Schweiz

Das 5-Rappen-Regime wirkt – Nachfrage nach Plastiksäckli ist um über 80% eingebrochen

01.11.17, 12:20 01.11.17, 20:49

Der Entscheid der meisten grossen Detailhändler in der Schweiz, Einwegplastiksäcke nicht mehr gratis abzugeben, zeigt Wirkung. Bei Coop und Migros ist die Nachfrage nach den Tragtaschen seit Einführung des Fünf-Rappen-Regimes um über 80 Prozent eingebrochen.

Vor genau einem Jahr schaffte die Migros als erster Schweizer Detailhändler die Gratis-Plastiksäcke an der Kasse ab. Seither kosten die Plastiksäcke fünf Rappen. Coop und die meisten anderen grossen Detailhändler zogen nach. Die Kostenpflicht ist ein Beitrag zum Umweltschutz.

850 Tonnen Plastik einsparen

Die Massnahme zeigt offenbar Wirkung, wie am Mittwoch das Schweizer Radio SRF berichtete. Seit der Plastiksack etwas kostet, ist die Nachfrage bei Migros um über 80 Prozent eingebrochen, bei Coop um über 85 Prozent, wie Sprecher der beiden Unternehmen auf Anfrage bestätigen. Coop gibt an, als Folge davon pro Jahr 850 Tonnen Plastik einsparen zu können.

Der Nachfragerückgang entspricht übrigens der Zielsetzung der Detailhandelsbranche. Diese sieht vor, dass der Verbrauch der Gratis-Plastiktüten bis Anfang 2018 um 80 Prozent reduziert werden soll. Für das Abpacken von Früchten und Gemüse sollen jedoch weiterhin Plastiksäcke zur Verfügung stehen.

Immer noch gratis bei Volg und Landi

Neben Coop und Migros haben auch weitere Detailhändler die Massnahme umgesetzt. Auch bei Denner, Spar und Manor kosten die Raschelsäckli laut der Übersicht von SRF fünf Rappen. Lidl und Aldi Suisse haben keine im Angebot.

Bei Volg und Landi sind die Plastiksäcke allerdings noch immer gratis an der Kasse erhältlich, ebenso in den kleineren Läden wie Coop Pronto oder Migrolino.

In den beiden letztgenannten Shops bei der Kundschaft dieselbe Verhaltensänderung zu erzielen wie in den Supermärkten scheint etwas weniger einfach zu sein. Im Gegensatz zu den Supermärkten würden etwa in den Coop-Pronto-Shops häufig mehr Spontaneinkäufe gemacht, teilte Coop-Sprecher Ramón Gander auf Anfrage mit. Die Kunden hätten dort deshalb häufig keine eigene Tragtasche dabei. (whr/sda)

Die Schweiz benötigt täglich 67 Tonnen Papier für Pappbecher

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Die Schweiz benötigt täglich 67 Tonnen Papier für Pappbecher

Video: srf

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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101Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Charlie Brown 02.11.2017 06:45
    Highlight Ein symbolischer Schritt. Aber nicht mehr. Jetzt noch das Recycling fördern.

    Zuhause recycliere ich Kunststoffabfall. Am Arbeitsplatz nicht, weil die Stadt keine separate Sammlung macht. Und ja, ich könnte meinen Plastikabfall auch am Feierabend nach Hause tragen, aber da bin ich zu bequem.

    Ein typisches Zmittag unter der Woche, aus dem Grossverteiler um die Ecke: Einen Salat (in Plastikschale), Hüttenkäse (in Plastikschale), ein Brötchen (im Platikbeutel), ein Joghurtdrink (in Plastikflasche). Aus dem Laden getragen im Juttebeutel.

