Schweiz

Lohnrunde 2018: «Es ist Zeit für spürbare Lohnerhöhungen»

08.08.17, 14:09

Die Lohnverhandlungen für 2018 sind lanciert. Nach vielen mageren Jahren streben die Gewerkschaften einen Turnaround an. Ihre Forderung: bis zu zwei Prozent mehr Lohn für die meisten Beschäftigten. Bei den Arbeitgebern stossen sie damit vorerst auf taube Ohren.

Für den Gewerkschafts-Dachverband Travail.Suisse ist der Fall klar: «Es ist Zeit für spürbare Lohnerhöhungen», sagte Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik, am Dienstag vor den Medien in Bern. Die meisten Unternehmen hätten wieder genug Spielraum, den meisten Angestellten bis zu zwei Prozent mehr Lohn zu gewähren.

«Wir stehen am Beginn eines Aufschwungs»

Gabriel Fischer, Travail.Suisse

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr einigten sich die Sozialpartner auf effektive Lohnerhöhungen von 0.5 bis 1.0 Prozent. Die Gewerkschaften sprachen von einem «knapp zufriedenstellenden» Ergebnis. Verlangt hatten sie freilich mehr.

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Positive Wirtschaftsaussichten

Fischer und seine Mitstreiter von den Gewerkschaften Syna, Transfair und Hotel&Gastro Union rechtfertigen ihre neuen Forderungen mit der anziehenden Wirtschaft: «Wir stehen am Beginn eines Aufschwungs.» Nach angespannten Zeiten deuteten die Aussichten auf eine Erholung hin. Dies zeigten verschiedene in den vergangenen Wochen publizierte Indizes.

«In einzelnen Verträgen haben wir eine Streikmöglichkeit»

Syna-Präsident Arno Kerst

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) etwa prognostiziert für 2017 ein Wirtschaftswachstum von 1.4 Prozent; für 2018 gar von 1.9 Prozent. Das Barometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich und auch der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Credit Suisse befinden sich deutlich über dem längerfristigen Durchschnitt. Zudem hat sich der Euro/Franken-Kurs deutlich über der Marke von 1.10 eingependelt.

Der Grund für die erfreulichen Zahlen sind laut den Verbänden auch die Arbeitnehmenden, die «mit grossem Einsatz, viel Flexibilität und bescheidener Lohnentwicklung» die Unternehmen wettbewerbsfähiger gemacht hätten. Dies gelte es nun zu belohnen.

«Beschämende Frauenlöhne»

Von Nullrunden will Fischer von Travail.Suisse nichts mehr wissen. «Es gibt Nachholbedarf », sagte er. Generelle Lohnerhöhungen stärkten auch die Kaufkraft der Beschäftigten und folglich den privaten Konsum als Konjunkturstütze.

«Bei den Löhnen ist kein Nachholbedarf ausgewiesen»

Arbeitgeberverband

Im Fokus stehen auch die Mindestlöhne und die Frauenlöhne. Die noch immer bestehende Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern bezeichnen die Gewerkschafter als «beschämend und verfassungswidrig». Die Diskriminierung der Frauenlöhne von 7.4 Prozent sei stossend.

Ebenfalls ein Dorn im Auge sind den Gewerkschaften die zunehmenden individuellen Lohnerhöhungen. Demnach kämen seit 2013 die Lohnerhöhungen noch zu 40 Prozent allen zugute, 60 Prozent würden individuell verteilt - «oft nach sehr undurchsichtigen Kriterien», kritisierte etwa Syna-Präsident Arno Kerst. Das sei jetzt zu korrigieren.

Streik als letztes Mittel

Die ersten Signale von den Unternehmen seien positiv, sagte Kerst. «Es gibt einige, die bereit sind, zu geben.» Positiv auswirken könnte sich ihm zufolge die Tatsache, dass die Angestellten ihren Arbeitgebern in den Krisenjahren mehrfach entgegengekommen sind. «Wir sitzen nun am gleichen Verhandlungstisch wie damals.»

Wenn die Arbeitgeber ob der Forderungen dennoch nur mit den Schultern zucken würden, sind laut Kerst verschiedene Mittel vorhanden, um Druck auszuüben: «In einzelnen Verträgen haben wir eine Streikmöglichkeit.» Dieses Instrument sei aber als Ultima Ratio zu verstehen. Vorher würden alle Möglichkeiten für eine einvernehmliche Lösung angestrebt.

