Schweiz

Leck an Leitung: Axpo schaltet unerwartet Block 2 des AKW Beznau ab

05.08.17, 06:42

Der Energiekonzern Axpo hat überraschend den Block 2 des Kernkraftwerks Beznau abgeschaltet. Ursache sei ein Ölleck an einer Leitung.

Wie das Unternehmen in der Nacht auf Samstag mitteilte, wurde am 4. August um 23 Uhr der Block 2 heruntergefahren und vom Netz genommen. Es sei mit einem Produktionsunterbruch von einigen Tagen zu rechnen.

Block 2 des AKW Beznau. Bild: KEYSTONE

Gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte ein Mediensprecher des Unternehmens, dass man am Freitagabend während eines Kontrollgangs ein Leck an einem in Öl gebetteten Kabel gefunden und sich zu der Abschaltung entschieden habe.

Es bestehe keine Gefährdung von Mensch und Umwelt. Allerdings sei während der kommenden Tage gewisser Dampfaustritt aus dem Anlageteil sichtbar. Die Anlage befände sich aber in einem stabilen Zustand. Der Schaden sei im nicht-nuklearen Bereich eingetreten.

Die Behörden seien umgehend informiert worden. Laut dem Sprecher setzte der Axpo-Konzern ausserdem sofort Abklärungen zur Schadensursache in Gang. (sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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16
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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ein Freigeist 07.08.2017 14:30
    Highlight Alle AKW's abschalten
    0 0 Melden
  • meine senf 05.08.2017 12:50
    Highlight Fünf kleine AKWs wollten Kerne spalten
    Bei einem gibt's auch im Mantel Spalten
    Deshalb sinds bald nur noch vier

    Vier kleine AKWs wollten Strom produzieren
    Bei einem sind die Brennstäbe am korrodieren
    Also nur noch drei

    Drei kleine AKWs wollten Geld verbrennen
    Doch beim Behälter-Schweissen war man am pennen
    Bald sind es nur noch zwei
    9 3 Melden
  • Hugo Wottaupott 05.08.2017 10:02
    Highlight Flux-Kompensator einbauen.
    13 3 Melden
  • acove 05.08.2017 09:56
    Highlight Ja, ja, es besteht selbstverständlich "keine Gefahr"! so lautet das Kredo der Verantwortlichen bei jedem Störfall, nur haben die Verantwortlich Damen und Herren der Axpo noch immer nicht gemerkt, dass die Bevölkerung diesen Stuss schon lange nicht mehr glaubt. Vielleicht wäre es mal an der Zeit, wenn auch der derzeitige Verwaltungsrat in die Wüste geschickt und durch fähige Leute ersetzt würde.
    11 13 Melden
  • sebi25 05.08.2017 09:19
    Highlight Aber nein nein, Öl läuft aus aber das Uran ist bei uns sicher...
    21 13 Melden
    • Toerpe Zwerg 05.08.2017 09:27
      Highlight Uran ist ungefährlich.
      8 11 Melden
    • meine senf 05.08.2017 12:23
      Highlight Uran ist *relativ* ungefährlich. Das grosse Problem beginnt erst, wenn das Uran kein Uran mehr ist. Die Spaltprodukte sind ziemlich gefährlich.
      7 0 Melden
  • word up 05.08.2017 09:02
    Highlight ganz usschalte de seich!
    57 18 Melden
    • zuercher123 05.08.2017 12:24
      Highlight Ein Kabel is defekt, wohl von der Turbine herkommend (in ÖL, also wohl Hochspannung) im nicht nuklearen Bereich. Der gleiche Defekt kann es auch in Wasserkraftwerken, Gaskraftwerken, etc geben.
      Wieso soll das nun ein Grund gegen Atomkraftwerke sein?
      3 2 Melden
    • 7immi 05.08.2017 14:17
      Highlight @word up
      und dann? man hat sich in der vergangenheit für diese technologie entschieden und unsere infrastruktur entsprechend ausgelegt. finde ich auch nicht cool, ist aber so. daher muss man nun vieles umbauen und umorganisieren, damit man diese kraftwerke abschalten kann. das braucht zeit. und daher wird unser atomausstieg etwas zeit beanspruchen. denn am ende des tages willst auch du kochen, fernsehen und künftig dein emobil tanken. und dafür brauchts strom. und dafür brauchts ein stabiles netz, das man derzeit plant und aufbaut. nur abschalten reicht nicht.
      2 1 Melden
    • senfmayo 05.08.2017 16:13
      Highlight @Zürcher: stellen Sie sich einfach mal vor was passiert, wenn man das Leck nicht rechtzeitig bemerkt.
      2 0 Melden
    • zuercher123 05.08.2017 17:40
      Highlight Da sich das ganze im nichtnuklearen Bereich ereignete wohl nicht viel. Das Öl wird wohl als Isolationsmittel und/oder Kühlmittel für gewisse Kabel gebraucht. Schlimmstenfalls Kurzschluss mit darauf folgender Notabschaltung der Turbine und des Reaktors.
      2 0 Melden
  • Schnuderbueb 05.08.2017 08:34
    Highlight Aha! Deshalb schaltet man ein AKW ab, weil keine Gefahr besteht. Wird es dann bei Gefahr wieder angeschaltet?
    31 32 Melden
    • Ökonometriker 05.08.2017 09:01
      Highlight Oder man schaltet es ab weil sonst die Maschinen im nicht-nuklearen Bereich schaden nehmen oder es einfach eine Sauerei gibt wenn Öl austritt?

      Warum soll man weiter Uran verheizen wenn man die Stromproduktion für die Wartung stoppt?
      39 0 Melden
    • Rodney McKay 05.08.2017 10:35
      Highlight Da es sich um ein in Öl gebettetes Kabel handelt gibt es verschiedene Varianten.

      A : Das Kabel ist spannungsführend, der Generator, und somit der Dampferzeuger (Reaktor) muss abgeschaltet werden, um eine Reparatur vorzunehmen, ich denke nicht, dass Sie gerne an spannungsführenden Komponenten arbeiten würden.

      B: Das Öl ist heiss, somit kann auch nicht an der Leitung gearbeitet werden, es ist eine Abschaltung erforderlich.

      In beiden Fällen MUSS die Turbine , und somit auch der Dampferzeuger (Reaktor) gestoppt werden.

      Weitere Details kennen wir nicht (müssen wir nicht kennen)
      17 1 Melden
  • latuga 05.08.2017 07:54
    Highlight Nur weiter so, bis uns das Ganze um die Ohren fliegt.
    Aber es ist wie immer kein Problem, es besteht für die Bevölkerung und die Umwelt keine Gefahr.

    39 26 Melden

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