Schweiz
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Postauto-Chef Daniel Landolf hat seinen Job verloren.  bild:  © Keystone

Insider packen aus: Postauto-Chef kassierte Bonus dank Buchhaltungstricks

Überrissene Gewinnziele führten zum Postauto-Skandal. Alle wussten genau, was sie taten, erzählen ehemalige Kadermitarbeiter. Und sie verdienten gut daran.

11.02.18, 10:50 15.02.18, 08:15

Andreas Maurer, Lorenz Honegger, Doris Kleck / Schweiz am Wochenende



Die Postkutsche in Rudolf Kollers Ölgemälde von 1873 rast mit fünf PS den Gotthardpass hinunter. Der technische Fortschritt bringt die Post an ihre Leistungsgrenze. Damals war es ein Pferdegespann, heute sind es Glasfasern und selbstfahrende Autos. Nur der Name Postauto erinnert daran, wie einst Briefe und Pakete transportiert wurden. Das Problem ist dasselbe: Wie kann das Unternehmen mit der Entwicklung schritthalten? Die Post wurde vom Kutschenbetrieb zu einem Mischkonzern, der den grössten Gewinn mit Finanzdienstleistungen erzielt und den Personenverkehr als Nebengeschäft betreibt. Er ist ein Fremdkörper, ein Überbleibsel aus der Geschichte, das zu einem System gehört, das nach ganz anderen Regeln funktioniert.

Post-Konzernchefin Susanne Ruoff versuchte, alle Geschäftsfelder in den Gewinnbereich zu peitschen. Ihre Tochterfirma Postauto Schweiz AG macht 85 Prozent des Umsatzes im subventionierten Regionalverkehr. Deshalb darf sie eigentlich kaum Gewinne machen. Nach der Enthüllung von dieser Woche, wonach die Postauto Schweiz AG in den vergangenen zehn Jahren mindestens 78 Millionen Franken Gewinn in der Buchhaltung versteckt hat, verteidigte sich Ruoff, persönlich nichts Verbotenes verlangt zu haben. Die Gesetzesverstösse hätten die Untergebenen der Tochterfirma begangen. Deshalb stellte sie Postauto-Chef Daniel Landolf und Finanzchef Roland Kunz per sofort frei.

Hatte Post-Chefin Susanne Ruoff die Zügel in der Postauto-Affäre selbst in der Hand? bild: zvg

Gegenüber der «Schweiz am Wochenende» äussert sich nun erstmals Landolf selber. Er schweigt zwar zu den Vorwürfen, zu seiner privaten Situation sagt er aber: «Für mich und meine Familie ist die Situation sehr belastend.» Es werde für ihn nun schwierig, seine vorzeitige Pensionierung wie geplant mit Verwaltungsratsmandaten anzureichern. Die Verhandlungen für Ämter im Verkehrsbereich seien zwar am Laufen. «Wenn man aber so in den Durchzug gerät wie ich, wird es schwierig.» Er werde sich deshalb auf sein privates Projekt konzentrieren: Er restauriert das denkmalgeschützte Restaurant Traube in seinem Wohnort Münsingen BE und will dort Blues-, Rock- und Soulkonzerte veranstalten. Landolfs juristische Verteidigungsschrift machte der «Blick» diese Woche publik. Der geschasste Manager dokumentierte darin, wie er die Konzernleitung regelmässig auf die mit legalen Mitteln unerfüllbaren Zielvorgaben hingewiesen hatte.

Bauernopfer?

Zwei ehemalige Kadermitarbeiter von Postauto erklären sich auf Anfrage bereit, das System Postauto zu erklären. Sie bestätigen, dass ihr früherer Chef mit seinen Bedenken abgeblitzt sei. Der eine sagt: «Landolf und Kunz sind die Bauernopfer.» In der Geschäftsleitung von Postauto hätten alle gewusst, dass die Ziele nur mit Buchhaltungstricks erreicht werden könnten: «Der Finanzchef war einfach der arme Siech, der sie irgendwie umsetzen musste.»

Der andere Ex-Postauto-Manager lobt Landolf. Er sei bei den Mitarbeitern beliebt gewesen und habe so eine tiefe Fluktuation in seinem Bereich erreicht. Und: «Dank ihm ist Postauto nicht beim Passfahren und den Randregionen stehen geblieben. Auch der Markteintritt in Frankreich ist sein Verdienst.»

