Schweiz
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Parlamentarier und Lobbyisten diskutieren auf dem Balkon vor der Wandelhalle, am Donnerstag, 19. Maerz 2015, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Lobbyisten auf der Bundeshausterrasse.
Bild: KEYSTONE

Das Geheim-Papier: So schreiben Lobbyisten vor, was wir zu denken haben

Alpiq hat Geldsorgen und will das verlustreiche Atomgeschäft an Staat und Steuerzahler abtreten. Wie man die Öffentlichkeit dahin bringt, dies zu schlucken, zeigt das geleakte Geheimstrategie-Konzept der Lobby-Agentur «Hirzel Neef Schmid Konsulenten» exemplarisch auf.

15.03.16, 16:29 16.03.16, 09:56


Atomstrom ist zum Verlustgeschäft geworden. Billiger Strom aus Deutschland drückt die Preise, die politische Grosswetterlage deutet auf Abkehr von Kernkraftwerken. Beim Stromkonzern Alpiq klingelt's nicht mehr in der Kasse. Also will er das Verlustgeschäft loswerden. Der Staat soll's richten und die teure Stilllegung und Entsorgung der AKWs übernehmen.

Dabei helfen soll die Lobbying-Agentur «Hirzel Neef Schmid Konsulenten» – indem sie das Denken und Handeln von Politikern, Wissenschaftlern, Medien und letztendlich Bürgern gezielt zu steuern und zu beeinflussen versucht. Am Dienstag veröffentlichte die «Basler Zeitung» das entsprechende Geheimpapier. So sieht Lobbying in Reinform aus: 

Das Problem schaffen 

Bild: watson/newsnetz.ch

Zunächst sollte das Problem angemessen bewirtschaftet werden: «Der Public Affairs Prozess beginnt immer mit der Schaffung einer Problemwahrnehmung», heisst es im Strategiepapier. Im Falle von Alpiq sollte das kommerzielle Problem im Vordergrund stehen: Das Leiden der Kernkraftwerke unter den tiefen Grosshandelspreisen und die unabsehbaren Folgen, sollte die Schweiz im Falle derer Konkurse irgendwann nicht mehr fähig sein, sich eigenständig mit Strom zu versorgen. 

Den Auftraggeber vertuschen

Damit die Glaubwürdigkeit der Problembewirtschaftung nicht verpufft, muss ihr Auftraggeber – hier Alpiq – vertuscht werden oder wie es im Strategiepapier heisst: «aus der zweiten Reihe arbeiten». Das Thema dürfe unter keinen Umständen zur Sache von Alpiq werden, steht da. «Das würde die Erfolgschancen massiv schmälern.»

Die Rolle von Alpiq sollte es lediglich sein, die Inhalte zu kommentieren, die Studien zum Thema zu finanzieren und Lösungen für das Problem – sprich: die Verstaatlichung der Kernenergie – zu präsentieren. Dies sollten sie im Idealfall «echt besorgt» tun, wie die schematische Beschreibung zeigt: 

Bild: watson/newsnetz.ch

So wollten die Lobbyisten erreichen, dass nicht die Alpiq, sondern das Branchenproblem thematisiert wird und die Experten, Meinungsführer und Politiker unisono die Botschaft vermitteln, dass nicht die Alpiq, sondern der Markt Schuld an den Problemen sei. 

Bild: watson/newsnetz.ch

Heimliche Verbündete suchen

Bild: watson/newsnetz.ch

Am ehesten verortet das Strategiepapier heimliche Verbündete beim Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) unter dem neuen SVP-Bundesrat Guy Parmelin. In den anderen Departementen sieht es düster aus. 

Die Lobbyisten halten fest, dass der Bundesrat wohl jede Handlung ablehnen wird, «wenn kein öffentlicher oder parlamentarischer Druck vorhanden ist». Also muss dieser in einem nächsten Schritt hergestellt werden. 

Politiker ins Gebet nehmen

Bild: watson/newsnetz.ch

Damit sind die Politiker dran. Denen sei «das Thema neu» und sie seien «nicht bereit, ohne Problemdruck zu handeln». Es sei für sie nach wie vor einfacher, Firmenbashing zu machen, als Marktentwicklungen anzuerkennen, schreiben die Lobbyisten. 

Also müssten Key-Player bearbeitet werden. Bei der eher wohlgesinnten CVP planten die Agenten Filippo Lombardi ein, bei der unterstützenden SP Roger Nordmann, bei der schwierigen FDP Christian Wasserfallen und bei der skeptischen SVP Magdalena Martullo Blocher. 

