Schweiz

Post-Konzernleiterin Susanne Ruoff.
Bild: KEYSTONE

Über 40 Manager verdienen mehr als ein Bundesrat (und damit mehr als 475'000 Franken)

Es sind nicht nur die CEOs von Post, SBB, Swisscom & Co., die deutlich besser bezahlt sind als ein Bundesrat. Sondern auch viele andere Kader in den Staatsbetrieben. Sie alle würde die «Pro Service Public»-Initiative treffen.

08.05.16, 07:51 08.05.16, 08:12

Othmar von Matt / Schweiz am Sonntag

Postchefin Susanne Ruoff warnte ihre 61'459 Mitarbeiter in einem persönlichen Brief zu Jahresbeginn vor der «Pro Service Public»-Initiative. Sie lehne diese «entschieden» ab, schrieb Ruoff, weil sie die Grundversorgung und die bundesnahen Unternehmen gefährde.

Was Ruoff nicht erwähnte: Als Konzernleiterin, die 2015 einen Lohn von 984'521 Franken auswies, wäre sie direkt betroffen von einem Ja. Weil ihr Gehalt höher liegt als der Lohn, den die Initianten zum Mass aller Dinge erklären: ein Bundesrats-Gehalt von 475'000 Franken.

«Dieser Lohn soll von keinem Mitarbeiter eines staatsnahen Betriebes übertroffen werden», sagt Peter Salvisberg, Mitglied der Geschäftsleitung der Konsumentenzeitschriften «K-Tipp» und «Saldo». «So wollen wir es.»

Der Jahreslohn des SBB-Chefs.

Heute sind es über 40 Konzernchefs und Konzernleitungs-Mitglieder von bundesnahen Betrieben, die mehr verdienen als ein Bundesrat. Das zeigt eine Zusammenstellung der «Schweiz am Sonntag». Spitzenverdiener sind Swisscom-CEO Urs Schaeppi (1,8 Millionen Franken), Ruag-CEO Urs Breitmeier (1,1 Millionen) und SBB-CEO Andreas Meyer (1,05 Millionen). Nebst den Grossen wie SBB, Post und Swisscom sind gemäss den Initianten auch SRG, Ruag, Skyguide und die Suva betroffen – «und alle Töchter dieser Betriebe, die ihnen mehrheitlich gehören», sagt Salvisberg. Wie beispielsweise Postfinance.

Die Post selbst gehört zu jenen fünf staatsnahen Betrieben, bei denen nicht nur der CEO mehr verdient als ein Bundesrat, sondern – im Schnitt – die gesamte Konzernspitze.

Spitzenreiter ist die Swisscom (6 Mitglieder verdienen im Schnitt 1,032 Millionen), gefolgt von der Ruag (9'657'889 Franken), den SBB (8'599'889), der Post (7, mindestens 536'114) und der Suva (3 Geschäftsleitungsmitglieder und eine Fachkraft verdienen im Schnitt 529'956 Franken).

Die Konzernspitze der Post kam 2015 zu einer beträchtlichen Gehaltserhöhung. Der Lohn von Konzernleiterin Ruoff stieg zwischen 2014 (824'585) und 2015 (984'521) um 160'000 Franken oder 16 Prozent. Auch die Konzernleitungs-Mitglieder profitierten von mindestens 12 Prozent mehr Lohn.

Orientierung an den Märkten

Bei der Festsetzung der Entschädigungen für die Konzernleitung berücksichtige der Verwaltungsrat das unternehmerische Risiko, sagt dazu Post-Sprecher Bernhard Bürki. «Die Unternehmen müssen sich an den Löhnen der Märkte orientieren, in denen sie und ihre Konkurrenten tätig sind.»

Ähnlich argumentiert die Swisscom. Als börsenkotiertes Unternehmen stehe sie «im Wettbewerb mit Firmen wie Google, IBM oder auch Banken – und nicht mit der Bundesverwaltung», sagt Armin Schädeli von den Media Relations. Die Bezüge von CEO und Management lägen «am unteren Ende vergleichbarer börsenkotierter Unternehmen im Schweizer SMI-Index». Die SBB betonen, 2015 hätten «einzig die neun Mitglieder der Konzernleitung SBB mehr als 475'000 Franken» verdient.

