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bild; watson

«NZZ» platziert erstmals ganzseitige Werbung auf der Front, weil sie das Geld braucht

08.10.16, 04:20 08.10.16, 07:45


Ungewohntes Outfit für die «Neue Zürcher Zeitung»: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die Zeitung am Samstag eine ganzseitige Werbung auf der Front platziert. Nach der Werbebotschaft eines Luxusauto-Herstellers folgt das «NZZ»-Titelblatt auf Seite 3.

Die NZZ-Mediengruppe sei sich bewusst, dass Werbung auf der Front auffällig sei. Deshalb werde man diese Werbeform in der «NZZ» nur sehr selektiv einsetzen, teilte NZZ-Sprecherin Myriam Käser auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit.

Die Gründe für die ungewohnte Aufmachung sind finanzieller Natur. Ohne Werbeeinnahmen würden Abopreise kurzfristig steigen, heisst es weiter. Die Werbelandschaft hat sich in den letzten Jahren verändert und es fliesst weniger Geld in Print-Werbung.

«Vor diesem Hintergrund sind auch neue Werbeformen gefragt», sagte Käser. Der «NZZ» sei wichtig, dass bezahlte und unabhängig recherchierte Inhalte klar getrennt seien. Bei der Cover-Werbung bleibe die journalistische Unabhängigkeit vollständig geschützt. Am Umfang und Inhalt der Berichterstattung ändere sich nichts.

Keine Auskunft gibt es darüber, was der Kunde für den prominenten Werbeauftritt bezahlt. Der gleiche Autohersteller kaufte am Samstag auch die ersten zwei Seiten des Westschweizer Blatts «Le Temps». (sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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40Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • karl_e 08.10.2016 14:52
    Highlight Der Niedergang der einst so stolzen, sogar überheblichen, NZZ stimmt traurig. So fällt sie nun selbst ihrem neoliberalem Glauben zum Opfer. 😛
    21 13 Melden
  • atomschlaf 08.10.2016 13:25
    Highlight Angesichts der inhaltlichen Abwärtsspirale, die ich in den letzten Jahren bei der NZZ beobachten musste, schockiert mich die Frontseitenwerbung auch nicht nicht mehr.
    22 18 Melden
  • Olf 08.10.2016 12:56
    Highlight Weiß man was die Titelseite bei der NZZ kostet?
    16 8 Melden
  • dmark 08.10.2016 12:23
    Highlight Aprpos Werbung... Liebe Watson(s), eure Adserver, u.a. der "adnxs.com", "vt.adition.com" blockieren teilweise ganz heftig den Seitenaufbau.
    Nur mal so erwähnt.
    70 1 Melden
    • Angelo C. 08.10.2016 13:01
      Highlight Auch ich finde das seit geraumer Zeit recht störend, denn wer nicht brav und geduldig abwartet, bis sich der ganze Werbekäse aufgebaut hat, zu rasch auf einen der Artikel klickt, der landet ganz woanders, was - zumal wenn man gerade mal in Eile ist - ein echtes Ärgernis darstellt.

      Gewiss, ob Printmedien oder Online-Plattformen, ALLE bedürfen der Werbung um des Überlebens willen, keine Frage...

      Aber die Webmaster sind nun kreativ gefordert, sowas sozialverträglich und einigermassen leserkonform umzusetzen.

      Bin wohl, im Verbund mit dmark nicht der Einzige, die sich über das Chrüsimüsi ärgert.
      59 2 Melden
    • FrancoL 08.10.2016 13:28
      Highlight Meine dämliche Frage; Werbung und Zeitung ist ein Geschäft wie jedes andere und überlebt auch nur wenn das Produkt verkauft wird. Fast jeder von uns ist oder war am Markt tätig und hat Geld verdient wohl nicht immer mit Produkten die allen Freude bereiteten oder deren Werbung immer willkommen war.
      Was soll nun dieser Run zur Optimierung der Störung durch die Werbung?
      Mir wäre es VIEL, VIEL lieber das Werbegeld wird in eine fundierte Recherchearbeit gesteckt . . . .
      9 9 Melden
    • FrancoL 08.10.2016 13:29
      Highlight . . . und dafür kann man mich auch noch ein wenig mehr mit dieser Werbung eindecken! Ich verliere viele mehr Zeit mit dem Abgleichen von tendenziösen Meldungen als mit dem Werbung weg klicken! und wer sich ähnlich ausgewogen informieren will wird wohl das gleiche Empfinden.
      Werbung io gepaart mit guter Recherchearbeit!
      9 8 Melden
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  • kliby 08.10.2016 11:42
    Highlight Wer Aktionär ist bei der NZZ, muss FDP Mitglied sein. Die NZZ ist seit jeher nicht unabhängig, sondern vertritt eine wirtschaftlich-politische Ideologie. Da passts doch bestens, dass man potente Geldgeber hofiert, und auch mal das Gesicht (der Zeitung) verkauft.
    38 32 Melden
    • Martiis 08.10.2016 12:19
      Highlight Und jetzt? Der Tagi ist eher links, die WOZ sehr links. Der Blick und die Weltwoche sind rechts. Weshalb soll die NZZ nicht wirtschafts-liberal sein?
      58 13 Melden
    • Maria B. 08.10.2016 13:11
      Highlight @Libertas

