Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUR JAHRESMEDIENKONFERENZ DES FLEISCH-FACHVERBANDES STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 13. APRIL 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Die Wurstwaren und das Fleisch liegen auf dem Grillrost, brutzeln verheissungsvoll und verstroemen einen feinen Duft. Die Freunde treffen sich zu einem gemeinsamen Grillen in einem Gemeinschaftszentrum in Zuerich, Schweiz, am 25. Mai 2011. (KEYSTONE/GAETAN BALLY) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Fleisch ist in der Schweiz zweieinhalb mal so teuer wie im Ausland.
Bild: KEYSTONE

Wir zahlen jährlich bis zu 3 Milliarden Franken zu viel fürs Essen – Schuld sind die Agrarzölle   

30.06.16, 10:51 30.06.16, 11:29


Wegen Agrarzöllen zahlen Konsumenten jährlich 2 bis 3 Milliarden Franken zu viel für Wein, Fleisch, Gemüse oder Getreide. Das ergaben Berechnungen des Preisüberwachers Stefan Meierhans. Sein Fazit: Es wäre günstiger, Bauern mit Direktzahlungen zu unterstützen.

Zölle auf landwirtschaftlichen Produkten verteuerten nicht nur eingeführte Waren, sondern indirekt auch die im Inland produzierten, schreibt der Preisüberwacher in seinem Newsletter vom Donnerstag. Die Zollerträge auf allen landwirtschaftlichen Erzeugnissen beliefen sich 2012 auf rund 612 Millionen Franken.

Bauern können mehr verlangen

In den Haushaltskassen macht sich aber die Verteuerung der inländischen Produkte weitaus stärker bemerkbar. Ein Preisvergleich, den das Team des Preisüberwachers zwischen importierten und inländischen Gütern vornahm, zeigt: Wegen der Agrarzölle können Bauern jährlich 2,6 Milliarden Franken mehr für ihre Produkte verlangen.

Das rechnerische Ergebnis überschätze aber tendenziell die Effekte eher, schreibt der Preisüberwacher. Er geht deshalb «sicherheitshalber» von 2 bis 3 Milliarden an Mehrbelastung aus.

Stärkere Verteuerung bei Fleisch

Besonders stark verteuert sich Fleisch: Die Zollerträge auf Rindfleisch beliefen sich auf rund 32 Millionen Franken, die Mehrbelastung wegen teureren inländischen Produkten beträgt aber fast 400 Millionen Franken – das ist mehr als das zwölffache.

Laut dem Preisüberwacher treiben unter anderem die bereits höheren Preise für andere landwirtschaftliche Produkte die Kosten beim Fleisch und verstärken damit den Preiseffekt: Weil ein Rind bereits mit teurerem Futtermais oder -gerste gefüttert wird, kostet das Rindfleisch nochmals mehr. Laut einer Erhebung des europäischen Statistikamts Eurostat ist das Fleisch in der Schweiz zweieinhalb mal so teuer wie im Ausland.

Auswirkungen auf andere Branchen

Aber nicht nur auf Fleisch, Früchte oder Gemüse haben die Zölle Auswirkungen: Sie verteuern auch andere Produkte, die im Laden gekauft werden wie Kosmetika und Körperpflegeprodukte, heisst es im Newsletter. Deren Preise orientieren sich nämlich an einem Warenkorb, der auch landwirtschaftliche Produkte umfasst.

Der Agrarschutz erweise sich zudem für Branchen wie den Tourismus, das Gastgewerbe oder die Lebensmittelindustrie als Wettbewerbsnachteil im Verhältnis zu ausländischen Anbietern, hält der Preisüberwacher fest. Denn diese Branchen greifen für ihre eigenen Leistungen auf landwirtschaftliche Erzeugnisse zurück.

Meierhans kommt zum Schluss, volkswirtschaftlich gesehen liesse sich die einheimische Produktion unterstützt durch Direktzahlungen günstiger finanzieren, weil in diesem Fall der Handel von der Marktabschottung nicht mitprofitiere. (whr/sda)

Food! Essen! Yeah!

15 leckere Supermarkt-Produkte, die ihr von den Frankreich-Ferien heimnehmen solltet

Also ich trinke diesen Sommer über nur noch Michelada – und du solltest es auch!