Arbeitgeber drücken auf die Bremse

Eine solche scheint aber noch in weiter Ferne zu sein. «Bei den Löhnen ist kein Nachholbedarf ausgewiesen», schreibt der Arbeitgeberverband in seiner Stellungnahme. Zwar hätten sich die konjunkturellen Aussichten jüngst tatsächlich verbessert. Doch sei es noch zu früh, daraus auf den Ausgang der Lohnverhandlungen für das kommende Jahr zu schliessen.

Die Arbeitgeber zitieren ihrerseits verschiedene Wirtschaftszahlen wie die jüngste Lohnumfrage der UBS. Demnach sind die Reallöhne, also die teuerungsbereinigten Löhne, zwischen 2008 und 2016 um jährlich 1.2 Prozent gestiegen - deutlich stärker als in den Jahrzehnten davor. (whr/sda)

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • PhiLem 08.08.2017 23:42
    Highlight "spürbare Lohnerhöhung" ????

    Das ist n bisschen sehr utopisch, oder?
    Da würden ja die Boni der grossen Bosse darunter leiden.

    Dann wäre möglicherweise der Kauf des neuen Ferienhauses in Dubai in Gefahr, auf 12 Schlafzimmer kann ja keiner verzichten.

    Und überhaupt, was denken sich diese Arbeitnehmer überhaupt, reicht ja wenn man bei 100% Arbeit knapp die Rechnungen zahlen kann und als Stundenlöhner kaum ne Woche Urlaub verkraftet....

    So, Ironie Ende, vergesst die Lohnerhöhung für den einfachen Mitarbeiter, die Lohnschere wird sich auch weiterhin öffnen....
    4 2 Melden
  • Posersalami 08.08.2017 18:00
    Highlight "zwei Prozent mehr Lohn "

    MUHAHAHAHAHAHAHAHAA

    Die Gewerkschaften haben fertig. Die Wirtschaft brummt und fährt grosse Gewinne ein. Es ist Zeit, dass wir uns holen was uns zusteht und das sind definitiv mehr als 2%! Das bräuchte es ja alleine schon um die angestrebte Inflation (jährlich 2%) anzustossen, dazu käme dann noch der Produktivitätsgewinn. Aber Volkswirtschaft ist nicht die Stärke der Wirtschaft und auch nicht unserer Regierung.
    33 11 Melden
    • Fabio74 08.08.2017 20:04
      Highlight dann erzähl mal wie "wir" das holen was uns zusteht....
      19 5 Melden
    • Zern 09.08.2017 05:13
      Highlight Wir hatten die letzten Jahre keine starke Inflation respektive gab es keine Saläranpassungen bei der Deflation
      3 1 Melden
  • -woe- 08.08.2017 17:00
    Highlight Es ist doch jedes Jahr das Gleiche:
    - keine Lohnerhöhung möglich, weil das Unternehmen gerade schlechte Zeiten durchmacht
    oder
    - keine Lohnerhöhung möglich, weil man den Aufschwung nicht gefährden will.
    (nur für die Boni der Chefetage ist immer genug Geld vorhanden...)
    39 4 Melden
    • manhunt 08.08.2017 23:46
      Highlight keine lohnerhöhung weil die shareholder mehr dividende wollen, usw. ....
      3 2 Melden
  • Scaros_2 08.08.2017 16:33
    Highlight Bei uns gibt es kleine Lohnerhöhungen. Zusätzlich gibt es jährlich einen Top wo wechselnd abteilungen bei uns individuell erhöhen könne. Das obliegt dem Chef

    Hinzukommt ein Bonus für alle 15'000 Arbeiter. Dieser berechnet sich aus dem eigenen geleisteten (MA-Gespräch) und dem Ebit der Firma in %. Danach kannst du in eine Tabelle gucken gehen wie viel % vom Jahreslohn du zusätzlich als Bonus bekommst.

