Schweiz

Bahnbetreiber auf Kollisionskurs: Berner BLS rüttelt an SBB-Monopol

Die Berner BLS rüttelt am Fernverkehrs-Monopol der SBB. Die Bundesbahnen schalten nun auf Angriff um.

19.02.17, 11:46 19.02.17, 12:49

Stefan Ehrbar / schweiz am Sonntag

Die BLS liegt mit den SBB im Clinch. Bild: KEYSTONE

Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Am 16. September 2014 lächeln SBB-Chef Andreas Meyer und der CEO der Berner Bahn BLS, Bernard Guillelmon, noch harmonisch in die Kamera. Zweieinhalb Jahre später ist ihnen das Lachen vergangen. Denn Guillelmon will den SBB Fernverkehrs-Linien abluchsen. Am Mittwoch scheiterten letzte Verhandlungen für eine gütliche Lösung. Nun drohen die SBB mit Revanche.

Jede Fernverkehrs-Linie ist an eine Konzession gebunden, die das Bundesamt für Verkehr (BAV) vergibt. Heute halten die SBB alle Konzessionen, doch Ende Jahr laufen die meisten aus. Die Ostschweizer SOB und die BLS wollen nun auch mittun. In den letzten Monaten führten die drei Bahnen Gespräche, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die SBB und die SOB stehen weiterhin in Verhandlungen. Die BLS wird hingegen ein eigenes Konzessionsgesuch einreichen. Welche Linien die BLS betreiben will, ist unklar. Mit dem Scheitern der Verhandlungen sei das bisher diskutierte Konzept irrelevant geworden, sagt Sprecher Hugo Wyler. Für welche Strecken sich die BLS bewerbe, werde nun neu evaluiert. Die SBB warnen vor einem Fernverkehrskonzept durch mehrere Anbieter. Jenes der BLS verursache für die öffentliche Hand Mehrkosten von 20 bis 30 Millionen Franken jährlich, sagt Toni Häne, Leiter Verkehr der SBB. Das liege an Doppelspurigkeiten, die unweigerlich aufträten. So müsste die BLS eigene Reservezüge oder Personalräume bereitstellen.

Angriff auf Filetstück der BLS

Reine Behauptungen seien das, sagt BLS-Sprecher Wyler. Im Konzessionsgesuch werde man die genauen Berechnungen aufzeigen. Das Ziel sei eine bessere Auslastung und ein effizienteres System. «Das war immer auch der Wunsch der Politik.» Die SBB wollten ihre Monopolstellung verteidigen. Das sei nicht nachvollziehbar: Die SBB könnten die profitabelsten Fernverkehrsstrecken ebenso behalten wie die hoch rentablen Bahnhöfe und Immobilien. Zu den hoch rentablen Strecken gehört etwa die Ost-West-Verbindung Genf–St. Gallen.

Grosse Pläne: Die BLS. Bild: KEYSTONE

Der Fernverkehr bilde das Rückgrat des öV-System, heisst es hingegen bei den SBB. Dieses müsse zuverlässig und sicher sein – und weiterhin in den Händen eines Anbieters. Nur so sei garantiert, dass sich die Partner im öV-System zuverlässig auf einen Fernverkehrsanbieter abstimmen könnten. Die SBB sind entschlossen, die Konzessionen zu verteidigen. Zwischen ihnen und der BLS besteht seit 2001 eine Vereinbarung zur Effizienz und zur Abwicklung des Verkehrs. Im Wesentlichen traten die SBB damals die Regionalverkehrslinien im Raum Bern der BLS ab, während diese auf ihre Fernverkehrs-Linien verzichtete und die Verkehrssteuerung seit dann mit einer eigenen Betriebszentrale abwickelt. «Wenn sich die BLS nicht an diese rechtsgültige Vereinbarung hält, würden die SBB sämtliche darin enthaltenen Geschäftsfelder überprüfen», sagt SBB-Verkehrschef Häne. Es sei klar, dass dann die Bewerbung auf den gesamten S-Bahn-Verkehr in Bern oder die Übernahme der Verkehrssteuerung im Raum stehe.

