Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Italienische Migranten 1979 im Hauptbahnhof Zürich. Sie haben den italienischen Expats von heute den Weg geebnet. bild: keyston/photopress

Die Italiener kommen wieder! Sie wandern zahlreicher ein als Deutsche – und diesmal sind es Akademiker

Diesmal wandern Italiener nicht mehr als Polier oder Maurer ein, sondern als Akademiker. Wie werden diese neuen alten Migranten die Schweiz verändern?

24.04.16, 07:53 24.04.16, 09:04

sarah serafini, fabienne riklin  / schweiz am Sonntag

Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Emma Masiero spricht fliessend Italienisch, Französisch, Spanisch und Englisch. Personalchefs würden sie als jung und dynamisch bezeichnen. Die gebürtige Florentinerin lebt in Zürich und verwirklicht, was ihr in Italien nicht möglich war – eine Karriere. Sie arbeitet als Interior Designer bei Natuzzi, einem Hersteller von Luxusmöbeln.

Ende März dieses Jahres lebten 315'157 Italiener in der Schweiz. Sie sind damit neu die grösste ausländische Bevölkerungsgruppe. Nun kommen sie also wieder, unsere Amici. In den Sechzigern schimpften wir sie noch «Tschingge», doch im Herzen sind sie heute wohl unsere Lieblingsausländer.

Noch immer machen auch die Deutschen einen grossen Teil der ausländischen Bevölkerung aus. Doch ihre Zahl sinkt. Seit 2009 reisen weniger Deutsche ein und mehr aus. In derselben Zeitspanne hat sich die Nettozuwanderung der Italiener verdreifacht. Bezüglich Wachstum an zweiter Stelle folgt Frankreich (siehe Grafik).

Karriere im Vordergrund

«Die heutigen italienischen Zuwanderer sind zwischen 20 und 45 Jahre alt, studiert und wollen in der Schweiz Karriere machen», sagt Gianni D’Amato, Professor für Migration an der Universität Neuenburg. «Sie verdienen 5 bis 10 Prozent mehr als jene Italiener, die vor 2009 in die Schweiz eingewandert sind.»

Zu diesem Ergebnis kommen die Demografen um Philippe Wanner im Team des Nationalen Forschungsschwerpunkts «Zwischen Migration und Mobilität», das Gianni D’Amato leitet. Letzterer ist selbst Sohn italienischer Migranten. Die Generation seiner Eltern jedoch kam in die Schweiz, um Wohnungen, Häuser, Strassen und Tunnels zu bauen.

Heute sind die meisten italienischen Einwanderer Akademiker. Als Banker, Marketingspezialisten und Unternehmensberater suchen sie vor allem in den grossen Städten ihr berufliches Glück.

Bei den Franzosen sieht es ähnlich aus. Gérard Martinez kam vor 30 Jahren von Frankreich nach Basel. Er engagiert sich heute bei der Vereinigung der Schweizer Franzosen. Die Franzosen würden sich gar nicht gross von Schweizern unterscheiden. «Auch sie wollen etwas aus dem Leben machen und nach dem Studium in einem spannenden Job Fuss fassen.»

In Frankreich sei dies wegen fehlender Jobs deutlich schwieriger. Deshalb sei insbesondere die Romandie für viele eine Option. Doch nicht nur. Wegen der Pharmakonzerne kämen junge Franzosen auch zunehmend nach Basel oder würden in den Grossraum Zürich ziehen, um bei einer Bank zu arbeiten.

Die Sprache ist jedoch meist ausschlaggebend, in welchem Landesteil sich die Zuwanderer niederlassen. In der Deutschschweiz sind es deshalb immer noch die Deutschen, die zahlenmässig dominieren (siehe Grafik). Das könnte sich jedoch bald ändern. Letztes Jahr haben über 15000 Deutsche der Schweiz den Rücken zugekehrt.

Deutschland unternimmt derzeit viel, um die Fachkräfte zurück ins Land zu holen. So lancierte das Bundesministerium vor vier Jahren die Fachkräfte-Offensive und Bayern startete die Initiative «Return to Bavaria». Zwar ist das Projekt mittlerweile eingestellt, dafür ist die prosperierende Wirtschaft ausschlaggebend, dass Deutschland für Fachkräfte wieder attraktiv wird.

Schwierigkeiten im Tessin

Ganz anders sieht es in Italien und Frankreich aus. Hundert Bewerber auf eine Stelle als Ingenieur – das lässt selbst Optimisten verzweifeln. In Italien finden von den 15- bis 24-Jährigen 40 Prozent keinen Job, in Frankreich sind 25 Prozent der Jugendlichen arbeitslos.

