Schweiz
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Sehr geehrte Damen und Herren – weshalb das Siezen abgeschafft gehört, und zwar sofort

19.08.16, 16:15 21.08.16, 15:06

Coop duzt seine Kunden in den «To go»-Filialen. Dabei bleibt es vorläufig, das Konzept wird nicht ausgeweitet: «Wir haben nicht vor, unsere Kunden in sämtlichen Filialen zu duzen», sagt Mediensprecherin Andrea Bergmann. Tendenziell komme das Du bei den Jüngeren aber gut an. Es gebe jedoch auch junge Menschen, die mit Sie angesprochen werden wollen. 

Bei der Konkurrentin Migros gibt es keine offizielle Weisung, die Kunden in den Filialen bewusst zu duzen. Sie werden laut Mediensprecherin Monika Weibel nach wie vor per Sie angesprochen. SportXX-Filialen in der Deutschschweiz sind die Ausnahme. «Da ist das Duzen unter Verkäufern und jüngeren Kunden schon fast üblich», sagt Weibel. Gerade in der Beratung komme das bei der jüngeren Kundschaft gut an. Zudem sei das Duzen vor allem in den Sozialen Medien üblich. Ausnahmen gebe es nur dann, wenn Kunden die Migros auf diesen Plattformen per Sie ansprächen. 

So klingt es im «Coop to go». bild: watson

Das Thema polarisiert und es gibt grob zusammengefasst zwei Lager: 

Die «Sie-Verfechter» 

Diese Gruppe ist der Meinung, das Siezen stehe für Respekt. Sie duzen nur Menschen, die sie gut kennen. Es geht ihnen auch um Nähe (Du) und Distanz (Sie). 

Die «Du-Fans»

Für diese Partei ist klar: Siezen ist veraltet und baut unnötige Barrieren auf. 

Ich bin ein Anhänger des Dus. Für mich gibt es keinen Grund, das jetzige System aufrechtzuerhalten. Es schafft nur Probleme und Unsicherheiten. So musste ich mir verschiedene Techniken aneignen, um das für mich unangenehme Sie zu umgehen. Spaziere ich in einen Laden oder in eine Bank, grüsse ich konsequent mit «Hallo». Zum Abschied sage ich im Notfall «Einen schönen Tag», lieber jedoch einfach Tschüss. Noch schwieriger finde ich es bei Mails. Um nicht «Sehr geehrte Frau» und «Sehr geehrter Herr» schreiben zu müssen, beginne ich mit «Guten Morgen» oder «Guten Abend». Kurz vor dem Mittag und Feierabend bin ich jeweils etwas ratlos. Noch komplizierter wird es bei der Grussformel. Riecht «Herzliche Grüsse» schon zu stark nach Du, muss ich «Beste Grüsse» schreiben? Ohne die unnatürliche Sie-Regel müsste ich mir diese Gedanken nicht mehr machen und mein Alltag wäre ein klein wenig einfacher. 

«Chefs, die ihre Autorität nur mit Hilfe des Sies durchsetzen können, haben ein charakterliches Problem.»  

Nicht nur macht das Sie das Leben komplizierter, es führt auch zu zum Teil obskuren Situationen. Sprechen Lehrer ab einer gewissen Stufe ihre Schüler mit Sie und dem Vornamen an, wirkt das eher lächerlich als stilvoll. Alles andere als stilvoll war es auch, als mir während der Lehre gewisse Direktoren nach vier Gläschen Rotwein am Freitag an einem Olma-Stand euphorisch das Du antrugen, um es am Montag im Firmen-Gang unter vier Augen wieder rückgängig zu machen. Das gehe nicht, weil sich andere Lehrlinge dadurch benachteiligt fühlen könnten.

Amerikaner sind auch wegen des Dus entspannter als viele Europäer.  Bild: EDUARDO MUNOZ/REUTERS

Solch unangenehme Szenen würden durch eine einheitliche Handhabung wegfallen. Chefs, die ihre Autorität nur mit Hilfe des Sies durchsetzen können, haben meiner Meinung nach sowieso ein charakterliches Problem. Dasselbe gilt für Kunden, die sich durch ein Du des Kassierers in ihrer Privatsphäre verletzt fühlen.

«Dass wir Europäer die US-Amerikaner ihrer spontanen Art wegen als oberflächlich bezeichnen, ist schlicht arrogant.»

Wofür bitte soll Distanz denn gut sein? Ich auf jeden Fall habe kein Problem damit, Menschen, die ich nicht kenne oder nicht mag, zu duzen. Im Gegenteil: Es schafft sofort eine gewisse Vertrautheit. Meldet sich die Restaurantbedienung bei der telefonischen Tischreservation mit Sonja und reserviert mir einen Tisch auf Felix, ist das Verhältnis bereits beim Eintreten ins Lokal ein entspannteres als am Ende eines Abendessens während sich Kellner und Gast siezen.

Umfrage

In seinen «Coop to go»-Läden duzt Coop seine Kunden konsequent. Wie findest du das?

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Längere Aufenthalte in den USA waren für mich ebenfalls Beweis dafür, dass das Du entkrampft und zu häufigeren sowie ungezwungeneren Kontakten führt. Dass wir Europäer die US-Amerikaner ihrer spontanen Art wegen als oberflächlich bezeichnen, finde ich schlicht arrogant. Den Spruch «In den USA hast du nach einer Woche 20 Freunde und nach einem Jahr vielleicht noch einen» finde ich ebenso unpassend wie unwahr. Einige anfangs oberflächliche Gespräche endeten in Freundschaften. Und wenn nicht, was ist daran so schlimm? Lieber einen oberflächlichen Austausch als gar keinen. 