Wird das Fernverkehrs-Abenteuer zum Bumerang für die BLS? «Die Vereinbarung hat keinen Zusammenhang mit den Konzessionen», sagt BLS-Sprecher Wyler. Die SBB schalteten auf allen Ebenen auf Angriff. «Dass sich die SBB so vehement gegen das bisschen Wettbewerb wehren, ist schade.»

Noch fehlt der BLS das Rollmaterial für die gewünschten Fernverkehrslinien. Auf die SBB können sie nicht zählen. «Wir könnten der BLS keine Züge abtreten. Die frei werdenden Züge würden dafür genutzt, älteres eigenes Rollmaterial auszumustern und durch modernere Züge zu ersetzen», sagt SBB-Verkehrschef Häne. Anders als im Regionalverkehr gibt es im Fernverkehr keine Verpflichtung, Züge an den Nachfolgebetrieb abzugeben.

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Falls die SBB die Konzession erhalten, kündigt Häne Verbesserungen an. Insbesondere die Doppelstockzüge für den Regionalverkehr, welche auf Interregio-Linien eingesetzt werden, würden aufgerüstet. Dafür brauche es aber die Planungssicherheit der Konzessionsverlängerung. Bis das BAV entscheide, könne nichts umgesetzt werden.

Sicher ist, dass das BAV keine Konzession an ausländische Anbieter vergeben wird. Welche Rolle die dritte Bahn, die SOB spielen wird, ist aber noch unklar. Sie interessiert sich für Fernverkehrs-Linien zwischen Chur, St. Gallen und Zürich und die Gotthard-Bergstrecke ins Tessin. SBB-Verkehrschef Häne kann sich eine Zusammenarbeit mit der SOB unter Federführung der SBB vorstellen. Gespräche dazu laufen. Man sei durchaus bereit, operativ mit Partnern zusammenzuarbeiten und gewisse Verbindungen durch Züge der SOB fahren zu lassen, sagt Häne. Wichtig sei aber eine Planung und Steuerung aus einer Hand.

Dieses Angebot dürfte nicht reichen. Die SOB erhofft sich von den SBB ein Entgegenkommen beim Regionalverkehr. Insbesondere auf die Linie zwischen Wil, St. Gallen und Chur und einzelne Linien der S-Bahn St. Gallen hat sie ein Auge geworfen. Bis Ende Juni suche man eine gütliche Lösung, heisst es in St. Gallen. Komme die nicht zustande, trete man auch gegen die SBB an.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • BrunDa 20.02.2017 05:56
    Highlight Die BLS soll sich zuerst einmal auf das konzentrieren, was sie bereits macht. Zum Beispiel auf der Linie Bern-Emmental-Enntlebuch-Luzern und dem dazugehörenden Bus-Netz gibt es noch viel Verbesserungspotential. Angefangen vom Auftreten des Personal bis zur Pünktlichkeit.
    4 4 Melden
  • elivi 19.02.2017 23:12
    Highlight Finds witzig wie sich bahnen um verbindungen um st. Gallen streiten... Ich persönlich find die züge nach st.gallen einfach ... Naja verbesserungswürdig.
    4 3 Melden
  • Thinktank 19.02.2017 22:15
    Highlight Da hat ein gelangweilter Staatsbetriebs CEO der BLS Selbstverwirklichungsprobleme. Warum geht er nicht in die Privatwirtschaft und stellt sich dem Markt, statt bloss einen bestehenden Kuchen umzuverteilen?
    6 8 Melden
    • Fabio74 20.02.2017 07:01
      Highlight Wer bessere Konzepte hat soll die Konzession für diese Strecken kriegen. Gleiches am Gotthatd mit der SOB.
      Die SBB verletzen ihre Fernverkehrskonzession mit dem S-Bahn Betrieb über die Bergstrecke
      5 1 Melden
  • bintang 19.02.2017 16:12
    Highlight Unglaublich tragische Geschichte!
    2 7 Melden
  • ZH27 19.02.2017 14:30
    Highlight Die SBB und die BLS haben sich offenbar wirklich selbst eingeredet, dass sie gewinnorientierte, private Unternehmen wären. Echt lächerlich, wie sich zwei Quasi-Staatsbetriebe versuchen den Markt streitig zu machen. Als Steuerzahler kann man da nur den Kopf schütteln. Es ist doch absolut unlogisch, dass ein mehrheitlich kantonaler Betrieb (BLS) Fernverkehrslinien betreibt. Genau für das gibt's ja die SBB.
    Was für mich viel wichtiger wäre, ist eine höhere Kostenwahrheit bei den Linien. Sehe bis heute nicht ein, weshalb man schlecht ausgelastete Linien nicht schon längst mit Bussen bedient.
    44 22 Melden
    • Maett 19.02.2017 14:49
      Highlight @ZH27: "Sehe bis heute nicht ein, weshalb man schlecht ausgelastete Linien nicht schon längst mit Bussen bedient." - weil Busse für einen starken Rückgang der Passagierzahlen sorgen, was dann auch rentable Linien unrentabel machen würde. Unrentable Linien sind meist Zubringer, die für genügend Passagiere auf den stark genutzten Strecken sorgen.