Zu gegebener Zeit hätten die Lobbyisten dann politische Vorstösse für die Parteien erstellt. Die müsse man «begleiten und sicherstellen, dass diese zur Diskussion kommen», schreiben die Lobbyisten und halten dann in Klammern fest: «Das darf aber nicht die Alpiq tun.»

Den Medien Helden liefern

Bild: watson/newsnetz.ch

Überschätzt werden die Medien im Strategiepapier nicht gerade. Nach einer kurzen Beschäftigung mit der Sache, würden die Medienvertreter aufgrund der Komplexität ohnehin auf Personen fokussieren, heisst es. «Hier gilt es eine Strategie zu entwickeln.» 

Konkret sollten Supporter bei Leitmedien gesucht und «Politiker als Helden ins Zentrum gestellt» werden. Der Alpiq-CEO und Verwaltungsratspräsident sollten sich aber «nicht mehr exponieren als nötig». Die ganze Branche sollte im Vordergrund stehen. 

Wissenschaft an Bord holen

Bild: watson/newsnetz.ch

Pfeffern sollte das Ganze die Wissenschaft. Alpiq sollte Studien an der ETH und der HSG in Auftrag geben und finanzieren, die klar darstellen, dass die Energieversorgung nur durch die Rettung der finanziell angeschlagenen Kernkraftwerke garantiert werden kann, dass nur so die Strom-Versorgung im Inland sicherzustellen sei und dass die Atomkraftwerke deswegen vom Staat gerettet werden müssten. 

Konkret: Die Alpiq sollte schlussendlich als «too big to fail» eingestuft werden: 

Bild: watson/newsnetz.ch

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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68
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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kengru 19.03.2016 09:48
    Highlight das ist krass. all diese dokumente und absätze sind klar ausgedrückt. sieht enorm nach schauspielerei aus. Aber janu ich kenne mich mit dieser branche nicht aus.
    0 0 Melden
  • Pasch 16.03.2016 20:36
    Highlight Unter der dusche kommen einem die besten gedanken... wer sponsort den watson das ihr mit dem finger drauf zeigt? Sitzt da nicht auch ein "BURNS" im hintergrund um von euch abzulenken? :)
    7 7 Melden
  • Raphael Stein 16.03.2016 12:22
    Highlight Frage,
    die Gewinne haben die Kantone eingesackt. Das sind ja wir Bürger?
    Also müssen wir nun bluten um eine Energieform zu bezahlen, welche nicht gerade effizient ist. Also hat "man" uns ja eigentlich getäuscht. Vorsätzlich. Wäre dem Volk bekannt, vor allem aber bewusst gewesen, was dieser Strom wirklich kostet, hätten wir zum Bau der AKW auch ja gesagt?
    Häppchenweise dem Volk etwas verkaufen war und ist die Taktik und versteckte Gewinne, (Bau, Unterhalt usw.) sacken Private ein. Das ist schweizerische Demokratie in seiner Urform.
    Und jetzt, der Blocher mit seinem Vorschlag! Klingelts?
    16 0 Melden
  • Pasch 16.03.2016 10:47
    Highlight Hat wirklich jemand gedacht das es anders abläuft? Ist ja nur die spitze des eisbergs..

    24 0 Melden
  • Knut Knallmann 16.03.2016 10:00
    Highlight "Problembewirtschaftung" - Alleine dabei kommt mir das Frühstück hoch...
    29 1 Melden
  • just sayin' 16.03.2016 09:39
    Highlight das "geleakte Geheimstrategie-Konzept" ist standart pr vorgehen.

    ...und der titel des artikels standart-watson klickbait.

    schade um den thematisch wichtigen beitrag
    5 27 Melden
    • just sayin' 16.03.2016 14:46
      Highlight den blitzlis nach zu urteilen ist die rechtschreibung, für ein paar watson-user, wichtiger als der inhalt.