Die schwedischen Prinzessinnen Madeleine und Sofia mit Prinz Carl Philip: Sie spricht man in der dritten Person an.  Bild: TT NEWS AGENCY/REUTERS

Die Schweden als Vorbild

Doch wir müssen gar nicht soweit suchen. Es gibt auch Beispiele auf unserem Kontinent. Die Schweden machen es uns vor. Sie haben die sogenannte Höflichkeitsform in den 1960er und 1970er-Jahren abgeschafft. In Schweden wirst du geduzt und mit dem Vornamen angesprochen, auch wenn du noch nie zuvor ein einziges Wort mit der Person gewechselt hast. Ausgenommen sind lediglich Mitglieder des schwedischen Königshauses. Haben die Schweden deshalb weniger Respekt voreinander? Im Gegenteil. Trotz oder vielleicht gerade wegen des Duzens gehen sie respektvoll und freundlich miteinander um, die Kommunikation ist unbeschwerter. Ein bisschen weniger Verkorkstheit würde uns Schweizern gut stehen. 

Das Du als Waffe gegen die Roboter

Gilt es noch einen letzten Einwand zu entkräften. Böse Zungen finden die ganze Diskussion unnötig, da bei Coop und Migros reale Menschen in Kürze sowieso bald gänzlich durch das Self-Checking ersetzt würden. Dem entgegne ich: Umso mehr müssen wir soziale Kontakte fördern, und genau das würde ein Du für alle bewirken. 

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125Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ohniznachtisbett 23.08.2016 09:13
    Highlight Ich verwechselt da etwas grundlegend. Wir sprechen hier nicht von einem Respekt-Thema und auch nicht zwingend von einem Traditionsthema. Wir sprechen hier über ein Distanz-Thema. Wir mögen es nicht wenn uns Fremde einfach so berühren. Je nach Beziehung begrüssen wir die Leute ja unterschiedlich. Gewisse küssen wir 3x auf die Backe, andere umarmen wir, wiederum anderen geben wir einen Kuss auf den Mund, anderen geben wir nur die Hand. So ist es auch mit dem DU bzw. SIE. Leute die wir gut kennen, duzen wir in der Regel. Leute die wir nicht oder fast nicht kennen werden eher gesiezt.
    5 2 Melden
  • Ohniznachtisbett 23.08.2016 09:05
    Highlight Offensichtlich ist Sommerloch. Jetzt gehts noch soweit, dass ihr Schreiberlinge einander abschreibt. Der fast gleiche Artikel, mit den gleichen Totschlagargumenten findet sich ja auch auf Tillate (20min). Und nochmals: Nein, ich will nicht von Wildfremden geduzt werden. Nein, ich spreche nicht eine Verkäuferin an mit "Hoi, du wo sind scho wider Herredeos?". Es gibt keinen Grund das Sie mit Fremden abzuschaffen. Ich bin aber sehr wohl der Meinung, dass man sich bald einmal das DU anbieten sollte. Insbesondere unter Arbeitskollegen, mit dem Chef etc.
    4 2 Melden
  • Nausicaä 21.08.2016 12:59
    Highlight Und was man bei den Amis (und restlichen Angelsachsen) erwähnen muss, ihr du ist unserem nicht äquivalent. Ihr 'du' steht für 'du' und für 'Sie' zugleich. Das 'du' lässt es einfach offen, ob man 'you Lisa' oder 'you Ms. Simpson' meint...Natürlich auch eine Vereinfachung und ein offeneres System, aber eine Distanzform haben sie sehr wohl auch.
    16 2 Melden
    • lilie 23.08.2016 09:10
      Highlight Das kann ich nur bestätigen.

      Tatsächlich ist es im Englischen ziemlich kompliziert, weil es unendlich viele Abstufungen zwischen formellen, distanzierten Formulierungen und informellen, vertraulichen gibt.

      In den USA dürfte das weniger strikt gehandhabt werden, aber Engländer scheinen viel Wert darauf zu legen.

      Trotzdem: Wenigstens muss man sich über das Personalpronomen keine Gedanken machen!
      5 0 Melden
    • Shin Kami 23.08.2016 09:17
      Highlight Es gab einst auch ein "du" und ein "sie" im englischen aber die zweite Form wird nicht verwendet üblicherweise.
      1 0 Melden
  • Nausicaä 21.08.2016 12:55
    Highlight Ich habe grundsätzlich nichts gegen Du für alle, aber dann an allen Orten, überall. Weil sonst machts ja auch nichts einfacher, sondern noch komplizierter, nicht? Wie lief das in Schweden, hatten die auch ähnliche Varianten wie wir und dann wurde das 'DU' staatlich verordnet?
    2 1 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 21.08.2016 12:20
    Highlight Bei jedem Geschäft das mich mit Du anspricht, laufe ich sofort wieder raus, da habe ich eine Null-Toleranz-Grenze!
    Das Sie zeigt den Respekt gegenüber einen anderen Person.
    Gesellschaftliche Formen und Normen müssen gelernt und angewendet werden, dann entsteht auch keine unangenehme Situation, wer das nicht verstanden hat ist aus meiner Sicht einfach nur respektlos.
    20 16 Melden
    • alessandro 21.08.2016 16:10
      Highlight Oder vielleicht noch etwas sachlicher: du hängst den Respekt, den ich dir gegenüber aufbringe, einzig am Punkt auf, ob ein du oder ein sie kommt. Aber was ist mit dem abschätzigen Blick, der abweisenden Körpersprache?
      "Du" beschreibt für mich ein Kontakt auf Augenhöhe. Das ist für mich eigentlich im normalen Leben immer der Fall, Unterwerfungen sind heutzutage glücklicherweise seltener geworden.
      16 9 Melden
  • Homes8 20.08.2016 12:32
    Highlight Wenn einer in meinem Geschäft ungefragt mit "Du" kommt werde ich sehr kritisch.
    20 18 Melden
    • Homes8 20.08.2016 13:38
      Highlight und das aus Erfahrung
      15 6 Melden
  • Turi 20.08.2016 11:17
    Highlight Für bildungsferne Prolls sicher eine Hilfe, diese Vereinfachung der Sprache. Und für Politiker und Journalisten gewisser Couleur ein Mittel zur Umerziehung der Gesellschaft (davon träumen ja noch einige, man sehe nur diese Amerika-Lobhudelei im Artikel).