Doch der Insider hat eine wenig schmeichelhafte Erklärung, weshalb Landolf tat, was man von ihm verlangte: 

«Boni waren ein Motivator, einen möglichst hohen Ebit zu erreichen. Sie sind wie das Rüebli vor der Nase des Esels.»

Landolf sass in der Konzernleitung, in der ein Mitglied durchschnittlich 650'000 Franken kassiert – mehr als ein Bundesrat. 180'000 Franken sind Boni, wovon 20 Prozent an den Ebit des Konzernbereichs gekoppelt sind, den Gewinn vor Zinsen und Steuern. Der Ex-Postauto-Manager kritisiert: «Ich finde Ebit-bezogene Leistungsanreize falsch in einem Unternehmen, das zum grossen Teil keinen Gewinn erzielen darf. Was wir jetzt sehen, sind möglicherweise die Konsequenzen dieses Anreizsystems.»

Verglichen mit dem Gesamtlohn ist der gewinnabhängige Anteil von etwa 30'000 Franken klein. Er genügt aber, um sich am Jahresende einen Zweitwagen und einen Whirlpool zu beschaffen. Es sind vier bis sechs Monatslöhne eines Postauto-Chauffeurs.

Der Lohn der Post-Manager. bild: zvg

Ein Busfahrer und Kontrolleur, der nach dreissig Dienstjahren kurz vor der Pensionierung steht, erinnert sich an seine Lohnverhandlungen. Die Verantwortlichen hätten ihm immer gesagt: «Wir müssen Gewinne machen, sonst können wir nicht innovativ sein.» Wenn er darauf hingewiesen habe, dass im Regionalverkehr Gewinne nicht erlaubt seien, habe ihm sein Chef gesagt: «Du kommst nicht draus.»

Die aktuelle Situation sei verrückt: «Wir sitzen am Steuer, während unsere Passagiere auf den Bildschirmen die Schlagzeilen lesen.» Wenn er den Passagieren Zuschläge für ungültige Billette verrechnen müsse, heisse es: «Mich hängen Sie auf wegen einer Kleinigkeit und Ihre Chefs tricksen mit meinen Steuergeldern.»

Ruoffs Ruf ist dahin

Nicht nur an der Basis ist das Unverständnis gross. Auch in den Chefetagen der öV-Branche hat Ruoff den Rückhalt verloren. Ueli Stückelberger, Direktor des nationalen Dachverbands der öV-Unternehmen, unterbricht seine Skiferien, um sich in die Debatte einzuschalten. Er sagt: «Es ist für Postauto gar nicht möglich, mit legalen Mitteln im Regionalverkehr grössere Gewinne zu erzielen.» Die Gewinnziele der Post würden sich mit den gesetzlichen Vorgaben für den regionalen Personenverkehr von Postauto beissen. Er hinterfragt die von Ruoff verfügten Freistellungen: «Es sind sicher nicht diese beiden Personen, welche die gesamte Schuld tragen.»

Muss Postauto nun aus dem Postkonzern herausgebrochen werden, um das Geschäft den regionalen öV-Unternehmen zu übergeben? Stückelberger sagt: «So weit würde ich nicht gehen. Die SBB zeigen, dass man das gewinnorientierte und das subventionierte Geschäft sauber trennen kann.» Andere öV-Unternehmen hätten diese Probleme nicht, weil keines in ein derartiges System eingebunden sei: «Bei den meisten ist der regionale Personenverkehr das Kerngeschäft.»

Der Vertreter der Schweizer öV-Betriebe kritisiert zudem, wie der Skandal nun von einigen für die eigene Agenda ausgenützt werde. So war Preisüberwacher Stefan Meierhans diese Woche prompt zur Stelle, um eine Tarifsenkung zu fordern. Stückelberger: «Das ist populistisch. Der Postauto-Bschiss geht nicht zulasten der Kunden, sondern der Kantone und des Bundes.»

Für Ruoff lief diese Woche nur der Start gut. Als sie am Dienstag mit BAV-Direktor Peter Füglistaler die «Unregelmässigkeiten» bekannt gab, gelang es ihr, sich kurzfristig als die Frau zu inszenieren, die Transparenz schaffe und nun die Missstände aufarbeite. Die ersten Meldungen transportierten diese Botschaft weiter. Danach wurde die Berichterstattung von Tag zu Tag kritischer. Immer mehr Details sickerten durch. Ende Woche sah sich BAV-Direktor Füglistaler genötigt, ein zweites Mal vor die Medien zu treten. Diesmal ohne Ruoff. Aus den «Unregelmässigkeiten» wurde nun eine «sehr aktive Täuschung». Die Buchhaltung wurde offenbar nicht nur geschönt, sondern gefälscht. So wurden in einer von Tausenden Buchungen Pneus verrechnet, die nie beschafft worden waren.

