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Die 5 wichtigsten Erkenntnisse aus der Pressekonferenz zum Postauto-Skandal



Nach dem Postauto-Skandal, wonach über 78 Millionen Franken Subventionen eingestrichen wurden, informierte Post-Verwaltungsrat Urs Schwaller heute an einer Pressekonferenz über das weitere Vorgehen. 5 Dinge, die du jetzt dazu wissen musst. 

Ruoff bleibt

Die Post-Chefin Susanne Ruoff, die im Zuge des Subventionenbetrugs harsch in die Kritik geriet, weil sie laut «Blick» bereits 2013 von den illegalen Buchungen wusste, bleibt in ihrem Amt. Verwaltungsrat Schwaller sicherte ihr das Vertrauen zu. «Es gilt die Unschuldsvermutung», sagt er an der Pressekonferenz. Fügte aber hinzu: «Beim leisesten Zweifel muss sie gehen.» Ruoff wird sich weiterhin auf die operativen Belange konzentrieren, während Verwaltungsrat Schwaller die Untersuchungen leitet. 

Task-Force gebildet

Eine unabhängige Task-Force von Experten des Anwaltsbüros Kellerhals Carrad sowie von Ernst&Young werden die Vorkommnisse genauer untersuchen. Dies teilte Schwaller an der Pressekonferenz mit. «Zum jetzigen Zeitpunkt können wir keine abschliessende Darstellung des Sachverhalts geben.» Schwaller schwört aber Transparenz. «Es liegt nun an der Post, die unentschuldbaren Vorfälle lückenlos aufzuklären», sagt der Verwaltungsrat. Man werde die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten. 

Der hinterzogene Betrag von 78 Millionen wird die Post umfänglich dem Bund und den Kantonen zurückzahlen, informierte Schwaller. 

Boni gestrichen

Als Sofortmassnahme kündigte Schwaller die Aufschiebung der variablen Lohnanteile für 2017 an. Heisst konkret: Der Postauto-Spitze werden keine Boni ausbezahlt, bis die Vorkommnisse geklärt sind. Davon ist auch Post-Chefin Ruoff betroffen. Möglich ist, dass einige Personen der Geschäftsleitung einen Teil der Boni zurückbezahlen müssen. «Diese Frage ist aber noch offen», meinte Schwaller. Die Frage nach der Rückzahlung werde erst nach den Untersuchungen beantwortet. 

«Mitarbeiter sollen sich bei uns melden!»

Schwaller appellierte zudem an die Mitarbeiter der Post und deren Tochterkonzerne. «Mitarbeiter sollen sagen, wenn sie etwas wissen.» Er wolle so Indiskretionen vermeiden. Mitarbeiter können sich an die anonyme Kontaktstelle «Post Courage» wenden, so Schwaller und ergänzt: «Es geht aber nicht darum, irgendetwas zu verheimlichen.»

Postauto AG bleibt bei Mutterkonzern Post

Die Postauto AG wird auch weiterhin beim Mutterkonzern Post bleiben. Dies bestätigte Verwaltungsrat Schwaller vor den Medien. «Die Postauto AG gehört zur Post.»

Dennoch werde eine Ablösung diskutiert, sagte er. Diese stehe aber nicht zuoberst auf der Prioritätenliste. «Ich will zuerst einen neuen Chef bei Postauto», erklärte Schwaller. Die Stelle von Daniel Landolf, der freigestellt wurde, wird laut Schwaller bereits in den nächsten Wochen wieder besetzt werden.