    Bist du ein Normaler Arbeiter mit normaler bewertung und normalen Ebit ist das ca. 1 Zusätzlicher Monatslohn. Genau wären es 8%. Bist du besser geht das bis 15% hoch und bis 4% runter.
    19 1 Melden
    • Posersalami 08.08.2017 18:00
      Highlight Klingt vernünftig!
      11 1 Melden
  • Alterssturheit 08.08.2017 15:39
    Highlight Letztendlich kann nur jede Firma individuell für sich entscheiden. Wenn Umsatz/Ertrag nicht vorhanden sind, dann gibt's auch nichts zu verteilen, geschweige denn zu erhöhen. Nur weil es einer ganzen Branche gut geht muss das nicht zwingend heissen, das gelte für alle Firmen in dieser Branche.
    Und im Übrigen wird nicht nur dem Management und den Aktionären gegeben. In der Schweiz gibt's vor allem viele kleinere KMU's wo sich vermutlich niemand extrem bereichert. Und bei allen genossenschaftlich organisierten Betrieben (z.B. MIGROS) fallen Aktionäre ganz weg.
    19 21 Melden
    • Posersalami 08.08.2017 18:01
      Highlight "Letztendlich kann nur jede Firma individuell für sich entscheiden."

      Nein, das stimmt eben nicht! Ich empfehle, sich mal etwas mit den Zusammenhängen in der Volkswirtschaft zu beschäftigen. Dann lässt man sich weniger verarschen.
      10 12 Melden
    • Hansdamp_f 08.08.2017 19:54
      Highlight Wieso stimmt das nicht, Poser, du Allwissender? Erklär es uns. Willst Du lieber staatlich verordnete Lohnerhöhungen?
      12 5 Melden
    • Fabio74 08.08.2017 20:05
      Highlight mit den KMUs magst recht haben. Aber auch dort gibts vielerorts Nullrunden oder Symbolische Erhöhungen. Wenn man gleichzeitig die Gewinne sieht, weiss man wer der beschissene ist im Spiel
      2 8 Melden
    • Posersalami 08.08.2017 20:55
      Highlight @ Hansdamp_f: Der Staat kann mit seiner Politik die Löhne in die eine oder andere Richtung beeinflussen.

      In Zeiten wo der Gewinn vielerorts über allem steht gibt es nur noch den Staat um die Wirtschaft zu steuern. Wie das gehen kann zeigt sich zB. im Hort des Neoliberalismus selbst, den USA, : http://www.handelsblatt.com/politik/international/usa-19-bundesstaaten-erhoehen-den-mindestlohn/19192158.html

      Selbstverständlich kann auch in andere Lohngruppen hinein-reguliert werden, dazu braucht es aber andere Instrumente.
      2 4 Melden
    • Hansdamp_f 08.08.2017 21:06
      Highlight Dann mach Dich selbstständig, Fabio. Trag das Geschäftsrisiko und werde reich!
      11 1 Melden
    • Newalley 08.08.2017 22:07
      Highlight @Posersalami; Fordern Sie echt, dass der Staat sich noch mehr in die Privatwirtschaft einmischt!? Am Liebsten gleich zum Kommunismus?
      4 4 Melden
    • Posersalami 08.08.2017 23:26
      Highlight @Newalley: Soweit die Wirtschaft im Sinne des Wohlergehens möglichst vieler Menschen reguliert werden muss, ja.

      Niemand will Kommunismus, ich weiss nicht woher das jetzt wieder kommt. Oder finden sie etwa, dass die USA kommunistisch ist, nur weil sie zum wiederholte male den Mindestlohn nach oben angepasst hat? Nicht, dass ich das Modell USA jetzt sonderlich gut, oder den Mindestlohn ausreichend finden würde, aber gewisse Dinge machen die wirklich besser. Und vor allem demonstriert es, dass der Staat durchaus Hebel hat und darum ging es ursprünglich.
      0 2 Melden
  • mrmikech 08.08.2017 15:00
    Highlight Achtung arbeitgeber: wann die arbeitnehmer mehr verdienen geben die mehr aus. Wann die arbeitnehmer mehr ausgeben steigert denn gewinn. Also hopp, zumindest 2% mehr, besser noch 4%!!
    54 14 Melden
    • 7immi 08.08.2017 15:42
      Highlight ... wenn die arbeiter mehr verdienen, muss der arbeitgeber mehr bezahlen, dies schlägt er auf die produkte drauf, daher werden die produkte teurer, was den effekt dann wieder bodigt... ein ewiger kreis.
      25 14 Melden
    • Raembe 08.08.2017 16:12
      Highlight @7immi: Teilweise hast Du recht, aber eine Produktteuerung nur auf die Löhne zu schieben ist falsch.