Das war der Zeitpunkt, als die CVP-Führungsriege ihren Schutzschild über Ruoff nicht mehr aufrechterhalten konnte. CVP-Verkehrdirektorin Doris Leuthard meldete sich mit einem kritischen Statement aus den Ferien zu Wort und Post-Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller (CVP) entzog ihr das Skandal-Dossier.

Nun braust die Postauto Schweiz AG nicht mehr wie die Gotthardpost durch das Land, sondern führungslos wie die «Smart Shuttle» in Sion.

(aargauerzeitung.ch)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chäsli 12.02.2018 14:27
    Highlight Unglaublich was hier abgezockt wird, wieso sind solche Saläre, Bezüge nicht transparenter. Bei den Angestellten werden die Löhne gedrückt und diese Pseudo-Manager erhalten Bonuszahlungen von hunderttausenden. Dazu kommen die Betrügereien für die mit Sicherheit niemand drankommt. Es ist zum Ko...en, Pfui .
    3 0 Melden
  • Beaudin 12.02.2018 10:32
    Highlight CVP Filz von A bis Z
    7 1 Melden
    • Paddiesli 12.02.2018 14:49
      Highlight Jetzt mal ehrlich. Warum immer solche pauschalen Aussagen, wie "CVP Filz" oder linker oder rechter Filz. Es sind immer Einzelpersonen. Solchen Filz kann in jeder Partei und in jedem Verein aufgedeckt werden. Letztlich ist es der Mensch, der Filz ist und betrügt.
      1 2 Melden
  • jjjj 11.02.2018 19:28
    Highlight „Es werde für ihn nun schwierig, seine vorzeitige Pensionierung wie geplant mit Verwaltungsratsmandaten anzureichern“

    Je suis Postauto!
    41 0 Melden
  • DaveKnobs 11.02.2018 15:58
    Highlight Ab in den Knast mit diesen Faganten!
    37 1 Melden
  • bokl 11.02.2018 15:55
    Highlight Was für ein Jammerlappen. Wahrscheinlich sich die Frühpensionierung noch von der Firma versüssen lassen (yx% der "entgangenen" Lohns"), mit dem festen Vorsatz trotzdem weiterhin als Verwaltungsrat zu arbeiten und zu kassieren.