Wieder hat der Bund mehr eingenommen als geplant

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 16.02.2018 19:36
    Highlight Highlight Falls sich die Bosse nicht persönlich bereichert haben, finde ich das Ganze eigentlich nicht so schlimm.
  • mogad 16.02.2018 08:07
    Highlight Highlight Wieso nur Ruoff? Und der ehem. Postautochef, die externen Revisoren? Von letzteren wird gesagt, mind. einer von ihnen hätte schon 2013 Bescheid gewusst von "Unregelmässigkeiten". Und der Verwaltungsrat? Und der Vorgänger von Ruoff? Herr Schwaller tritt hier als Schiedsrichter auf, obwohl er Teil der Untersuchungen ist oder sein sollte?! Jeder schiebt die Schuld auf den andern. Einig sind sich aber offenbar viele, dass Ruoff weg muss, am liebsten gleich mit BR Leuthard der obersten Chefin, die offenbar über jeden Federstrich in ihrem Riesendepartement Bescheid wissen sollte.
  • Gubbe 15.02.2018 22:26
    Highlight Highlight Der Herr Schwaller zeigt sich absolut korrekt. Zuerst abklären, dann die Fakten auf den Tisch und handeln. So muss eine Entscheidung fallen. Wir werden sehen...
  • Zap Brannigan 15.02.2018 19:35
    Highlight Highlight Meldestelle? Interne Task force? Unschuldsvermutung? Was für eine Verarschung. Frau Roff war nachweislich auf dem Verteiler einer Aktennotiz, in der die interne Revision unmissverständlich auf illegale Machenschaften aufmerksam machte. Wenn sie davon wirklich nichts wusste, ist das keine Unschuld, sondern ein Grund zu gehen. Die Geschichte gehört der Staatsanwaltschaft übergeben, und der gesamte Laden muss von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfung durchleuchtet werden. Die Chancen stehen gut, dass auch an anderen Orten betrogen wurde. Das ist eine Frage von Charakter und Firmenkultur.
    • mogad 16.02.2018 08:20
      Highlight Highlight Achtung Ironie: Die Frau muss weg, am besten die Leuthard auch gleich. Nur schon dass da zwei Frauen am Ruder sitzen ist eine Provokation. Weg mit denen. Egal wie gut die ihren Job bisher gemacht haben. Egal, was kommende Untersuchungen bringen und wieviele Männer allenfalls auch noch seit Jahren Bescheid wussten, Hauptsache diese Frau, besser beide Frauen, sind weg und können wieder durch Männer ersetzt werden, wies der Brauch und Recht ist - zumindest für die eine Hälfte der Menschheit. Klick. Jetzt ist mein Blitzableiter aktiviert. Ende Ironie.
  • HansDampf_CH 15.02.2018 19:09
    Highlight Highlight wir sollten alle Strafanzeige stellen. Einsicht in Akten! Wir sind alle geschädigt worden. Einzug des Bonus teils rückwirkend....
    • mogad 16.02.2018 08:23
      Highlight Highlight Dass die bei staatsnahen Betrieben überhaupt Boni kriegen, nebst den viel zu hohen Löhnen ist ein Skandal. Manchmal frag ich mich, ob ich nicht auch versuchen würde Steuern zu vermeiden wenn ich reich wäre. Denn für Verschwendung und Korruption möchte ich nicht ungefragt zahlen müssen, egal wie hoch mein steuerbares Einkommen ist.
  • Ruffagsuffa 15.02.2018 17:09
    Highlight Highlight Boni bis auf Weiteres gestrichen? Das ist aber unmenchlich! Hoffentlich war ein Careteam vor Ort.
  • HansDampf_CH 15.02.2018 17:00
    Highlight Highlight Klar stellen Sie sich vor Sie. Die tragen alle gemeinsam die Verantwortung... haben alle gemeinsam den Steuerzahler für Ihren persönlichen Bonus Beschissen.
  • DonPedro 15.02.2018 16:12
    Highlight Highlight Je grösser der Skandal, umsomehr
    gilt die Unschuldsvermutung und niemand hegt den leisesten Zweifel!
  • Karoon 15.02.2018 15:49
    Highlight Highlight Also faktisch passiert nichts
    • mogad 16.02.2018 08:24
      Highlight Highlight Abwarten. Es wird ein Bauernopfer geben und dann wird munter weiter betrogen. Man wird neue Wege finden um an die Kohle zu kommen.
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 15.02.2018 15:49
    Highlight Highlight 1)Ruoff bleibt: ein normaler Angestellter hätte den Fristlosen und einen Gingg in den Hintern
    2) Task-Force gebildet: beweist dass sie's echt nicht im Griff hatten/haben
    3) Boni gestrichen: ja hoffentlich auch!
    4) Mitarbeiter sollen sich bei uns melden!: Ja war das vorher nicht erwünscht? Was ist das für ein Laden?
    5) Postauto AG bleibt bei Mutterkonzern Post: Rhetorischer Dünpfiff. Wo wollen sie den sonst hin? Nestlé?
    • dan2016 15.02.2018 19:43
      Highlight Highlight Lieber Prolet, der Blick und verschiedene Parlamentarier haben eine Abspaltung angeregt. Wenn Sie, und die meisten Mitpster, den hohen Massstab für Euch anwendet, dann solltet ihr jetzt ein halbes Jahr Postverbot bekommen
    • mogad 16.02.2018 08:25
      Highlight Highlight @dan2016. Da haben Sie in ein Wespennest gestochen. Daher die Blitze. Mein Zustimmung haben Sie.
    • dan2016 16.02.2018 10:07
      Highlight Highlight @Abbaio, Danke, ich wusste dies allerdings. Bei gewissen Themen möchte die Watson-Community mit aller Kraft das Level der 20 Min-Community untertreffen. Ich bin auch der Meinung, dass der Subventionsbetrug schlichtweg skandalös ist und bin auch der Meinung, dass relativ viele Leute es geahnt haben müssen. Hingegen sprechen wir von 1% des Gewinns, 0.1% des Umsatzes - inwieweit ich dies als Führungsperson sofort auf dem Radar hätte (auch mit der schwachen internen
  • #bringhansiback 15.02.2018 15:47
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