      Ein einziger Blick in die Kommentarspalten des BLICK genügt, um klar zu erkennen, dass sowohl die Inhalte, wie insbesondere die Leserschaft, fast durchgehend rechts tickt ;-)!
      52 11 Melden
    • Martiis 08.10.2016 14:02
      Highlight Kann sein, dass der Blick gar nicht mal so rechts ist, wie man meinen könnte. Ich wollte eigentlich auch nur darauf hinaus, dass eine gewisse politische Ausrichtung völlig normal ist.
      8 1 Melden
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  • Firefly 08.10.2016 09:44
    Highlight Ich hasse Werbung, vor allem, wenn ich dafür auch noch bezahlen muss. Wenn etwas gratis ist, ok aber wenn ich ne Zeitung kaufe, wenn ich für die Tramfahrt oder Bahnfahrt zahle, will ich keine Werbung sehen!
    23 58 Melden
    • Kian 08.10.2016 09:50
      Highlight Glaubst du ernsthaft, eine Zeitung kann sich allein mit Abo- und Kioskverkäufen finanzieren? Auch die NZZ macht über die Hälfte ihres Umsatzes mit Werbung.
      97 15 Melden
    • Howard271 08.10.2016 09:52
      Highlight Dann müsstest du aber wahrscheinlich etwa das doppelte bezahlen, ansonsten gibts deine Zeitung oder Tramfahrt bald nicht mehr... traurig, aber wahr.
      43 4 Melden
    • Firefly 08.10.2016 09:55
      Highlight Na dann ist der Preis zu niedrig oder der Wert gute recherchierter Artikel. Wie man es sehen will. Aber wenn eine Firma nur mittels Werbung überleben kann, dann macht sie was falsch oder ist eine Werbefirma, hauptgeschaftlich
      14 58 Melden
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  • amore 08.10.2016 08:58
    Highlight Einbeitskasse einführen.
    Planung des Leistungsangebots auf Bundesebene einführen.
    In schlechter Qualität ausführende Leistungserbringer ausschliessen.
    Kopfprämien abschaffen.
    Und schon ist unser System auf das Beste renoviert.
    12 41 Melden
    • FrancoL 08.10.2016 12:24
      Highlight Einheitskasse einführen??
      Geht es bei Dir um die NZZ oder die KK?
      Oder denkst Du an eine Einheitskasse für Information?
      Wäre ja schön drollig diese Idee.
      13 0 Melden
    • CASSIO 08.10.2016 14:04
      Highlight Amore, NZZ ist eine Zeitung, keine Krankenkasse ;-)
      6 0 Melden
  • Wuschelhäschen 08.10.2016 08:43
    Highlight Ich hoffe nur, dass Watson nie die ganze Homepage hergeben muss für ein Inserat. Vorher bringt doch eine Paywall.
    14 16 Melden
    • benz 08.10.2016 09:14
      Highlight @Adrien: Ich habe mich bemüht, zu diesem Thema Watson eine Mail zu schreiben. Ich bekam nie eine Reaktion... Inhalt stark zusammengefasst: Auf dem iPhone und iPad werde ich regelmässig von Werbefilmchen genervt... Auf dem Webbrowser kann kann und werde ich mich halt davor schützen. Mein Vorschlag: Warum nicht eine fakultative In-App-Option von 2 Franken, um die Werbung um ein Jahr unterdrücken zu können?
      44 5 Melden
    • Martiis 08.10.2016 09:56
      Highlight Benz: Eine Jahresabo für die unbeschränkte digitale Nutzung (ohne Lieferung Papierzeitung) des Tagesanzeigers kostet CHF 314. Da wird die Werbung dann aber auch nicht alle ausgeblendet.
      Du möchtest eine Jahresgebühr von 2 lächerlichen Franken für null Werbung? Ist doch klar, dass das nicht funktionieren kann.
      37 6 Melden
    • Dr. Zoidberg 08.10.2016 10:03
      Highlight 2 franken. warum nicht gratis? macht für watson keinen unterschied, ganz im gegenteil. ist sogar eher noch sinnvoll für watson, denn alleine der administrative aufwand, deine 2 sfr zu verbuchen, kostet weit mehr als 2 sfr.

      ihr leecher geht mir echt auf den sack. werbung wollt ihr nicht, paywalls sind böse, abos nur, wenn sie quasi kostenlos sind. dass man nicht von irgendwelchen werbenetzwerken getrackt werden will: ok. dagegen kann man aber auch was tun, ohne dem angebot die finanzielle grundlage zu entziehen. für ein angebot wie watson werde ich in irgendeiner form auch bezahlen müssen.
      21 11 Melden
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