Mit der Eurokrise hat sich dieses Phänomen noch verschärft. «In Italien finden sie keine Arbeit und wenn, dann nur schlecht bezahlte, mit geringen Karriereaussichten», sagt Giangi Cretti, Kommunikationsleiter der italienischen Handelskammer der Schweiz. «Cervelli in fuga», also Hirne auf der Flucht, nennt er die neuen italienischen Einwanderer.

Den Weg in die Schweiz haben ihnen die italienischen Einwanderer der 1950er-Jahre geebnet. «In der Deutschschweiz werden die Italiener geschätzt. Sie sind Vorzeigemigranten.»

Anders sei es im Tessin. Die Beziehung zwischen den Italienern und den Tessinern sei kompliziert, sagt Cretti. «Die Tessiner sprechen die italienische Sprache und leben die italienische Kultur. Doch sie wollen keine Italiener sein, sondern sich von ihnen abgrenzen.» Die Tessiner befürchten, dass die Italiener ihnen die Jobs wegnehmen.

Fest steht: Die hochqualifizierten Zuwanderer mischen den Schweizer Arbeitsmarkt auf. Mit positiven und negativen Auswirkungen: So hätten die Deutschen in den vergangenen Jahren massgeblich zum Schweizer Wachstum beigetragen, sagt Ilka Steiner, Demografin an der Universität Genf. Gleichzeitig kam es zu Missstimmungen und Reibereien. «Einige Deutsche hatten sicher falsche Vorstellungen von der Schweiz, und manch ein Schweizer war sich die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt nicht gewohnt», sagt Steiner. Das Klima wurde gehässiger.

Bundesrat Ueli Maurer inspiziert die Grenze bei Chiasso. 
Bild: TI-PRESS

Die Zeitung «Blick» fragte: Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz? Die Meinungen in den einschlägigen Foren waren schnell gemacht: «Die meisten kommen doch nur in die Schweiz, um grosses Geld zu verdienen.»

«Das politische Klima wirkt sich auf die Zuwanderung in die Schweiz aus», sagt Denise Efionayi-Mäder von der Universität Neuenburg. «Insbesondere die Masseneinwanderungs-Initiative hat den Deutschen gezeigt, dass sie nicht nur willkommen sind.»

Wie sich das politische Klima künftig entwickeln wird, mit den Italienern und den Franzosen als grösste Einwanderungsgruppe, ist offen. Efionayi-Mäder sagt: «Das historische, kulturelle und sprachliche Verhältnis der Romands zu den französischen Zugewanderten ist weniger belastet als das zwischen den Deutschen und den Deutschschweizern.» Doch im Tessin ist die Lage politisch und wirtschaftlich wesentlich brisanter.

«Dann kann vieles passieren»

Was passiert, wenn die italienische Migration zunimmt? Wird es ähnliche Ressentiments geben, wie zu Zeiten der Schwarzenbach-Initiative? Gianni D’Amato von der Universität Neuenburg meint, dass unabhängig von sogenannten kulturellen Affinitäten bei der Einwanderung die öffentliche Wahrnehmung stets in alle Richtungen ausschlagen kann. Er sei ein Pessimist: «Wenn ich zurückschaue, was ich in den letzten 50 Jahren an Schweizer Politik schon alles erlebt habe, dann kann vieles passieren.»

Das könnte dich auch interessieren:

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
69
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • f303 25.04.2016 09:47
    Highlight Diese Diskussion hier finde ich echt traurig, ehrlich. Mir sind die lieber als jene, ...