    Ich selbst finde es sprachlich schön, jemanden mit Sie anzusprechen, und dabei auch etwas Respekt zu zeigen. Und selbst wählen zu können, wann ich vom Sie zum Du wechseln will. Diese Wahl soll mir jetzt von irgendwelchen Gschäftlimachern und Ideologen genommen werden?
    40 14 Melden
    • alessandro 21.08.2016 16:02
      Highlight Ich finde es toll, Leute zu siezen und ihnen so das Gefühl zu geben ich würde sie respektieren.
      8 11 Melden
  • Pasch 20.08.2016 00:36
    Highlight .
    11 3 Melden
  • Phipsli 19.08.2016 23:16
    Highlight Das Siezen mit Respekt zu verbinden finde ich grundlegend falsch. Dies würde ja bedeuten, dass ich alle Menschen welche mir am nächsten stehen, welche ich natürlich duze weniger respektiere. Es ist auch nicht so, dass diese Distanzbarriere mit dem Du anbieten dann sofort weg ist, ein bisschen weniger Verkrampftheit würde der Schweiz schon gut tun...
    38 14 Melden
    • Ohniznachtisbett 23.08.2016 09:09
      Highlight Es hat nicht primär mit Respekt zu tun. Es hat mit Distanz zu tun. Genauso, wie ich gute Freunde bei der Begrüssung umarme, hingegen flüchtig bekannte nur die Hand gebe, so Duze ich mir bekannte Leute, unbekannte werden gesiezt. Und ganz ehrlich, so verkrampft sind wir in der Schweiz nicht. Kaum einer besteht noch auf das Sie, sobald man sich etwas kennt. z.B. Chefs etc. Sogar mit Kunden sind wir ja häuft Duzis. Deutschland hat da ein ganz anderes Verständnis. Da arbeite gleichgestellte teilweise 20 Jahre Tisch an Tisch und sind per SIE.
      2 0 Melden
  • Lumok 19.08.2016 23:14
    Highlight Vielen Dank dafür, dass dieses Thema hier angesprochen wird.
    In dem Kommentaren sind viele Auseinandersetzungen zu lesen, bei denen Leute darüber diskutieren, wie höflich, unhöflich, vertretbar oder akzeptabel das Duzen und Siezen ist.
    Auch wenn ich persönlich denke, dass das Duzen die bessere Lösung ist, finde ich es erschreckend wie stark Menschen auf Traditionen beharren und viel mehr, wie stark sich diese vor Veränderung fürchten. Diese Welt und Gesellschaft ist kurzlebig, wandelt sich also sehr schnell. Hier an alten Traditionen fest zu halten ist kontraproduktiv für die Entwicklung.
    27 25 Melden
    • Hierundjetzt 20.08.2016 09:22
      Highlight Gegenrede: dann duzen Sie doch mal während des Bewerbungsgespräches Ihren neuen Chef. Oder einfach mal den CEO Ihrer Firma.

      Aha, nicht? Jaaaaa warum den? 😉
      22 17 Melden
    • Tomlate 20.08.2016 10:53
      Highlight Wir duzen unseren CEO 😉
      21 1 Melden
    • Lumok 20.08.2016 12:09
      Highlight Ich glaube meine Aussage wurde falsch verstanden. Momentan ist es leider noch nicht angebracht, Leute die man nicht kennt, insbesondere Geschäftspartner und Vorgesetzte zu Duzen. Ich persönlich würde sowas auch nicht tun. Ich habe lediglich gesagt, dass ich das Duzen befürworte und ich bin mir sicher, einige Chefs wären gleicher Meinung. Ich wollte aber eigentlich darauf hinaus, wie schlimm ich es finde, dass Leute, egal in welchem Kontext Veränderungen und somit auch Entwicklung strikt ablehnen, meist sogar ohne Argument und Grund.
      13 3 Melden
    • Lumok 20.08.2016 12:20
      Highlight Aber warum ich meinen neuen Chef oder CEO nicht duze und warum wir uns alle nicht einfach duzen ist eigentlich eine gute Frage und ich finde genau darüber sollte man diskutieren. Die Art wie auf meine Aussage/Meinung geantwortet wurde erscheint mir ganz am Rande übrigens eher "Argumentlos".
      5 3 Melden
    • Hierundjetzt 20.08.2016 13:26
      Highlight Merci für die Präzisierung Lumok
      1 1 Melden
  • Toerpe Zwerg 19.08.2016 22:08
    Highlight Würde ich als Verlust von Differenzierung sowohl in der Sprache wie in sozialen Beziehungen empfinden.
    106 42 Melden
    • Ingenieur 19.08.2016 23:29
      Highlight Kein Wunder, du bist gegen alles. :)
      11 27 Melden
    • Toerpe Zwerg 20.08.2016 08:43
      Highlight Vor allem gegen infame Unterstellungen ... ☺
      30 3 Melden
  • politico 19.08.2016 21:48
    Highlight Dass das angelsächsische "you Peter" im Geschäftsalltag eher dem von Herrn Burch als lächerlich bezeichnetem "Sie Peter" als dem Duzen entspricht, wurde schon hinlänglich erklärt. Wenn ich aber eine E-Mail von Unternehmen oder Behörden erhalte, die mit "Guten Tag" oder gar "Hallo" eingeleitet wird, finde ich das sprachlich schlicht plump und stillos. Und wenn Herr Burch ebensolches tut, getraut er sich ja ganz offensichtlich nicht, konsequent zu Duzen, sondern sucht einen kruden Mittelweg zwischen der Siezen-Distanz und der Duzen-Vertrautheit...
    59 14 Melden
  • kleiner_Schurke 19.08.2016 21:26
    Highlight Mein Erfahrung in den USA war, dass die Leute einem relative selten den wirkliche Namen sagen. Da sagte mir einer er heisse Daniel, sein wirklicher Name war aber Gedeon, eine andrer nannte sich John, heisst aber Willy. Es kann also gut sein das passieren, das man in den USA auf Du ist mit Jemanden dessen Namen man im Zweifelsfalle überhaupt nicht kennt. Sucht man diese Person dann - Fehlanzeige da unbekannt. Da erscheint mir die “altmodische Art“ den Vor und Nachnamen und du uns sie doch wesentlich praktischer.
    35 10 Melden
  • Hans Jürg 19.08.2016 21:23
    Highlight Ich bin einer derjenigen, die sich respektlos behandelt fühlen, wenn sie von jedem einfach geduzt werden. Siezen gehört auch heute zum Anstand und das Du angeboten zu bekommem ist eine Ehre.

