Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

420 Millionen Franken: Postauto-Affäre drückt auf den Gewinn der Post

08.03.18, 09:40 08.03.18, 10:59


Verwaltungsratspräsident Schwaller muss den Postskandal erklären. Bild: KEYSTONE

Die Affäre um die illegale Buchungspraxis bei PostAuto drückt schwer auf das Ergebnis der Post. Der Gewinn ist gegenüber dem Vorjahr fast einen Viertel auf 420 Millionen Franken gesunken.

Die Post hatte in den Jahren 2007 bis 2015 mit unrechtmässigen Umbuchungen zu hohe Abgeltungen erhalten. Sie zahle den Betrag von 78,3 Millionen Franken vollumfänglich an Bund und Kantone zurück, schrieb die Post in einem Communiqué am Donnerstag.

Dies führe bei PostAuto zu einem Betriebsverlust von 69 Millionen Franken. Der Betriebsertrag der Tochter sank auf 836 Millionen Franken. Zusätzlich stelle die Post für die Jahre 2016 bis 2017 rund 30 Millionen Franken zurück. Der genaue Betrag werde in den nächsten Wochen festgelegt, hiess es weiter.

Der Betriebsertrag des Mutterhauses sank wie bereits vor einem Jahr leicht um 2,5 Prozent auf 7,987 Milliarden Franken. Und auch das Betriebsergebnis vor Finanzerfolg und Steuern (Ebit) ging zurück – um rund 11 Prozent auf 630 Millionen Franken.

Im Kerngeschäft Briefpost hingegen konnte die Post zulegen: Das Betriebsergebnis stieg dank «ergänzenden Dienstleistungen auf der letzten Meile» um rund 17 Prozent auf 370 Millionen Franken.

Wegen des Mengenrückgangs bei den adressierten Briefen und den zugestellten Zeitungen reduzierte sich der Betriebsertrag bei PostMail um 2,5 Prozent auf 2,835 Milliarden Franken. Der Rückgang habe aber dank einem Kostenmanagement, Effizienzmassnahmen und Einmaleffekten kompensiert werden können.

E-Commerce boomt

Dagegen wächst mit dem boomenden Onlinehandel auch die Paketmenge: Die Post stellte letztes Jahr 130 Millionen Pakete zu, das sind 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr. PostLogistics will deshalb bis 2020 für 150 Millionen Franken drei neue regionale Paketzentren bauen.

Mit dem beliebten E-Commerce nehme zwar auch der Konkurrenz- und der Preisdruck zu, hiess es weiter. Trotzdem habe PostLogistics das Betriebsergebnis um 1,7 Prozent auf 119 Millionen Franken steigern können. Der Betriebsertrag erhöhte sich um fast drei Prozent auf 1,619 Milliarden Franken.

Weil die Post von einem weiteren Wachstum im Onlinehandel ausgehe, dürften neben den drei geplanten noch weitere Paketzentren in anderen Regionen folgen. Die Anzahl der künftigen Standorte sei aber noch offen.

Weniger Briefe und Zahlungen an Poststellen

Gleichzeitig konnten wegen der zunehmenden Nutzung von digitalen Angeboten an den Schaltern über 7 Prozent weniger Briefe und 6,5 Prozent weniger Zahlungen verarbeitet werden. Dadurch sank der Betriebsertrag von PostNetz um fast 8 Prozent auf 1,102 Milliarden Franken.

Die Einbussen an den Schaltern seien aber durch die Netzentwicklung und die Anpassung an die Kundenbedürfnisse kompensiert worden. So konnte PostNetz den Betriebsverlust gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent auf 159 Millionen Franken verringern. 