    Für mich persönlich besteht eine Nation aus Menschen. In jeder Nation gibt es Idioten und super Typen. In jeder Nation gibt es feines und weniger feines Essen. Es ist doch (mit Verlaub) recht überheblich, eine ganze Nation über einen Kamm zu scheren, bloss weil einem die durchschnittliche Speisekarte besser taugt als anderswo. Neutralität solle meiner Meinung nach auch beinhalten, jedem zuerst einmal unvoreingenommen zu begegnen.
    10 4 Melden
  • sowhat 24.04.2016 21:12
    Highlight Oh jeeh, das was ich hier lese beweist nur eins: die Angst des Neuen ist das Problem.
    Vor 60 Jahren waren die Italiener neu und fremd und wurden darum mit Tschinggen beschimpft. Und wer das heute verharmlost, hat keine Ahnung was da abging! Vergangenheit verklären, jaja schon klar.
    Wenn wir heute die Italiener als "Lieblings..." bezeichnen, dann ist das in meinen Ohen einfach nur zynisch.
    Werdet ihr dann in 30 Jahren Balkaneinwanderer als Lieblings... bezeichnen und in 60 Jahren die Arabischstämmigen?
    9 12 Melden
    • philosophund 25.04.2016 06:31
      Highlight Ja. Italiener von damals sind die heutigen Albaner und morgigen Araber. Der Schweizer war ja auch mal eine Art “Italiener“. :)
      6 5 Melden
  • meliert 24.04.2016 13:41
    Highlight Ich habe sehr schöne Erinnerungen an die 1960er Jahr, als meine Grossmutter "Huslüt" (wie man damals sagte) aus Italien hatte, welche in der naheliegenden Fabrik arbeiteten. Nach den Sommerferien kehrten sie jeweils zurück mit den italienischen Köstlichkeiten wie Melonen etc. (war für uns normalsterblichen Deutschweizer damals nicht erschwinglich)! Natürlich auch die Pasta Gerichte waren traumhaft und eine ganz neue Gaumenerfahrung. Die melodische Sprache hatte mich auch fasziniert, dachte immer als 7jähriger, wieviel die Italiener reden können, einfach ein sympathisches Volk!
    26 2 Melden
  • Distace 24.04.2016 12:17
    Highlight Also noch mehr Wirtschaftsflüchtlinge. Was denkt ihr, wieviele Jahre kann die Schweizer Bevölkerung den Wohlstand noch halten?
    23 41 Melden
    • Alesse 24.04.2016 14:25
      Highlight Wirtschaftsflüchtlinge Ja! Aber, wenn sie kommen, dann nur weil sie eine Festanstellung bereits in der tasche haben und nicht auf gut Glück in die Schweiz einreisen! Und da sie hier arbeiten werden, müssen sie auch steuern zahlen! Was dem Staat und der Bevölkerung sicherlich zugute kommt! Ich wage auch zu sagen, das diese Leute, die Schweiz verlassen werden bei Verlust des Arbeitsplatzes oder scheitern ihres Unterfangens!
      26 7 Melden
  • Turi 24.04.2016 12:01
    Highlight Ich kenne viele SVP-Wähler, die rufen täglich nach tieferen Löhnen und nach solchen Billigarbeitern in der Schweiz. Ist das nicht geil?
    11 26 Melden
    • Maett 24.04.2016 12:17
      Highlight @Turi: wieso geil? Das ist doch exakt die SVP-Politik. Billige Arbeitskräfte aus dem Ausland, hohe Löhne für Schweizer. Irgendwie so war doch das Motto?
      14 9 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 24.04.2016 11:58
    Highlight Wenn ich am Ende des Tages mit einer gut abgeschlossenen Lehre und stetigen Weiterbildungen weiterhin einen Job finde, begrüsse ich gerne Italiener oder Franzosen.

    Sollten aber am Schluss diejenigen leider die eine Lehre gemacht haben weil alles voll von Akademikern ist, würde mich das nicht sehr freuen.
    30 5 Melden
    • Karl33 24.04.2016 12:27
      Highlight Lehre ist ein Auslaufmodell. Die neoliberalen Bürgerlichen predigen zwar immer, wie gut die ist (das duale System wäre in der Tat super), aber im immer mehr globalisierten Arbeitsmarkt sind Lehrabsolventen die Loser, die immer weniger verdienen. Der Präsident der Economiesuisse hat in einem recht symbolischen Entscheid vor 2-3 Jahren selbst beschlossen, dass seine grosse Firma keine Lehrlinge mehr ausbilden will. Bürgerliche Propaganda und Schwindelei.
      14 29 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 24.04.2016 13:01
      Highlight @Karl33: Das hoffe ich aber nicht, ich WILL kein Student werden den mir läuft dieses Modell wider.
      Mal davon abgesehen dass du natürlich nur Stuss erzählst :)
      23 9 Melden
  • Jol Bear 24.04.2016 11:33
    Highlight Ob wir die Einwanderer aus Italien als Bereicherung empfinden oder nicht, ist nur eine Seite der Angelegenheit. Die unerfreuliche Seite ist, dass gut qualifizierte junge Leute in Italien keine Arbeit finden, die Jugendarbeitslosigkeit in Italien enorm hoch ist. Der allergrösste Teil der auswandernden Italiener, Franzosen, Griechen, Spanier würden eigentlich lieber in ihrer Heimat bleiben. Die Ursachen dafür sind das wirklich wichtige Thema.
    54 2 Melden
    • atomschlaf 24.04.2016 11:51
      Highlight Neben vielen anderen ist die Fehlkonstruktion namens Euro eine zentrale Ursache für die Misere in Südeuropa.
      47 16 Melden
    • Christian Gerber 24.04.2016 12:46
      Highlight Das ist ein Irrtum. Gerade die EU hat bewirkt, dass innerhalb von 30 Jahren die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern stark ausgeglichen wurden. Glauben Sie nicht alles, was aus Blocherianien kommt.
      15 20 Melden
    • a-n-n-a 24.04.2016 13:49
      Highlight Nein atomschlaf, Austerität heisst die Ursache.
      13 11 Melden
    • atomschlaf 24.04.2016 20:41
      Highlight @Gerber: Ich habe nicht EU, sondern Euro (die Währung) geschrieben. Von der EU haben die Südländer summa summarum sicher profitiert.