    Nennt mich meinetwegen altmodisch. Aber dann bitte: "Sie sind altmodisch"
    108 49 Melden
    • Starfox 19.08.2016 21:41
      Highlight Sie sind nicht altmodisch, Hr. Jürg. Ich sehe das auch so :-)
      70 34 Melden
    • alessandro 20.08.2016 10:13
      Highlight Das ist ja genau das problem der diskussion, die gefühlslage gegenüber dem siezen ist subjektiv. Wenn das für dich respekt bedeutet, dann kann ich dir das nicht nehmen. Auch wenn es für mich nicht der fall ist.
      Von daher ist die ganze diskussion müssig. Ein chef kann definitiv mehr probleme haben, wenn für die angestellten ein duzen ein wegfallen der respekt-komponente bedeutet. Und das ist - wer hätte es gedacht - wieder rein subjektiv.
      3 3 Melden
    • ThePower 20.08.2016 14:29
      Highlight Also laut Watson-Kommentarregeln gilt hier das "du". Daran musst du dich hier gewöhnen. Auf anderen Portalen ist es anders. Bei blick.ch z.b siezen sich die Kommentierenden. Das wars dann dort aber meistens auch, was Höflichkeit, Anstand und Respekt betrifft😄
      16 4 Melden
    • Hans Jürg 20.08.2016 15:43
      Highlight In Foren ist das Du die Regel.
      Aber im realen Leben das Sie. Dort bin ich nur mit Leuten per Du, mit denen ich Duzis gemacht habe.
      12 4 Melden
  • Stratford-upon-Avon 19.08.2016 20:57
    Highlight Da du (thou) aus dem Englischen fast verschwunden ist, wird auf Englisch gesiezt. Die "amerikanische" Form 'Where are you Peter?" entspricht dem Hamburger Sie "Wo sind Sie Peter?".
    46 11 Melden
  • ZweiAvocadi 19.08.2016 20:07
    Highlight Unnötige Diskussion
    Wir sind Schweizer und ändern nichts
    #teamvalor
    38 11 Melden
  • Matrixx 19.08.2016 19:55
    Highlight Ich bin auch ein Ritter des Dus. Ich kann mit dem "Sie" nicht umgehen. In Mails achte ich sogar darauf, passive Sätze zu schreiben, die auf keine Form bezogen sind.
    36 46 Melden
    • ArcticFox 19.08.2016 21:50
      Highlight etwas durchsetzen ohne dazu zu stehen. sehr progressiv, momoll...
      23 14 Melden
    • Matrixx 19.08.2016 22:00
      Highlight Doch, ich steh dazu, keine "Sie"-Sätze zu schreiben und ziehs durch. Das ist eine Kunst. Versuch mal ein Mail zu schreiben ohne Personalpronomen...
      21 24 Melden
    • SemperFi 19.08.2016 22:45
      Highlight Und wozu soll das gut sein? Genau deshalb gibt es ja Personalpronomen😄
      35 7 Melden
  • Ton 19.08.2016 19:34
    Highlight Danke für die netten Wirte für die Amerikaner. Ich habe einige Jahre in den USA und Kanada gelebt und insbesondere in den USA kommt man schnell ins Gespräch. Dass dies zu Beginn oberflächlich ist, ist klar - es ist ja auch Smalltalk. Aber ab und an ergibt sich daraus eine Freundschaft, oder man erhält Hilfe für was auch immer. In der Schweiz ist man halt zu verklemmt, um überhaupt grundlos ins Gespräch zu kommen und man verteidigt sich mit «die sind halt nur oberflächlich».

    Als ich zurück in die Schweiz zog hatte ich dann mehrere Monate Mühe mit der Höflichkeitsform, vorallem am Telefon! :D
    31 9 Melden
    • Anam.Cara 19.08.2016 21:28
      Highlight @Ton: ich finde es schön und gönne Dir, dass Du die US-Amerikaner als tiefgründiger erlebt hast. Meine Erfahrungen waren anders, aber ich war auch nie länger am selben Ort. Ein Beispiel: du diskutierst einen Abend lang in einem Restaurant sehr angeregt mit dem Besitzer und einem anderen Gast. 8 Std später gehst Du zum Frühstück in das selbe Restaurant und der Besitzer reagiert sehr irritiert auf Deine eher persönliche Begrüssung (so in der Art: "who the fuck are you?").
      Ich habe das bisher der Pionier-Kultur zugeschrieben. Man lebt dadurch vielleicht mehr im Moment...
      16 3 Melden
    • Ton 19.08.2016 22:24
      Highlight So sind eben die Erfahrungen aller Menschen verschieden. :-)

      Ich glaube eben diese Pionierkultur führt zu spontaner Hilfsbereitschaft. Beispiel: In der Schweiz liegt dein Auto ab, dutzende, ja hunderte fahren vorbei ohne zu halten. Jeder weiss ja, dass deine Versicherung und TCS für dich da sind. Umgekehrt in Amerika, da hält bald jemand an und holt gleich noch einen Anhänger um dein Auto aufzuladen, auch wenns ein paar Stunden pro Fahrt sind.

      Oder: Einen meiner Jobs hatte ich auch dem amerikanischen Smalltalk zu verdanken!

      Aber eben, Erfahrungen sind verschieden!
      13 3 Melden
  • Erasmus von Ottendamm 19.08.2016 19:30
    Highlight Habe das Sie/du-Problem auch immer etwas verwirrend gefunden.

    Als ich Lehrling war, war es die Regel alle zu Siezen. Manchmal wurde ich im fragenden Ton 'zurückgesiezt', im ersten Jahr wurde mir von jmd. das du angeboten. Das wurde aber ein halbes Jahr später aber wieder revidiert.