      Würde an meinem Wohnort auf Bus umgestellt (rein hypothetisch), würde ich mir ein Auto kaufen. Denn Busse sind eng, haben einen unregelmässigen Fahrtverlauf und verunmöglichen so Entspannung und Arbeiten, was im Zug problemlos möglich ist.
      71 4 Melden
    • Hoppla! 19.02.2017 15:46
      Highlight Das ist nicjt so einfach. Man hat auch einen öffentlichen Auftrag und da bestimmt der Besteller (Kanton, Gemeinde) schlussendlich mit was und wie oft gefahren wird. Dafür muss dann, beim meist unrentablen Agglomerationsverkehr, auch die Deckungsdifferenz gedeckt werden.
      16 0 Melden
    • ZH27 19.02.2017 16:15
      Highlight @Maett
      Das stimmt schon. Ich bin jedoch der Meinung, dass man dann auch für die Fahrt auf unrentablen Zubringerstrecken auch mehr bezahlen sollte. Ich sehe zum Beispiel nicht ganz ein, weshalb jemand vom Tösstal - Zürich gleich viel bezahlt, wie jemand der nur Winterthur - Zürich benutzt. Die Preise sollten endlich ein wenig dynamischer gestaltet werden. Dann würde man sich dann schnell überlegen, ob man wirklich noch die teure Bahn oder doch lieber günstigere Busse will.
      1 35 Melden
    • zettie94 19.02.2017 17:05
      Highlight Busse haben in der Regel eine längere Fahrzeit und sind gerade in der HVZ deutlich unzuverlässiger, was dann Auswirkungen auf die Anschlüsse hat, den ÖV unattraktiv macht und damit auch heute rentablen Linien die Passagiere wegnimmt.
      Zudem sind auch auf Linien mit tiefem Kostendeckungsgrad oft einzelne Züge überfüllt und müssen verstärkt werden - da brauchst du dann schnell 5-6 Busse um einen Zug zu ersetzen.
      Zürich - Winterthur sind die Infrastrukturkosten deutlich höher als im Tösstal...
      22 0 Melden
    • Maett 19.02.2017 17:59
      Highlight @ZH27: "Ich sehe zum Beispiel nicht ganz ein, weshalb jemand vom Tösstal - Zürich gleich viel bezahlt, wie jemand der nur Winterthur - Zürich benutzt" - ich schon. Die Trassekosten zwischen Zürich und Winterthur sind viel höher.

