Schweiz

Lindorkugeln und Goldhasen lassen bei «Lindt & Sprüngli» die Kasse klingeln

18.08.15, 07:44 18.08.15, 08:01

Der Schokoladenhersteller «Lindt & Sprüngli» hat in der ersten Jahreshälfte deutlich mehr verdient. Der Reingewinn erhöhte sich um 15,6 Prozent auf 65 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 17,5 Prozent auf 90,6 Millionen Franken.

Damit erhöhte sich das operative Ergebnis im Jahresvergleich im Gleichschritt mit dem Umsatzplus. Der Umsatz zog um 17,4 Prozent auf 1,409 Milliarden Franken an. Ohne die im Vorjahr übernommene US-Schokoladenfirma «Russell Stover» hätte das organische Wachstum 9,4 Prozent betragen, wie «Lind & Sprüngli» am Dienstag mitteilte. Während das Umsatzwachstum bereits Anfang Juli bekannt gegeben worden war, vermochte «Lindt & Sprüngli» mit den Gewinnzahlen die Erwartungen von Analysten zu übertreffen.

Schweizer Schokolade ist nach wie vor gefragt. Bild: KEYSTONE

Auch das Traditionsunternehmen mit Sitz in Kilchberg ZH litt aber unter dem starken Franken sowie den «rekordhohen» Rohstoffpreisen für Kakaobohnen, Haselnüssen und Mandeln, wie es in der Mitteilung hiess. Allein der Währungseffekt aufgrund der Frankenaufwertung habe das Betriebsergebnis um 10,6 Prozent belastet. «Lindt & Sprüngli» hält aber trotz des starken Frankens am Standort Schweiz fest, wird in der Mitteilung betont.

Das Unternehmen erzielt unter 40 Prozent des Gesamtjahresumsatzes in der ersten Jahreshälfte, dennoch fallen aber natürlich rund die Hälfte der Fixkosten bereits in dieser Periode an. Das Weihnachtsgeschäft soll denn die Kassen beim Schokoladenkonzern abermals klingen lassen. Für das Gesamtjahr bestätigte «Lindt & Sprüngli» das selbstgesetzte mittel- bis langfristige Wachstumsziel von 6 bis 8 Prozent in Lokalwährung. Nach erfolgreichem Abschluss der Integration von Russell Stover soll zudem auch die Profitabilität deutlich steigen.

(sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Asyl-Algorithmus»: Ein Programm soll Flüchtlinge vor der Arbeitslosigkeit bewahren

Forscher der ETH-Zürich entwickelten einen Algorithmus, der die Arbeitslosigkeit bei Asylsuchenden drastisch senken soll. Neu sollen Flüchtlinge nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern anhand von Faktoren wie Alter, Herkunft und Sprache auf die Kantone verteilt werden.

Wer in der Schweiz einen Asylantrag stellt, wird vom Bund einem Kanton zugewiesen. Die Verteilung findet computergesteuert und nach Zufall statt. Das heisst, es kann gut sein, dass ein Asylsuchender, der fliessend Französisch spricht, in ein Asylheim in der Deutschschweiz kommt.

Grund für die zufällige Verteilung: Asylsuchende sollen möglichst gleichmässig auf die verschiedenen Kantone verteilt werden und es soll keine ethnische Gruppe überproportional häufig in einem Kanton vorkommen.

Kritisiert …

Artikel lesen