      es hat übrigens noch mehr rechtschreibefehler in meinem kommentar. wenn du sie findest, darfs du sie gerne behalten
      4 11 Melden
  • Ophelia Sky 16.03.2016 08:07
    Highlight Gestern dieser Artikel gelesen, heute morgen einen Beitrag in Radio SRF gehört. In diesem Kontext nimmt man die Berichterstattung anders wahr. Danke Watson
    31 0 Melden
    • Rafaela Roth 16.03.2016 13:31
      Highlight gerngeschehen! ❤️
      12 0 Melden
  • Brehynfak 16.03.2016 07:33
    Highlight Zuerst soll Alpiq bankrott gehen, als Ganzes. Dann kann sie bei der Zwangsliquidierung an die Chinesen vetsteigert werden, oder aber für ein Butterbrot verstaatlicht werden, als Ganzes. Beides ist besser, als der Alpiq die schlechten Risiken auf Kosten der Steuerzahler abzunehmen und die Guten ihr zu belassen. Man will freie Märkte. Dann sollen die Märkte frei sein: mit freier Bahn in den Konkurs. Wer den Gewinn einsackt, soll die Verluste nicht anderen aufzwängen können. Freie Marktwirtschaft mit Big-To-Fail-Garantie ist volksschädlicher Betrug.
    68 0 Melden
  • Emperor 16.03.2016 01:17
    Highlight Offenlegung von Spenden, stärkere Trennung von Wirtschaft und Politik! JETZT!
    61 0 Melden
  • bröter 15.03.2016 23:53
    Highlight Morgen werden uns die Politiker wieder erzählen dass sie das Interesse des Volkes vertreten
    58 0 Melden
  • Yves Müller 15.03.2016 21:59
    Highlight bitte Berichtet über den Fall von Marija Milunovic respektive dass eine Petition lanciert wurde.
    petitionen24.com/save_marija_milunovic
    12 13 Melden
  • felixJongleur 15.03.2016 21:43
    Highlight DANKE WATSON (und hei, bringt doch mal bei Gelegenheit einen Artikel über steigende Gesundheitskosten & lobbyierende Politiker/Medien(?), es ist wohl kein Zufall, dass NICHTS unternommen wird obwohl es ein massives Problem ist).
    77 2 Melden
    • Rafaela Roth 16.03.2016 13:34
      Highlight Danke für den Input!
      9 0 Melden
  • Maya Eldorado 15.03.2016 21:04
    Highlight Ich möchte Lobbying machen für die armutsbetroffenen Schweizer! Wie muss ich da vorgehen, dass ich da Eingang finde.
    48 0 Melden
    • E7#9 15.03.2016 22:24
      Highlight Sie müssen zahlungskräftig in Politiker und Parteien investieren. Neben Wahlversprechen gibt es ja noch Versprechen an Investoren, die u.a. auch Abstimmungen etc. mitfinanzieren. Vielleicht könnte man auch sagen: Sie müssen von sich abhängig machen. Sicherlich eine häufige Art des Lobbyismus. Viel Glück.

      Btw: Genau deshalb wäre eine von Gesetzes wegen geforderte Offenlegung der Parteifinanzierung wichtig in einer Demokratie. Da sollte doch bald mal etwas von links kommen. Seit langem eine linke Vorlage, der ich sofort zusagen werde.
      33 1 Melden
  • Fufferl 15.03.2016 20:02
    Highlight Wäre fair würde uns jmd das gegenteilige denken im gleichen stile vorschreiben wollen.
    10 2 Melden
  • Dä Brändon 15.03.2016 19:48
    Highlight Lobbyieren ist ein anderes Wort für Korruption.
    89 10 Melden
    • cassio77 15.03.2016 20:10
      Highlight Blödsinn. Lobbyismus ist ein Mittel, Ideen auf die politische Bühne zu bringen. Korruption ist, wenn Entscheide gekauft werden. Dafür müssten mindestens 24 Ständeräte und 101 Nationalräte geschmiert werden... dafür fehlt jeglicher Lobby das Geld.
      19 66 Melden
    • Hierundjetzt 15.03.2016 20:59
      Highlight Nö. Es kommt draufan was auf der Traktandenliste der vorberatenden Kommission steht.

      Darüber wird abgestimmt

      Dieser Entscheid kommt dann in den Nationalrat

      Du brauchst ergo max 2 Personen.