Die Bahn hält fest, im Initiativtext sei nicht von einem Bundesratslohn die Rede, «sondern von Löhnen der Bundesverwaltung». Es sei «nicht nachvollziehbar, wie die Anpassung der Löhne den Service public stärken solle», sagt eine Sprecherin. Die Unternehmen würden im Gegenteil «nachhaltig geschwächt».

Initiant Salvisberg beharrt auf den 475'000 Franken: «Bis zur Abstimmung hat in unserem Land ein Initiativkomitee die Deutungshoheit über den Text und nicht die Gegner.» Bei der Suva glaubt man, nicht betroffen zu sein von der Initiative. «Weil sie keinen Service public bietet im Sinne des Zur-Verfügung-Stellens einer öffentlichen Infrastruktur», wie es ein Sprecher formuliert. Auch das sehen die Initianten anders.

«Die Suva ist betroffen, sie hat einen Auftrag des Bundes für die Militär- und die Arbeitslosenversicherung», sagt Salvisberg. Und fügt hinzu: «Sie ist ein gutes Beispiel für Service statt Profit.» Weil sie Gewinne in Form von Prämienreduktionen an die Versicherten weitergebe.

Geht es nach den Initianten, sind nebst den Gehältern der Manager auch die Honorare der Verwaltungsräte involviert. «Sie müssen auf ein 100-Prozent-Pensum hochgerechnet werden», sagt Salvisberg. «Liegen sie über einem Bundesratslohn, sind sie betroffen.»

Eine Auswertung zeigt, dass das die VR aller staatsnahen Betriebe tangiert: Post (9), Ruag (7), SBB (8) und Swisscom (9) mit dem gesamten Verwaltungsrat, Postfinance mit 6 Verwaltungsräten, Skyguide mit einem und die Suva mit dem VR-Präsidenten. Die Zahl jener, die in den bundesnahen Betrieben mehr als ein Bundesrat verdienen, schnellt damit nach oben: von über 40 auf über 80.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 09.05.2016 07:01
    Highlight Es gibt Löhne ausserhalb jeden Anstandes. Diese haben weder mit der Leistung noch mit der Verantwortung etwas zu tun, sei es, dass Leute aus der "zweiten Reihe" mindestens gleich viel leisten wie die Top-Leute, sei es, dass "goldene Fallschirme" die Top-Leute vor den Auswirkungen falscher strategischer Entscheide schützen. Die Top-Kader der Grossunternehmungen schanzen sich international ihre feudalen Entschädigungen gegenseitig zu. Diese Feudalisierung der Wirtschaft muss bekämpft werden, insbesondere in den öffentlichen oder öffentlich kontrollierten Unternehmungen.

    4 1 Melden
  • Thomas Bollinger (1) 08.05.2016 15:58
    Highlight Ich behaupte: Keiner der Neider hier würde 50 Wochen pro Jahr 6 Tage und 70 Stunden die Woche arbeiten und jeden Tag sein Bild in der Zeitung sehen wollen. Auch nicht für 1 Mio im Jahr.
    12 9 Melden
    • Spooky 09.05.2016 00:51
      Highlight @Thomas Bollinger (1)
      In der Kriegswaffenproduktion gibt es auch Leute, die 70 Stunden die Woche arbeiten. Findest du das gut?
      5 1 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 09.05.2016 12:16
      Highlight Neid? Neid? Das gib's vor allem bei den CEO untereinander. Dies ist auch empirisch bestätigt in zahlreichen Untersuchungen (unter anderem Richard David Precht; Die Kunst kein Egoist zu sein). Die Löhne der CEO stiegen in den 90er und 00er Jahren in den USA stark im Banking und Versicherungsbereich an. Eben genau mit dem Argument, der CEO von AIG verdient so viel, ich mache das gleiche und brauch auch so viel. Die internationalen Firmen wie UBS und CS zogen dann nach... also kommen Sie mir nicht mit diesem unsäglichen Neid Argument!!
      4 0 Melden
  • -woe- 08.05.2016 14:35
    Highlight eigentlich ist es mir zuwider, Gehälter von > CHF 500'000 hier zu verteidigen. (Als Verdienst im Sinne von 'verdienen' kann man das schon längst nicht mehr bezeichnen...)
    Wenn wir aber den Big Playern wie Swisscom, SBB, Post etc. nur noch im Vergleich bescheidene Saläre zahlen, macht nur noch die dritte und vierte Garnitur einen solchen Job. Dann kommen so Typen wie ein André Blattmann (http://www.watson.ch/Schweiz/Armee/441779647-%C2%ABSandro-Kotz--%C3%A4h-Brotz%C2%BB--Armeechef-beleidigt-SRF-Moderator-bei-Rede-vor-Offizieren) und bewerben sich als CEO bei einem bundesnahen Betrieb... Danke!
    5 5 Melden
    • kliby 08.05.2016 17:30
      Highlight finde den schluss völlig falsch. das würde ja heissen, dass viele kader, die 'nur' 200'000 pro jahr verdienen, in verantwortungsvollen positionen, nur flaschen wären.
      5 2 Melden
  • Matthias Studer 08.05.2016 14:01
    Highlight Ach, vielleicht sollte man "verdient" mit einem anderen Begriff ersetzen. Zum Beispiel "erhält".
    23 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 13:52
    Highlight wir untergraben mit diesen unsäglichen Abstimmungen unsere eigene Bundesverfassung. Jeder kann schon seinen Frust auslassen und einfach eine Abstimmung ins Leben rufen. Neid, Hass, Gier, Eifersucht, das ist es was hier zählt. Und darauf bauen die Initianten.