    Und obwohl ich immer fand, dass die älteren Leute die gemäss Knigge bestimmen dürfen, (etwas) mehr Macht haben über den entstehenden Kontakt, möchte ich das Sie in gewissen Situationen nicht vermissen.
    32 2 Melden
    • Mia_san_mia 19.08.2016 22:57
      Highlight Also das "Du" revidieren verstehe ich gar nicht... Wenn man soweit ist, dann bleibt es auch so! Das ist ja extrem komisch, wenn man sich daran gewöhnt "Du" zu sagen und danch die Person plötzlich wieder siezen soll 😳
      23 2 Melden
  • Smiley99 19.08.2016 19:27
    Highlight Ich finde die Mitarbeiter unter sich sollten sich schon duzen aber zu den Kunden finde ich soll man schon Respekt signalisieren mit dem Sie. Junge Kunden soll man je nach eigenem Gefühl duzen oder siezen.
    50 5 Melden
  • Nils Rohner 19.08.2016 19:18
    Highlight Ich finde die Idee mit dem du sehr cool
    Bih auch kein Sie fan
    21 23 Melden
  • Berner in Zürich 19.08.2016 19:12
    Highlight «Chefs, die ihre Autorität nur mit Hilfe des Sies durchsetzen können, haben ein charakterliches Problem.»

    Im seiner Firma/Unternehmen möchte ich nicht arbeiten.

    Ich denke es liegt wohl mehr an deiner Sozialkompetenz mit Sie und Du nicht umgehen zu können.

    Viele vergessen bei der DU Form schnell Höflichkeit. Kein Praktikant mit 22j Ich 50j. hat mir das Leben und Geschäft zu erklären, ich höre mir seine Ideen an aber nicht in besserwisser Form!

    Naja. ... wenn er dann mal CEO wird bin ich zumglück schon Tod.
    18 57 Melden
    • DrPop 19.08.2016 19:50
      Highlight Was? Weiss nicht genau was DU sagen wolltest, aber nur weil man jemanden duzt heisst das doch nicht, dass man herablassend ist. Ich duze meine Mutter auch und benehme mich nicht herablassend oder respektlos oder? Und das mit dem "Respekt" kann ich als Argument für das siezen auch nicht hinnehmen. Genau die Menschen, die ich am meisten respektiere (Eltern, Dozenten etc.) duze ich.
      35 7 Melden
    • Walter Sahli 19.08.2016 21:09
      Highlight "Viele vergessen bei der DU Form schnell Höflichkeit. Kein Praktikant mit 22j Ich 50j. hat mir das Leben und Geschäft zu erklären, ich höre mir seine Ideen an aber nicht in besserwisser Form!" Yup, das Gefühl für die Distanz geht beim Du einfacher verloren und somit auch das Gefühl für wer-wer-ist. Die Sie-Form hilft den Praktikanten/Aushilfen, nicht zu vergessen, dass sie die Praktikanten/Aushilfen sind und somit muss der Chef weniger oft (widerwillig!) zur Peitsche greifen. Ein Dozent und ein Chef, der sein eigenes Geld in der Firma hat, sind übrigens nicht miteinander zu vergleichen.
      5 12 Melden
    • Anam.Cara 19.08.2016 21:31
      Highlight Man kann übrigens aus im Sie eine gepflegte, vertrauliche und persönliche Diskussion führen. Das hat manchmal sogar einen besonderen Reiz.

      Respekt und höfliches Verhalten haben nach meiner Erfahrung überhaupt nichts mit dem Du oder Sie zu tun.
      Sondern mit Respekt und Höflichkeit.
      12 0 Melden
  • caschthi 19.08.2016 19:10
    Highlight Wir bei der Arbeit (85'000 Mitarbeiter) Duzen uns. Alle.
    30 10 Melden
    • Berner in Zürich 19.08.2016 19:22
      Highlight Aber mit Respekt, oder?
      Welches bei vielen schnell verloren geht, leider.
      11 17 Melden
    • Berner in Zürich 19.08.2016 20:09
      Highlight Meinte das nicht persönlich eher als selbstverständliche Frage. Entlastung wenn es falsch verstanden wurde!!!!

      Ich habe die Erfahrung gemacht dass plötzlich Leute kommen und dir auf die Schulter klopfen oder ähnlich nur weil ich mit nem bekannten von dem Typen an der Büro-Insel arbeite und so mein Namen kennt. Würde bei "per Sie" nicht vorkommen. Würde das auch mit 18 nicht schätzen.
      16 8 Melden
    • Anam.Cara 19.08.2016 21:33
      Highlight @Berner in Zürich: das sagt aber einiges über die Schulterklopfer aus.
      Ja es gibt respektlose und unhöfliche Menschen. Aber die sind das im Schnitt auch während des Siezens.
      9 0 Melden
  • Kengru 19.08.2016 18:59
    Highlight Wenn man mich duzt fühl ich mich immer willkommen, das macht mein gegenüber sympathisch :D
    36 16 Melden
    • Anam.Cara 19.08.2016 21:36
      Highlight @Kengru:
      Tschau Kengru, wie geht's Dir? Schön, Dich zu sehen. Freut mich, dass wir uns wieder mal treffen.

      Oh, guten Tag Herr Kengru. Es ist schön Sie zu sehen. Ich freue mich sehr, dass wir uns wieder mal treffen. Wie geht es Ihnen?

      Fühlst Du Dich beim zweiten wirklich weniger willkommen?
      18 7 Melden
    • Kengru 21.08.2016 23:10
      Highlight @anam.cara
      Hallo freut mich das du mich vermisst hast :)
      Klar sind beide beispiele höfflich aber, beim du'zen gehts mir hauptsächlich darum wie man sich ausdrückt. Wenn ich mit "hei alte was lauft man, bisch hüt au am bhf am chille" angesprochen werde frage ich mich auch was der geraucht hat. Aufjedenfall, darf man jemanden darauf aufmerksam machen, so lieb zu sein und sich sie'zen lassen. Jede hat seine rechte und bedürfnisse. Sorry für die sspäte antwort <3
      1 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 19.08.2016 18:53
    Highlight Einige der hier vorgebrachten Argumente sind hanebüchen.

