Schweiz

Bei UBS ersetzt die App die eigene Mobile-Payment-Lösung Paymit. Deren bisherige Nutzer wurden auf die neue App migriert. Bild: KEYSTONE

Handybezahl-App «UBS Twint» lanciert

21.04.17, 16:00

Lange mussten sie sich gedulden: Seit Freitag können UBS-Kundinnen und -Kunden ihre Rechnungen nun mit der neuen Handybezahl-App «UBS Twint» begleichen. Login-Probleme während zwei Stunden trübten den Auftakt leicht.

Nach Angaben von UBS-Sprecher Markus Germann kam es gegen Mittag während zweier Stunden zu Login-Schwierigkeiten. Die Probleme seien auf Grund einer Überlastung aufgetreten, hätten aber gelöst werden können, sagte Germann gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Die Zeitung «Blick» hatte zuvor auf ihrer Internetseite von Problemen mit der neuen App berichtet.

Zuerst gab es ein paar Probleme

Die Twint-App ist die Schweizer Antwort auf Apple Pay bei den sogenannten Mobile-Payment-Lösungen. Neben Bezahlungen bei Händlern, Automaten und Online-Shops bietet die App auch die Möglichkeit, Geldbeträge direkt an andere Personen zu überweisen (P2P).

UBS hat die App als eine der ersten Schweizer Banken übernommen. Danach sollen die ZKB Twint und die bankenunabhängige Twint App folgen. Bei UBS ersetzt die App die eigene Mobile-Payment-Lösung Paymit. Deren bisherige Nutzer wurden auf die neue App migriert.

Gemäss der Grossbank kann die App zur Zeit für Zahlungen an rund 25'000 Verkaufsstellen, 600 Poststellen, 1000 Online-Shops und 2500 Selecta-Automaten eingesetzt werden. In den nächsten Wochen und Monaten erwartet die UBS eine weitere Erhöhung der Einsatzmöglichkeiten.

Wer die UBS-Paymit App auf dem Handy hat, wird gebeten, die neue Version zu installieren.

Holpriger Start

Der Start der Twint-App hatte sich mehrmals verzögert. Ursprünglich hätte sie bereits im Januar aufgeschaltet werden sollen, dann hatten die Verantwortlichen einen Start im April angepeilt. Twint hatte nach eigenen Angaben eigentlich mit dem Zusammenführen von fünf bis zehn Banken gerechnet, dann wurden es über 30 Banken und zahlreiche Händler - darunter Coop, Migros, Denner, Landi, Lidl oder die Onlinehändler galaxus.ch und digitec.ch.

Der Nachteil der Twint-App ist, dass Apple der Konkurrenz auf dem iPhone den Zugang über den Kurzfunktechnologie NFC blockiert, die die schnellste und einfachste Technologie zum kontaktlosen Bezahlen ist.

Die NFC-Schnittstelle beansprucht Apple exklusiv für den eigenen Handybezahldienst Apple Pay, der in der Schweiz im vergangenen Juli gestartet ist. Twint muss deshalb auf das Einlesen von QR-Codes oder die Bluetooth-Übertragungstechnik ausweichen. Das verlängert den Bezahlvorgang deutlich. (sda)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Alpöhy 21.04.2017 18:43
    Highlight Nur Bares ist Wahres.
    4 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.04.2017 19:55
      Highlight Genau. Und alle folgen wie die Lämige in den Abgrund.
      2 3 Melden
    • E. Edward Grey 21.04.2017 23:55
      Highlight Lemming heisst die Bonsai-Meersau.
      3 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.04.2017 08:24
      Highlight Stimmt. Habe mich verschrieben....Lemminge heisst das Tier...
      1 0 Melden
    • E. Edward Grey 22.04.2017 10:51
      Highlight Und die Geschichte mit dem Massen-Suizid ist mittlerweile wissenschaftlich widerlegt. Die machen das gar nicht.
      0 0 Melden
  • My Senf 21.04.2017 18:37
    Highlight Nun soviel ich weiss blockiert Microsoft ihr NFC nicht! Auch android Handys nicht oder? Soll doch six alle kartentrrminals für iPhone's blockieren. Das wäre mal Wettbewerb!
    1 0 Melden
  • p4trick 21.04.2017 17:49
    Highlight Warum machen die das so kompliziert und ermöglichen nicht einfach die Verbindung einer Mastercard?
    Gibt es mit Twint auch die Möglichkeit jemanden anderem Geld zu senden wie das bei Paymit möglich war?
    Und wieso verwenden die nicht die NFC Funktion bei Android
    0 0 Melden
  • Li La Launebär 21.04.2017 17:17
    Highlight Das ist einfach Kindergartenzeugs, was Apple und die CH Banken hier bieten! Der eine gibt seine Kreditkarten nicht für ApplePay frei und der andere blockiert dafür NFC als Antwort... super, moll, echt Kundenfreundlich! 👏🏻
    7 2 Melden
    • bancswiss 22.04.2017 10:50
      Highlight Nein stimmt so nicht ganz. Apple gibt NFC generell nicht frei für jegliche Apps weltweit egal ob die zum mobilen Zahlen sind oder sonst was. Bei Android ist es seit Jahren frei zugänglich und war nicht blockiert.
      Damit eine Schweizer Bank mit Apple Pay funktioniert müssen die Banken Apple für jeden Transaktion Gebühren bezahlen. Das ist ja auch der einzige Grund wieso die Schnittstelle nicht offen ist. Zudem muss es einen Vertrag geben zwischen den beiden etc.

      Möchtest Du mehr bezahlen für jede Transaktion damit Apple auch nochmals mehr verdienen kann? Wohl kaum, oder?
      2 0 Melden
  • norsk 21.04.2017 17:07
    Highlight Ich weiss nicht wo ihr das her habt, aber ZKB Twint gibt es schon seit dem 7.4. und war somit noch vor UBS Twint.
    Hier die offizielle Ankündigung auf twint.ch:
    https://www.twint.ch/jetzt-verfuegbar-zkb-twint/
    5 0 Melden
  • cinquecento 21.04.2017 16:31
    Highlight ZKB Twint läuft schon seit zwei Wochen. Funktioniert bestens.
    4 0 Melden
  • offspring 21.04.2017 16:18
    Highlight Die UBS sollte besser endlich ihre Kreditkarten auch für Apple Pay freigeben... Lasst mich als Kunde doch entscheiden, ob ich Twint oder Apple Pay nutzen will...
    4 4 Melden
    • patnus 22.04.2017 10:37
      Highlight Absolut richtig! Diese Bevormundung nervt!
      0 2 Melden
    • bancswiss 22.04.2017 10:57
      Highlight Ich kann da die Banken für einmal verstehen in ihrem Vorgehen. Mein Vorschlag wäre:
      Für alle Apple User die zusätzlichen Transaktionsgebühren von Apple 1:1 weitergeben.
      Für alle Android Nutzer die Gebühren wie gewohnt halten (oder senken, mir auch recht).

      Dann kann jeder Apple User entscheiden ob das iPhone das Wert ist und wenn nicht umsteigen. Das wäre ja für die Konsumenten am fairsten.

      Alternative: Alle Apple Kunden beschweren sich bei Apple bis diese die Schnittstelle freigegeben. Das ist aber glaub ich ganz heikles, fast religiöses Thema.
      2 0 Melden

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