    Die Geister, die ich rief
    18 7 Melden
  • Corahund 08.05.2016 13:34
    Highlight Es ist einfach an der Zeit, diesen krassen Miss-Standen Einhalt zu gebieten. Die Manager verdienen so ein Gehalt eindeutig nicht; sie bekommen es einfach und man sollte denen an den Karren fahren, die solche exorbitante Bezüge genehmigen. (Üarlament) Der soganannte Service Public ist überhaupt nicht gefährdet, wenn man die Initiative annimmt. Obwohl, wie bei der Abzocker Initiative, die Manager Mittel und Wege finden werden, die Sache zu ihren Gunsten zurechtzubiegen. Aber man hat dann wenigstens ein Zeichen gesetzt.
    11 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 15:14
      Highlight Warum bewirbst du dich nicht um den Job, statt hinterrücks zu jammern und den grossen am Bein zu scharren?
      3 4 Melden
    • Bijouxly 08.05.2016 16:35
      Highlight Woher willst du bitte wissen, dass sie das "einfach so" bekommen??
      1 3 Melden
  • swissPHANTOM 08.05.2016 11:52
    Highlight

    Als ob der Lohn des Bundesrates gleichzeitig eine Obergrenze definiert.

    Es gibt Manager die einiges mehr für die Wirtschaft leisten als ein einziger Bundesrat.

    Eine Möglichkeit wäre den Bundesräten sFr. 15 000 -. Lohn im Monat plus alle Spesen zubezahlen.

    Somit wären ausschliesslich Leute im Bundesrat für die das Amt keine Altersversicherung sondern Berufung ist.

    15 25 Melden
    • Mehmed 08.05.2016 12:02
      Highlight Soso, es gibt Manager die leisten mehr für die Wirtschaft. Und die die den Wert einer Firma um die Hälfte vernichten, erhalten trotzdem Millionengehälter, goldene Fallschirme und ziehen zur nächsten Firma weiter. Das sind doch einfach Märchen, die nur glaubt, wer nicht selber denken kann.
      34 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 13:53
      Highlight @Mehmed und ein Bundesrat kann bis an sein Lebensende von Steuergeldern leben, ohne den Finger zu krümmen.
      9 5 Melden
    • swissPHANTOM 08.05.2016 14:59
      Highlight Ich bin also einer der nicht selber denkt:D

      Und du leicht aggressiv?

      Mir gings um die Managerlöhne der Bundesräte hinter denen ich aus erwähnten Gründen nicht stehe.

      Und eine Obergrenze die sich an die Managerlöhne der Bundesräte orientiert impliziert gleichzeitig dass ein einzelner Bundesrat wichtiger als ein erfolgreicher Manager ist. Dem ist nicht so!