      Ausserdem hätte auch dieser Vorschlag zur Folge, dass die Attraktivität des ÖV abnähme, was zu einem Passagierrückgang führen würde, was die entsprechenden Linien mit der Zeit (noch) unrentabler machen würde, inklusive der bisher rentablen Linie Zürich-Winterthur, weil die Passagiere aus dem Tösstal (und von allen anderen Zubringerstrecken) vermehrt wegblieben.
      14 0 Melden
    • Fabio74 20.02.2017 07:02
      Highlight Im Gegenzug dyamisches Roadpricing dann?
      1 1 Melden
  • whatthepuck 19.02.2017 14:25
    Highlight Ein bisschen mehr Fachkenntnis dazu, was es alles zu einem wirtschaftlichen Bahnbetrieb braucht, würde manchem Leser hier gut tun - bevor man wieder mal gegen die SBB loswettert. Aber, related zu anderen Beiträgen auf watson, gegen die SBB wettern und bei Migros und Coop einkaufen scheinen die Hobbies vieler Schweizer zu sein.

    Die Interessen der BLS sind nachvollziehbar, der SBB, letztlich von gesamtschweizerischem Interesse, wird damit aber kein Gefallen getan.
    49 5 Melden
  • Kristjan Markaj ["Papierlischwiizer" / Exilshipi] 19.02.2017 13:13
    Highlight Die Leidtragenden sind wieder einmal wir als Kunden.
    26 12 Melden
  • Amboss 19.02.2017 12:56
    Highlight Da hört man immer, wie angeblich rentabel der Fernverkehr sei - und dann solche Drohungen bezüglich Mehrkosten, die von der Allgemeinheit zu tragen wären. Wieso das?

    Wenn schon, gäbe dies doch Mehrkosten zu Lasten des SBB-Fernverkehr, rsp den BLS-Fernverkehr (weniger Rentabel), aber doch sicher nicht für die Allgemeinheit...


    Da nähme mich schon Wunder, welche Leistungen die Allgemeinheit bereits jetzt trägt, damit der Fernverkehr rentabel betrieben werden kann

    10 22 Melden
    • zettie94 19.02.2017 13:05
      Highlight Wenn die BLS den SBB rentable Fernverkehrslinien wegnimmt (z. B. Brig - Romanshorn oder Interlaken - Basel), dann fehlt der SBB das Geld um die unrentablen Fernverkehrslinien zu finanzieren (z. B. Bern - Palézieux/Bulle oder Biel - La Chaux-de-Fonds). Also werden die unrentablen Fernverkehrslinien entweder eingestellt oder in Regionalverkehrslinien umgewandelt, welche die Kantone subventionieren müssen.
      33 2 Melden
    • Knut Knallmann 19.02.2017 13:13
      Highlight Unter Kosten für die Allgemeinheit versteht man in diesem Kontext Kosten die nicht direkt mit dem Bahnbetrieb zusammenhängen, aber mit Billeteinahmen finanziert werden. Das sind in der Regel Backofficebereiche (Einteilung, Personalbewirtschaftung, Flotteneinsatzplanung) sowie betriebliche Reserve (Ersatzzüge, Ersatzpersonal.) Ohne diese Bereiche ist ein Bahnbetrieb nicht möglich. Gibt es neu zwei Player müssen beide diese Bereiche seperat bewirtschaften. Dadurch entstehen unnötige teure Doppelspurigkeiten und somit als ganzes höhere Kosten für den Bahnbenutzer.
      28 3 Melden
    • danmaster333 19.02.2017 13:24
      Highlight Die SBB führt die rentablen und die weniger rentablen Fernverkehrslinien. Die Kosten für die "schlechteren" Linien werden durch den Gewinn der "besseren" gedeckt. Darum macht es anscheinend Sinn, wenn alle Linien durch ein Unternehmen geführt werden (sonst hätten die Pendler der weniger ausgelasteten Strecken das Nachsehen).
      18 4 Melden
    • zettie94 19.02.2017 13:39
      Highlight @Knut: Ersatzzüge und -personal braucht es nicht doppelt, schon heute springt die BLS ab und zu mit einem ihrer Züge ein, wenn ein SBB-IC von oder nach Interlaken Verspätung hat oder ausfällt - das ist auch umgekehrt denkbar, müsste halt einfach geregelt werden.
      Flotteneinsatzplanung, Einteilung und Personalbewirtschaftung macht die BLS heute schon - da würde einfach bei der BLS etwas Personal aufgestockt, welches aber bei der SBB abgebaut werden kann, weil diese ja dann weniger Verkehre hat. Neu aufgebaut werden muss gar nichts, es entstehen also keine neuen Verwaltungskosten.
      6 23 Melden
    • Schildlaus 19.02.2017 20:11
      Highlight Könnte schwierig sein Personal abzubauen bei der SBB aufgrund wegfall der Konzession. Da diese wohl durch den GAV davon bewahrt werden. Die BLS müsste wohl tief in die Tasche greifen um Personal wegzulocken von der SBB.
      3 3 Melden
    • Amboss 19.02.2017 21:00
      Highlight @zettie: Konzession heisst nicht nur das Recht, eine Linie zu betreiben, sondern hat auch Pflichten (, zB diese Linie auch zu unrentablen Zeiten zu betreiben)

