
      Highlight Highlight "Die bisherigen Angestellten sind ja nicht gezwungen Nacht- oder Wochenendschichten zu machen, es werden neue Mitarbeiter eingestellt."

      Die Angestellten eines Ladens hier in meiner Nähe, denen man das Gleiche erzählt hat, als man vor ein paar Jahren die Öffnungszeiten jeden Abend bis 20 Uhr verlängert hat, lachen sich gerade schlapp über diese Aussage!
    • Oban 17.04.2016 12:02
      Highlight Highlight @A-n-n-a
      Genau, es werden neue Leute eingestellt, den die bisherigen haben die Wahl, akzeptieren oder gehen.
      Letzte Woche ein paar Kollegen aus dem Verkauf getroffen, die hatten alle in den letzten Wochen eine Versetzung, da hatten sie auch die Wahl, einzelne haben dann die Kündigung geschickt. Das kannst du aber nur machen wenn du was vorzuweisen hast. Eine alleinerziehende Mutter, die nach der Geburt nicht mehr in ihren gelernten Job einsteigen kann, und beim Lebensmittelgeschäft unterkommt, die hat diese Wahl nicht und das wird hier gnadenlos ausgenutzt durch Migros und Coop.
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  • Galena 17.04.2016 10:47
    Highlight Highlight Ich frage mich ernsthaft, was der werte Herr Bolliger glaubt. Es ist ja nicht so, dass die Leute mehr Geld zur Verfügung haben und nur weil die Migros bis um 23:00 Uhr geöffnet hat dann auch plötzlich mehr Geld ausgeben. Die Einnahmen werden sich einfach anders auf den Tag verteilen und die Verkäufer müssen dafür länger im Laden stehen. Mehr Personal wird sicher auch nicht eingestellt, sondern das vorhandene Personal muss dann eben einfach anders verteilt arbeiten und wem es nicht passt, der darf dann wahrscheinlich einfach gehen.
    • Galena 17.04.2016 13:24
      Highlight Highlight Glauben Sie mir, ich arbeite im Einzelhandel und bei uns ist in den letzten Jahren am Personal gespart worden ohne Ende, weil dies halt der teuerste Posten ist. Dann ist halt weniger Personal auf der Fläche damit man dasselbe Personal anders den Tag und die Woche über verteilen kann. Wenn nicht mehr Geld reinkommt stellt man sicher nicht mehr Personal ein. Eher werden dann halt mehr Self-Scanning Kassen eingerichtet, dann muss man auch kein neues Personal einstellen.
    • Tornado 17.04.2016 13:26
      Highlight Highlight @ Toninio seien Sie realistisch! Um die Preise weiter senken zu können wird sicher nicht mehr Personal eingestellt, sondern die Leute auf den ganzen Tag verteilt mit langen Pausen, Teileinsätzen, Hilfspersonal, Arbeit auf Abruf etc. Alles Massnahmen welche sicher keine hochwertigen Arbeitsplätze schaffen. Und wenn Sie das nicht glauben sprechen Sie ehemalige Verkäufer drauf an. Die aktuellen werden sich aufgrund Arbeitsplatzverlust-Angst kaum dagegen auflehnen.
    • Fabio74 17.04.2016 23:14
      Highlight Highlight @Libertas: SIe leben in einer Traumwelt. Die Realität im Tieflohnsektor ist anders. Wer nicht bereits ist dann zu arbeiten, wann der Chef will, dem wird mit Kündigung gedroht.
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  • dodo62 17.04.2016 10:41
    Highlight Highlight Vielen Verkäufern stinkt es bis 21.00 in den Läden zu stehen. Es ist nicht freiwillig es wird ein Plan gemacht und der ist einzuhalten. Wenn man sagt ich will nicht bis 21.00 arbeiten bekommt man Ärger. Es sei hier kein Wunschkonzert. Und das zu dem tiefen Lohn.
  • justatrollolol 17.04.2016 10:07
    Highlight Highlight Lustig, dabei ist die Migros bei uns viel weniger lang offen als der Coop.
  • Turi 17.04.2016 10:00
    Highlight Highlight War das nicht die Micarna, eine Fleischerzeugerin im Besitz der Migros, die ihre Angestellten nach Hause schickte, wenn es keine Arbeit gab, und ihnen dafür die Arbeitszeit abzog?
    Bei solchen Arbeitsmodellen kann man sich gut vorstellen, in welche Richtung dieser Manager gehen will.
    http://www.blick.ch/news/wirtschaft/hoher-druck-und-minusstunden-macht-micarna-die-mitarbeiter-krank-id4809130.html

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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