      Ich bin übrigens für eine Obergrenze bei staatsnahen Firmen.
      ABER SICHER NICHT BEI "FREIEN" FIRMEN!
      0 3 Melden
    • kliby 08.05.2016 17:31
      Highlight phantom, dieser artikel geht ja um staatsnahe firmen.
      2 0 Melden
  • Tiger9 08.05.2016 11:16
    Highlight Schon heute verdienen qualifizierte Arbeitskräfte in der Privatwirtschaft das X-fache. Die Konkurrenz im Arbeitsmarkt ist enorm und für den Staat gibt's für das gebotene Salär nur allzuoft lediglich die Sesselfurzer. Das kann ja nicht in unserem Interesse sein.
    Ein Familienvater überlegt es sich schon ein paar Mal, bevor er entscheidet ob er sich für kleines Geld in der Verwaltung / im Staatsbetrieb mit einer riesigen Bürokratie herumschlagen oder nicht doch lieber für den guten Lohn in der Privatwirtschaft arbeiten will.
    11 23 Melden
    • Mehmed 08.05.2016 12:00
      Highlight "Die Konkurrenz im Arbeitsmarkt ist enorm"
      Jaja. Dann müssten die Löhne ja tief sein, wenn die Konkurrenz hoch wäre. Neoliberales Geschwurbel.
      25 11 Melden
    • Bijouxly 08.05.2016 12:06
      Highlight Danke. Es gibt einfach zu viele neidische Leute, die das einfach nicht einsehen.
      9 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 13:59
      Highlight @ Mehmed, jeder, aber wirklich ein jeder kann sich bei einem Bundesbetrieb bewerben. Wenn es doch so schön da ist und mann tonnenweise Kohle verdient, dann hop hop. Aber halt, da kann man ja dann nicht mehr über den Staat und seine Angestellten motzen.
      6 3 Melden
    • kliby 08.05.2016 17:33
      Highlight scrambler, in bundesbetrieben muss die politische gesinnung bzw quote stimmen. ohne politische unterstützung kriegst du da nie top-jobs.
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 22:53
      Highlight @ kilby, steht wo, sagt wer?
      1 1 Melden
  • chrisdea 08.05.2016 11:14
    Highlight Ich frage mich immer wieder warum so viele Leute die im Monat zwischen 4-7'000chf verdienen (also geschätzt 99.9% aller User hier) Löhne von knapp 100'000chf im Monat verteidigen, weil "Marktgerecht"... Und sich gleichzeitig wundern warum ein Bahnchef nicht nachvollziehen dass es ein Problem ist wenn z.B. ein Ticket von 20 auf 30chf angehoben wird.
    Ich hab nichts gegen viel Geld verdienen. Aber wenn im US-Profisport einem Verein ein " Salary Cap" auferzwungen werden kann, dann sollte das in einer sozialen Wirtschaft auch eine Überlegung wert sein.
    35 7 Melden
    • Donald 08.05.2016 13:04
      Highlight Mit nur 7k deckst du bei weitem keine 99.9% ab. Check nochmal die Lohnstatistiken ;)
      9 2 Melden
    • chrisdea 08.05.2016 13:48
      Highlight Nochmal: ich habe 99.9% der User in diesem Watson-Netzwerk angesprochen. Da bin ich davon ausgegangen dass der Durchschnitt hier ein Bisschen anders ist als der globale Schnitt, also Mittelklasse, mittleres bis hohes Ausbildungsniveau, tendentiell politisch Mitte-Links, Einkommen zw. 4-7'000chf/mt).
      Aber das ist nicht der Punkt auf den ich eigentlich kommen wollte...
      5 2 Melden
    • goschi 08.05.2016 14:51
      Highlight es können keine 99.9% sein, glaube mir, ich weiss dass mindestens die Nachkommastelle schonmal unmöglich ist...

      weniger tumber, plakativer Populismus, mehr fundierte Fakten, sie glänzen bisher nur mit ersterem.
      1 1 Melden
    • Donald 08.05.2016 15:05
      Highlight Das isch schon ein Punkt, denn ein grosser Teil der Leute hier wird vermutlich einmal bis 100k oder mehr vorstossen. Warum sollten sie das also bekämpfen?
      0 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 10:21
    Highlight JA oder NEIN?

    NEIN
    - Konkurrenzfähigkeit der Jobbesetzung mit kompetenten Leuten.

    Ja
    - leider scheinen die Leute auf den Hochsalär-Sitzen nicht sonderlich kompetent zu sein.
    - wer ständig überall Preise erhöht und Normalbürger so abzockt, hat es nicht verdient selbst so krankhaft viel Cash heimzutragen.
    - ein Bundesrat ist wichtiger als ein x-beliebiger CEO.
    - staatsnahe Betriebe sollten für's Volk arbeiten und nicht für's eigene Konto.
    - evtl. wär gar jemand, der den Job nicht wegen dem 6stelligen Lohn macht kompetenter? Chance für Neuzugänge.