      Die zuständigen Stellen müssen einfach schauen, dass nicht nur Filetstücke von der SBB an die BLS geben, sondern auch schlechtere Linien, dann ist das Ganze kein Problem.


      PS: Ist Bern-Bulle wirklich Fernverkehr? Es verkehren da RegioExpress-Züge...
      5 1 Melden
    • zettie94 19.02.2017 23:09
      Highlight @Amboss: Danke, ich kenne die Rechte und Pflichten einer Konzession. Diese legt allerdings nur ein Mindestangebot fest.
      Bern - Palézieux/Bulle hat eine Fernverkehrskonzession und muss deshalb eigenwirtschaftlich geführt werden (bzw. eben durch andere FV-Linien quersubventioniert), ebenso einige andere RegioExpress-Züge, z. B. alle zwei Stunden Biel - La Chaux-de-Fonds (alternierend dazu gibt es einen "bestellten" RegioExpress mit Abgeltungen, damit ein Stundentakt entsteht).
      4 0 Melden
    • Amboss 20.02.2017 08:39
      Highlight @zettie: Danke für die Info.

      Kann die SBB wirklich eine Linie einfach einstellen oder dem subventionierten Regionalverkehr zuordnen? Zur Konzession gehört ja nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, diese Linie eigenwirtschaftlich zu betreiben.
      Und wird nicht ein anderer Fernverkehr-Betreiber gesucht, bevor eine Linie zum subventionierten Regionalverkehr wird? Bern-Bulle wäre ja die BLS prädestiniert...

      Auch eine unrentable Linie hat für den Betreiber einen Wert.
      Und wenn man der BLS nicht nur Filetstücke gibt, sehe ich kein Problem, wenn die BLS auch im Fernverkehr aktiv wird.
      1 1 Melden
  • inmi 19.02.2017 12:32
    Highlight Ein bisschen Konkurenz schadet der SBB nicht. Vielleicht konzentrieren sie sich dann wieder auf ihr Kerngeschäft.
    26 54 Melden
    • Tobi23 19.02.2017 12:39
      Highlight Das Kerngeschàft welches ihnen die BLS abluchsen will? Die Opfer eines "Verkehrskampfes" von halb-staatlichen Transportunternehmungen sind klar die Kunden..
      53 9 Melden
    • inmi 19.02.2017 13:38
      Highlight Ihr Kerngeschäft vernachlässigt die SBB eben schon lange! Die Verspätungen werden häufiger und der Lohn von Abzock-Meyer geht immer nur nach oben. Gleichzeitig verfehlt die SBB fast alle gesetzten Ziele: https://www.nzz.ch/nzzas/zu-viele-ausfaelle-und-stoerungen-1.18596830