      @a-n-n-a: Es gibt nicht eine einzelne Ursache. Habe ich auch bewusst so geschrieben.
      8 1 Melden
  • Grundi72 24.04.2016 10:16
    Highlight Herzlich willkommen jedem, der sich in der Schweiz etwas aufbauen will und dabei unsere Kultur und Werte respektiert.

    Jene die kommen um uns ihre Kultur und ihre Werte aufzwingen zu wollen, sollen bitte bleiben wo sie sind.
    36 12 Melden
    • 's all good, man! 24.04.2016 14:34
      Highlight Ach weisst du, wenn es denn tatsächlich so wäre, dass hier abertausende Ausländer mit dem Gedanken hierher kommen, uns ihre Kultur und Werte aufzwingen zu wollen, ja, dann wäre sogar ich gegen diese so genannte Masseneinwanderung. Mich würde schon wunder nehmen, woher diese Annahme kommt. Aber ich weiss schon; eigentlich ist es nichts anderes als die Angst vor dem Fremden. Nur zugeben würde das wohl kaum jemand.
      20 13 Melden
  • meliert 24.04.2016 09:50
    Highlight Benvenuti!
    58 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 09:47
    Highlight Die Italiener sind auch mit ihrer Küche immer eine Bereicherung gewesen, was man von den Deutschen nun wahrlich nicht behaupten kann. Spannend aber auch zu sehen, dass in den italienischen Beizen von heute kaum noch Italiener arbeiten.
    62 22 Melden
    • lily.mcbean 24.04.2016 10:11
      Highlight Sondern deutsche ;) .
      24 1 Melden
    • Yolo 24.04.2016 10:21
      Highlight Das kann ich jetzt so nicht unterzeichnen. Ich mag die deutsche Küche. Die ist der gut bürgerlichen schweizerischen Küche näher als die italienische Küche...
      23 19 Melden
    • atomschlaf 24.04.2016 11:54
      Highlight Das ist halt Geschmackssache. Ich habe gern Abwechslung, aber wenn ich mich entscheiden müsste, künftig nur noch schweizerisch/deutsch oder aber italienisch zu essen, dann würde ich die italienische Küche klar bevorzugen. Ein Küche notabene, die oft unterschätzt wird und aus weit mehr als nur Pasta und Pizza besteht.
      31 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 18:11
      Highlight Verschiedene Länderküchen kann man doch nicht gegeneinander aufwiegen...
      8 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 09:38
    Highlight Ach die Mär vom Lieblingsmigranten... Tschingg sagt man seit genau dem Zeitpunkt nicht mehr, seit man dafür was aufs Maul kriegt.
    Der Italiener ist nicht der Lieblingsmigrant, man respektiert ihn lediglich mehr, als andere Migranten.

    Dass dann der vermeintliche Lieblingsmigrant zum Vorzeigemigrant verklärt wird, ist dann der Gipfel. Was ist mit den Tamilen? Den Kosovaren, den Eritreern? Diese Gruppen haben sich trotz miesester Presse und extremen Ressentiments, sehr gut integriert.
    Das Label Lieblingsmigrant ist alles andere als nett, es diskriminiert all jene die nicht die Lieblinge sind.
    42 89 Melden
    • Goon 24.04.2016 09:56
      Highlight Also die Eritreer sehe ich alles andere als gut integriert. Sorry
      86 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 10:03
      Highlight Den Eritreern wird vorgeworfen sie wären kriminell. Das sind sie aber nicht.
      Ich gebe dir aber recht, Integration heisst natürlich mehr als nur "nicht kriminell sein". Aber ich kann das Verteufeln dieser Menschen auch nicht mehr lesen.

