Schweiz

1000 Schweizer Bauern warfen 2016 das Handtuch – 100 Bio-Höfe wagten den Start

11.05.17, 11:32 11.05.17, 13:42

Jeden Tag verschwinden in der Schweiz etwa drei Bauernbetriebe. Dieser Trend hat sich auch 2016 fortgesetzt. Vor allem kleine und konventionell bewirtschaftete Höfe werfen das Handtuch. Der Bio-Landbau dagegen floriert.

2016 gab es noch knapp 52'300 Landwirtschaftsbetriebe. Das sind 990 Betriebe oder 1.9 Prozent weniger als 2015, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag bekanntgab. Das Bauernsterben geht damit im gewohnten Rhythmus weiter: Jahr für Jahr machen rund 1000 Höfe dicht. Seit 1980 hat sich ihre Zahl halbiert.

Vom Rückgang betroffen sind vor allem unrentable Kleinstbetriebe (2016: -2.9 Prozent). Demgegenüber steigt die Zahl der Bauernhöfe mit einer Nutzfläche von mehr als 30 Hektaren weiter an, im vergangenen Jahr schweizweit um 1.9 Prozent. Die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche blieb 2016 stabil.

Anhaltender Bio-Boom

Zulegen kann weiterhin der biologische Anbau. 2016 gab es nach den Zahlen des BFS 6348 Biobetriebe, 104 mehr als im Vorjahr. Entsprechend gestiegen ist damit die Zahl der Bio-Milchkühe (+2 Prozent), während der Milchviehbestand wegen der Schwierigkeiten auf dem Milchmarkt insgesamt rückläufig war (-1.3 Prozent).

2016 beschäftigten die Schweizer Landwirtschaftsbetriebe 153'400 Personen, 1.3 Prozent weniger als 2015. Zwei Drittel der Betriebsleitenden arbeiten Vollzeit. Die restlichen Mitarbeitenden sind grösstenteils Teilzeitbeschäftigte (66 Prozent). Gesamthaft arbeiteten 55'600 Frauen in der Landwirtschaft, darunter knapp 3000 Betriebsleiterinnen. (whr/sda)

Diese Fotos zeigen, dass das Leben auf dem Land fantastisch ist

Das könnte dich auch interessieren:

Klopp lässt seinen Penalty-Frust an den Reportern aus

Vom Meister ausgezeichnet – Die besten Parker-Weine fürs Fest

O du schreckliche! Das Bullshitbingo für das Weihnachtsessen mit deiner Familie

Darum lehnt der Bundesrat «No Billag» ab – die 5 wichtigsten Argumente im Überblick

8 Katzen, die sich den Sommer mit sehnlichst zurückwünschen

Israelischer Professor zum Trump-Entscheid: «Jerusalem war nie das Hindernis für Frieden»

«So etwas macht man nicht» – FDP-Boss Gössi kritisiert Geheimtreffen vor Juncker-Besuch

«Bilder von unten» – 12 Leute erzählen, was sie auf Tinder und Co. nicht sehen wollen

Bitte, Nintendo, diese 15 Games gehören auf einen Game Boy Classic Mini!

Warum nach einem Amoklauf in den USA noch viel mehr Menschen starben

Jahre des Zorns – was der Palästinenser-Aufstand bedeutet

Diese Obdachlosen haben vielleicht ihr Zuhause verloren – nicht aber ihren Humor

Trump macht Jerusalem zur Israel-Hauptstadt – die Nahost-Eskalation in 9 Punkten erklärt

Dieser Schweizer Soldat musste gerade durch die Französisch-Hölle – aber sowas von

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tom Maier 15.05.2017 11:10
    Highlight wenn 1000 Höfe trotzt der immensen Direktzahlungen, den Investitionshilfen und Abnahmegarantien zumachten sollten wir uns echt grundsätzlich überlegen wohin die Landwirtschaft in CH zukünftig gehen soll. Denn, .. das die Bauernsubventionen ein Fass ohne Boden sind wissen wir schon länger - wenn dann aber trotztdem so viele Gewerbe schliessen müssen haben wir ein Problem.
    1 0 Melden
  • Lami23 11.05.2017 16:32
    Highlight ob der weg zu grösseren Betrieben besser ist (und damit meine ich nicht nur wirtschaftlich), wird sich zeigen...
    2 0 Melden

Steuerbetrug: Schweiz nun doch auf «grauer» Liste der EU

Die Schweiz befindet sich nun doch auf der so genannten Watch-List, der Überwachungsliste der EU. Staaten, die auf dieser «grauen» Liste stehen, haben gegenüber der EU Zusagen gemacht, Änderungen an ihren Steuerpraktiken vorzunehmen. 

Die EU-Finanzminister haben eine schwarze Liste mit 17 Steueroasen beschlossen. Die betroffenen Staaten und Gebiete täten aus Sicht der EU nicht genug, «um Steuerflucht zu bekämpfen», sagte der französische Minister Bruno Le Maire am Dienstag vor Journalisten.

Nach …

Artikel lesen