    Der Chef, der sich siezen lässt, hat ein charakterliches Problem? Woher bitteschön nimmt der Autor die Arroganz, dies zu behaupten. Ich behaupte: Er kann dies unter gar keinen Umständen wissen.

    Das ist ungefähr das Gleiche, wie wenn ich behaupten würde, jemand, der sich wegen des Du und des Sie verunsichern liesse, sei generell eine unsichere Persönlichkeit. Auch dies wäre eine Anmassung.

    Ob Du oder Sie ist mir nicht so wichtig. Aber ich hasse es, wenn Journalisten Dinge, die sie nicht wissen können, als Argumente vorbringen.
    52 32 Melden
    • Nils Rohner 19.08.2016 19:17
      Highlight Er hatt gesagt Chefs die sich ihre Autorität nur mit dem Sie durchsetzten können sind Arrogant
      Bitte nicht die sätze neu Formen
      31 15 Melden
    • MM 19.08.2016 19:30
      Highlight Nun, du verdrehst hier ein Zitat. Es ging nicht um einen Chef, der sich siezen lässt. Das ist an sich ok.

      Wenn er aber das Gefühl hat, damit Autorität durchsetzen zu können, hat er wirklich rin Problem. Das geht auch in Du-Form!
      16 8 Melden
    • Felix Burch 19.08.2016 20:10
      Highlight Nils Rohner und MM. Danke. Dem gibt es für mich nichts hinzuzufügen.
      24 14 Melden
  • ottonormalverbraucher 19.08.2016 18:21
    Highlight Abschaffen. Tut es!
    26 35 Melden
  • Alnothur 19.08.2016 18:14
    Highlight Sorry, wer sich "verschiedene Techniken aneignen muss", weil er solch eine Abneigung gegen das Siezen hat, sollte vielleicht mal zum Psychologen, da könnte mehr dahinter stecken...
    63 31 Melden
    • Felix Burch 19.08.2016 20:08
      Highlight Danke, für deinen lustigen Input.
      16 24 Melden
    • The Firefighter 20.08.2016 08:29
      Highlight @Burch
      Und was soll daran lustig sein?
      8 1 Melden
  • EvilBetty 19.08.2016 18:13
    Highlight «Meldet sich die Restaurantbedienung bei der telefonischen Tischreservation mit Sonja und reserviert mir einen Tisch auf Felix, ist das Verhältnis bereits beim Eintreten ins Lokal ein entspannteres»

    Vor allem dann wenn zwei Felixes einen Tisch reserviert haben... oder wird dann doch plötzlich nach dem Nachname bei der Reservation gefragt und SIE fühlen sich dann total unwohl?
    33 18 Melden
  • Kstyle 19.08.2016 18:05
    Highlight Ich bin auch eher der DU typ. Habe das auch schon mit meinem Vater diskutiert er sagte nur: Du Arschloch ist einem schneller über die Lippen gekrochen als Sie Arschloch. In dem fall hat er recht.
    37 10 Melden
    • Pointer 19.08.2016 19:25
      Highlight Die Sie-Form von "Du Arschloch" ist ja auch "Sie After". Wer Arschloch als Beleidung nutzt, hat aber wohl eher ein anderes Problem.
      22 6 Melden
  • Stellklaus 19.08.2016 17:59
    Highlight Ich finde das 'Sie' sehr angenehm, obwohl ich noch eher zu der jüngeren Generation gehöre. Die Vorstellung von einem 18 jährigen gelangweilten Stift mit Du angemault zu werden, ist nicht sehr erquickend, genau so umgekehrt eine 60 jährige Filialleiterin mit du anzusprechen wäre seltsam.