      Wir sollten keine Lieblinge haben, sondern die Menschen so akzeptieren, wie wir auch akzeptiert werden möchten.
      19 34 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 10:19
      Highlight D00A hat nicht unrecht. Durch den Begriff "Lieblingsmigrant" stellt man sich auf eine höhere Stufe. Man grenzt sich ab, nimmt den Ausländer wahr und nicht den Menschen. Zudem schafft man damit Kategorien. Es liegt wohl in der Natur des Menschen zu glauben, dass man ein besserer Mensch sei, nur weil dieser oder jener Rasse angehört oder in diesem oder jenem Land lebt.
      19 11 Melden
    • rodolofo 24.04.2016 10:41
      Highlight So sind die "Tschinggen" doch in der B-Liga der "Ausländer" heute immerhin Tabellenführer!
      Wie wär's, wenn wir die B-Liga auflösen würden und die A-Liga gleich mit dazu?
      Jede Kultur hat doch ihre Stärken und Schwächen, ihre Vorzüge und Nachteile!
      ist doch gut, gibt es eine Vielfalt, so wie es unterschiedliche Individuen und Charaktere gibt!
      Am leistungsfähigsten sind übrigens "gemischte Teams", in denen sich unterschiedliche Typen zu einem starken Ganzen gegenseitig ergänzen, das -wegen den entstehenden Synergien und kreativen Spannungen- wesentlich mehr ist, als die Summe aller Einzelteile.
      18 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 10:57
      Highlight Du hast recht, aber es können nun mal nicht alle unsere Lieblinge sein. Un die Eritreer sind nun alles andere als gut integriert. Deren Einwanderung geht zu über 90% direkt in die Sozialhilfe und überfordert bereits mehrere kleine Gemeinden. Und das wird sich auch nicht ändern, verfügen die Eritreer über keine Qualifikationen, welche unser Arbeitsmarkt nachfragt. Und im Billiglohnsegment ist unser Arbeitsmarkt eh schon übersättigt. Der BR täte gut daran, mit Eritrea eine Lösung auszuhandeln. Wird sehr schwierig und braucht seine Zeit, schon klar, aber einfach nur aufnehmen ist def keine Lösung
      23 5 Melden
    • Dysto 24.04.2016 11:03
      Highlight Vielleicht ist der Unterschied eben, dass es heute sehr viele Italiener(-Secondos) gibt, bei denen man beim ersten Kennenlernen kaum bis nicht merken würde, dass sie gar keinen Schweizer Pass haben. Da würde ich sagen, ist die Integrierung gut gelungen.
      23 4 Melden
    • Bav 24.04.2016 11:21
      Highlight Tamilen integriert?
      Wenn Parallelgesellschaft integriert bedeutet, dann ja. Es mag sein, dass Albaner mehr auffallen als andere. Aber langfristig denke ich, dass diese genau am Besten integriert sein werden. Unaufällig heisst eben nicht nur besser.
      17 5 Melden
    • Oliver Wietlisbach 24.04.2016 11:41
      Highlight «Wann werden Sie hier Frauen vergewaltigen?» – Wir haben einem Flüchtling mal alle pauschalen Stammtischfragen gestellt: http://www.watson.ch/!977612517
      11 19 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 11:46
      Highlight DOOA@ Es geht nicht um Lieblinge. Es geht darum, dass Emigranten erwünscht sind, die unsere Kultur akzeptieren. Leider geht es hier in eine andere Richtung: Kreuze in Schulen werden entfernt, Es gibt kein Schweinefleisch mehr im Zivildienst und in Krippen, Schwimmunterricht für Mädchen wird abgeschafft - dafür Gebetsräume für muslimische Schüler, Mädchen gehen mit Kopftüchern zur Schule - aber christliche Mädchen dürfen keine Kreuzchen am Kettchen tragen, muslimische Männer dürfen Frau diskriminieren etc.!
      20 11 Melden
    • Maett 24.04.2016 12:26
      Highlight @Oliver Wietlisbach: und wer hat sich eingebildet, zu wissen, was an Stammtischen so gesprochen wird?

      Manchmal gerate ich an welche und bin immer wieder überrascht, wie feinsinnig man von links bis rechts diskutieren kann, ohne dass sich jemand beleidigt fühlt.

      Stammtisch ist übrigens ein deutsches "Schimpfwort", welches von den dortigen etablierten Parteien erfunden wurde. Ob's dort zutrifft weiss ich zwar nicht, aber in der Schweiz ist der Durchschnittsbürger weitaus besser informiert, einfach aufgrund der Abstimmungen.

      Deshalb sind solche Artikel eher lächerlich, als wahr.
      15 9 Melden
    • atomschlaf 24.04.2016 13:56
      Highlight @D00A: Dass die Eritreer übermässig kriminell sein sollen, lese ich hier zum ersten Mal. Aber gut integriert sind sie jedenfalls nicht, stecken doch übermässig viele in der Sozialhilfe fest, warum auch immer.
      15 2 Melden
    • Fabio74 24.04.2016 14:39
      Highlight @Matt: Dass der Schweizer besser informiert als der Deutsche wag ich zu bezweifeln. Bei Stimmbeteiligungen selbst bei Wahlen von knapp über 30% ist das ein äusserst schlechts Zeugnis, für ein Land das die beste Demokratie sein will. Und wenn man hier dieses "Stammtischgeplauder" liest, das oft nur nachplappern ist, dann hab ich noch mehr Zweifel an der Aussage.
      1 10 Melden
    • Maett 24.04.2016 16:26
      Highlight @Fabio74: wieso machen Sie das am Wähleranteil fest? Ich beurteile mich selber z.B. als überdurchschnittlich informiert, wähle aber trotzdem nie (bzw. nicht mehr), sondern stimme nur ab - schlichtweg, weil ich mich durch jede Partei schlecht vertreten fühle.

