Schweiz

Dank Grenzgängern, Ausländern und Frauen: Es gab noch nie zuvor so viele Erwerbstätige 

18.02.16, 12:12 18.02.16, 15:22

In der Schweiz arbeiten so viele Leute wie noch nie zuvor. Die Zahl der Erwerbstätigen liegt bei etwas mehr als fünf Millionen. Zum Anstieg beigetragen haben vor allem Grenzgänger, Ausländer und Frauen.

5,004 Millionen Erwerbstätige

5,004 Millionen Erwerbstätige zählte die Schweiz im vierten Quartal des vergangenen Jahres. Das ist ein halbes Prozent mehr als vor einem Jahr – und neuer Rekord, wie eine Sprecherin des Bundesamtes für Statistik (BFS) am Donnerstag der SDA sagte.

3,8 Prozent mehr Grenzgänger

Stark zum Anstieg beigetragen haben die Grenzgänger, die Ausländer und die Frauen, wie aus einer Mitteilung des BFS vom Donnerstag hervorgeht. Die Zahl der Grenzgänger stieg innerhalb eines Jahres um 3,8 Prozent.

2,1 Prozent mehr Ausländer

Um 2,1 Prozent stieg derweil die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen mit unbefristeter Niederlassungsbewilligung. Rückläufig war hingegen die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung. Sie sank um 2,3 Prozent.

Bei den in der Schweiz wohnhaften ausländischen Arbeitskräften stieg vor allem die Zahl jener mit einer befristeten Aufenthaltsbewilligung. Hier betrug der Anstieg innerhalb eines Jahres 2,5 Prozent.

0,7 Prozent mehr Frauen

Häufiger erwerbstätig sind zudem die Frauen: Die Zahl der weiblichen Erwerbstätigen stieg um 0,7 Prozent, während der Zuwachs bei den Männern nur 0,4 Prozent betrug. (whr/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 19.02.2016 06:46
    Highlight Mehr Vorsicht bei der Ansiedlung von Arbeitsplätzen für Zuwanderer! (2)

    Wenn die Unternehmen in der Schweiz eine Abgabe leisten müssten, wenn sie Zuwanderer anstellen - wie das Prof. Reiner Eichenberger vorschlägt - würden sie es sich zweimal überlegen, welche Unternehmensteile sie in der Schweiz ansiedeln. Diese Abgabe wäre als Entgelt für die entstehenden Infrastruktur- und Sozialkosten zu verstehen. So wie das heute läuft, werden die Gewinne privatisiert und die Kosten für die abgebauten Arbeitsplätze sozialisiert.
    0 0 Melden
  • Schneider Alex 19.02.2016 06:45
    Highlight Mehr Vorsicht bei der Ansiedlung von Arbeitsplätzen für Zuwanderer! (1)

    Die Deindustrialisierung der Schweiz ist schon lange im Gang. Man hat die zunehmenden Schwierigkeiten kommen sehen. Umso bedenklicher ist es, dass die Wirtschaftsförderer immer noch die Ansiedlung von strukturschwachen Arbeitsplätzen, die vorwiegend von Zuwanderern besetzt werden, unterstützen.
    0 0 Melden
  • Bimbeli 19.02.2016 04:35
    Highlight Danke, liebe Grenzgänger, Ausländer und Frauen. In der Hochpreisinsel Schweiz, seid ihr es die die Löhne drücken. Die hohen Preise und Mieten sind geblieben aber dank euch bleiben die Löhne tief. Bei Frauen mag ich's ja noch verstehen, da das Einkommen des Mannes hinten und vorne nicht mehr reicht zum Leben. Momentan gibt's ein nettes Plakat, worauf steht Bulgarische Löhne gehören nach Sofia. Finde ich auch. Und ich finde. Auch Bulgarische Arbeiter gehören nach Sofia. Aber dass wollte mir das Plakat wohl nicht mitteilen.
    Es grüsst ein arbeitsloser Ü50er, danke liebe Grenzgänger und Ausländer.
    2 0 Melden
  • Evan 18.02.2016 13:45
    Highlight Wen in ineressierts wie viele Erwerbstätige es effektiv gibt? Das einzige was man daraus ablesen kann ist die Überbevölkerung.
    11 3 Melden
  • 7immi 18.02.2016 13:36
    Highlight ... 3.3 % arbeitspose und wir freuen uns über grenzgänger? wunderbar. dieses kranke system gibt es nur in europa. ich hoffe, diesbezüglich findet demnächst ein umdenken statt. klar, wer nur auf den gewinn schaut bevorzugt den grenzgänger. nachhaltig ist es aber nicht. ausserdem ist es respektlos gegenüber den eigenen landsleuten und ein bizzeli rassistisch - mal anders rum.
    13 1 Melden
  • Bulwark 18.02.2016 12:29
    Highlight Es gibt meines wissens auch wieder mehr Arbeitslose?
    12 2 Melden

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