      Bundespolitik ist nichts für anfänger 😉
      37 2 Melden
    • cassio77 15.03.2016 21:50
      Highlight mamina, BITTEEEE.... die lobbyisten sind doch keine anfänger. Du meinst doch nicht im ernst, dass sie es drauf ankommen lassen, mit einer stimme vorsprung eine abstimmung zu gewinnen, wenn sie nicht abschätzen können, welche nr und sr bei der abstimmung anwesend sein werden... das wär ja mehr als nur naiv... wenn man abstimmungen gewinnen will, dann muss man mehrheiten schaffen, gesicherte mehrheiten. andernfalls wird man bei seiner politischen arbeit um jahre zurückgeworfen, da kann man nicht pokern und auf eine stimme mehrheit hoffen.
      13 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolfsblut 15.03.2016 19:31
    Highlight Dass die finanzierte Manipulation funktioniert, sehen wir bei vielen Abstimmungen. Fast alles, was liberal, sprich wirtschaftsfreundlich ist, pflegen wir anzunehmen. Somit lassen auch wir uns kaufen. Oder?
    48 1 Melden
  • zipper 15.03.2016 19:30
    Highlight das sind die wahren sozialschmarotzer und assis... die idee mit dem pranger gefällt mir da sehr gut ^^ und ein drakonisches anti-korruptionsgesetz mit vollständiger enteignung aller beteiligten wäre da noch zu milde
    45 1 Melden
  • Philipp Burri 15.03.2016 18:30
    Highlight und das alles in so furchtbar beschissenem Deutsch... Wer schreibt diesen Gugus?
    46 7 Melden
    • Alex23 15.03.2016 19:33
      Highlight "Die meisten Public Affairs Initiativen scheitern, dass die Problembewirtschaftung nicht oder nur ungenügend gemacht wird."
      Ein Zückerchen der Formulierungskunst und Syntax.
      29 1 Melden
    • Hierundjetzt 15.03.2016 19:45
      Highlight Ah die lustigen Hirzel & "Konsulenten" sind auch am Start!

      Wann ist Euer FB wieder aktiv?
      19 0 Melden
    • azoui 15.03.2016 20:01
      Highlight "bschissenes deutsch" und beschissenes französich. IMHO behaupt ich das heisst nicht "Public Affairs" sondern Affairs Public.
      5 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • 8004 Zürich 15.03.2016 18:16
    Highlight Äh, Sie sorry, aber ähm..
    Das auf dem Bild oben ist nicht die Bundeshausterrasse. Das ist eines der kleinen (Raucher-)Balkönli der Wandelhalle. Deren gibt es fünf.
    Die Bundeshausterrasse - nicht zu verwechseln mit der u.a. diese umschliessende Bundesterrasse - befindet sich an einem anderen Ort (siehe z.B. Maps), ist vom alten Teil des Bundeshauses nicht direkt zugänglich und sieht wirklich ein klein wenig anders aus.
    9 20 Melden
    • Hierundjetzt 15.03.2016 19:00
      Highlight Sehr interessant. Und das hat jetzt was mit dem Artikel zu tun?

      Beides ist auf der Südseite des BH. Schön.
      22 5 Melden
    • 8004 Zürich 15.03.2016 20:07
      Highlight ;-P
      2 2 Melden
    • Rafaela Roth 16.03.2016 09:41
      Highlight aber ich kann doch nicht «Bundeshausbalkööndli» in die Bildlegende schreiben!
      7 0 Melden
  • atomschlaf 15.03.2016 18:13
    Highlight Problembewirtschaftung - tönt nach SVP-Parteiprogramm!
    62 8 Melden
  • Hierundjetzt 15.03.2016 18:11
    Highlight Toller Job Watson! Damit wäre eine mögliche Verstaatlichung als Idee vom Tisch.