    Hm ... sieht wohl eher nach JA aus. Mal sehen.
    40 11 Melden
    • User01 08.05.2016 11:57
      Highlight Die Löhne sind ja nur ein Teil dieser Initiative. Dass die Betriebe keinen Gewinn mehr machen sollen, ist hingegen gefährlich. Die Swisscom muss nicht mehr in den Netzausbau investieren - bringt ja keinen Mehrwert oder Marktvorteil. In ein paar Jahren werden wir den Preis dafür bezahlen. Und dein letztes Argument kannst du ja nur als Witz meinen. Was ist dir an den CEOs der Post/SBB/Swisscom nicht kompetent genug?
      12 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 12:20
      Highlight Mit dem ersten Teil deines Kommentars liegst du richtig. Das müsste noch auf meine NEIN-Liste.

      Beim zweiten Teil deines Kommentars musste ich aber leider feststellen, dass du nicht so diskussionskompetent bist, wie der erste Teil vermuten liess. Daher nehm ich jetzt deinen Satz mit dem Witz als Witz.

      Bin aber immer noch unentschieden. Also her mit den NEIN-Argumenten! Aber bitte in anständigem Tonfall. Danke :-)
      6 9 Melden
    • goschi 08.05.2016 14:49
      Highlight @Rhabarber

      -welche Management-Mitglieder von staatsnahen Betrieben sind denn nicht kompetent? bitte konretisieren Sie es.

      -Staatsnahe Betriebe arbeiten für sich und führen Gewinne an den Staat ab, Staat und Volk sind nicht identisch.

      -wer zockt denn dauernd Normalbürger ab? Und wie würde sich dies bei niedrigeren Löhnen ändern? bitte konkretisieren.

      -Wieso sollten kompetente Leute zu staatsnahen Betrieben gehen, wenn sie bei besseren Arbeitsbedingungen in anderen interessanten Unternehmen markant mehr verdienen können? Blinde Idealisten sind keine guten Manager.

      Bitte konkretisieren!
      3 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 19:43
      Highlight - Preiserhöhungen überall. Gleichzeitig Abbau von Leistungen.

      - Je nach Lesart sind Staat und Volk identisch. Der Begriff ist mehrdeutig. Aber sag! Was wäre ein Staat ohne Volk?

      - Niemand sagt, es hänge nur an den Löhnen. Aber wenn es Oben 7stellige Löhne gibt, während man sich Unten kein Abo mehr leisten kann, ist schon zu viel kaputt.

      - Wieso sollten kompetente Leute immer nur geldgierig sein, anstatt sich für Sache oder Volk zu interessieren? Ach ich weiss schon, du gehst vom Status Quo aus, unseren aktuellen Regenten.

      Und jetzt bitte Antworten und nicht noch mehr Fragen!
      1 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 22:59
      Highlight Stimmt, man kann sich kein Abo mehr leisten weil man ja das neuste Handy braucht, ein teures Auto fahren muss und sonst sich jeden Schnickschnack sich leistet den man nicht braucht. Rechne mal was dich ein Auto mit allem was dazu gehört im Monat kostet und dann rechne ein GA. Na?
      2 1 Melden
    • goschi 08.05.2016 23:13
      Highlight Also allesamt keine konrete Antworten, sondern einfach "mimimi ISCHSOIMFALL!!!"?

      An den Preiserhöhungen ist inwiefern ein inkompetentes Management und wieviel einfach die wirtschaftliche Umgebung schuld?
      Wenn es nicht an den Löhnen hängt, wieso dann sind diese Schuld?
      Wieso wohl entsteht ein Status Quo? wie realistisch ist einfach so das gegenteil zu erwarten ohne dafür einen Anreiz zu bieten?

      Enttäuschend Rhabarber
      Weniger Weltschmerz und ischdoofso und mehr sachlich fundierte, Fakten, dann könnte man Sie irgendwann auch ernst nehmen, aber sie argumentieren nicht, sie postulieren nur.
      1 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.05.2016 09:16
      Highlight Ist ja nicht so, als wär jeder in allem Experte. Einfach mal blindwütig drauf loshauen. Sachlich fundierte Fakten hätt ich zu Astronomie, Astrophysik, Neurologie, Neuropsychologie, Geschichte, Religionsgeschichte u.v.a.
      Ich hoffe, du wirst nicht so arrogant abgekanzelt, wenn du mal ausserhalb des eigenen Fachgebiets nach Antworten suchst.

