Schweiz

462 Millionen Liter Bier wurden im Jahr 2016 in der Schweiz getrunken. Bild: Shutterstock

Die Zahlen: So viel Alkohol trinkt die Schweiz

24.08.17, 14:08

Die Schweizer Bevölkerung greift immer seltener zur Flasche. Im vergangenen Jahr sank der Alkoholkonsum auf den tiefsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg.

7,9 Liter reiner Alkohol pro Kopf

Gegenüber dem Vorjahr nahm 2016 der Pro-Kopf-Verbrauch reinen Alkohols um zwei Deziliter ab, von 8,1 auf 7,9 Liter. Der langjährige rückläufige Trend hat sich damit fortgesetzt, wie die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) am Donnerstag mitteilte.

3,7 Liter davon im Wein

Noch bis in die Neunzigerjahre lag der Gesamtverbrauch bei über zehn Litern pro Person. Etwa die Hälfte des reinen Alkohols, 3,7 Liter, fliesst in Form von Wein durch die Kehlen.

54,9 Liter Bier pro Kopf

Beim effektiven durchschnittlichen Konsum alkoholischer Getränke steht aber nach wie vor Bier mit 54,9 Litern an der Spitze. Das sind 0,9 Liter weniger als 2015.

462 Millionen Liter Bier

Der gesamte Bierkonsum in der Schweiz belief sich im vergangenen Jahr auf 462 Millionen Liter. Davon entfallen rund 122 Millionen auf Importbier (26 Prozent). Die Zahl der steuerpflichtigen Bierbrauereien nahm 2016 um ganze 130 zu und erreichte mit 753 Unternehmen einen neuen Rekordstand.

33,8 Liter Wein pro Kopf

Gar um anderthalb Liter ging der Pro-Kopf-Verbrauch beim Wein zurück, und zwar von 35,3 auf 33,8 Liter. Vor allem Schweizer Weisswein wurde weniger getrunken. Um nicht weniger als 6,7 Millionen Liter nahm der effektive Konsum ab – ein Minus von 13 Prozent. Auch beim Rotwein betraf der rückläufige Trend vor allem einheimische Sorten.

3,6 Liter Spirituosen

Bei den gebrannten Wassern nahm der Pro-Kopf-Konsum von 3,7 auf 3,6 Liter ab. Die Produktion inländischer Spirituosen brach um über einen Viertel auf 1,2 Millionen Liter ein. Um 4 Prozent stiegen hingegen die Importe, und zwar auf rund 8,6 Million Liter reinen Alkohols. Sie dominieren den Schweizer Markt mittlerweile mit einem Anteil von rund 80 Prozent

10 Prozent trinken die Hälfte des gesamten Alkohols

Für die Abstinenzbewegung ist der Konsumrückgang zwar erfreulich, aber kein Grund, sich zurückzulehnen. Das Blaue Kreuz erinnert daran, dass die Hälfte des Alkohols gerade mal von 10 Prozent der Erwachsenen konsumiert werde. Daran ändere sich wenig.

Die Zahlen zu Alkoholproduktion und -verbrauch stammen aus einer Broschüre der Alkoholverwaltung, die in diesem Jahr zum letzten Mal erscheint. Anfang 2018 wird die EAV in die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) integriert. Damit wird auch die Publikation der Statistik neu organisiert. (whr/sda)

Man kann auch ohne Alkohol Spass haben. Hab ich mal gehört

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hugo Wottaupott 24.08.2017 23:13
    Highlight Dazu kommen noch 2 Tonnen Heroin, paar mehr Tonnen Kokain, und noch mal paar mehr Tonnen Gras und Hasch.
    2 0 Melden
  • andrew1 24.08.2017 21:09
    Highlight Und da sagen die älteren immer wie viel die jugend doch saufe. Dabei waren es vor 30 jahren noch ca 12 liter, also 1.5 mal mehr. So gesundheitsbewusst wie heute war wohl noch keine generation unterwegs. Auch die raucherzahlen sind rückläufig.
    21 2 Melden
  • Spooky 24.08.2017 18:57
    Highlight Ich gehöre zwar nicht zu jener 1% finanziellen Elite, aber immerhin zu jener 10% alkoholisierten Elite. Ist ja auch etwas, oder nicht? 😂
    31 5 Melden
    • Whiskeysour 24.08.2017 19:06
      Highlight Ein Seelenverwandter?
      11 2 Melden
    • Spooky 24.08.2017 19:19
      Highlight @ Whiskeysour
      "Seelenverwandter?"
      Ich weiss halt nicht. Deinem Nickname nach zu schliessen wahrscheinlich schon ;-)

      Meine Nichte ist Ärztin, und sie möchte mich schon lange in eine Entziehungskur schicken. Aber ich will nicht. Und solange ich selber für mich schauen kann und niemandem gefährlich werde, können sie mich zu nichts zwingen. Es lebe die freie Schweiz! Vive la Suisse! Liberté!