    Wie gesagt, die Sache ist in der Tat symbolisch.
    6 0 Melden
  • ujay 02.11.2017 04:06
    Highlight Ich lebe in Südostasien. Hier gibts einen Grossverteiler, der seit Jahren weder Plastik/Papiersäcke, noch mehrweg Verpackungen anbietet. Auch nicht für Geld. Der macht das, ohne dass der Staat etwas vorgibt, aus eigenem Interesse an der Umwelt und ohne Werberummel. Es ist einfach Firmenstandart. Soweit sollte der Handel weltweit erst mal kommen. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein. Und in der Schweiz macht man darum so ein Geschiss.
    6 0 Melden
  • sslider 01.11.2017 23:07
    Highlight Ich verwende seit vielen Jahren Einkaufstaschen aus Stoff
    viele male verwendbar,ab und zu waschen das schont die Umwelt
    2 1 Melden
  • 7immi 01.11.2017 22:51
    Highlight ... auf der einen seite spart man, auf der anderen seite verteilt man "sammelfigürchen" und gummiemojis (elastomer-> nicht rezyklierbar, respektive nur thermisch). irgendwie nicht ganz zu ende gedacht. man sollte den unnötigen kunststoffverbrauch reduzieren und dazu gehören neben wegwerfsäckli auch wegwerffiguren und -geschenke...
    12 0 Melden
  • Gohts? 01.11.2017 22:11
    Highlight Toll!

    100g Abfall durch Plastiksäckli pro Kopf in einem Jahr eingespart. Das entspricht in etwa 0.064% meines Kehrichts.

    Nun sind wir das ökologischste Land auf Erden. Ach was, das ökologischste Land im Universum!
    11 18 Melden
    • ujay 02.11.2017 04:10
      Highlight @Gohts? An solch ökologischer Erbsenzählerei von begriffsstutzigen leidet die Welt am meisten.
      12 1 Melden
    • Gohts? 02.11.2017 07:18
      Highlight Ach so. Und ich dachte, die Welt leide am Virus Mensch.
      2 8 Melden
    • ujay 04.11.2017 03:52
      Highlight @Gohts. Nein, die Welt leidet besonders an Menschen mit deiner Gesinnung. Denen ist nicht zu helfen, da es am Grundsätzlichen fehlt.
      1 1 Melden
  • joevanbeeck 01.11.2017 19:19
    Highlight Ein halben Prozent des jährlichen Verbrauchs an Kunststoffen gespart damit man die ökologisch schlechteren Papiertüten pushen kann... das nenne ich Volksverblödung. Das Video unter dem Artikel "Die Schweiz benötigt täglich 67 Tonnen Papier für Pappbecher" ist ja fast schon hohe Kunst der Realsatire.
    17 15 Melden
  • Silent Speaker サイレントスピーカー 01.11.2017 19:14
    Highlight Hauptsache der PKW ist vollgetankt und hat Klima. Cool down im Sommer, warm up im Winter. Die Abgase dürfen die Anderen haben, rumfahren macht Spass. Shopping-Weekend im Big Apple. Strandurlaub auf Male. Ein neues Apfelphone kommt übermorgen auch wieder ins Haus. Zwei, drei Kinder. Man hat sie ja gerne, die Kinder. Die kommen dann auch mit. Im Zweitwagen. Einem SUV. Und die dürfen auch nach NY. Und badem im azurblauen Wasser auf Male. Klima im Auto finden sie auch schön. Und später ein Apfelphone.

    Hauptsache das Plastiksäckli ist eingespart. Das rettet den Planeten!
    19 20 Melden
    • Charlie Brown 02.11.2017 05:43
      Highlight Deinen Rundumschlag gegen Kinder kann ich in dem Zusammenhang nur mit Mühe einordnen.
      5 0 Melden
  • kettcar #mo4weindoch 01.11.2017 18:59
    Highlight Vielleicht sollte man nun einen 5rp-Zuschlag auf Einkäufe am 24. Dezember einführen.
    9 4 Melden
  • Posersalami 01.11.2017 18:19
    Highlight Da sieht man mal wieder, wie durchschlagend einfache Massnahmen wirken können. Sollte unbedingt auf zB. den Energieverbrauch ausgedehnt werden! Manchmal muss man die Leute eben zu ihrem Glück zwingen.
    13 4 Melden
  • Zap Brannigan 01.11.2017 18:14
    Highlight Ein erster Schritt. Als nächstes könnte die Migros damit aufhören, millionenfach chinesischen Plastikmüll als Migrosmania zu verteilen. Und Berge von Cumulus Werbung zu verschicken, welche zum grösste Teil direkt im Altpapier landet. Nachdem sie in Osteuropa gedruckt und per Lkw in die Schweiz gefahren wurde.
    58 0 Melden
  • MarquisBS 01.11.2017 18:10
    Highlight Finde es nur verlogen, wenn weiterhin Plastikspielzeug von Detailhändlern an die Kunden verteilt wird. Alles Plastik das bald wieder fortgeworfen wird.
    28 0 Melden
    • Fabio74 01.11.2017 21:44
      Highlight das hört auf, wenn die Kunden sich weigern, diesen Plastikschrott zu nehmen.
      Aber sobald was gratis ist, ticken die meisten aus und nehmen was sie kriegen
      11 0 Melden
  • Snowy 01.11.2017 18:10
    Highlight Eine Parade-Bsp warum wir gerade bei Umweltschutzthemen leider nicht (nur) auf Freiwilligkeit und Eigeninitiative setzen können.