    hehehehe
    60 1 Melden
  • cassio77 15.03.2016 17:58
    Highlight vielleicht sollte man den pranger wieder einführen...
    57 7 Melden
  • SVARTGARD 15.03.2016 17:55
    Highlight Ich denke was ich will,keiner schreibt mir was vor.
    20 8 Melden
    • Bav 15.03.2016 18:17
      Highlight Sicher, aber was wir denken wollen ist auch von unserem Umfeld beeinflusst. Man kann sich eine Meinung nur bilden indem man die Lage analysiert, wird das Umfeld so manipuliert wird auch der rationalste Mensch davon beeinflusst. Mag sein dass sich gewisse schneller blenden lassen als andere, aber sich dem ganz entziehen würde einem kompletten Rückzug von der Gesellschaft entsprechen.
      40 0 Melden
  • Platonismo 15.03.2016 17:54
    Highlight Die Strategie ist offensichtlich. Allerdings ist mir überhaupt nicht klar, ob es nun eine Auffanggesellschaft braucht oder nicht. Nur weil ein Lobbyist die Toolbox ausschöpft, heisst das nicht, dass das Ziel schlecht ist. Daher erstaunt mich der Anteil der Nein-Stimmenden ein bisschen. Erleuchtung anyone?
    16 46 Melden
    • Walter Sahli 15.03.2016 18:37
      Highlight Erleuchten kann ich Dich nicht, heisse ja schliesslich Sahli und nicht Jesus, aber das Ganze tönt für mich nach "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren".
      56 0 Melden
    • saukaibli 15.03.2016 19:07
      Highlight Was passiert wenn der Staat, resp der Steuerzahler, für die Verluste von Unternehmen aufkommen muss, sieht man in diversen europäischen Ländern seit Jahren. Leider haben es viele noch nicht geschnallt, dass die Banken in der Krise genau das abgezogen haben, was Alpiq jetzt versucht. Hunderte Milliarden Bankenschulden wurden so in Staatsschulden "umgewandelt".
      30 1 Melden
  • Kstyle 15.03.2016 17:49
    Highlight Im schnitt kommen auf 1 Politiker 4 Lobbyisten. Das will schon was heissen. Aber mal im ernst hat irgendhemand gedacht die Wirtschaft läuft sauber? Wirtschaft ist wie das leben jedes einzelnen im kleinen. Jeder schaut auf seinen eigenen Gewinn. Ist nicht nett aber nachvollziehbar. Ich versuche auch immer den 5er und s Weggli zu kriegen. Bekomme es aber nicht. Genau so muss es auch hier laufen. sie können es wollen, sollen es aber nicht kriegen.
    45 5 Melden
  • rstnpce 15.03.2016 17:37
    Highlight Einige Gedanken zum Thema:
    Ist dieses Schreiben ist jetzt per Zufall entdeckt worden? Der "Nein"-Anteil bei der Abstimmung am Ende ist riesig. Wem könnte das nun einen Vorteil verschaffen, wenn die Ablehnung zur Rettung der AKWs durch den Staat enorm wächst?
    Den Grünen und dem Bundesrat, welche in diesem Bericht als nicht-kooperierende Gruppen aufgeführt werden, um die Energiewende schneller zu vollbringen?
    Und die Medien fressen es, in der Hoffnung, damit der Bevölkerung einen Gefallen zu tun...? Die Verfasser haben ihr Ziel trotzdem erreicht?
    13 47 Melden
    • Tsunami90 15.03.2016 20:07
      Highlight Den Stein ins rollen gebracht hat die BaZ, also müsste sich Christoph sich freuen. ☺
      8 1 Melden
  • Charlie Brown 15.03.2016 17:30
    Highlight Ich weiss, was jetzt kommt ist whataboutism... Und wird nicht auf viel Liebe stossen.

    Aber wenn ich hier in jedem zweiten Kommentar zum BGE lese, dass die Digitalisierung in den nächsten Jahren jeden zweiten Job kosten wird... Dann hat jemand den Punkt "Problem bewirtschaften" hervorragend im Griff.
    37 7 Melden
    • Charlie Brown 15.03.2016 19:45
      Highlight Ja, ich übertreibe gerne, ist so eine Schwäche von mir. Das haben mir heute schon sicher 100'000 Menschen gesagt. Mist. Jetzt ist es schon wieder passiert.

      Und du nutzt "das Problem bewirtschaften auch zum Problem bewirtschaften" auch zum Problem bewirtschaften.