      Zeit, dass die SBB mal ein bisschen unter Druck kommt. Konkurenz tut gut. Kunden werden profitieren, wenn sich die SBB nicht mehr nur auf unsere Kosten bereichern kann.
      7 48 Melden
    • Sapere Aude 19.02.2017 14:06
      Highlight Zu was Konkurrenzsituationen beim Service Public führen kann, kann man gut in Grossbritannien oder den USA sehen. Marode Infrastruktur, Serviceabbau und Qualitätsverlust.
      40 6 Melden
    • HabbyHab 19.02.2017 14:18
      Highlight @inmi was ist deiner Meinung nach denn das Kerngeschäft der SBB?
      18 4 Melden
    • Hoppla! 19.02.2017 15:49
      Highlight @ inmi

      Hast du mal eine Pünktlichkeitsstatistik im Jahresverlauf gesehen? Oder sind diese alle getürkt?

      Solche Fakten darf man auch mal 2 Minuten checken bevor man sie raushaut (ausser man ist US Präsident).
      17 5 Melden
    • inmi 19.02.2017 17:03
      Highlight @Hoppla Lesen und Fakten Checken würde ihnen wirklich gut tun. SBB kommt immer weniger pünktlich.

      @HabbyHab Kerngeschäft ist Leute mit Zügen pünktlich zum Ziel zu bringen und das vernachlässigt die SBB. Stattdessen dubiose Immobilienprojekte mit überissenen Mieten wie in Zürich, seltsame Apps, die niemand braucht, der unsägliche Swisspass, usw...

      @Sapere: In Japan sind die Bahngesellschaften auch privatisiert und dort sind die Züge noch pünktlich. Gibt immer auch gute Beispiel. Tatsache ist das die SBB sich auf ihrem Monopol ausruht und Kunden wie Dreck behandelt.
      6 22 Melden
    • Mr. Stärneföifi 19.02.2017 17:03
      Highlight @ inmi
      #Fakenews

      Meyers Lohn sank: https://www.nzz.ch/schweiz/kaderloehne-in-bundesnahen-betrieben-post-vor-sbb-und-suva-ld.119697

      imfall. nur so. 😉
      17 3 Melden
    • Mr. Stärneföifi 19.02.2017 17:21
      Highlight Und auch der Swisspass. Der kommt vom Verband öffentlicher Verkehr und nicht von der SBB. Oder siehst du auf je einem Swisspass ein SBB-Logo? 🤔
      19 1 Melden
    • Maett 19.02.2017 18:06
      Highlight @Mr. Stärneföifi:
      #Fakenews

      Meyers Lohn stieg:
      https://www.nzz.ch/schweiz/14-prozent-mehr-lohn-fuer-sbb-chef-meyer-1.18572498

      In diesem Artikel ist zu lesen, dass er 2014 einen Fix-Lohn von 580'000 CHF erhielt.

      In Ihrem Link (https://www.nzz.ch/schweiz/kaderloehne-in-bundesnahen-betrieben-post-vor-sbb-und-suva-ld.119697) wiederum steht, dass der Fix-Lohn im 2015 593'300 CHF betrug.

      Und das ist ein Anstieg. Wenn er durch Nebenleistungen und Boni 2014 mehr erhalten hat, ist das schön für ihn, aber das ist irrelevant.

