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Tessiner Tageszeitung «Giornale del Popolo» wird eingestellt

17.05.18, 11:53 17.05.18, 12:14


Die neue Direktorin des Giornale del Popolo Alessandra Zumthor posiert mit einer Ausgabe des Tessiner Kurienblattes am Mittwoch, 04. November 2015, in Lugano. Alessandra Zumthor trat ihr am Amt am 01. November 2015 als Nachfolgerin von Claudio Mesoniat an, der nach elf Jahren als Direktor vom Giornale del Popolo in den Ruhestand tritt. (KEYSTONE/Ti-Press/Carlo Reguzzi)

Bild: TI-PRESS

Aus für die Tessiner Tageszeitung «Giornale del Popolo»: Sie wird als Folge des Konkurses des Werbevermarkters Publicitas am Samstag zum letzten Mal erscheinen, wie die Herausgeber am Donnerstag mitteilten. Ein wichtiger Teil der Einkünfte stammte aus der Werbung.

Die Herausgeber der Zeitung haben die Bilanz am Donnerstag bei der Präfektur in Lugano deponiert. Die katholisch geprägte Zeitung hatte zuletzt 35'000 Leserinnen und Leser. Für das betroffene Personal soll nach möglichst verträglichen Lösungen gesucht werden.

Per Jahresbeginn hatte sich das «Giornale del Popolo» nach 14-jähriger Zusammenarbeit von der Tageszeitung «Corriere del Ticino» getrennt und war wieder eigene Wege gegangen. Unter anderem wurden damals verschiedene Zukunftsvisionen als Grund für die Trennung angegeben. Die Kooperation hatte seit 2004 bestanden und umfasste vor allem die Werbung und einige Redaktionsinhalte.

Der Konkurs des Werbevermarkters Publicitas war erst vergangenen Freitag bekannt geworden. Das Unternehmen litt wie die Medienhäuser unter dem markanten Rückgang der Printwerbung. Publicitas schrieb schon mehrfach rote Zahlen, zog sich aus Auslandgeschäften zurück, wurde geschrumpft und umstrukturiert.

AZ Medien, «Corriere del Ticino», NZZ, Tamedia und der Verband Schweizer Medien hatten nach Bekanntwerden des Konkurses umgehend eine neue Gesellschaft gegründet, die unter dem Namen AdAgent AG Werbekunden und Verlage im Handling von Print-Kampagnen unterstützen soll. (sda)

Trump signiert «Blick»-Ausgabe

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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