Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gelber Riese macht 645 Millionen Gewinn – trotz 110-Millionen-Loch bei den Poststellen

10.03.16, 10:51 10.03.16, 11:28


Die Schweizerische Post hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 645 Millionen Franken erwirtschaftet - 7 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Dem Bund sollen 200 Millionen Franken als Dividende ausgeschüttet werden. Die Zukunft ist trotzdem herausfordernd.

Das Betriebsergebnis vor Finanzerfolg und Steuern (EBIT) nahm um 2.5 Prozent auf 823 Millionen Franken zu. Die Zunahme des Gewinns resultierte aus Veränderungen von Buchwerten im Finanzdienstleistungsmarkt, wie die Post am Donnerstag bekanntgab. Beispielsweise sei das Handelsergebnis im Zuge der Aufhebung des Euro-Mindestkurses stark gestiegen.

Weniger Briefe

Der Betriebsertrag entwickelte sich dagegen in drei von vier Märkten stagnierend bis rückläufig - insgesamt fiel er um 147 Millionen Franken auf 8.224 Milliarden Franken.

Im Kommunikationsmarkt erwirtschafteten die drei Segmente PostMail, Swiss Post Solutions sowie Poststellen und Verkauf gesamthaft ein Betriebsergebnis von 263 Millionen Franken (Vorjahr: 246 Millionen Franken). Die Menge der adressierten Briefe von PostMail sowie Poststellen und Verkauf sank im Vergleich zum Vorjahr um 1.4 Prozent, die Anzahl Sendungen ohne Adresse nahm um 1.7 Prozent ab.

Poststellen rentieren nicht

Die durch Mengenrückgänge verursachten Ertragsminderungen hätten durch den reduzierten Betriebsaufwand mehr als wettgemacht werden können, schreibt die Post. Nicht so bei den Poststellen und beim Verkauf: Dort resultierte ein Betriebsverlust von 110 Millionen Franken wegen rückläufigen Mengen bei den Brief- und Paketaufgaben sowie wegen dem Rückgang im Zahlungsverkehr.

Die Bilanzsumme der Schweizerischen Post ging von 124.67 Milliarden Franken auf 120.33 Milliarden Franken zurück. Die Post spricht trotzdem von einem «guten Ergebnis in zunehmend schwierigem Umfeld». Dies werde sich so rasch nicht ändern.

Insbesondere die PostFinance werde durch die fortwährende Tiefzinssituation stark herausgefordert, schreibt das Unternehmen. Trotzdem erzielte PostFinance 2015 einen Betriebsgewinn von 459 Millionen Franken - 77 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Hauptgrund für die Zunahme sind Buchgewinne im Umfang von 25 Millionen Franken. (whr/sda)

Roger Federer auf Briefmarken in aller Welt

Das könnte dich auch interessieren:

«Aus Gewissensgründen» – Diese Apothekerin verbannt Homöopathie aus Regalen

Wie du dir als Gymi-Schüler die Lehre vorstellst – und umgekehrt

«Jetzt gegensteuern, sonst werden die Folgen fatal sein»: 11-Jährige erleiden Burn-out

Der Kampf um die Seele der Amerikaner hat begonnen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 10.03.2016 11:24
    Highlight Angesichts dieses respektablen Gewinns sollte vorerst mal Schluss sein mit weiteren Poststellenschliessungen.
    Es gibt nun mal in jedem Unternehmen Bereiche, die für sich betrachtet nicht rentieren, die aber für das Gesamtunternehmen schlicht notwendig sind.
    21 1 Melden
    • Pirat der dritte 11.03.2016 17:03
      Highlight was willst du mit einer poststelle, die keiner braucht. es ist billiger, die päckli ein zweites mal zuzustellen.
      0 0 Melden
  • MacB 10.03.2016 11:21
    Highlight Vielleicht müssen sie wieder mehr Zückerli und CHips am Schalter verkaufen...und übrigens: "Hend sie sscho es Eurokonto?" . Nein, bitte nicht ;)
    14 0 Melden

ZKB muss den USA 97 Millionen bezahlen – und wird dafür nicht mehr verfolgt

Nun hat sich auch die Zürcher Kantonalbank mit den US-Behörden im seit Jahren hängigen Steuerstreit geeinigt.

Sie hat die Untersuchung des US-Justizministeriums zum ehemaligen Geschäft mit US-Kunden mit einem Deferred Prosecution Agreement abgeschlossen und sich auf eine Zahlung von 98.5 Millionen US-Dollar (rund 97 Millionen Franken) geeinigt, wie sie in der Nacht auf Dienstag mitteilte. Die grösste Schweizer Kantonalbank wird damit von den US-Behörden nicht weiter strafrechtlich verfolgt.

Diese …

Artikel lesen