    Kritik an den hohen Bezügen rechtfertigen die Manager jeweils mit der grossen Verantwortung und dem Risiko. Kaum muss einer wirklich mal Verantwortung übernehmen fängt er an zu jammern.
    46 1 Melden
  • ybfreak 11.02.2018 14:47
    Highlight Tut mir leid, ich verstehe das nicht. Gewinnabhängige Bonis in einem Betrieb, welcher nicht gewinnorientiert arbeiten darf.
    Diese Leute an der Spitze haben Grundlöhne, welche auch in diesen Positionen nur schwer zu rechtfertigen sind. Und es soll mir niemand damit kommen, dass ansonsten keine fähigen Leute gefunden werden. Sofern die Arbeitsbedingungen sozial gehalten werden, auch für einen Grundlohn von ~450'000.-, dafür finden sich bestimmt genug fähige Menschen, die diesen Job noch so gerne ausführen. Bonus streichen, Grundlohn um 25% runter und an die übrigen Mitarbeiter verteilen!
    81 1 Melden
    • Der Rückbauer 11.02.2018 16:27
      Highlight Dochdoch, Post-Auto-AG, Post AG. Und eine AG muss nach Gewinn streben, per definitionem. Eine Spital-AG muss mehr Operationen machen, höhere Bettenauslastung, mehr Patientenbewirtschaftung. Und die AG stellt ihren Managern alle Instrumente zur Verfügung, damit das alljährlich bonusgetriebene Wachstum klappt.
      22 0 Melden
    • Töfflifahrer 11.02.2018 17:37
      Highlight Es würden sich wirklich fähige wohl auch dann finden wenn es weniger wäre, das wären dann diejenigen, denen die Postauto AG am Herzen liegt und nicht nur der Kohle nachjagen.
      15 1 Melden
  • CASSIO 11.02.2018 14:26
    Highlight "wir müssen so hohe löhne zahlen, damit wir die besten bekommen." schon etstaunlich, wie viel schaden die "besten" dank dieser hohen löhne angerichtet haben. die bonuskultur befindet sich offensichtlich auf dem holzweg. kurzfristiges denken schadet der langfristigen wertentwicklung des unternehmens, selbst kennzahlen wie eva, fcf, roe und so weiter bringen zwar die erhoffte messung des kurzfristigen (miss)erfolgs, aber sie bringen keine wertschöpfende entwicklung für die eigentümer. kennzahlen-"gurus" wie kaplan, norton oder auch horvath gehören hinterfragt.
    72 3 Melden
  • Ton 11.02.2018 14:14
    Highlight Das Wort Korruption sollte in diesen Artikeln öfters genannt werden. Wir Schweizer haben immer das Gefühl, das gäb es bei uns nicht.
    88 2 Melden
  • philosophund 11.02.2018 14:13
    Highlight hello i'm capitalism 🤢🤢
    27 15 Melden
  • amore 11.02.2018 14:04
    Highlight Diese unsäglichen Boni! Die Menschen sollen ihre Aufgaben dank ihrer Kompetenzen und aus Freude und Befriedigung ausüben. Dann geht es ohne diese verfluchten Boni. Leider passen Sie so gut in unser unsolidarisch gewordenes Gesellschaftssystem, in dem nicht mehr der Mensch, sondern das Geld die wichtigste Rolle spielt.
    61 3 Melden
    • Töfflifahrer 11.02.2018 17:38
      Highlight Ich kann grundsätzlich nicht verstehen warum es bei einem faktischen Staatsbetrieb überhaupt Boni gibt!
      26 2 Melden
  • banda69 11.02.2018 14:02
    Highlight ..und lanciert die SVP - die Partei des Volkes - jetzt eine schweizweite Kampagne und prangert die Gier der Abzocker an?
    45 13 Melden
    • hävi der spinat 12.02.2018 04:39
      Highlight Der einzige NR der vor 2 Jahren für die Pro Service Publice Initiative war, in der es darum ging, solche Auswüchse zu bekämpfen, war R. Köppel.
      Aber sowas passt eben schlecht in ein SW Welbild.
      7 8 Melden
  • roger_dodger 11.02.2018 13:50
    Highlight Komisch, ein klarer Fall von Betrug und Veruntreuung, wieso wird die Polizei hier nicht aktiv? Die Post kann selber ein bisschen rumwurschteln und ganz sicher verschwinden dann ja auch keine Beweise...
    50 2 Melden
    • Töfflifahrer 11.02.2018 17:39
      Highlight Wurde an die BA übergeben, aber die sind ja auch führ ihre Kompetenz bekannt (Achtung, könnte Sarkastisch gemeint sein).
      19 0 Melden
  • Mechu 11.02.2018 13:36
    Highlight Lug und Betrug regiert in den Grosskonzernen sowie in der Politik. Wann besinnen wir uns wieder auf unsere Grundwerte? …oder ist wirklich schon alle Moral den Bach runter?
    39 2 Melden
  • demian 11.02.2018 12:45
    Highlight Ich hoffe das endet nicht mit goldenen Fallschirmen für die Verantwortlichen.

    Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Es kann nicht sein, dass ein paar schwarze Schafe den Ruf derer, die ihren Job richtig machen in den Dreck ziehen.
    92 1 Melden
  • manuel0263 11.02.2018 12:43
    Highlight Was läuft in diesem Moment eigentlich noch alles, von dem wir (noch...) nichts wissen? Löhne, die einen BR in den Schatten stellen; Verantwortung, die man sich vergolden lässt, sie aber im Fall nicht wahrnimmt; Abgangsentschädigungen, die durch absolut nichts zu erklären sind, am allerwenigsten durch Leistung etc. etc. . Der einfache Angestellte/ Arbeiter darf sich natürlich nichts derartiges erlauben und hat im Grunde keine Möglichkeiten, sich gegen einen unfähigen Chef zur Wehr zu setzen, weil er am kurzen Hebel sitzt. Und ab spätestens 50 wird er gern entsorgt...wacht bitte auf, Schweizer!
    85 3 Melden
    • amore 11.02.2018 13:59
      Highlight Die Revolution naht.
      23 3 Melden
    • Irchelpark-Schreck 11.02.2018 16:07
      Highlight @amore
      die revolution der iphone generation?
      es geht leider wohl eher in richtung sklaverei v2
      11 0 Melden
  • Der Rückbauer 11.02.2018 12:39
    Highlight Am 5.6.2016 hat das Schweizervolk, jaja, Manne ou Froue, mit 67.6% die Service Public-Initiative a b g e l e h n t !
    Diese Initiative betraf sehr wohl auch die Privatisierungen des Service Public. Inbegriffen die perversen Leistungsanreize... äh Anreize zu Betrügereien. Bin gespannt, wie es mit den Spital-AG rauskommt. Dort gibt's auch Boni.....je mehr Geschnipsel, desto mehr Bonus!
    61 7 Melden
  • PhiLem 11.02.2018 12:38
    Highlight Mimimi...
    Jetzt sind alle wieder am rumheulen.
    Betrug, Fälschung usw.