    13 0 Melden
    • Luzi Fair 02.11.2017 03:54
      Highlight Wieso? Eigentlich ist das ein Beispiel, dass es diese Gesetze nicht braucht. Diese Maßnahme wurde freiwillig eingeführt.
      1 1 Melden
    • raphe qwe 02.11.2017 07:46
      Highlight Nein, die 5 Rappen sind ein Gesetz. Die Migros und Coop haben das nur geschickt in „freiwilligen“ Umweltschutz umgemünzt. Es scheint zu wirken.
      1 0 Melden
  • Nuka Cola 01.11.2017 17:48
    Highlight Am Schluss rettet diese Massnahme auch noch die Existenzberechtigung des 5 Rappen Stück.
    23 0 Melden
  • Rendel 01.11.2017 16:59
    Highlight Geiz ist geil ;-) und manchmal kann man ihn positiv ausnutzen!
    9 3 Melden
  • Lami23 01.11.2017 16:45
    Highlight Für alle jene, die sich "erzogen" und "bevormundet" fühlen: Ich finde es traurig, dass das bei solch einfachen Massnahmen überhaupt nötig ist. Manche Veränderungen um die Umwelt zu schonen sind ja etwas anstrengend und zwingen einen aus der Komfortzone (weniger Fleisch, Velofahren, laufen etc) Aber diese Massnahme ist so einfach...
    25 1 Melden
  • dommen 01.11.2017 16:38
    Highlight Der Grund für die Wirkung bei mir ist nicht der Preis, sondern der Mehraufwand nach getätigtem Einkauf nochmals einen Sack kaufen zu müssen (in 99% der Fälle vergesse ich nämlich, es rechtzeitig zu sagen).
    13 3 Melden
    • Snowy 01.11.2017 18:12
      Highlight Egal. Hauptsache Du verzichtest auf das Plastiksäckli - ob nun wegen Deiner Faulheit oder aus ökonomischen Gründen... --> Ziel erreicht! :-)
      14 1 Melden
  • JoeyOnewood 01.11.2017 16:11
    Highlight Unsere "ach so vorbildlichen" Grossverteiler, welche so sozial und umweltbewusst sind, haben sich wiedereinmal mit aller Kraft dagegen gewehrt. Lidl war sogar beim Mindestlohn von 4'000 Franken schneller als die Migros. Echt, unsere Duopolisten sind an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Und dann spricht man immer von "Selbstregulierung" der Wirtschaft. Nicht einmal die eigentlich nicht-gewinnorientierten Genossenschaften haben irgendeine Art von Verantwortungsbewustsein gegenüber unserer Gesellschaft. Deshalb braucht es ab und zu Regeln und Lenkungsabgaben, anders lernt es der Mensch nicht.
    14 11 Melden
    • Fabio74 01.11.2017 17:28
      Highlight Nur zum Thema Lohn. Lidl hat die meisten Angestellten im Stundenlohn.
      Die 4000 gelten ja nur für Leute im Monatslohn. Insofern schön, aber PR-Gag
      13 0 Melden
    • ujay 02.11.2017 03:27
      Highlight @Fabio74. Wieder mal die halbe Wahrheit. Die Stundenlöhne auf einen Monat hochgerechnet ergeben, na was wohl.....richtig.....chf 4000.
      0 0 Melden
  • KeksloseKeksdose 01.11.2017 16:08
    Highlight Super, freut mich dass das Verbot etwas nützt:)
    Noch toller wird's, wenn die Grossverteiler auch noch auf ihre Sammel-Aktionen und Gratis-Spielsachen verzichten - die sind nämlich oft auch in Kunststoff verpackt...
    27 2 Melden
    • MarquisBS 01.11.2017 18:13
      Highlight Bzw bestehen aus Kunststoff und werden meit nicht lange behalten sondern weggeworfen.
      2 0 Melden
  • Hexentanz 01.11.2017 15:56
    Highlight Landi hat Gratis Plastiksäcke.. Migros hat Migrosmania.. Was produziert wohl mehr Plastik Abfall?
    40 1 Melden
  • Saraina 01.11.2017 15:05
    Highlight Nach wie vor verkaufen die Grossverteiler jedoch untauglichen Billig-Mist chinesischer Fabrikation aus Plastik. In einem Wäschekorb, dessen Henkel nach 6 Monaten reisst, steckt Material für etliche Säckli. Und Biogurken sind nach wie vor in Plasik eingeschweisst, wieso weiss der Gugger.
    16 4 Melden
    • Halb Wissen 01.11.2017 19:21
      Highlight Ich denke hier liegt das Problem bei der Verwechslungsgefahr. Ed gibt kein loses Bio Gemüse in Läden, die dasselbe in nicht Bio, auch lose verkaufen.
      Die Verkäuferin könnte die Produkte nicht unterscheiden und die Kunden könnten sich bereichern.
      Umgekehrt währe es mir lieber. Am schönsten währe es, nur noch Bio zu verkaufen.
      3 1 Melden
  • Rüdiger Rasenmeier 01.11.2017 14:56
    Highlight Wär doch was gegen Cervelatpromis: Artikel über Anjas Busen, Bellers Pelzmantel oder Rigozzis neuen Staubsauger kosten 5 Rappen. So würde sich bald niemand mehr dafür interessieren.
    17 1 Melden
  • G. Schlecht 01.11.2017 14:53
    Highlight Es ging wohl eher darum, sich (im Parlament) profilieren zu können. Hier die Studie, wo wirklich die Flüsse und Meere mit Plastik verseucht werden: http://www.ufz.de/index.php?de=36336&webc_pm=34/2017 Hat sich also wahrscheinlich nichts geändert aber alle am abfeiern, dass sie so öko sind. Da wäre betr. Umweltschutz mit Importstops resp. Zölle für die Hipster-Gemüse/Früchte/Fleisch/Meerestiere wohl massiv mehr raus gekommen. Aber das darf man ja nicht sagen, weil... ach lassen wir's.
    24 18 Melden
    • Dharma Bum 01.11.2017 14:57
      Highlight Jetzt machen sie mir nicht mein schönes Gefühl kaputt, Sie ...
      3 2 Melden
    • Tubel500 01.11.2017 16:20
      Highlight Was ist dein Argument? Natürlich gibt es Orte, wo mehr Abfall verursacht wird und die 5Rp. lösen nicht alle Probleme. Aber 850 Tonnen weniger nur bei Coop, von denen dann geschätzte 1% (also 8.5 Tonnen) nicht im Fluss und dann im Meer landen, sind ein Fortschritt.