      Mangels brauchbarer Antworten bleib ich beim Ja und verabschiede mich aus diesem Thread. Und du lieber goschi, kannst andere mit deiner überheblichen Allwissenheit niedermachen. Viel Spass!
      1 2 Melden
    • goschi 09.05.2016 09:54
      Highlight Rhabarber, Sie suchen nicht nach Antworten, ihr Posting ist ein Standpunkt und eine Verurteilung, nichts anderes.

      Fragen enthalten zB. ein Fragezeichen oder zumindest ein Fragewort, in ihrem Posting nicht enthalten.


      und ich bin nicht Allwissend, nichtmal ansatzweise, aber ich schmeise nicht einfach unbelegte Anschuldigungen in den Raum wie Sie (Inkompetenz, Abzocken, usw.).

      Selbstreflexion Frau Rhabarber, das täte Ihnen in solchen Fällen einmal sehr gut, leider ist davon bei Ihnen selten etwas zu erkennen.
      1 0 Melden
  • Fahrgast 08.05.2016 10:20
    Highlight Ich finde die Löhne zwar ebenfalls recht hoch, doch im Verhältnis zur Privatwirtschaft in diesen Pisitionen doch al unteren Ende. Beste Beispiel: unser ehemaliger SNB - Chef Hildebrand verdiente bei der SNB als Chef ca 1 Mio inkl. Medienschelte und Undankbarkeit in der Bevölkerung. Bei Blackrock verdient er jetzt 8 Mio. im Jahr und für seine Arbeit wird ihm gedankt...denkt mal darüber nach..,
    16 9 Melden
    • Tom Scherrer (1) 08.05.2016 11:30
      Highlight Und warum genau ist er denn für blackrock so interessant? Nicht weil er auf seinem posten sitzengeblieben ist und über sein hehalt gejammert hat - er war gut ausgebildet und hat die zeit bei der snb sinnvoll zur kontaktpflege und zur spezialisierung genutzt. Eigentlich kann die snb auch als ein gutes sprungbrett für helle köpfe betrachtet werden und nicht als 'posten mit lebenslanger maximalvergütung'
      12 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 09:25
    Highlight Oh - muss zu einem staatsnahen Betrieb arbeiten gehen... und dann 12-16% mehr Lohn fordern - dies sei marktüblich.
    32 7 Melden
  • The Host 08.05.2016 09:22
    Highlight Es gibt einfach kein Argument, welches solche hohen Löhne rechtfertig. Der Volksschaden, welcher durch die Auszhalung entsteht ist aber immens hoch: Ungerechtigkeitsgefühlt der Arbeiterklasse. Geldadel. Zweiklassen-Gesellschaft. Soziale Spannungen. Missgunst. Unzufriedenheit.
    41 11 Melden
    • Freddie 08.05.2016 09:37
      Highlight Doch eigentlich schon. Warum sollte ich, als guter Manager bei einem staatsnahen Betrieb arbeiten, wenn ich in der Privatwirtschaft mehr verdienen kann. Die staatlichen Unternehmen sollen schliesslich erfolgreich sein. Wenn mal also die Löhne drückt, interessieren sich nur noch Personen, die in der Privatwirtschaft kein Erfolg haben für die Stelle.
      Es gibt kaum noch Chefs die aus Überzeugung und Verbundenheit in einer grossen Firma die Führung übernehmen, erfolgreich sind und einen kleinen Lohn kassieren.