    Dass Grosskonzerne sowohl die eigenen Angestellten wie auch Kunden verarschen ist doch nichts Neues.

    Who cares?

    Ändern wird sich ja doch nichts, dafür ist zu viel Geld im Spiel 😈
    16 30 Melden
    • Der Rückbauer 11.02.2018 13:12
      Highlight PhiLem: So pauschal kannst Du das nicht sagen. Wenn private Konzerne die Kunden über den Tisch ziehen (Banken!), dann ist das ein strafrechtliches Problem (gibt aber wenig Urteile....), wenn Servicepublic-Unternehmungen betrügen, ist das auch ein soziales Problem....Das Stimmvolk hat es in der Hand. Die Servicepublicinitiative wurde mit 67% abgelehnt!!
      18 1 Melden
  • Skip Bo 11.02.2018 12:31
    Highlight Mich würde interessieren, wie sich der "Gewinn" von Postauto auf die Boni der Postchefin (317'000) ausgewirkt hat.
    Falls sie davon profitiert hat und gleichzeitig vom Mauscheln Kenntnis hatte, ist sie wegen ungetreuer Geschäftsführung zwecks privater Bereicherung anzuklagen.
    81 1 Melden
  • Stan_the_man 11.02.2018 12:30
    Highlight Das Hauptproblem sehe ich darin, dass in diesen "staatsnahen" Unternehmen Leute Führungsposten erhalten, die zuvor und in ihrer Ausbildung nur mit privatwirtschaftlicher Geschäftstätigkeit in Kontakt kamen. Die können gar nicht anders, als nach dem grösstmöglichen (persönlichen) Gewinn zu streben.
    Besser wäre es, die Führungsleute der Post, SBB etc. würden intern gefunden werden können. Die wüssten, wofür sie eigentlich arbeiten (nämlich nicht für den Gewinn, sondern für das Funktionieren der Schweiz).
    55 12 Melden
    • ströfzgi 11.02.2018 13:11
      Highlight Ja genau, fördern wir doch den Filz noch etwas…
      12 15 Melden
    • Hoppla! 11.02.2018 14:38
      Highlight Doch. Da läuft der Hase aber gut wenn nur lebenslange Staatsbedienstete in Führungsposten sind. Die Schweiz funktioniert dann "super", die Subventionen wären aber auch massiv höher.