      Wenn ich ein Hipster bin, wenn ich Fortschritte gut finde, ist das halt so. Kann ich umgehen damit.

      Du kannst dir ja vorstellen wie das Leben anno 1840 war, als es noch keine Plastiksäckli gab und daher das Problem nicht existierte. Vielleicht löst das das Problem.
      12 3 Melden
    • Sir Affe 01.11.2017 17:44
      Highlight Für manche Menschen ist jede Lösung, welche das Problem nicht komplett beseitigt, unnütz. Klassisches schwarz/weiss Weltbild...
      6 0 Melden
    • Enzasa 01.11.2017 22:40
      Highlight Ich war in Bosnien bei Hochwasser und es war erschreckend zu sehen, wie in allen Bäumen und Sträuchern die Plastiksäcke hingen. Überall.
      Seitdem habe ich nie wieder einen Plastiksack gekauft.
      3 0 Melden
  • Olf 01.11.2017 14:46
    Highlight 850 Tonnen entspricht einem ca. Tag heizen in einer der 30 Schweizer Kehrichtverbrennungen. Übrigens.
    17 1 Melden
    • Fabio74 01.11.2017 17:29
      Highlight Ja Kleinvieh macht auch Mist
      3 2 Melden
  • Dharma Bum 01.11.2017 14:41
    Highlight Jä Sie, das mit dene Plastiktütli gaht gar nöd. Ich verwendä die jetzt nach em Gschlächtsverchär grad mehrmals!
    #ÖKOWARRIOR
    17 20 Melden
  • Dharma Bum 01.11.2017 14:21
    Highlight Die Diskussion ist so peinlich, zum Fremdschämen. Ökoreligion vom feinsten, pseudoeffizient, aber es gibt ein warmes Gefühl in der Birne.

