Schweiz
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Zeitungen der AZ Medien und der NZZ Mediengruppe liegen auf einem Tisch, am Mittwoch, 1. November 2017, in Zuerich. Die Regionalmedien der NZZ-Gruppe sowie deren Online-Portale sollen in ein gemeinsames Joint Venture mit den AZ Medien eingefuehrt werden. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die Regionalmedien der NZZ und Aargauer Zeitung spannen zusammen.  Bild: KEYSTONE

AZ Medien und NZZ gründen gemeinsames Unternehmen

Die NZZ und die AZ-Gruppe führen ihre Regionalmedien in einem Joint-Venture zusammen. watson bleibt eigenständig. 



Axel Wuestmann, CEO AZ Medien, von links, spricht neben Peter Wanner, Verwaltungsratspraesident der AZ Medien, Etienne Jornod, Verwaltungsratspraesident der NZZ, und Pascal Hollenstein, Leiter Publizistik NZZ, an der Medienkonferenz zum Joint Venture Zusammenschluss der AZ Medien und der NZZ-Mediengruppe, aufgenommen am Donnerstag, 7. Dezember 2017 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die AZ Medien und die NZZ stellen ihr Joint Venture vor. Bild: KEYSTONE

Die NZZ und die AZ-Gruppe bündeln ihre Kräfte. Die beiden Unternehmen führen ihre Regional-Zeitungen und -Onlineportale sowie Radio- und TV-Stationen in einem gemeinsamen Joint Venture zusammen.

Das Online-Portal watson, welches ebenfalls zur AZ-Gruppe gehört, bleibt weiterhin eigenständig. 

Die NZZ-Mediengruppe bringt laut einer Mitteilung ihr gesamtes Regionalmediengeschäft in das Joint Venture ein. Dazu gehören etwa die «Luzerner Zeitung» und das «St.Galler Tagblatt». Auch die Druckereien beider Unternehmen werden Teil des neuen Unternehmens, welches fortan 2000 Mitarbeitende umfasst und gut 500 Millionen Umsatz erwirtschaftet. 

Nicht Bestandteil sind die NZZ Medien mit der «Neuen Zürcher Zeitung», «NZZ am Sonntag» und NZZ Business sowie die konzessionierten Radio- und TV-Sender beider Unternehmen.

Peter Wanner, Verleger AZ-Medien, aeussert sich zum Abstimmungsausgang ueber das Radio und Fernsehgesetz (RTVG) vom vergangenen Sonntag, am Dienstag, 16. Juni 2015 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

AZ-Verleger Peter Wanner. Bild: KEYSTONE

Je zur Hälfte beteiligt

An der neuen Aktiengesellschaft sind die beiden Medienunternehmen je zur Hälfte beteiligt. Verwaltungsratspräsident wird AZ-Verleger Peter Wanner. Die publizistische Leitung sämtlicher Zeitungstitel übernimmt Pascal Hollenstein, aktuell Leiter Publizistik der NZZ-Regionalmedien. 

«Regionalmedien leisten in der föderalistischen, direktdemokratischen Schweiz einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung. Gemeinsam gründen wir ein breit aufgestelltes, wettbewerbsfähiges Medienunternehmen, das die nötige Finanzkraft hat, um in die Zukunft zu investieren.»

AZ-Verleger Peter Wanner

 

«Die AZ Medien und die NZZ-Regionalmedien legen beide ihren strategischen Fokus auf die Publizistik und sind einer liberalen Grundhaltung verpflichtet. Gemeinsam können wir unsere Reichweite erhöhen und Grössenvorteile erzielen.»

NZZ-Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod

Die Wettbewerbskommission muss den Deal noch absegnen. 

Die Zeitungen der AZ-Gruppe

Die AZ Medien geben unter anderem die «az Aargauer Zeitung», «bz Basellandschaftliche Zeitung», «bz Basel», «az Limmattaler Zeitung», «az Solothurner Zeitung», «az Grenchner Tagblatt», «ot Oltner Tagblatt» und die «Schweiz am Wochenende» heraus.