      Und abstimmen tue ich auch nur, wenn ich mich in die Materie eingelesen habe, was ich nur bei Themen tue, die mich interessieren.

      Der Stimmenanteil kann von mir aus bei 1% liegen, wer nicht abstimmt, gibt die Verantwortung freiwillig weiter.

      Daraus (und aus online-Kommentaren) Rückschlüsse zu ziehen, erachte ich aber als völlig falsch.
      5 0 Melden
    • Fabio74 24.04.2016 21:58
      Highlight Weil ich der Meinung bin, wenn der Schweizer so gut informiert ist, wie Sie sagen, dann sollte er das Privileg von Wahlen und Abstimmungen wahrnehmen, und diese Entscheidungen entsprechend legitimieren. Wenn nur ein Drittel oder noch weniger ihren Hintern hochheben um ihre demokratische Rechte wahrnehmen, enttäuscht mich das. Die meisten Menschen dürfen ihre Meinung zur Politik so direkt nicht äussern.
      0 4 Melden
    • Maett 24.04.2016 23:53
      Highlight @Fabio74: das ist Ihre Meinung. Meine Meinung ist, dass wir ein freiheitlich geprägtes Land sind, und niemand Rechte in Anspruch nehmen muss, wenn der Wille nicht vorhanden ist. Fakt ist, dass sich viele Bürger gar nicht für Politik interessieren - die tiefe Wahl- und Stimmbeteiligung sind Zeuge davon.

      Ich sagte ja auch nicht, dass der Durchschnittsschweizer gut informiert wäre, sondern lediglich besser als der Deutsche. Dort sind die Wahlbeteiligungen übrigens auch nicht besonders hoch, wie in praktisch jedem demokratischen Land, in dem kein Wahlobligatorium herrscht.
      4 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 09:37
    Highlight "Die Amici aus dem Süden sind zurück", schreibt die "Schweiz am Sonntag" in ihrer heutigen Ausgabe. Wie schön! Es tönte doch schon mal ganz anders, als diese Amici die Tschinggen waren. Ich frage mich trotzdem, wie wohl die SVP mit diesen neuen Erkenntnissen wohl umgehen wird. Nimmt das "Egerkinger Komitee" unter Walter Wobmann nun auch die Pizza und die Spaghetti in ihren Verbotskatalog auf? Wir dürfen gespannt sein ;-)!
    54 17 Melden
  • Zeit_Genosse 24.04.2016 09:33
    Highlight Swissness und Italianita scheinen sich besser zu vertragen.
    42 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 09:56
      Highlight Ganz und gar nicht. Nur weil Mozarella und Salami inzwischen zu den "normalen" Lebensmitteln gehören, heisst das nicht, dass wir zur lebensfrohen Mentalität der Italiener einen besseren Zugang finden.

      Man sieht das ja schon an der Kleidung: geh mal nach Milano und schau wie die Menschen sich herausputzen, in grellen Farben präsentieren und ungefragt und ungezwungen im Bistro mit dem Nachbarn einen kleinen Schwatz anfangen. Und dann kommst du nach Zürich und selbst bei strahlendem Sonnenschein wirst du das Gefühl nicht los, als obs gleich anfangen würde zu schneien.. Und Mode kennen wir nicht
      41 38 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 10:37
      Highlight "Einen kleinen Schwatz anfangen" ist keine Einbahnstrasse. Oft muss man über den Schatten springen und bei sich selbst anfangen. Dass es Temperamentsunterschiede gibt zwischen den Italienern und den Schweizern ist natürlich auch ein Fakt. Darüber können zB viele Schweizerinnen ein Liedlein singen....
      12 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 10:58
      Highlight Jop. Ist so
      6 0 Melden
    • Maett 24.04.2016 12:28
      Highlight @D00A: was hat das denn jetzt mit Italien zu tun? Diesen Vergleich kann ich auch mit Lugano oder Genf anstellen.

      Die Deutschschweiz ist einfach trist, that's it.
      9 6 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 24.04.2016 13:16
      Highlight Aufjedenfall verträgt die Schweiz sowas tausendmalmehr als Islamische Kulturen.
      22 3 Melden
  • Digital Swiss 24.04.2016 09:23
    Highlight Lieblingsausländer 😍
    23 17 Melden
  • Erwin Geiger 24.04.2016 09:15
    Highlight Watson ist eine spannende Geschichte. Schade, dass ich schon bald 60 bin. Sonst würde ich gerne mitmischeln.
    Eure Artikel sind spannend geschrieben. Leider fehlt vielmals die Recherche zur Ursache gewisser Missstände.