    Hauptsache jeder kann mitspielen, ÖKOWARRIOR auf seinen Zipfel schreiben und zufrieden grinsen.
    28 51 Melden
    • Ollowain 01.11.2017 14:33
      Highlight Ich sehe es als Fortschritt. Wäre doch toll wenn mehr Menschen Ökowarrior werden würden, oder etwa nicht?;)
      32 12 Melden
    • Whitchface 01.11.2017 17:16
      Highlight @Ollowain Leider ist Dharma im Recht. Migros beispielsweise, hat das Thema medial ausgeschlachtet und für die eigene PR missbraucht. Zum gleichen Zeitpunkt jedoch neues Kinderspielzeug (gratis ab einem gewissen Einkaufswert) im grossen Rahmen lanciert. Möchten Sie raten, aus welchem Material diese gefertigt sind? Pure Farce.
      4 2 Melden
    • Ollowain 01.11.2017 17:53
      Highlight Whitchface: Natürlich ist es nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung und es ist auch eine Prise Hypokrisie dabei. Da bin ich völlig einverstanden. Dennoch ist jeder Schritt (immerhin sind es 850 Tonnen) wertvoll und sollte nicht negiert werden. Findest du nicht auch?
      3 0 Melden
    • esmereldat 01.11.2017 19:39
      Highlight Zudem gab es genau wegen diesen Spielzeugen danach viele und anhaltende Proteste der Kundschaft gegen diesen Spielzeugmist. Auch der Ruf nach weniger Plastikverpackung für (Bio)Gemüse kommt immer wieder. Bei vielen Konsumenten fand durch die Säckli-Aktion tatsächlich ein Umdenken statt.
      1 0 Melden
    • Dharma Bum 01.11.2017 19:55
      Highlight Nein! Denn wir machen uns die Illusion das die Plastiksäckli das Problem seien, und das sind Sie nicht! Sie lenken den Pöbel ab von den grossen Geschichten.
      Säckligebühr, so ein Seich!
      Wir brauchen Lenkungsabgaben, 2 CHF auf jedes Kilo produzierten Plastik. Das sind 700 Mrd CHF weltweit.
      Und dann darf die Migros selber entscheiden, ob die Plastiksäckli gratis sind oder nicht.
      700 Mrd CHF für Forschung und Umsetzung neuer Konzepte.
      Aber nein, Plastiksäckliverbot per Parlament und Schulterklopfen ...
      8 2 Melden
    • Whitchface 02.11.2017 15:19
      Highlight @esmereldat "Schwere und langanhaltende Proteste". Der Sturm im Wasserglas...
      @Ollowain Ich arbeite im Energiesektor und kann Ihnen versichern, dass diese 850t Plastik ein Witz sind. Des Weiteren denke ich, dass bei dieser Zahl massiv betrogen wurde. Eine Statistik, über den gesamten Plastikverbrauch der Detailhändler der letzten 20 Jahre, würde sicher Licht ins Dunkle bringen. Dieses Plastiksäckliverbot ist nichts, als ein PR-Stunt von Migros & Coop und nicht nur Sie, sondern auch Watson fällt darauf hinein. Da geht es nicht um die Umwel, sondern nur um Profit meine Freunde.
      0 0 Melden
  • jjjj 01.11.2017 14:19
    Highlight und wie vor einem Jahr alle geweint haben, dass der stolze, freie Eidgenosse vom Sozi-Staat entmachtet würde...
    23 14 Melden
  • Dharma Bum 01.11.2017 14:16
    Highlight Ich kauf mir jetzt jedesmal einen grossen Plastiksack und schmeiss ihn dann weg. Staatsbevormundung geht gar nicht.
    Mit so einem Stuss verbrennen wir unsere Energie, anstatt wirklich etwas zu verändern für die Umwelt.
    21 74 Melden
    • esmereldat 01.11.2017 14:36
      Highlight Warum Staatsbevormungung? Es wurde lediglich von einer Firma eine Gebühr eingeführt...
      37 5 Melden
    • Dharma Bum 01.11.2017 14:51
      Highlight Der Staat zwingt zur Einführung einer Gebühr.