(aeg/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Algerien schickt 13'000 Flüchtlinge in die Wüste

6 Dinge, die gewisse Pärchen tun, die uns alle anwidern

Der Torhüter, der noch keine Parade gezeigt hat – und weitere spannende WM-Statistiken

«Ich kann Trumps Vorgehen ein Stück weit nachvollziehen»

Apple-Fail: Mac-Tastatur ist fehleranfällig

Das sind die 7 dämlichsten Ferienjobs, die wir gemacht haben (wir brauchten das Geld)

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Haris Seferovic: «Irgendwann ist genug und dann platzt der Kragen»

EXKLUSIV: Hier erfährst du, wer die WM gewinnen wird! (Spoiler: Ich, der Picdump 😒)

«Die roten Linien werden eher dunkelrot»: Wie man in Brüssel die Schweiz sieht

Traum oder Albtraum? So ist es, als CH-Rock'n'Roll-Band in den USA auf Tour zu sein

Erdogans Schlägertrupp auf dem Vormarsch in die Schweiz

Mit dieser Begründung brechen 37 Studenten Prüfung ab

Schweizer Fussballfans verirren sich an die ukrainische Front

Netta sang zum Abschluss der Pride – aber vorher gab es wüste Szenen

13 seltsame Dinge, die uns am Trump-Kim-Gipfel aufgefallen sind

«Wieso sagen Schweizer gemeine Dinge über meine Schwester?»

Das absurdeste Museum der Welt und wir waren da – und bereuen es jetzt noch

Diese 7 Zeichnungen zeigen dir, wie es am Open Air wirklich wird

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert von

Diese 19 Fails für bessere Laune sind alles, was du heute brauchst

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

Eine Szene – viele Wahrheiten 

Anschnallen bitte! So sieht der Formel-E-Prix von Zürich aus der Fahrerperspektive aus

15 Jahre ist es her: Das wurde aus den «DSDS»-Stars der 1. Stunde

Die Bernerin, die für den Sonnenkönig spionierte

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Fertig mit Rosinenpicken: Es ist Zeit, dass auch Frauen bis 65 arbeiten

Wegen hoher Verletzungsgefahr: Diese Sportarten mögen Versicherungen gar nicht

Diese 18 genialen Cartoons über die Liebe und das Leben haben uns kalt erwischt 😥😍

«Pöbel-Sina» scheitert bei «Wer wird Millionär» an dieser super einfachen Frage – und du?

Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

Shaqiri ist der «dickste» Feldspieler – und 9 weitere spannende Grafiken zur Fussball-WM

Die ausgefallensten Hotelzimmer der Schweiz

Als muslimische Piraten Europäer zu Sklaven machten 

33 unfassbar miese Hotels, die so richtig den Vogel abgeschossen haben

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

Diese Frau stellt absurde Promi-Fotos nach – 17 Lektionen, die wir von ihr lernen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Moudi 08.03.2018 11:59
    Highlight Etwas finde ich sehr komisch..
    Wie kann es sein, dass ja scheinbar niemand etwas wusste aber die Höhe der Bussen (80mio) ist bereits bekannt!?
    Man wisse nicht wie lange der beschiss schon läuft.. aber wir zahlen die 80mio vollumfänglich und vorsorglich zurück!!
    Wahrscheinlich bin ich einfach zu einfach gestrickt..hmmmm
    9 2 Melden
  • the sense of life 08.03.2018 11:56
    Highlight Das traurige an der ganzen Sache ist dass Schwaller und Ruoff fein raus sind obwohl beide auch in U-Haft gehören. Aber die wirklichen Leidtragenden werden die PostAuto und Post Angestellten sein. Während Ruoff und Schwaller Ihre Schäfchen bereits im trockenen haben. Und milde gesagt macht mich das richtig sauer.
    8 6 Melden
    • dan2016 08.03.2018 13:04
      Highlight Du weisst mehr? Ich denke, die Medien werden dein Wissen gerne aufbereiten. Und - nach welchen Kriterien gibts in Deinem Rechtssystem Untersuchungshaft?
      5 1 Melden

Manager-Löhne: «Die Schweiz ist das Vergütungsparadies in Europa» 

Roche-Vorstandschef Severin Schwan hat seine Position als Top-Verdiener unter Europas führenden Managern behauptet. Der Österreicher stand im vergangenen Jahr mit einer Direktvergütung von 13,0 (2016: 13,2) Millionen Euro an der Spitze der Gehaltsrangliste der 73 wichtigsten Unternehmenslenker in Europa.

Dies geht aus Berechnungen der Vergütungsberatungsfirma hkp hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlagen. Traditionell bezahlen Schweizer Konzerne ihre Chefs am besten: Mit …

Artikel lesen