    Coop sollte mal lieber dafür sorgen, dass ihre Angestellten im Bau+Hobby beim Beantworten von Fragen nicht ein Gesicht machen, als hätte man sie bei etwas ungemein Wichtigem gestört.
    62 12 Melden
  • Hayek1902 19.08.2016 17:49
    Highlight Wenn ich mit gleichaltrigen rede, finde ich ein "Sie" komisch. Wenn mich Kinder mit "Sie" anreden, komm ich mir auch komisch vor (kann die aber verstehen, schliesslich ist 26 uralt ;)). Bei einem Verkäufer oder einer Verkäuferin fände ich es komisch, wenn er oder sie mich mit Sie anspricht, wenn wir etwa gleich alt sind und wir uns in einem Laden für irgendwelche Freizeitware befinden, bei dem Beratung relevant ist (z.b. Sportgeschäft). In einem Uhrenladen oder einer Bank hätte ich aber bei einem "Du" einen sehr unprofessionellen Eindruck. Bei allem anderen lieber "Sie".
    48 7 Melden
    • Matthias Studer 19.08.2016 20:43
      Highlight Wieso, man kommt als Kunde in die Bank und wird mit Vornamen begrüsst, gibt mir ein Gefühl von willkommen zu sein. Ich bin der Mensch und nicht der Geldgeber. Es gibt einem die Illusion, ich bin wichtig und nicht mein Geld.
      11 12 Melden
    • Anam.Cara 19.08.2016 21:46
      Highlight @Matthias Studer: das verstehe ich jetzt nicht ganz. Wenn ich in meiner Bank mit "Guten Tag Herr Name" angesprochen werden, gibt mir das doch das selbe Gefühl der Wichtigkeit. Da werde ich auch als Mensch wahrgenommen. Einfach mit dem Familien- statt mit dem Vornamen.
      9 2 Melden
    • Matthias Studer 19.08.2016 22:16
      Highlight @Anam.Cara. Wichtig bin ich nie. Ich habe auch nie das Gefühl, dass ich wichtig sein muss. Auch weiß ich, für eine Bank bin ich nie wichtig. Wichtig ist zu oft trug und Menschen, die sich für wichtig halten, sind in der Regel keine 5 Rappen Wert.
      Aber willkommen zu sein, eigentlich egal wo, ist ein schönes Gefühl. Ob das in einer Strassensuppe, Familienfest, Restaurant oder eben einer Bank ist, spielt keine Rolle.
      8 1 Melden
  • Luca Brasi 19.08.2016 17:44
    Highlight Liegt es vielleicht daran, dass Herr Burch zu lange in Japan gelebt hat? ;)
    Lockerheit hat doch nichts mit der Anrede zu tun. Das ist einfach ein Persönlichkeitsmerkmal. In Italien gibt es anstatt das Sie das Lei und in spanischsprachigen Ländern das Usted (Kurzform für vuestra merced "Euer Gnaden"). Sind Italiener und Spanier deswegen verkrampft oder weniger humorvoll? Nein. Muss irgendwer zum Psychologen wegen dem Sie/Du-"Problem"? Ich denke nicht. :D
    Wieso viele junge Leute das Sie so dermassen verachten, verstehe ich nicht. Vielleicht einfach keinen Bock eine andere Konjugation anzuwenden?
    44 7 Melden
    • Ton 19.08.2016 19:41
      Highlight Das Lei in Italien wird aber selten benutzt, definitiv nicht analog zur Schweiz.
      8 2 Melden
    • Luca Brasi 19.08.2016 21:12
      Highlight Also mit älteren Respektspersonen wird es durchaus benutzt. Ich sage ja nicht, dass man gar nichts verändern soll, aber die klare Ansage des Artikels das Sie ganz abzuschaffen, finde ich etwas hart. Ich verstehe einfach nicht, warum das Sie ein solches Problem sein soll. Wenn man jemanden nicht gut kennt, dann halt Sie. Wenn beide Parteien es nicht mögen, dann kann man ja zum Du wechseln. Tut ein Sie so dermassen seelisch weh? Ich glaube nicht, dass die Anrede entscheidend ist, sondern die Mentalität.
      12 2 Melden
  • Filipposchubser 19.08.2016 17:43
    Highlight Sag mal, gehen euch die Themen aus?
    46 19 Melden
    • Felix Burch 19.08.2016 20:15
      Highlight Diesen Kommentar lese ich nicht das erste Mal. Irgendwie langsam langweilig.
      17 24 Melden
    • Filipposchubser 19.08.2016 20:28
      Highlight Hast Recht, also zur Sache: Falls das Du mit Anstand und der gehörigen Freundlichkeit verwendet wird, ist es mir angenehm. Falls das Du mit Schnodrigkeit und schlechten Manieren begleitet wird, ist es mir unangenehm.
      17 2 Melden
    • Felix Burch 19.08.2016 22:19
      Highlight Da sind wir einer Meinung.
      5 3 Melden
    • Charlie7 19.08.2016 22:55
      Highlight Das Thema wird doch ziemlich intensiv diskutiert. So schlecht scheint mir dieses also nicht gewählt.
      Klar gibt es immer weltbewegendere Sachen...
      5 2 Melden
  • Andi Amo 19.08.2016 17:40
    Highlight Na, da wird einfach komplett ausgeblendet, dass die Amerikaner aber gleichzeitig noch die 'Sir' Ansprache gegenüber Autoritätspersonen kennen. In gewissen Fällen finde ich es unabdingbar, wenn man weiterhin eine 'Sie'-Form beibehält. Beispielsweise gegenüber Polizisten, dort ist zum Teil durchaus eine gewisse Distanz angebracht. Wir leben in einer Zeit, in der allgemein der gesunde Respekt voreinander immer mehr verloren geht. Überall das Duzis einzuführen, würde dies noch fördern. Obwohl es sich vlt. verlockend anhört - es ist nicht wirklich zu Ende gedacht.
    50 12 Melden
    • Chaose 19.08.2016 18:01
      Highlight In Schweden dutzt man auch Polizisten. Zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig, aber es klappt
      21 7 Melden
    • E7#9 19.08.2016 21:34
      Highlight Werden in schwedischen Volksschulen Lehrer von den Schülern auch geduzt?
      2 1 Melden
    • Chaose 21.08.2016 20:10
      Highlight @E7#9: Självklart ;-) Ja!
      1 0 Melden
  • JoJodeli 19.08.2016 17:33
    Highlight Ich denke es sollte generell nicht nur das Sie oder Du geben. Ich finde es wichtig dass man, vor allem jüngere Menschen, verstehen was mit der Bedeutung einhergeht: Wen siezt man wann? Wann ist ein Sie aufgrund von Höflichkeit oder Respekt angebracht?
    Und ebenso ist das Sie wichtig wenn man eine gewisse Distanz wahren möchte. Für mich als Frau zB ein wichtiges Instrument in einer männer dominierten Geschäftswelt.



    26 7 Melden
  • ThePower 19.08.2016 17:31
    Highlight Ist mir egal, ich entscheide das situativ ob du oder sie. Von mir aus könnten wir aber das Siezen abschaffen.
    18 14 Melden
  • Madison Pierce 19.08.2016 17:24
    Highlight Ich habe gerne eine Unterscheidung zwischen x-beliebigen, zufälligen Kontakten und solchen mit Leuten, die ich mehrmals treffe.

    Wenn ich jemanden zum zweiten oder dritten Mal treffe, wechsle ich gerne aufs Du. Auch mit den meisten Kunden bin ich per Du (da kam es aber natürlich von ihnen aus). Den Lehrlingen habe ich immer am ersten Tag das Du angeboten, was mir mal eine Rüge vom obersten Lehrlingsverantwortlichen eingebracht hat.

    Traurig ist, wenn der Seniorchef langjährige Mitarbeiter duzt, weil sie schon in der Firma gelernt haben. Umgekehrt natürlich "Sie".
    17 2 Melden
  • Yes. 19.08.2016 17:23
    Highlight In England gibt es auch nur "you" und dort sind sie Menschen nicht offener oder kontaktfreudiger als sonst in Europa.
    24 2 Melden
    • MaxM 19.08.2016 21:35
      Highlight "You" ist aber eigentlich ursprünglich eine Sie-Form. Dies im Gegensatz zur (fast) ausgestorbenen Thou-Form.
      10 1 Melden
  • filmorakel 19.08.2016 17:13
    Highlight Recht haben Sie, Herr Burch! 😉
    20 41 Melden
  • E7#9 19.08.2016 17:06
    Highlight Das amerikanische "you" ist nicht per se ein "du". Ob Höflichkeitsform oder nicht zeigt sich erst bei der Nennung des Namens. You, Mr. Obama oder you, Barack. Das neutrale "you" ist halt schon sehr praktisch.

