Schweiz
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Eine Pilatus PC-9 in Tschad. Auch dort sind die Maschinen der Innerschweizer Firma gelandet. Bild: EPA

In Mexiko werden Schweizer Flugzeuge gegen Demonstranten eingesetzt

31.07.15, 05:08 31.07.15, 09:43

Bei einer Kundgebung in Mexiko kam es zu einem Einsatz von Pilatus-Maschinen, die vermutlich mit Maschinengewehren ausgerüstet worden sind. Das ist nicht das erste Mal. Die Lufttechnik der Stanser Firma wird immer wieder gegen Demonstranten, Aufständische und Zivilisten eingesetzt, wie der «Tages-Anzeiger» am Freitag berichtet.

Die in Mexiko eingesetzten Maschinen stammen aus einer Lieferung «in den 80er-Jahren, spätestens Anfang 90er-Jahre», wie SECO-Ressortleiter Jürgen Boehler gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagt. Die kleinere Version der Pilatus-Maschine gilt als Trainings- oder Schulungsmaschine, kann aber leicht aufgerüstet werden.

Das darf Mexiko, gegenüber der Schweiz gibt es keine Rechtfertigungspflicht. Denn bis heute gelten die Pilatus-Flugzeuge nicht als Kriegsmaschinen. Sie unterliegen nicht dem Kriegsmaterialgesetz, sondern dem weniger strengen Güterkontrollgesetz. Insgesamt stellte Pilatus rund 500 dieser Maschinen her. 

Pilatus sagt gegenüber dem «Tages-Anzeiger», man habe keine Kenntnis über den Sachverhalt und könne sich deshalb nicht dazu äussern. (dwi)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 31.07.2015 22:20
    Highlight Stoppt die Kriegsmaterialausfuhr!

    Waffen liefern und dann erstaunt sein, dass sie in falsche Hände geraten, ist eine verlogene Haltung, die einmal bös bestraft werden wird, wie beim Bankgeheimnis! Die Flüchtlingsströme sind die sichtbarsten Zeichen dieses unheilvollen Geschäfts. Die Kriegsmaterialausfuhr ist eine Schande für das Rotkreuz-Ursprungsland Schweiz!
    2 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 31.07.2015 10:47
    Highlight Verstehe den Artikel nicht! Wo bitte schön liegt das Problem. Abgesehen von Heuchelei!
    5 2 Melden

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