      Jetzt wird es aber absurd.
      6 0 Melden
    • illoOminated 16.03.2016 12:57
      Highlight ...bitte macht weiter! :D *Popcorn hol*
      0 0 Melden
  • M. Sig 15.03.2016 17:12
    Highlight Das könnte sich kein Comedian besser ausdenken! Dieses Diagramm :D
    Wie sie EXPERTEN schreiben (wissen wohl selber, dass dieses Wort nichts mehr bedeutet).
    Da ist ja jedes Mindmap für ein Referat eines Achtklässlers ausgeklügelter.
    Wenns nicht so haarsträubend wär, was würde ich lachen!
    48 6 Melden
    • herschweizer 15.03.2016 17:30
      Highlight schön dass sie darüber lachen können. Leider wird dieses Konzept Erfolg haben... also nicht ihres
      27 2 Melden
    • icarius 15.03.2016 17:30
      Highlight Fehlen nur noch "Gänsefüsschen" 😂
      16 0 Melden
  • TwoFiveOne 15.03.2016 17:11
    Highlight Hört sonst noch jemand, wie Frank Underwood mit seinem Ring auf den Tisch klöpfelt?
    51 0 Melden
  • Pointer 15.03.2016 17:08
    Highlight Ich würde jetzt gerne auch noch das Geheimpapier zum menschengemachten Klimawandel lesen.
    16 70 Melden
    • Platonismo 15.03.2016 17:51
      Highlight Weise ist der, der zwischen Schein und Sein unterscheiden kann. Klimawandel ist Sein.
      49 6 Melden
    • icarius 15.03.2016 17:52
      Highlight Wieso hat wohl ExxonMobile 30mio an Klimaskeptiker bezahlt? http://gu.com/p/4akbt/sbl
      30 0 Melden
    • atomschlaf 15.03.2016 18:16
      Highlight @icarius: Das mit dem Klimawandel ist mittlerweile nicht mehr so einfach, da viele Firmen und v.a. die Finanzindustrie gemerkt haben, dass man mit CO2-Zertifikaten u.dgl. jede Menge Geld verdienen kann.
      Mittlerweile gibt es dort auf beiden Seiten grosse finanzielle Interessen.
      14 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 15.03.2016 17:04
    Highlight Der Artikel zeigt eine Wirklichkeit auf, die wir im kleinen ja fast bei jeder zweiten Werbung sehen. Problem bewirtschaften und Lösung anbieten. Unser Leben wird durch diesen Mechanismus bestimmt.
    Was mich wundert ist dass die Lobby-Geschichte in Bern so Aufsehen erregt. Für mich ist dies mit oder ohne Transparenz ein klar ersichtlicher Mechanismus. Hauptschuld tragen meines Erachtens die Parteien. Parteien sind relativ einfach zu lenken und zu beeinflussen.
    Eine Sachpolitik wäre da per se transparenter denn die Sache würde im Vordergrund stehen und das Lobbieren offensichtlicher erkennbar.
    42 1 Melden
    • icarius 15.03.2016 17:40
      Highlight Man muss aber auch sehen dass sachpolitik in vielen Gebieten sehr komplex geworden ist. Nehmen wir zB cybersecurity. Da fehlt den meisten Parteien und auch den zuständigen Bundesämtern schlicht das nötige Fachwissen. Sie sind also auf Lobbysten angewiesen. Dass sich die betroffenen Akteure einbringen ist ja auch nicht per se schlecht, solange es transparent passiert. Durch Brachenverbände ist mM nach knapp akzeptabel. Anonym durch Lobby-Agenturen geht jedoch gar nicht.
      23 2 Melden
    • FrancoL 15.03.2016 18:24
      Highlight @icarius; Ich bin nicht gegen das Lobbieren, ich finde nur bei der Sachpolitik weiss man wer was wo etwas einbringen will. Sachkenntnisse einbringen ist heute wichtiger den je, aber alles schön offen und transparent. Darum auch mein Schlusssatz im meinem letzten Post! Ich negiere nicht den Bedarf der an sachverständiger Teilnahme.
      6 0 Melden
    • icarius 15.03.2016 20:18
      Highlight @FrancoL

      Ich bin einig mit Ihnen. Die Transparenz ist das Problem. Wenn sich Firmen hinstellen um ihre Interessen darzulegen ist das legitim. Aber sich gehen aussen hinter nichtssagenden PR-worthülsen zu verstecken und dann Agentur-Lobbysten auf Politiker loszuschicken ist schäbig und unterläuft die Legitimität der Politik. Ich denke die ausgeprägte Klientelpolotik in den USA ist einer der Hauptgründe für den Erfolg von Leute wie Trump.
      1 0 Melden
  • herschweizer 15.03.2016 17:04
    Highlight Die Leitmedien werden sich mit etlichen Mitteln "beeinflussen" lassen... sie werden trotz teilweiser Offenlegung ihrer Strategie höchstwarscheinlich erfolgreich sein... jaja... der liebe freie Wille hhh
    19 1 Melden
  • A.C 15.03.2016 16:56
    Highlight Bin ich der einzige der findet, dass das hier die Schweiz endlich mal wachrütteln sollte?
    114 3 Melden
    • herschweizer 15.03.2016 17:13
      Highlight sieht fast so aus .... hhh ja wenn man die Triggerpunkte richtig bedient schwindet der freie Wille ... oder so.... wo sind die Soziologen und Politologen?
      22 2 Melden
  • Luca Andrea 15.03.2016 16:55
    Highlight Und wie sieht es in der Weltpolitik erst aus?!
    44 0 Melden
  • Sandromedar 15.03.2016 16:44
    Highlight krass; was für arschgeigen
    69 2 Melden

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