Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Frankenstärke führt 2015 zu Delle bei den Hotelübernachtungen

23.02.16, 11:27 23.02.16, 11:41


HANDOUT - Das Steigenberger Grandhotel Belvedere in Davos bewirtet seine prominenten Gaeste waehrend des Annual Meetings mit dem neuartigen Kapselgeraet C250FM von Franke Coffee Systems. Mit dieser Maschine lassen sich Kaffee-, Tee- und Milchmischgetraenke in verschiedensten Geschmacksrichtungen einfach und mit hoher Qualitaet herstellen. Rund 60 Bueroraeume des 5-Sterne Luxushotels werden mit dem neuen Kapselgeraet C250FM ausgestattet. Weltwirtschaftsgipfel. Im Bild: Impression des Steigenberger Grandhotels Belvedere in Davos. 
(PHOTOPRESS/© Steigenberger Hotels AG)

Bild: STEIGENBERGER HOTELS AG

Die Schweizer Hoteliers haben vergangenes Jahr 0.8 Prozent weniger Gäste willkommen geheissen. Grund war die Frankenstärke. Die Zahl der Gäste aus Europa war so tief wie seit 1958 nicht mehr. Die Asiaten wetzten die Delle indessen etwas aus.

Insgesamt zählten die Hotels 35.6 Millionen Logiernächte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Auf die ausländischen Gäste entfielen dabei 19.6 Millionen Übernachtungen, ein Minus von 1.7 Prozent. Demgegenüber steht die Treue der Schweizerinnen und Schweizer zum Heimatland. Die Logiernächte der Einheimischen stiegen leicht um 0.2 Prozent auf 16.1 Millionen.

Besonders deutlich gab die Nachfrage aus Europa nach. Die Zahl der Übernachtungen sank um 9.3 Prozent. Das BFS führt das klar auf die Auswirkungen der Aufhebung des Euromindestkurses Mitte Januar 2015 zurück.

Europa generierte noch 11.8 Millionen Übernachtungen, so wenig wie seit 1958 nicht mehr. Die deutlichste Abnahme verbuchte dabei Deutschland mit 541'000 Logiernächten oder 12.3 Prozent. Deutlich zurück ging auch die Nachfrage aus den Niederlanden (-14.4%), Frankreich (-6.2%), Italien (-7.6%) und Belgien (-9.5%).

Auch Russland wies wegen der Ukraine-Krise und der trüben Wirtschaftslage eine deutliches Minus von 30.7 Prozent aus. Aus dem vereinigten Königreich ging die Nachfrage um 1.6 Prozent zurück.

Asiaten retten die Bilanz

Dass die Bilanz nicht allzu trübe ausfällt, ist den Gästen aus Asien zu verdanken. Ihre Zahl steigt bereits seit 2009 stark an. Mit einem Zuwachs um 18.6 Prozent erreichten die Logiernächte von Asiatinnen und Asiaten 2015 einen neuen Höchststand und überschritten erstmals die Schwelle von 4 Millionen.

Am stärksten war die absolute Zunahme mit 344'000 Übernachtungen oder 33.3 Prozent bei den Gästen aus China ohne Hongkong. Es folgten die Golfstaaten mit einer Zunahme um 20.6 Prozent oder 159'000 Logiernächten. Zunahmen gab es zudem bei den Gästen aus Indien (22%) und Südkorea (20.5%). Die Übernachtungen von Gästen aus Japan sanken hingegen um 10.3 Prozent.

Die Logiernächte aus dem amerikanischen Kontinent legten um 4.7 Prozent zu. Afrika (7.5%) und Ozeanien (3.4%) verzeichneten ebenfalls ein Wachstum.

Weniger lang im Land

Die Dauer der Aufenthalte sank 2015. Die Gäste verbrachten durchschnittlich noch 2 Nächte in einem Schweizer Hotel nach 2.1 im Vorjahr. Die Zimmerauslastung belief sich auf 51.5 Prozent nach 52 Prozent 2014.

Sieben von 14 Tourismusregionen verbuchten einen Rückgang, Graubünden den stärksten. Die städtischen Destinationen, Luzern und das Berner Oberland konnten hingegen zulegen.

Allein auf den Monat Dezember gesehen, zeigte sich ein markanter Rückgang. Gegenüber dem Vorjahr registrierten die Hotels mit 2.5 Millionen 5.6 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahr. Dabei sank die Zahl der ausländischen Logiernächte um 9.1 Prozent und jene der Schweizer um 1.4 Prozent. Das Bundesamt führt die ungünstigen Schneeverhältnisse als Grund an. (sda)

Die schönsten Orte der Welt: Diese 90 Flecken solltest du einmal im Leben gesehen haben

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Weshalb US-Konservative Freihandel mit der Schweiz fordern – und das der EU schaden könnte

Die einflussreiche Denkfabrik Heritage Foundation wirbt für ein «simples und straffes» Abkommen mit der Eidgenossenschaft. Und das möglichst bald.

Gerüchte zirkulierten in Bern und Washington seit Monaten. Nun ist es offiziell: Die einflussreiche konservative Denkfabrik der USA empfiehlt dem Weissen Haus in einem neuen Positionspapier, möglichst bald ein Freihandelsabkommen mit der Schweiz abzuschliessen. «Die Zeit ist gekommen, um eine Ausdehnung der amerikanisch-schweizerischen Handelsbeziehungen auf pragmatische Weise auszuloten», schreibt die Heritage Foundation in dem Text. Die Eidgenossenschaft sei unter den gleichgesinnten …

Artikel lesen