    Weiterhin viel Erfolg
    22 8 Melden
  • Humbolt 24.04.2016 08:59
    Highlight Benvenuti! Ein paar Italiener täten den Deutschweizerstädten nicht schlecht. Dann wäre immerhin jedes 10. Gesicht im Anzug in Zürich happy und nicht alle so grimmig wie jetzt leider.
    39 16 Melden
    • rodolofo 24.04.2016 10:56
      Highlight Auch die Italiener machen, wenn sie -von der sonnigen Südseite her kommend- im Schneetreiben aus dem Gotthard-Tunnel rauskommen, erst mal einen "Lätsch".
      In Italien denke ich immer: "Was für ein Klima! Es ist so wunderbar warm! Du kannst immer draussen sein und entspannt geniessen, schlendern und locker quatschen.
      Wenn Du noch die Brandung des Meeres hörst, ist Deine Zufriedenheit vollkommen!"
      Aber die Freundlichkeit der Italiener wirkt heute etwas angestrengt und aufgesetzt. Sie sind unter grossen Konkurrenzdruck geraten, bedrängt von fleissigen, geschäftstüchtigen Chinesen, Indern und Roma.
      11 5 Melden
    • Turi 24.04.2016 12:03
      Highlight Humbolt, wenn du mal etwas freundlicher schauen würdest anstatt immer nur einen Lätsch zu machen, wäre Zürich auch ein bisschen fröhlicher.
      6 0 Melden
  • Dä Brändon 24.04.2016 08:43
    Highlight Ich schwelge in Nostalgie wenn ich an meine Jugend zurückdenke. Aufgewachsen in einem Multikulti Block, vorwiegend bewohntvon Italiener. Ahhh diese Kultur, dieses Essen.
    45 6 Melden
    • Luca Brasi 24.04.2016 12:05
      Highlight Und die Frauen nicht zu vergessen...;)
      16 1 Melden
    • Dä Brändon 24.04.2016 13:10
      Highlight Oooh jaaa, ach Roberta...!
      11 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 08:13
    Highlight Endlich mal wieder Einwanderung, die erfreulich ist und gut für Land und Wirtschaft.
    33 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 10:01
      Highlight Exakt als die Deutschen im grossen Stil hier vor ein paar Jahren einwanderten, fing diese "Dichtestress" Diskussion an. Klar, simpel gesagt: die deutschen Einwanderer sind gut gebildet, gut verdienend und benutzen somit die Infrastruktur ungleich mehr, als ein Asylbewerber, der im Asylzentrum sitzt. Genau dies führte aber zur Dichtestress-Diskussion: "die bauen alle ein Hüsli und dann ist unser ganzes Land weg" usw.

      Letzten Endes spielts keine Rolle was für ein Ausländer es ist. Für die Rechten ist er Ausländer und deshalb nicht willkommen. Was du sagst ist Heuchelei in Reinkultur.
      26 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 10:15
      Highlight Richtig, diese Emigranten passen in unser Land und helfen uns auch unsere Kultur und Traditionen zu bewahren. Sie sind zwar ein bisschen lauter und fröhlicher als wir, haben jedoch ähnliche Quaraktereigenschaften.
      14 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 10:44
      Highlight Man kann durchaus die Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte gutheissen und gleichzeitig die Unterschichten-Immigration ablehnen. Mit Heuchelei hat das gar nichts zu tun.
      13 6 Melden
    • Maett 24.04.2016 12:34
      Highlight @D00A: die Dichtestress-Diskussion kommt daher, dass das Mittelland eines der am dichtesten besiedelten Gebieten Europas ist, und weiter wächst.

      Was das speziell mit den deutschen Einwanderern zu tun hat erschliesst sich mir nicht, es geht um alle und alles was Wachstum bringt (also Zuwanderung im Allgemeinen und eine positive Geburtenrate).
      10 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 13:11
      Highlight Maett du hast rein gar nichts an meinem Post verstanden. Ich gebe die unsinnigen Argumente der Fremdenfeide wieder und demaskiere sie.