      Etwas betriebswirtschaftliches Denken gepaart mit gesundem Menschenverstand schadet nicht.
      11 8 Melden
  • marcog 11.02.2018 12:28
    Highlight Ich hoffe, dass die Beweise ausreichen, dass die ein paar schwedische Gardinen von innen sehen. Dann erübrigt sich auch das Problem, dass er keine Verwaltungsratsmandate mehr findet.
    43 3 Melden
  • ströfzgi 11.02.2018 12:21
    Highlight Wer ist denn dort für die Revision zuständig? Die sollte man gleich mit in die Verantwortung nehmen. Läck das Drama wenn dies ein kmu machen würde...
    58 2 Melden
    • Makatitom 11.02.2018 14:44
      Highlight KPMG
      18 0 Melden
  • Der Rückbauer 11.02.2018 12:09
    Highlight "......seine vorzeitige Pensionierung wie geplant mit Verwaltungsratsmandaten anzureichern." Ghat's na? Oder umgekehrt: Zum Glück für alle, sonst hätte er mit seiner Kreativität weiter gewütet.....Er soll fischen gehen, ohne PK-Bel-Etage....
    52 1 Melden
  • Der Rückbauer 11.02.2018 12:05
    Highlight Die ganze Privatisierungswelle, gekoppelt mit den katastrophalen Fehlanreizen, ist Schei..e. Ich bin gespannt, wie es noch mit den Spital-AG rauskommt. Dort haben die Tricksereien ja schon begonnen.....aufgeblähte Rechnungen, Bettenauslastung, Patientenbewirtschaftung etc. Wollen die Neocons noch die WC-Spülungen privatisieren? Jede Spülung Fr. 1.--, der CEO-Spühlmanager "verdient" mit an dieser Schei..e.
    Bankenbonus: Je höher das Risiko, desto höher der Bonus. Und der Steuerzahler darf dann retten. So pervers!
    51 2 Melden
    • The Origin Gra 11.02.2018 13:49
      Highlight Auf Raststädten und Bahnhöfen muss man ja schon einen Stutz zahlen 😁
      Warum nicht im Privaten WC 😁
      9 2 Melden
  • Scaros_2 11.02.2018 12:00
    Highlight Je länger je mehr ist diese Frau untragbar. Hinzu kommt das sie von sich aus den Fehler nicht bei ihr sieht sondern Opfer in den eigenen Reihen sucht um sich selbst halten zu können. Für mich gehört diese Frau weg vom Fenster. Sie soll frühzeitig in Pension gehen und von mir aus ein Buch schreiben aber so jemand will ich nie mehr in der Wirtschaft sehen weil selbst ein Busfahrer hat begriffen das dies nicht geht.
    192 5 Melden
    • Echo der Zeit 11.02.2018 14:13
      Highlight Der Busfahrer hat es schon Lange gemerkt - denn der muss die Kohle Einfahren und nicht damit Spielen.
      15 1 Melden
    • Makatitom 11.02.2018 14:17
      Highlight Die Pension soll man ihr gefälligst auf das Niveau, dass einer ihrer Temporären als Pension erhält, zusammenstreichen
      23 1 Melden
  • EvilBetty 11.02.2018 11:47
    Highlight «Es werde für ihn nun schwierig, seine vorzeitige Pensionierung wie geplant mit Verwaltungsratsmandaten anzureichern.»

    Ich weine eine Träne des Mitleids. Der aaarme Tropf.
    407 5 Melden
    • Oberon 11.02.2018 12:03
      Highlight Ich habe mich auch gerade gefragt wo hier seine Selbstreflexion bleibt. In der Zeit wo viele Schweizer nur für 1-2 Monate Geldreserven haben.
      60 0 Melden
    • meliert 11.02.2018 12:09
      Highlight was soll ich sagen, bin auch kurz vor der Pensionierung mit 20’000 Fränkli Pension im Jahr!
      47 1 Melden
    • Zeyben 11.02.2018 13:43
      Highlight Höchste Zeit das Gesellschaftsrecht zu revidieren!
      13 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Panna cotta 11.02.2018 11:38
    Highlight Ein Postauto ist doch ein ganz klarer Service Public. Ich verstehe nicht, weshalb Gewinn dort von Bedeutung sein muss. Die (Halb-) Privatisierung von Staatsbetrieben ist einfach nur bescheuert.
    201 5 Melden
    • Adrian Huber 11.02.2018 14:28
      Highlight Das ist genau das, was uns mit Biglers Plan B bei einer Annahme von No Billag drohen würde: eine privatisierte, gewinnstrebende SRG, die teils subventioniert werden müsste. Da lob ich mir doch die jetzige SRG, die allein dem Service Public verpflichtet ist und keine Gewinne einfahren muss.
      16 8 Melden
    • Töfflifahrer 11.02.2018 14:42
      Highlight Was bescheuert ist, ist die ausschliesslich Gewinnorientierte Ausrichtung eines Service-Public Betriebes. Das sehen die letztjährigen Entscheide der Post bezüglich Schliessungen von Poststellen plötzlich ganz anders auf. Es geht tatsächlich nur um die Boni der Spitze.
      Ist ja egal wenn wir mit ÖV ne Stunde fahren müssen um an eine Poststelle zu gelangen, hauptsache die Ruof hat ihren extra-Bonus.
      17 2 Melden
    • Hoppla! 11.02.2018 14:42
      Highlight Gewinn ist auch immer ein Ausdruck der Kosteneffizienz/Umsatzsteigerung. Die Kosten im Jahr x sind tiefer/Umsatz höher als dem Besteller (Kantone/Gemeinden) veranschlagt. Ohne Effizienzstreben wird jemand die Zeche bezahlen; der Kunde oder der Steuerzahler.

      Aber klar, Gewinnmaximierung kann hier nicht oberstes Ziel sein.
      5 2 Melden
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