      Be|vor|mun|dung nach Duden.
      14 56 Melden
    • Harpist 01.11.2017 14:52
      Highlight Was haben Sue davon, wenn Sie einen grossen Plastiksack kaufen und ihn dann wegwerfen? Ist das Ihre Form von Protest?
      49 5 Melden
    • Dharma Bum 01.11.2017 14:56
      Highlight .. das ist Kunst. Neuroanalkunst. Um auf die Verdummung der Ökodiskussion hinzuweisen. Sozusagen mit dem Sack abstimmen.
      "Weil das verdammte Plastiksäckli KEINE Rolle spielt" Gar keine. Null. Nix. Nada. Nur Psychoablass der Seele.
      10 11 Melden
    • JoeyOnewood 01.11.2017 16:16
      Highlight Dharma ist eben ein Freiheitskämpfer. Das ist eine Art Pubertärsphase, in der man sich gegen Papa und Mama noch nicht auf Augenhöhe unterhalten und Dinge im Dialog lösen kann und stattfessen in eine Art Trotzhaltung verfällt. Das legt sich wieder. Muss aber Hart und Anstrengend sein.
      11 4 Melden
    • Lami23 01.11.2017 16:41
      Highlight Kindisch.
      6 2 Melden
    • äti 01.11.2017 17:08
      Highlight ... Bums Kommentare geben ihm "ein warmes Gefühl in der Birne" und offensichtlich hat das mit Plastik zu tun.
      11 2 Melden
    • Fabio74 01.11.2017 17:30
      Highlight Nun Protest auf Niveau Kindergarten.
      Wer sich deswegen bevormundet fühlt, scheint andere Probleme zu lösen zu haben
      3 0 Melden
    • Sir Affe 01.11.2017 17:52
      Highlight Och wie süss, er ist auf einer Mission 😂
      1 1 Melden
    • Dharma Bum 01.11.2017 18:31
      Highlight Ach Kinder, ich mag Euch auch alle, aber Ihr seid anstrengend. Und zum selberdenken kann ich Euch nicht animieren. Hach.
      4 5 Melden
    • esmereldat 01.11.2017 19:36
      Highlight Nun ja, im Grossen und Ganzen der gesamten westlichen Verschwendung sind die Säckli tatsächlich nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Es ist aber doch ein schönes Beispiel, wie viel so etwas Kleines bewirken kann. 850 Tonnen Plastikmüll eingespart bei Coop find ich doch nennenswert. Es ist ein erster kleiner Schritt, der zeigt, dass es geht. Jetzt müssen noch viele weitere folgen. Viele kleine Schritte ergeben zusammen auch eine Weltumrundung. Sachen schlechtreden, weils nur wenig Fortschritt bedeutet, bringt nichts.
      4 1 Melden
    • Dharma Bum 01.11.2017 20:10
      Highlight 0,00125 % des Schweizer Plastikverbrauchs. Wau. We changed the world!

      Schweiz, Plastik: 600000 Tonnen.

      Ohne die Ersatzprodukte (Papiertüte, Plastiksack usw einzurechnen)
      3 4 Melden
    • Dharma Bum 01.11.2017 20:14
      Highlight Ein kleiner Schritt? Wir bräuchten dann noch 80000 Schritte (Rechne) zur Lösung. Säckligate dauerte 6 Monate im Parlament. Also, 40000 Jahre.