      Lohnanstieg bleibt Lohnanstieg.

      imfall. nur so.
      3 5 Melden
    • zettie94 19.02.2017 18:28
      Highlight @inmi: Die Pünktlichkeit ist also gesunken? In dieser Grafik sieht es eher so aus, als sei sie seit Jahren ziemlich konstant.
      14 0 Melden
    • zettie94 19.02.2017 18:37
      Highlight Immobilien sind DIE Sparte wo die SBB Gewinn macht. Das entlastet nicht zuletzt auch den Steuerzahler.
      Die "seltsamen Apps, die niemand braucht" kenne ich nicht - SBB Mobile ist eine der meistgebrauchten Apps der Schweiz und der Reiseplaner ist die Zukunft. Was gibt es sonst noch so?
      Der Swisspass ist wie schon erwähnt keine SBB-Erfindung. Ausserdem sind die Zusatzleistungen teilweise wirklich praktisch (z. B. Skiabo auf Swisspass) und die Nachteile von mehreren Kärtchen verschwinden sobald einmal alle Abos auf dem Swisspass verfügbar sind.
      14 3 Melden
    • Sapere Aude 19.02.2017 18:45
      Highlight Inmi nicht alle Teile der japanischen Bahn sind heute in Privatbesitz, nur jene die rentabel sind. Ausserdem ist die Aussage bezüglich der Pünktlichkeit jammern auf höchsten Niveau. In den seltensten Fällen beträgt die Verspätung der SBB mehr als 5 min und wie man in Japan teilweise in den Zuck gedrückt wird vom Bahnpersonal um die Pünktlichkeit zu erreichen und aufgrund des Platzmangels ist auch nicht gerade fresh.
      10 2 Melden
    • inmi 19.02.2017 19:02
      Highlight @Zettie94 Echt jetzt? Entlastung der Steuerzahler? Das glauben sie doch nicht im Ernst? Die horrenden Mieten in den Bahnhöfen werden 1 zu 1 an uns Konsumenten weitergegeben.

      Ich hatte das Vergnügen das SwissPass Skiabo in der Realität zu testen. Kompletter und totaler Flop. Viel geringere Reichweite als die normale Skipässe.

      Bezüglich Apps hätte niemand ein Problem damit wenn es die SBB beim Fahrplan belassen hätte.
      3 14 Melden
    • Alnothur 19.02.2017 20:24
      Highlight Sapere Aude, die SBB spricht erst ab 5 Minuten Verspätung von einer Verspätung.

      3 4 Melden
    • zettie94 19.02.2017 23:14
      Highlight @Alnothur: 3 Minuten sind es ;-)
      @inmi: Deine Probleme mit dem Skiabo auf dem Swisspass kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe die Möglichkeit diese Saison mehrfach gebraucht und es hat immer tadellos funktioniert.
      Zur "Weitergabe der Mietkosten an die Konsumenten": Kosten die Produkte im Migros am HB Züri mehr als in einem Migros irgendwo sonst in der Stadt? Wäre mir noch nie aufgefallen...
      4 0 Melden
    • Taiyou 20.02.2017 04:32
      Highlight Zum Thema Japan (da ich gerade hier lebe): Die Züge sind pünktlich, aber die Preise sind horrend. Kein Halbtax-system, für alles immer ein neues Ticket lösen, da die Unternehmen privat sind. Da ist das Schweizer System besser (mal abgesehen von dem Kontrolleursystem)
      4 0 Melden
    • inmi 21.02.2017 12:00
      Highlight Ich finde das Halbtax und GA System für mich ja auch toll. Aber wenn man ehrlich ist, ist es eine gigantische Preisverzerrung.
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 21.02.2017 13:18
      Highlight Weshalb ist es eine Preisverzerrung?
      0 0 Melden

Millionenteure Software macht Probleme: Der SBB droht im Dezember ein «Blindflug»

Im November führte die SBB eine neue Software für die Dienstplanung der Lokomotivführer ein. Weil diese fehlerhaft war, kam es in den letzten Tagen öfters zu Zugausfällen und Verspätungen. Die SBB haben nun eine Task Force eingesetzt, um die Probleme zu beheben, schreibt die «NZZ am Sonntag».

Die Deadline der Task Force ist der 10. Dezember, dann ist Fahrplanwechsel. «Diese arbeitet mit Hochdruck daran, die Leistung des neuen Systems so schnell wie möglich zu verbessern», sagt SBB-Sprecher …

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