      Auch bezeichnend, dass smiply und trader bei diesen migranten, welche ganz klar wirtschaftsmigranten simd, diese nicht als solche bezeichnen.mdafür bezeichnen sie kriegsflüchtlinge als wirtschaftsmigranten... einfach nur noch heuchelei...
      2 10 Melden
    • Fabio74 24.04.2016 14:43
      Highlight @Maett: Das wir die Schweizer unser Land zubauen ist einzig und allein unser Problem, weil wir offenbar weder willens noch fähig sind eine anständige Raumplanung zu haben, wie mans in anderen Ländern hat. Noch immer wird Land auf Gemeindeebene eingezont, und diese Gemeinden sind noch immer fest in Hand von SVP, FDP oder CVP.
      Man könnte in und um die Städte verdichteter bauen, könnte sich überlegen Städte zu fusionieren, würde die Planung einfacher machen.
      2 8 Melden
    • Maett 24.04.2016 16:32
      Highlight @D00A: Sie legen lediglich Ihre Interpretation dar, die ich so nicht bestätigen kann. Rechtsparteien votieren gegen mehr Wachstum, weil das konservative Modell möglichst den Status Quo erhalten will. Die Ausländer sind da lediglich Symptom, aber nicht die Hauptschuldigen.

      Was aus Eritreern, Marokkanern, Algeriern, etc. ein Kriegsflüchtling macht, müssen Sie mir auch noch erklären. Es wird kritisiert, dass die meisten Flüchtlinge ökonomische Fluchtgründe haben, und dass entgegen der Genfer Konvention Kriegsflüchtlingen oft dauerhaftes Bleiberecht erteilt wird. Ist ja alles legitime Kritik.
      9 0 Melden
    • Maett 24.04.2016 16:35
      Highlight @Fabio74: stimmt, die Raumplanung ist nicht das gelbe vom Ei, aber das ist der Preis für unser föderalistisches System, das auch Vorteile hat.

      Aber auch wenn die Raumplanung perfekt wär, das Mittelland wäre trotzdem genau so stark besiedelt (ich sprach von den Einwohnern pro km2) wie jetzt.

      Bsp. sind wir ca. 2.5 Mal kleiner als Österreich, haben aber fast so viele Einwohner, bei Verhältnismässig weniger bebaubarer Fläche (in Relation zur Landesgrösse). Das ist durchaus ein Punkt, den man ansprechen darf, ohne die Schuld bei der Raumplanung zu suchen.
      7 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2016 16:57
      Highlight Maett:
      "Es wird kritisiert, dass die meisten Flüchtlinge ökonomische Fluchtgründe haben,"

      Also ziemlich genau gleich wie die Italiener und die Deutschen. Sind auch Wirtschaftsflüchtlinge, richtig?
      1 10 Melden
    • Maett 24.04.2016 17:39
      Highlight @D00A: jetzt muss ich Ihnen aber nicht das Schengen-Abkommen, der Sinn eines Visums und den Unterschied zwischen durch Arbeitsbewilligung legitimierten Arbeitskräften und Flüchtlingen mit ökonomischen Fluchtgründen erklären?

      Zumal die meisten Flüchtlinge (die diesen Status offiziell haben) realistisch gesehen keinerlei berufliche Perspektive haben, sondern die Sozialhilfe als ökonomischen Erfolg erleben.

      Würden das Deutsche oder Italiener versuchen (mit L- oder B-Ausweis, den man i.d.R. zu Beginn erhält), wären sie bald wieder in ihrer alten Heimat.
      10 0 Melden
    • atomschlaf 24.04.2016 20:57
      Highlight @D00A: Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ausgebildete Arbeitskräfte aus Nachbarländern in die Schweiz kommen um zu arbeiten oder ob Leute mit minimaler Ausbildung ins Land strömen, die überhaupt nicht oder erst nach jahrelanger, steuergeldfinanzierter Zusatz-Ausbildung in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

      Wenn Du diesen Unterschied nicht sehen willst, dann kann ich Dir auch nicht mehr helfen.

      Ausserdem: Die Italiener kommen legal im Rahmen der PFZ in die Schweiz und täuschen nicht Asylgründe vor, um sich das Aufenthaltsrecht zu erschleichen.
      9 0 Melden
    • Fabio74 24.04.2016 22:08
      Highlight @Maett: Sehe die unbrauchbare Raumplanung und das beharren der Dorfkönige auf die kleinen Gemeinden, die alle wachsen wollen, anstatt dass man das Wachstum in und um die grossen Städte konzentriert. Dann hätten wir mehr grüne Flächen.
      0 4 Melden
    • Maett 24.04.2016 23:57
      Highlight @Fabio74: welche Stadt will denn wachsen? Also in einem Verhältnis, welches das Mittelland entlastet? Im Mittelland leben >5 Millionen Menschen, das hätte also sinngemäss eine Millionenstadt zur Folge - auf die werden wir aber noch lange warten.

      Auch hat das natürlich grossen Einfluss auf den Nationalrat, andere Kantone würden eine solche Absicht also eher torpedieren als unterstützen.

      Grundsätzlich bleibt das Problem aber bestehen. Das Mittelland ist in jedem Fall eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in Europa. Ob in Hochhäusern gestapelt, oder so wie jetzt.
      4 0 Melden

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

Artikel lesen