      Well done, Jungs! Ihr seid wahrlich Grossdenker!
      3 5 Melden
    • Fabio74 01.11.2017 21:49
      Highlight Man auch selber denken, ohne hier rumzuschreien wie du es tust.
      Heute haben die meisten einen Rucksack oder sonst eine Tasche dabei. Also Einkäufe dort reinpacken oder halt eine grössere Tasche in den Rucksack packen und mitnehmen, falls man grössere Einkäufe plant.
      Diese Tasche kann man wenn man sorgfältig damit umgeht lange brauchen
      Dazu halt ist jeder selber gross, zu schauen seinen Verbrauch an Ressourcen so klein zu halten wie es geht.
      2 1 Melden
    • Enzasa 01.11.2017 22:46
      Highlight Dharma bum
      Auch tausend kleine Schritte führen zum Erfolg.
      Albern ist es allerdings zu sagen, das tue ich nicht, weil es nur wenig bringt.
      Der Plastiksack ist eine Entscheidung des Verbrauchers und seine Entscheidung kann auch Einfluss auf die Entscheidungen des Unternehmens nehmen
      3 0 Melden
    • ujay 02.11.2017 03:52
      Highlight @Dharma Bum. Pubertieren vom Feinsten😂😂😂
      2 0 Melden
    • Lami23 02.11.2017 05:40
      Highlight Ich hoffe, du tust bereits etwas das vielbringt um diesen Unsinn auszugleichen...
      1 0 Melden
  • Citation Needed 01.11.2017 13:51
    Highlight Good news.
    15 14 Melden
  • p4trick 01.11.2017 13:38
    Highlight Wenn jetzt sie jetzt noch eine Lösung bringen um die Bio Lebensmittel zu "trennen" ohne alles in Plastik zu packen...
    46 3 Melden
    • Lami23 01.11.2017 16:41
      Highlight Bioladen/Markt. Dann erübrigt sich das.
      2 0 Melden
    • Posersalami 01.11.2017 18:26
      Highlight Also ich erinnere mich an meine Kindheit, damals.. da gabs zwar auch schon Plastikverpackungen. Aber deutlich weniger als heute. Die meisten Sachen sind doch einfach und schlicht aus Preisgründen so verpackt. Überall wo Plastik aus technischen oder hygienischen Gründen unverzichtbar ist kann man ihn ja verwenden, für alles andere sollte Einwegplastik schlicht und einfach verboten werden. Es gibt ja Länder, die das schon machen und damit ziemlich viel Erfolg haben.
      2 0 Melden
  • LYX 01.11.2017 13:17
    Highlight Mir genügen die säckli in der gemüseabteilung für was ich diese brauche. Da gibts diese rollenweise gratis.
    32 89 Melden
    • Citation Needed 01.11.2017 13:52
      Highlight Du bist soooooo schlau. NICHT.
      49 16 Melden
    • jimknopf 01.11.2017 13:54
      Highlight Chapeau! Sie haben die Idee dahinter wirklich verstanden! (Kann Spuren von Ironie enthalten)
      47 12 Melden
    • LYX 01.11.2017 17:35
      Highlight Es zeigt nur auf wie schwachsinnig und undurchdacht viele sachen sind.
      2 3 Melden
  • Wolfus 01.11.2017 13:08
    Highlight Ein Grund im Volg einzukaufen.

    Pech, Migros u.ä.
    26 148 Melden
    • Against all odds 01.11.2017 13:23
      Highlight 1. Hauptsache Gratis
      2. Umwelt ist mir doch egal
      101 19 Melden
    • Wolfus 01.11.2017 13:36
      Highlight Gibt bio-resorbierbaren Plastik - wenn der Dienst am Kunden zuviel verlangt ist, kauft dieser andernorts.

      *mimimi* Umwelt *mimimi*

      14 56 Melden
    • leu84 01.11.2017 13:36
      Highlight Ab und zu kaufe ich auch im Volg ein, trotzdem verzichte ich aufs Säckli. Es geht auch ohne und weniger Ärger beim Säckli öffnen
      31 3 Melden
    • pat86 01.11.2017 13:43
      Highlight wie ist denn das preisniveau im volg? hoffe mal das es nicht höher ist als das der migros ansonsten ist dein preisvorteil sehr schnell mal dahin
      24 5 Melden
    • Wolfus 01.11.2017 14:14
      Highlight @pat86: Schätze mal ist höher beim Volg, allerdings ist das für mich nicht ausschlaggebend ... störe mich eher an "Erwachsenenerziehung".

      Betten wir schliesslich alle noch im Kreis jemanden an?