    3.5 Zeilen für die Sie-Verfechter und den Rest des Artikels für die Du-Verfechter ist aber recht einseitig beleuchtet. Man könnte es ja auch erwähnen, dass das 'du' heute einfach auch keinen Wert mehr hat. Früher hiess das noch etwas, wenn man mit jemandem per du war. Aber die Zeiten ändern sich, deshalb ist die Diskussion sicher berechtigt.
    71 2 Melden
    • MaxM 19.08.2016 21:36
      Highlight Naja, eigentlich bedeutet ja "you" nichts anderes als "Sie". Und "Thou" stand eben irgendwann für "du".
      3 1 Melden
  • bokl 19.08.2016 16:51
    Highlight Um das Beispiel aus dem Teaserbild aufzugreifen. Nach meiner Erfahrung nach werden da jegliche "Formen" weggelassen und die Frage lautet meist einfach: Supercard?
    43 4 Melden
  • Hierundjetzt 19.08.2016 16:49
    Highlight Der Vergleich zu den USA empfinde ich ein wenig gesucht. A) gibt es nur das "you" und B) werde ich sehr wohl in der Höflichkeitsform "Sir" angesprochen.

    Ein einfacher geschäftlicher Briefwechsel mit Amerika würde Dir, lieber Felix, dies sehr rasch offenbaren.
    76 7 Melden
    • Maett 19.08.2016 17:11
      Highlight @Hierundjetzt: "you" bedeutet sowieso "Sie" - das "du" nennt sich "thou" und wird halt einfach nicht mehr verwendet. Damit siezen Amerikaner ausschliesslich, das Missverständnis dass "you" duzen wär, kommt wohl aus dem Umstand, dass es sich dem "du" ähnlicher sieht, und Englisch durchaus auch deutsche Wurzeln hat.
      60 7 Melden
    • Stichling 19.08.2016 19:21
      Highlight Man kann nicht genug betonen, dass es im Englischen sehr wohl Höflichkeitsformen gibt. Nur schlagen sie sich nicht im Personalpronomen nieder.
      12 3 Melden
  • öhm,nickname? 19.08.2016 16:47
    Highlight etwas mehr "DU" bringt eus doch alle ein bisschen näher.
    deswegen: team DU 👍
    26 43 Melden
  • Walter Sahli 19.08.2016 16:45
    Highlight Ach Herr Burch...
    Ihr Argument, das Siezen würde das Leben verkomplizieren, werden Sie spätestens dann über Bord werfen, wenn Sie einem Kunden begegnen, den Sie nicht duzen wollen und sich schlicht und ernsthaft mit der Anrede desselben überfordert fühlen. Vielleicht haben Sie als Schreiberling keinen wirklichen Kundenkontakt und vielleicht sind Sie in Ihrem kurzen Leben bisher auch noch niemandem begegnet, den Sie nicht duzen wollen, aber glauben Sie mir, das kommt noch.
    Persönlich gefällt mir die Höflichkeitsform ausgesprochen gut und ich schätze auch die Distanz, die ein Sie schafft!
    99 34 Melden
  • Herr Schibli 19.08.2016 16:42
    Highlight Bin nicht der Meinung, die in diesem Artikel vertreten wird. Das Sie macht durchaus in vielen Fällen Sinn. Ich habe kein Problem mit dem Du, jedoch nur an Orten, an denen ich auch verkehre. Kenne ich jemanden nicht, spreche ich die Person immer mit Sie an, ausser sie wird mir mit Vornamen vorgestellt. Das Du senkt die Schwellen und kann durchaus in gewissen Situationen zu Gewalt führen.
    44 25 Melden
    • Lumok 19.08.2016 23:01
      Highlight "Das Du "kann" in "gewissen" Situationen zu Gewalt führen. "

      Das ist nun ein Bisschen weit her geholt nicht? (Verzichte hier bewusst auf das Duzen oder Siezen.)

      2 1 Melden
  • Marcellino Polentarutti 19.08.2016 16:36
    Highlight Ich kann den Gedankengang des Verfassers nachvollziehen. Jedoch habe ich mit der Argumentation, dass Schweden in dieser Sache ein Vorbild sei für die Schweiz, Mühe. Erstens, weil Schweden eine Monarchie ist (nicht wirklich ein vorbildliches, politisches System), und zweitens, weil ausgerechnet die Königsfamilie gesiezt werden soll. Was bedeutet das denn im Umkehrschluss für die Normalsterblichen? Eben...
    37 30 Melden
    • ottonormalverbraucher 19.08.2016 18:24
      Highlight Nonsense. Dass die Königsfamilie gesietzt wird ist unrelevant. 99.99% der Schweden werden somit niemals jemanden siezen müssen.
      18 6 Melden
  • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 19.08.2016 16:27
    Highlight Ich gehe grösstenteils mit deiner Meinung überein, Felix. Nur bei E-Mails an Kunden bzw. einfach während der Arbeit, sieze ich alle Kunden (gewisse Ausnahmen gibts), denn mein Arbeitgeber ist in dieser Hinsicht noch sehr altmodisch und ich muss sagen, dass bei geschäftlichem Kontakt das "Sie" irgendwie passt, jedenfalls aus meiner Sicht. Was ich hingegen nicht verstehe, dass ich mit vielen Mitarbeitern (vorallem aus anderen Sitzen) noch immer per Sie bin... das finde ich extrem befremdlich.
    Aber ich wäre auch dafür, dass das "du" viel öfter benutzt wird.
    22 13 Melden
    • Yelp 19.08.2016 17:38
      Highlight deswegen finde ich PostFinance super, wo man auf allen Ebenen per Du ist. Habe noch nie jemanden getroffen (auch betagtere Personen nicht), die das gestört hat. Somit weiss ich auch bei Mails an Mitarbeiter sofort dass ich hallo schreiben kann
      8 5 Melden

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