Wie viele dieser europäischen Spezialitäten kennst du? Mach' das Foodie-Quiz!

12 Salate, die du diesen Sommer über essen solltest

Pitte eine Pita-Pocket! 9 leckere Arten, Pitabrote zu füllen

WAS zum Geier ist denn DAS? Hier kommt das grosse internationale WÄH-Quiz!

Nach diesen 5 Dokus wirst auch du deine Ernährung hinterfragen

Du entdeckst gerne neues Essen? Dann ist das für dich die wohl beste Website der Welt

Hier wird die watson-WM-Wurst gemacht (natürlich von Food-Gott Baroni himself)

Die besten Rezepte für Salatsaucen – von 6½ Profis

Zum 4th of July: Die 12 besten Gerichte, die ich während meiner US-Tour essen durfte

Guck – hier sind 8 Sandwiches, die du dir mal gönnen solltest. Gern geschehen!

Ich habe einen CBD-Burger gegessen und war danach komplett verpeilt

13 basic Food-Skills, die du langsam beherrschen solltest

Wie Food-besessen bist du? Wir sagen es dir!

Wenn du dieses gepfefferte Quiz bestehst, klopft dir Gewürzonkel Baroni auf die Schulter

Jubelt, heute ist Chip and Dip Day! Und wir schenken dir 7 hammergeile Dip-Rezepte

Dieser Käse ist gefährlicher als ein Schnellfeuergewehr, weil: USA!

Das sind sie: Baronis Basic-Tipps für einen besseren Pasta-Alltag

Superfood ist gar nicht so super wie ihr alle tut

«You Did Not Eat That»: Hier wird die Heuchelei von Foodbloggern entlarvt

Hol dir den Food-Push aufs Handy! Mmmh, jaaaaa, du willst ihn!

Alle Artikel anzeigen

19 Fastfood-Gerichte, die zum Davonlaufen sind (bloss, kannst du nicht davonlaufen, weil du ZU DICK BIST)

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lami23 30.06.2016 13:02
    Highlight Grundsätzlich ist das nicht die optimale Lösung. Andererseits, wenn Fleisch aus dem Ausland günstig zu haben wäre, wäre das ein ökologisch und Tierschutzmässiges Desaster. Die Haltung ist im Ausland weniger strengen Richtlinien unterworfen. Und das es vielen Konsumenten nach wie vor egal ist, was aus welcher Haltung mit wie viel Antibiotikaeinsatz etc produziert wird, muss es eben übers Portmonaie gelenkt werden, leider. (Das ist mein überlegter Vorteil, die Politik wird sich da was anderes überlegt haben) :-)
    11 4 Melden
  • Mafi 30.06.2016 12:29
    Highlight "Schuld"? Der Staat verdient gut mit, d.H. wir müssen weniger Steuern zahlen. Zudem werden lokale Gewerbe inidirekt unterstützt (sie sind Wettbewerbsfähiger). Diese Zölle sind nicht nur negativ, auf gar keinen Fall!
    7 9 Melden
    • Toerpe Zwerg 30.06.2016 16:16
      Highlight Wir müssen weniger Steuern zahlen? Am Beispiel vom Rindfleisch "sparen" wir 32M Steuern und geben dafür 400M mehr aus für den Konsum.

      8 1 Melden

Der Fleischkonsum in der Schweiz ist auf ein Rekordtief gesunken – das sind die Gründe

Seit 49 Jahren haben die Schweizer nicht mehr so wenig Fleisch gegessen. Die Branche rechnet nicht mit einer Trendwende – und richtet nun ihre Kommunikation neu aus.

1969 war die Welt noch eine andere. Erstmals setzte ein Mensch seinen Fuss auf den Mond. In Vietnam tobte der Krieg. Und die Schweiz war noch zwei Jahre von der Einführung des Frauenstimmrechts entfernt.

Damals, vor fast einem halben Jahrhundert, hat die Schweizer Bevölkerung letztmals so wenig Fleisch gegessen wie heute. Der Fleischkonsum pro Kopf befindet sich aktuell auf einem Rekordtief, wie eine Statistik der Branchenorga­ni­sa­tion Proviande zeigt, die watson vorliegt.

50,01 Kilogramm …

Artikel lesen