      Bestes Bsp. Ist der Detailhandel, da werden eher tiefe Löhne ausgezahlt. Obwohl bei den Produkten oft der Unterschied zwischen Ein-und Verkauf sehr gross ist.
      15 5 Melden
    • Wölfli beim Lamm 08.08.2017 17:29
      Highlight Und wenn die Löhne steigen fliesst auch mehr Geld in die AHV Kasse!
      9 2 Melden
    • Wölfli beim Lamm 08.08.2017 17:40
      Highlight @7immi. Genau. Drum verzichten ja die Abzocker-CEO's so gerne auf ihre Boni! Aber ernsthaft: wenn alle Lohnerhöhungen in der Vergangenheit 1:1 auf die Preise durchgeschlagen hätten, würden wir heute noch in Armut leben. Die AN sollen an der Produktivitätssteigerung beteiligt werden!
      9 2 Melden
  • sheshe 08.08.2017 14:41
    Highlight Wo kommen denn die 7.4% Gender Gap jetzt wieder her?
    41 16 Melden
    • rite 08.08.2017 18:06
      Highlight Ja, Du hast recht die existieren nicht.

      Und sag dem Weihnachtsmann einen Gruss von mir!
      8 7 Melden
  • jSG 08.08.2017 14:31
    Highlight Dieses Jahr müssen die Arbeitsnehmerverbände knallhart bleiben, notfalls mit streiks. Die Zeiten wo AG von sich aus gerechte Löhne bezahlen sind vorbei.
    52 22 Melden
    • Alterssturheit 08.08.2017 15:30
      Highlight Du arbeitest offenbar bei keiner seriösen Firma.
      20 25 Melden
    • Hansdamp_f 08.08.2017 19:56
      Highlight @JSG

      Wo Streiks hinführen, zeigt Frankreich. Bei uns funktioniert die Sozialpartnerschaft.
      12 6 Melden
    • Fabio74 08.08.2017 20:06
      Highlight @hansdam_f Man muss nicht F als extrem nehmen. Es funktioniert, weil der Schweizer die FAust im Sack macht und schweigt und nie für seine Rechte und Anliegen kämpft.
      Vereinnahmt von der SVP, buckelt der Arbeitnehmer nach oben und tritt auf die Schwächeren unten.
      13 6 Melden
    • Hansdamp_f 08.08.2017 21:05
      Highlight Sorry, Fabio, das stimmt nicht. Wir haben annähernd Vollbeschäftigung, wenn man unter 50 ist hat man es selbst in der Hand, mittels Weiterbildung, Stellenwechsel etc. die eigene Situation zu verbessern. Anstatt immer zu jammer und zu klagen, ist Initiative angebracht. Selbstständig werden, Stellenwechsel, Weiterbildung etc. Dir stehen alle Türen offen.
      8 6 Melden
  • Sensenmaa 08.08.2017 14:20
    Highlight Ja es ist Zeit! Scjon kalr das es für die einen die geben müssten nie Zeit ist. Dan wirds ein geben über Umwege, Prämienverbilligunge, Ergänzungsleistungen ect. und dafür bezahlen wir alle. Was wollt ihr? ein soliden Staat bei dem es dem Volk gut geht und selbst für sich sorgen kann? Oder wollt ihr Zustände von eienr Bananenrepublik.
    15 28 Melden
    • Sensenmaa 08.08.2017 19:37
      Highlight Scheisse schreib ich schlecht auf der Handytastatur 🤣😁😂
      6 2 Melden
  • Karl33 08.08.2017 14:14
    Highlight Wo kämen wir denn da hin. Gewinne werden doch heutzutage nicht den Angestellten gewährt, sondern dem Managment und den Aktionären.
    97 7 Melden
    • andrew1 08.08.2017 16:47
      Highlight Jop die Lohnerhöhung wird dafür auf den konsumenten abgewälzt und es entsteht die berüchtigte lohn/ preisspirale
      10 3 Melden
    • Posersalami 08.08.2017 18:05
      Highlight Nennt sich Inflation und ist in unserem Wirtschaftssystem nicht nur gewünscht, sondern immanent wichtig! Einfach mal etwas mit Volkswirtschaftslehre beschäftigen. Die funktioniert nämlich grundsätzlich anders als Betriebswirtschaftslehre!
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