      Natürlich, Löhne in mehrstelligen Millionenhöche finde ich auch nicht das wahre....
      22 16 Melden
    • The Host 08.05.2016 10:13
      Highlight Deine Argumentation ist nachvollziehbar aber trotzdem nur ein Zeichen, dass das ganze System krank ist und somit keine rechtfertigende Legitimation darstellt.
      23 8 Melden
    • trio 08.05.2016 10:25
      Highlight @Freddie dann müsste ein Bundesrat ja auch Millionen verdienen. Oder stehen die nicht in Konkurrenz zur Privatwirtschaft?
      15 4 Melden
    • User01 08.05.2016 17:41
      Highlight Abgewählte Bundesräte haben eine jährliche Pension von 220'000.-
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 23:03
      Highlight Hör blos auf mit dem schwachsinnigen " ARBEITERKLASSE" Gedönse. Kann ich echt nicht mehr lesen. Wir das Volch gegen den Geldadel. Schwachsinn.
      2 2 Melden
    • Freddie 09.05.2016 00:01
      Highlight @The Host
      Tragisch aber wahr. Und viel dagegen kann/will man nicht machen. Geld ist leider die grösste Motivation zu arbeiten. Die Zeiten, in denen man sich noch mit der Firma verbunden fühlte sind vorbei. Jeder probiert für sich selber das Beste zu erreichen, ohne Rücksicht auf die anderen.
      @trio
      Ich weiss ja nicht, aber als Bundesrat repräsentiert man das Land, in dem man lebt. Ich denke dort ist die Motivation etwas anderes als Geld.
      1 1 Melden
    • trio 16.05.2016 13:06
      Highlight @Freddie widersprichst du dir nicht gerade selber? Geld ist sicher für viele eine grosse Motivation, aber doch nicht für alle. Und ich glaube nicht, dass Menschen, denen das Geld am wichtigsten ist, unbedingt die besten sind. Darum sehe ich auch nicht ein, warum wir so überhöhte Löhne zahlen sollten.
      1 0 Melden
    • Freddie 16.05.2016 14:44
      Highlight Sicher widerspreche ich mir da gerade. Aber bundesrat wird man aus überzeugung, weil man etwas für das land tun will. Das würde ich auch gratis machen.
      In einer firma geht es um profit. Die besten manager werden von den besten/grössten firmen angeheuert. Dann gehe ich zu der firma, bei der ich mehr lohn bekomme. Sie kaufen (bis zu einem gewissen grad) aucdas ein was am günstigsten ist.
      Ja, aber die die einen hohen lohn bekommen sind für den VR oder die aktionäre gut. Egal was das "normale" volk sieht. Bei vielen managern finde ich die löhne auch überrissen. Aber den firmen ist es das wert...
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.05.2016 15:02
      Highlight @ Freddie und Miete, Essen, sonstige Ausgaben?
      0 0 Melden
    • Freddie 16.05.2016 15:07
      Highlight @scrambler
      Ist wie in der armee. Kost und logie beinhaltet das amt. ;-)
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.05.2016 15:39
      Highlight @ Freddie
      und ein GA und ein Dienstwagen und gratis Telefonie und und und. Da braucht es nun wirklich keine Lohn mehr. Nur wie berechest Du deine Pension? Immer bleibst ja nicht BR.
      0 0 Melden
    • trio 16.05.2016 15:46
      Highlight @Freddie du beschreibst das heutige System. Ich wünsche mir, in Zukunft geht es denn Firmen mehr um das Produkt und nicht mehr ausschliesslich uns Geld. In so einem System wären die heutigen geldgeilen Manager und Aktionäre defintiv nicht mehr erste Wahl. Das es anders geht, zeigt ja z.b. die Karriere als Politiker, da spielt Geld nicht mehr die grösste Rolle. Wir müssten nur auch in der Privatwirtschaft Alternativen anbieten.
      0 0 Melden
    • Freddie 16.05.2016 18:05
      Highlight @scrambler
      Pension vom vorherigen oder dem arbeitgeber danach. Man ist ja nach dem amt nicht arbeitslos.