      5 26 Melden
  • De Shipi 01.11.2017 13:03
    Highlight Also kaufe diese Plastiksäckli auch deutlich seltener, aber nicht, weil mir 5Rp zu viel sind, sondern weil ich keine Lust habe danach zu verlangen bzw. dies auch oft vergesse...
    187 11 Melden
    • Wölfli beim Lamm 01.11.2017 17:26
      Highlight Geht mir auch so. Hab immer einen Plastiksack in der Handtasche.
      2 0 Melden
  • Wölfli beim Lamm 01.11.2017 12:35
    Highlight Sorry. Aber offenbar braucht es halt doch ab und zu ein Verbot, damit sich etwas zum Bessern ändert. Ein Verbot wird akzeptiert, weil es dann für alle gilt.
    217 63 Melden
    • ben b black 01.11.2017 13:23
      Highlight das doofe dabei ist, dass für lächerliche 850 to solche massnahmen ergriffen werden und dabei andere wesentlich grösseren einsparpotentiale bzgl. umwelt ausser acht gelassen werden..
      29 21 Melden
    • LeChef 01.11.2017 13:31
      Highlight Hä? Wir sehen ja, dass es eben kein Verbot gebraucht hat, sondern die Einführung eines Preises. Nullpreise sind generell eine schlechte Idee. Ökonomie: 1, Verbotskultur: 0.
      47 6 Melden
    • nickname2000 01.11.2017 14:17
      Highlight Das ist eben genau kein Verbot sondern ein Kostenfaktor. Verbote sind weniger effekiv und verursachen Kosten zur Kontrolle.
      20 1 Melden
    • Lukas_W 01.11.2017 14:56
      Highlight Also sagst du, dass das hier nicht fuktioniert?, finde einen Rückgang von >80% ziemlich gut.
      13 1 Melden
    • Wölfli beim Lamm 01.11.2017 17:24
      Highlight @ben@Le Chef. Sie haben Recht Sorry. Das Verbot bezieht sich auf das Gratisangebot dieser Säckli. Früher konnte man sie ja einfach hinter der Kasse abreissen.

      2 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.11.2017 17:43
      Highlight Wozu ein Verbot, wenn der Rückgang wegen mickrigen 5 Rappen stolze 80 Prozent beträgt?
      2 0 Melden
    • Pokus 02.11.2017 07:09
      Highlight Es braucht offensichtlich eben kein Verbot.
      Es braucht einen Anreiz.
      0 0 Melden
  • gnabgib 01.11.2017 12:31
    Highlight Spannend wäre zu wissen, um wie viel die Nachfrage nach Papiertaschen zugenommen hat. Der ökologische Vorteil der Massnahme wäre relativ schnell zunichte, wenn jetzt dafür mehr Leute Papiertaschen kaufen und diese nicht mindestens ein paar Mal wiederverwenden.
    153 15 Melden
    • helios 01.11.2017 12:57
      Highlight Naja. Papier wächst nach.
      10 21 Melden
    • EvilBetty 01.11.2017 13:12
      Highlight Trotzdem ist es Energieverschwendung, ob das Papier nun «nachwächst» oder nicht.
      35 1 Melden
    • Sir Jonathan Ive 01.11.2017 13:16
      Highlight 1. Papier wird aus weniger knappen Ressourcen hergestellt.
      2. Es ist einfacher wieder zu verwenden sollte es im Altpapier landen.

      Perfekt ist es nicht, aber viel die bessere Lösung als Plastik.
      52 9 Melden
    • Against all odds 01.11.2017 13:21
      Highlight Jute statt Plastik.
      26 1 Melden
    • maddiepilz 01.11.2017 13:24
      Highlight @jonathan: Papiersäcke sollten nicht ins Altpapier.
      26 3 Melden
    • LeChef 01.11.2017 13:32
      Highlight Sind Papiertaschen nicht sowieso sinnvoller (da biologisch abbaubar) als Plastiksäcke? Auch wenn nur einmal benutzt?
      7 10 Melden
    • leu84 01.11.2017 13:41
      Highlight Meistens habe ich ein Stoffsäckli oder Mehrwegtragetasche dabei. Falls ich spontan etwas Einkaufen will, dann tut es auch die Papiertragtasche, die ich aber mehrmals verwende.
      8 1 Melden
    • zwan33 01.11.2017 13:51
      Highlight Ich bin überzeugt, dass diese Nachfrage nicht im gleichen Masse zugenommen hat. Sie sind ja "noch teurer" als die Plastiksäckli... Der Effekt ist offensichtlich rein psychologisch und zeigt, dass 5 Räppli den Menschen bereits dazu bewegt, sein Verhalten zu verändern.
      23 0 Melden
    • DanielaK 01.11.2017 13:59
      Highlight Das würde mich auch interessieren. Als Verkäuferin kann ich jedoch aus Erfahrung sagen, es sind nicht so viele mehr wie Plastiksäcke weniger. Zahlenmässig, was das Materialvolumen betrifft kann ich es nicht einschätzen.
      17 0 Melden

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