      [
      ]
      9 6 Melden
  • Pasch 24.08.2017 15:53
    Highlight Soll ich das Ganze jetzt als Vorwurf verstehen??
    25 4 Melden
  • COLD AS ICE 24.08.2017 15:50
    Highlight "Helden trinken keinen Alkohol".....aber Legenden!!!! :-)
    42 7 Melden
  • Silent Speaker サイレントスピーカー 24.08.2017 14:38
    Highlight Mir sind Leute bekannt, die zwei Flaschen Smirnoff pro Tag reinziehen. Also fast anderthalb Liter.

    Das Zeug gehört eigentlich unter verbotene Substanzen, es ruiniert vieler Leute Leben. Auch das von jenen, die keinen Alkohol konsumieren. Einfach, weil irgendein Trottel in der Familie ein Alkjunkie ist.

    Dreckszeug.
    43 28 Melden
    • Jaing 24.08.2017 15:32
      Highlight Und wir wissen alle, dass Verbote bei Drogen sehr wirksam sind.
      63 4 Melden
    • murphyslaw 24.08.2017 15:38
      Highlight Aus der Vergangenheit wissen wir, dass Verbote nichts bringen..
      44 3 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 24.08.2017 15:52
      Highlight Das stimmt so nicht ganz. Ich war diesen Sommer in Schweden. Ich finde deren Umgang mit Alkohol und Abgabe bei Alkohol mit mehr als 3.5% nur in staatlichen Geschäften als sehr interessant.
      10 32 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 24.08.2017 18:43
      Highlight @jaing/murphyslaw: Es steht doch "EIGENTLICH" dort?! Allerdings ist es in arabischen Ländern so, dass es dort deutlich weniger Alkoholkranke gibt. Verbote nützen schon... Aber dem Staat und der Wirtschaft entgeht so Geld. Am Alkohol verdient ein ganzer Zweig: Vom Produzenten über Vertrieb, Läden, Staat bis hin zur Pharma- und Medizinindustrie.

      Die Prohibition funktionierte in den USA aus einem ganz anderen Grund nicht. Nur 36 Staaten unterzeichneten sie und niemand bemühte sich, das Gesetz durchzusetzen. Es griff niemand durch. So wie es beim Kiffen auch quasi stillschweigend toleriert wird.
      12 5 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 24.08.2017 18:46
      Highlight Diese Liste spricht für sich:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Alkoholkonsum

      Verbote sind durchaus wirksam. Es geht halt immer darum, ob sie durchgesetzt werden und wie die Bestrafung aussieht.

      Manche Menschen muss man zu ihrem Glück zwingen.

      Wer von euch beiden hat schon mit alkoholkranken Menschen zu tun gehabt und feststellen müssen, dass der Kampf dieser Menschen gegen diese Droge praktisch aussichtslos ist?
      7 19 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 24.08.2017 18:49
      Highlight @The Wirter Formerly Known as Peter: In Finnland ist das System ähnlich wie in Schweden. Aber schau dir an, wo Finnland weltweit in punkto Alkoholkonsum steht. Im Norden ist es also einfach so, dass der Staat direkt mehr Geld aus der Sucht der Bevölkerung zieht. Die Leute kommen in beiden Ländern dennoch uneingeschränkt an Alkohol. Es spielt doch keine Rolle, wer die Droge verkauft.
      14 2 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 24.08.2017 19:57
      Highlight Hmm erklärt aber nicht, warum es in Schweden funktioniert. Ich fand einfach das gesamte Setting noch gut da. So wie an der Langstrasse ist ja keine Lösung.
      4 7 Melden
    • Jaing 24.08.2017 20:32
      Highlight Ich war kürzlich in Schweden, Anreise über Fehmarn (D). Dort kommen die Schweden mit Lieferwagen und Wohnmobilen oder im Car und lassen sich den Alkohol pallettweise einladen.
      9 0 Melden
  • WalterWhiteDies 24.08.2017 14:21
    Highlight 3.6 liter Spirituosen trinke ich in einem Monat :'D
    42 12 Melden
    • tschoo 24.08.2017 16:02
      Highlight Aber hoffentlich nicht Reinalkohol :D
      9 1 Melden
    • WalterWhiteDies 24.08.2017 16:32
      Highlight Ne das natürlich nicht. Ist ka nicht so das ich Probleme habe haha
      1 5 Melden
    • Bav 24.08.2017 17:18
      Highlight ca 12 Flaschen Vodka würd ich sagen
      2 3 Melden
  • pun 24.08.2017 14:16
    Highlight Solange die Hälfte des ganzen Reichtums in den Händen von 10 Personen liegt, gehör ich gern zu den 10 Prozent, die die Hälfte vom Schnaps wegtrinkt.
    Zusammenhang? Prost.
    81 10 Melden

Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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