      @trio Aber leider zieht die politik nach dem system. Musst mal schauen, was ein nationalrat alles bekommt. Das ist krass und tragisch. Vor allem da die meisten im parlament schon ein sehr gutes einkommen haben.
      Ich habe letztens ein artikel gelesen, was eine reiche person ausmachen kann. Es ist, dass man die welt verbessern will, dass man den menschen etwas gibt, dass das leben einfacher wird. Siehe Gates oder oder Jobs. Gates gibt das meiste geld seiner (undurchsichtigen) stiftung.
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  • @michelstef 08.05.2016 09:13
    Highlight Es geht um den Service Public, nicht um vermeintliche Abzocker. Zurzeit kann man in der Schweiz eine Initiative für den Bau eines Tunnels nach Australien gewinnen, wenn man dabei noch irgendwie einen Spitzenlohn kappt. Unser Erfolgsmodell, eine lösungsorientierte Demokratie, geht durch den permanenten Wahlkampf verloren.
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  • Mehmed 08.05.2016 08:43
    Highlight Aktuell ist die Ruag-Spionage-Affaire in den Medien. Scheinbar sind sämtliche (!) Daten von Ruag ausspioniert worden, von Russland aus. Ruag und der Bund haben offenbar lächerlich wenig getan, um die IT-Daten zu schützen.
    Und ja. Auch die RUAG gehört zu jenen Betrieben, wo der Chef mehr als 1 Mio abkassiert. Inwiefern trägt dieser Abzocker nun die Verantwortung für den Datenklau? Ein Riesenbeschiss.
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    • Tiger9 08.05.2016 11:21
      Highlight Du meinst wohl, wenn die Verantwortlichen weniger verdienen arbeiten sie besser?
      In einem privaten Konzern wären die Löhne um das Zehnfache höher...
      Was soll dein Neid also bewirken?
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    • Donald 08.05.2016 13:07
      Highlight @ Tiger9
      Würden sie denn schlechter arbeiten?
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    • Mehmed 08.05.2016 13:45
      Highlight Tiger, was soll deine Gier bewirken? Dass das Geld besser von den 99% zu dem 1% fliesst?
      (die zensur von watson: ich schätze, wenn mir jemand neid unterstellt, darf ich ihm auch gier unterstellen).
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    • goschi 08.05.2016 14:43
      Highlight Mehmed, Watson kann nicht zensieren, das kann nur der Staat und bevor Sie gleich mit "mimi Meinungsfreiheit" kommen, die gibt es auch nur gegenüber dem Staat und auch nur im öffentlichen Raum (und ist übrigens auch nicht absolut), nicht aber auf privatem Grund, hier gilt im Zweifelsfall immer das Gebot des Hausherren (hier ergo Watson).

      Es liegt also potentiell vor allem an Ihnen und Ihrer Wortwahl, dass Ihre Postings nicht einfach freigegeben werden, ergo bei sich selbst aufräumen, nicht immer andere beschuldigen!
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  • dracului 08.05.2016 08:25
    Highlight Diskussionen um "Preise" sind oft ein Indiz für eine Unzufriedenheit mit der Dienstleistung. Wäre die Bevölkerung zufrieden mit dem Service, dann gäbe es keine Diskussion um Löhne. Die Verwalter der Staatsbetriebe müssen sich endlich eingestehen, dass die Öffentlichkeitsarbeit, die Marktchancen und vor allem das Eingehen auf Kundenbedürfnisse sträflich vernachlässigt haben. Der Vergleich mit der Privatwirtschaft hinkt deshalb: Sobald die Verwalter sich zur Leaderpersönlichkeit entwickeln, können sie auch privatwirtschaftliche Löhne für sich in Anspruch nehmen.
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    • goschi 08.05.2016 09:30
      Highlight Ach bitte, die Zufriedenheit mit den Staatsnahen Betrieben ist in der Schweiz durchgehend sehr hoch und dies auch berechtigterweise.

      Wo und bei welchem staatsnahen Betrieb ist denn eine Unzufriedenheit zu entdecken?
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  • HansDampf_CH 08.05.2016 08:18
    Highlight Unternehmerisches Risiko? Wo liegt für ein Manager das Unternehmerische Risiko? Die kassieren auf Kosten der Allgemeinheit ab, da Sie in geschützten Werkstätten operieren. Geschützt von Staat und Gesetzten. RECHT SO ICH HOFFE DIE INITIATIVE WIRD ANGENOMMEN.
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    • Gelöschter Benutzer 08.05.2016 09:03
      Highlight ich hoffe dass die politik danach nicht den spiess umdreht und dem eigenen geldbeutel mehr zuschanzt, damit dadurch die chefetage der bundesbetriebe indirekt den willen der abstimmenden umgehend doch auf ihren hohen löhnen sitzen bleibt.
      nur so e überleggig am früehne morge.🤔😶
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    • goschi 08.05.2016 09:33
      Highlight HansDampf, gehen Sie mal mit dem kesseldruck runter, denn die grundregel gilt, wer Caps lock exzessiv nutzt, macht sich mit sofortiger Wirkung unglaubwürdig.

      Weder sind die Staatsnahen Betriebe "geschützte Werkstätten", weil die meisten in der Konkurenz zu anderen betrieben stehen und trotzdem bestehen und mehrheitlich gar gesund wachsen.
      Noch tragen die Manager "kein Risiko", da sie schlussendlich eben doch für den jeweiligen Jahresabschluss veranwtortlich sind und zB die Rochade an der Post-Führungsspitze vor ~5 Jahren hat gezeigt, dass dies eben auch Konsequenzen hat.
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Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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