(pd)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gsnosn. 08.12.2017 11:39
    Highlight Highlight Tamedia, Ringier und NZZ, die Medienvielfalt besteht höchstens unter den jeweiligen Verlagshäuser. In den Medienhäuser gibt es dann den einheitlicher Brei, überspitzt gesagt. Ist doch eine scheiss Entwicklung
  • Töfflifahrer 07.12.2017 23:42
    Highlight Highlight Bereiten die sich auf ein mögliches Ja zur No-Billag vor. Immer mehr Macht in immer weniger Händen. Das sollte zu denken geben. Was wenn die dann auch noch Radio / TV dominieren?
  • Raphael Stein 07.12.2017 23:38
    Highlight Highlight Ein Schachzug während der No Billag Initiative der wenig auffällt.
  • Angelo C. 07.12.2017 13:39
    Highlight Highlight Man erinnert sich noch schmunzelnd, als WATSON kürzliche Zeitungsakquisitionen durch Christoph Blocher eher kritisch kommentiert hat :

    https://www.watson.ch/Schweiz/SVP/322321520-%C2%ABF%C3%BCr-Blocher-und-seine-SVP-sind-diese-Zeitungen-Gold-wert%C2%BB


    Natürlich ganz was Anderes, wenn Herr Wanner ähnliches tut, dies zumal wenn es sich dabei um mehrheitlich rechtsbürgerliche Blätter wie u.a. die NZZ handelt 😉.

    Immerhin hat er sein stark linkslastiges
    Online-Flaggschiff WATSON von dieser Zusammenarbeit ausgenommen, denn wer will schon unglaubwürdig werden und Leser verlieren...
    • FrancoL 08.12.2017 13:17
      Highlight Highlight Stark linkslastig? Wenn ich mir bei sehr linken Anliegen die Artikel genauer ansehe und jeweils auch die Herz/Blitz Bilanz der einzelnen Kommentare betrachte, erkenne ich da zwar links aber von STARK linkslastig kann da kaum die Rede sein.
    • Angelo C. 08.12.2017 14:16
      Highlight Highlight Hier sind praktisch ALLE Anliegen mehr oder weniger ausgeprägt linkslastig - das autonom gewählte Credo des Hauses...

      Und nur weil das einstmals intime Kaffeekränzchen (Motto: "Linke unter sich") heute vermehrt von Bürgerlichen in seiner Beschaulichkeit gestört wird, was sich offensichtlich mittlerweile auch in der Herz/Blitz-Statistik veranschaulicht, kann man nicht auf einen Wechsel hin zu vermehrt objektiver Berichterstattung tippen 😉!

      Es ist, wie es ist - persönlich habe ich da auch kein wirkliches Problem damit, sonst könnte ich hier nicht ab und an einen netten Kontrapunkt setzen.
    • FrancoL 08.12.2017 15:19
      Highlight Highlight Alles verstanden: objektive Berichterstattung = bürgerliche Berichterstattung. Doch das ist sehr logisch.
  • einmalquer 07.12.2017 12:32
    Highlight Highlight Dieses Zitat musste ja kommen:

    "Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“

    in der Zwischenzeit ist die Anzahl dieser "Leute" auf eine Handvoll geschrumpft.

    Und "frei ist, wer reich ist... "Da Journalisten nicht reich seien, seien sie auch nicht frei.".

    Paul Sethe im Spiegel vom 5. Mai 1965
    nach Wikipedia
  • Adrian Huber 07.12.2017 11:21
    Highlight Highlight Deshalb: Nein zur Medienabschaffungsinitiative.
  • einmalquer 07.12.2017 11:19
    Highlight Highlight AZ und NZZ
    Blocher und Lebrument


    Eigenständige Medien werden auf dem Printmarkt kaum mehr gesichtet

  • amIsanta 07.12.2017 11:12
    Highlight Highlight Schön, seid ihr nicht da drin gelandet.
  • Posersalami 07.12.2017 10:24
    Highlight Highlight "Regionalmedien leisten in der föderalistischen, direktdemokratischen Schweiz einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung."

    Das ist so sicher richtig. Aber wenn in noch mehr Zeitung das gleiche steht trägt das nicht gerade zu einer selbstständigen Meinungsbildung bei.
  • Chääschueche 07.12.2017 09:54
    Highlight Highlight Noch mehr einheitsbrei.
    • Marc Mueller 07.12.2017 10:39
      Highlight Highlight Welche Zeitungen hast du denn abonniert?
    • Chääschueche 07.12.2017 11:50
      Highlight Highlight Zeitungen sind schon lange kein Geld mehr Wert. Ausgenommen NZZ.Wenn ich unfassend und korrekt informiert werden will gibt es das SRF. Und ab und zu BBC

      Das Kim Kardashian ihre Periode hat oder Britney wieder mal zuviel gesoffen hat interessiert mich eben nicht gross bzw. Gebe dafür kein Geld aus.
    • Madmessie 07.12.2017 13:27
      Highlight Highlight Die NZZ soll ihr Geld wert sein? Diese Zeitung ist eine Zumutung. Sie ist polemisch, im Ton giftig und besteht praktisch nur noch aus neoliberalen Kommentaren zum Tagesgeschehen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

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